Schmerzen beim Stillen
Verfasst: 03.07.2018, 12:49
Hallo,
bei den Stillproblemen, die ich hier so lese, kommt mir mein eigenes klein vor... Trotzdem bin ich langsam am Verzweifeln.
Meine Tochter ist heute 10 Tage alt und ich habe wunde Brustwarzen und starke Schmerzen beim Stillen. Es reißt immer wieder ein, auch am Übergang Warze/Warzenhof.
Ich beantworte erstmal die Fragen...
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Voll gestillt
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Tagsüber alle 3-4h, nachts auch mal 5h Schlafphase. Pro Seite zwischen 15-30min, manchmal nimmt sie die zweite Seite nicht oder nur kurz, so dass diese sich nicht ganz "entleert" anfühlt (ich weiß, eine leere Brust gibt es nicht
)
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi-Windeln hab ich nicht gezählt, sind aber immer nass und der Urin ist hell, 3-4 Stuhlgänge pro Tag
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Eigentlich dockt sie seit Geburt gut an, aufgrund ihrer Größe/Gewicht wurde ihr Blutzucker kontrolliert, der ausgezeichnet war (Pre habe ich abgelehnt und gleich angelegt, was dann offenkundig auch geklappt haben muss), sie macht den Mund weit auf und stülpt die Lippen schön nach außen. Manchmal wirft sie aber bei geöffnetem Mund den Kopf hin- und her (was mir sehr schmerzt) und brüllt die Brust an. Oft läuft beim Antrinken Milch "über", was sie aber nicht zu stören scheint. Verschluckt sich nur ganz selten. Nach dem stillen schläft sie i.d.R. mehrere Stunden
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein, Nachsorgehebamme leider derzeit im Urlaub, kommt nächsten Montag (09.07.) das erste Mal vorbei. LLL per Email kontaktiert, daraufhin habe ich versucht, auf Hinweise eines zu kurzen Zungenbändchens zu kontrollieren, konnte aber nichts feststellen, was darauf hindeutet
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
ganz leichte Gelbfärbung, laut Kinderarzt (U2) total im Rahmen und augenscheinlich schon rückläufig
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Bei der Großen wegen flacher Brustwarzen und kleinem, zarten Kind im KH Stillhütchen bekommen, dadurch anfangs schlecht Zunahme, häufig Milchstau. Abgewöhnen war schwierig, danach sprunghafte Zunahme (330g in der ersten Woche "ohne"), aber Milchbläschen nach deren Abheilen dann endlich alles rund lief. 6 Monate voll gestillt, 2 Jahre teilweise
Sie wurde am 23.06.18 mit 4.080g geboren
Entlassungsgewicht 3.810g (26.06)
heimische Waage (von der Hebamme geliehen) 3.880g am gleichen Tag
gestern 4.080g (02.07.)
Einmalig habe ich nachgewogen beim Stillen, da hatte sie in 20-25min aus einer Brust 70g, scheint also auch einigermaßen effektiv zu trinken und hat die zweite dann kurz danach zumindest noch angetrunken.
Ich versuche, Luft an die Brust zu lassen, allerdings sind wir bei dem Wetter viel draußen, wo das nicht geht. Nutze dann selbstgemachte "Donuts" aus Mullbinden im BH/Stilltop und lasse zumindest die Milchreste nach dem Stillen kurz antrocknen. Im Wechsel Lanolinsalbe und Multi-Mam-Kompressen. Hydrogel-Einlagen aus dem KH haben mich nicht überzeugt, weil sie die Warze so platt drücken.
Ganz langsam wird es zumindest optisch besser, aber es tut immer noch so weh, dass ich zögere, sie anzulegen und froh bin, wenn sie "endlich" loslässt. Das belastet mich psychisch total, weil es das Gegenteil von der entspannten Stillbeziehung ist, die ich mir wünschen würde.
In Kombination mit Schmerzen von Geburtsverletzungen und der Hormonlage bringt es mich leider auch immer wieder zum Weinen und ich sorge mich dann, was das mit meinem Kind macht...
Liebe Grüße
Anke
bei den Stillproblemen, die ich hier so lese, kommt mir mein eigenes klein vor... Trotzdem bin ich langsam am Verzweifeln.
Meine Tochter ist heute 10 Tage alt und ich habe wunde Brustwarzen und starke Schmerzen beim Stillen. Es reißt immer wieder ein, auch am Übergang Warze/Warzenhof.
Ich beantworte erstmal die Fragen...
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Voll gestillt
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Tagsüber alle 3-4h, nachts auch mal 5h Schlafphase. Pro Seite zwischen 15-30min, manchmal nimmt sie die zweite Seite nicht oder nur kurz, so dass diese sich nicht ganz "entleert" anfühlt (ich weiß, eine leere Brust gibt es nicht
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi-Windeln hab ich nicht gezählt, sind aber immer nass und der Urin ist hell, 3-4 Stuhlgänge pro Tag
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Eigentlich dockt sie seit Geburt gut an, aufgrund ihrer Größe/Gewicht wurde ihr Blutzucker kontrolliert, der ausgezeichnet war (Pre habe ich abgelehnt und gleich angelegt, was dann offenkundig auch geklappt haben muss), sie macht den Mund weit auf und stülpt die Lippen schön nach außen. Manchmal wirft sie aber bei geöffnetem Mund den Kopf hin- und her (was mir sehr schmerzt) und brüllt die Brust an. Oft läuft beim Antrinken Milch "über", was sie aber nicht zu stören scheint. Verschluckt sich nur ganz selten. Nach dem stillen schläft sie i.d.R. mehrere Stunden
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein, Nachsorgehebamme leider derzeit im Urlaub, kommt nächsten Montag (09.07.) das erste Mal vorbei. LLL per Email kontaktiert, daraufhin habe ich versucht, auf Hinweise eines zu kurzen Zungenbändchens zu kontrollieren, konnte aber nichts feststellen, was darauf hindeutet
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
ganz leichte Gelbfärbung, laut Kinderarzt (U2) total im Rahmen und augenscheinlich schon rückläufig
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Bei der Großen wegen flacher Brustwarzen und kleinem, zarten Kind im KH Stillhütchen bekommen, dadurch anfangs schlecht Zunahme, häufig Milchstau. Abgewöhnen war schwierig, danach sprunghafte Zunahme (330g in der ersten Woche "ohne"), aber Milchbläschen nach deren Abheilen dann endlich alles rund lief. 6 Monate voll gestillt, 2 Jahre teilweise
Sie wurde am 23.06.18 mit 4.080g geboren
Entlassungsgewicht 3.810g (26.06)
heimische Waage (von der Hebamme geliehen) 3.880g am gleichen Tag
gestern 4.080g (02.07.)
Einmalig habe ich nachgewogen beim Stillen, da hatte sie in 20-25min aus einer Brust 70g, scheint also auch einigermaßen effektiv zu trinken und hat die zweite dann kurz danach zumindest noch angetrunken.
Ich versuche, Luft an die Brust zu lassen, allerdings sind wir bei dem Wetter viel draußen, wo das nicht geht. Nutze dann selbstgemachte "Donuts" aus Mullbinden im BH/Stilltop und lasse zumindest die Milchreste nach dem Stillen kurz antrocknen. Im Wechsel Lanolinsalbe und Multi-Mam-Kompressen. Hydrogel-Einlagen aus dem KH haben mich nicht überzeugt, weil sie die Warze so platt drücken.
Ganz langsam wird es zumindest optisch besser, aber es tut immer noch so weh, dass ich zögere, sie anzulegen und froh bin, wenn sie "endlich" loslässt. Das belastet mich psychisch total, weil es das Gegenteil von der entspannten Stillbeziehung ist, die ich mir wünschen würde.
In Kombination mit Schmerzen von Geburtsverletzungen und der Hormonlage bringt es mich leider auch immer wieder zum Weinen und ich sorge mich dann, was das mit meinem Kind macht...
Liebe Grüße
Anke