Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

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minui
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von minui » 13.07.2018, 13:05

Und unsere aktuelle Liste:

5.5. 3140 Gramm, Geburt KH
7.5. 2800 Gramm, Entlassung KH
11.5. 2920 Gramm (Hebamme)
7.6. 3520 Gramm, U3 Kinderarzt
29.6. 3760 Gramm, Kinderarzt
2.7. Gewicht unbekannt, 11 x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
3.7. 3860 Gramm, 13x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
4.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
5.7. 3900 Gramm, 10x stillen, 5x Pipi, 1x Stuhl
6.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
7.7. 3920 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
8.7. 3910 Gramm, 10x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
9.7. 3960 Gramm, 14x stillen, 6x Pipi, 1x Stuhl
10.7. 3890 Gramm, 11x stillen, 150 ml pre, 7x Pipi, 0x Stuhl
11.7. 3950 Gramm, 11x stillen, 160 ml pre (4x40 ml per Becher), 7x Pipi, 0x Stuhl
12.7. 4010 Gramm, 12x stillen, 150 ml Pre (4 Portionen per Becher), 30 ml abgepumpte MM, 7x Pipi, 0x Stuhl
13.7. 4040 Gramm

Das mit dem Becher ist auf jeden Fall keine Dauerlösung bei uns, das ist jedes Mal ein ziemliches Geklecker und die 150 ml sind nicht komplett im Kind gelandet, wobei ich aber natürlich nicht sagen kann, wie viel daneben ging. Vielleicht ordere ich doch mal noch den Softcup... Mit dem BES hab ichs gestern nochmal versucht, als es mit dem Becher gar nicht klappen wollte, aber das war das reinste Drama, weil wir beide immer genervter geworden sind von dem Gefummel. :roll:
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minui
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von minui » 13.07.2018, 13:09

Oh, und was ich noch sagen wollte: ich bin heute nochmal sehr sehr dankbar, dass unsere Nächte so gut klappen. Ella meldet sich immer ziemlich genau 10 Minuten vor dem Wecker, der zum ersten Mal 4 Stunden nach dem Einschlafstillbeginn, dann nach 3 Stunden, ab da nach 2 Stunden klingelt. Und bis zum Aufstehen (schlafen meist von 23 Uhr bis etwa 9/10 Uhr - den Luxus gönnen wir uns gerade) reicht immer die Brust aus. Sie trinkt zügig ohne Theater erst die eine, dann die andere Seite und nuckelt dann noch an der ersten 1-2 Minuten, bis sie wieder eingeschlafen ist. :)
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Reh
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von Reh » 13.07.2018, 15:41

Ohne Profi zu sein, würde das für mich dafür sprechen, dass du irgendwie deinen Stress reduzieren solltest (leichter gesagt als getan), aber nachts, wenn ihr beide nicht ganz wach seid, klappt es besser als tagsüber mit Gedankenkarussell etc.
Denk vllt noch mal über die Leih-Oma nach. Du musst ja dann nicht weg und dein Baby "allein lassen", es reicht manchmal schon, wenn man in aller Ruhe duschen cremen, Haare machen kann, ohne dass das Baby allein wartet und weint.
Fühl dich nochmal gedrückt, wenn du magst!
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Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...

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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von Mariposa85 » 13.07.2018, 18:25

minui hat geschrieben:
13.07.2018, 12:56

nd alle gerade irgendwo im Ausland oder haben den Studienort gewechselt - ich bin der Uni wegen hier zugezogen und habe meine ganzen altgedienten Freunde auch nicht so nah, dass das eine Lösung für regelmäßig wäre. Lediglich eine Nummer von einer Babysitter-Oma habe ich von meiner Hebamme bekommen, da die Oma wohl auch lange Schreibaby-Erfahrung hat, aber mit dem Gedanken kann ich mich gerade noch nicht anfreunden, dass meine Kleine dann vielleicht bei ihr weint und ich bin nicht da zum trösten.
davisalo hat geschrieben:
12.07.2018, 21:37
Hey, sei doch bitte zuerst mal stolz auf Dich und Deinen Körper!!! Der hat wahnsinnig Tolles geleistet - nämlich diesem wunderbaren Menschenkind das Leben geschenkt! - und er leis
Leominor hat geschrieben:
12.07.2018, 22:32
Hallo Minui,
ich kann verstehen, dass du gerade sehr traurig und frustriert bist. Aber, es ist doch gar nicht gesagt, dass sich die Milchmenge nicht weiter steigern lässt!

Du schreibst, du konntest nach dem Stillen noch 30ml abpumpen? Das klingt für mich jetzt nicht so schlecht! Bei mir war das zu dem Zeitpunkt deutlich(!) weniger. Und wir stillen mittlerweile trotzdem voll! Bestimmt klappt das bei euch auch bald!

Und auch aktuell ernährst du dein Baby überwiegend mit deiner Milch! Und ich bin sicher, wenn die Kleine Maus schon sprechen könnte, würde sie dir sagen, wie sehr sie das Stillen und dabei ganz nah an Mama gekuschelt sein genießt! In ein paar Wochen wird sie dir das auch zeigen können. Und das ist ein toller Moment! Ich glaube nicht, dass das bisschen Pre für sie einen Unterschied macht!

Du schreibst, du hasst deinen Körper. Dabei bist du Alles für deine Tochter und sie möchte sicher nichts lieber, als ganz eng an diesen Körper gekuschelt sein, in dem sie 9 Monate lang gewachsen ist und der sie zu diesem süßen kleinen Menschen gemacht hat, den du jetzt im Arm hast!

Dein Körper ist wunderbar so wie er ist und du bist eine ganz tolle Mama!
Die 30 ml waren leider nicht nach dem stillen, sondern etwa eine Stunde nach ihrer letzten Mahlzeit. Als ich öfter abgepumpt habe, waren es mit entsprechendem Abstand immer 30-50 ml, ich schätze, so viel bekommt sie also auch bei mir, wenn sie trinkt. Würde ungefähr zu den Werten passen. Im Allgemeinen hab ich ne Theorie, wie das bei mir abläuft, siehe unten...
Und du hast Recht - meine Kleine liebt es, sie lacht oft, wenn ich die Brust auspacke :D Ich sollte mehr auf sie hören, sie hat mir das schon sehr früh gezeigt. Danke für deine lieben Worte, da könnte ich glatt schon wieder... *schnief* :oops:
Mariposa85 hat geschrieben:
12.07.2018, 22:39
Ich kann dich vollkommen verstehen. Ich habe exakt dasselbe durchgemacht. Ich war auch wütend auf mich und meinen Körper, und egal wie sehr ich mich bemüht habe, die Milch war zu wenig. Und ich habe jede zugefütterte Flasche gehasst und gefürchtet und verflucht. Mir hat es sehr geholfen,

1. mir klarzumachen, dass Stillen viel mehr ist als bloße Nahrung. Es ist Bindung, Kuschelzeit, Trost usw. Vermutlich hätte ich sogar weitergestillt/zum Nuckeln angelegt, selbst wenn die Ernährung vollständig über die Flasche hätte laufen müssen. Einfach nur um meinem Schatz so nahe zu sein wie vermutlich nie mehr im Leben und ihm die wertvolle Nähe zu geben.

2. den Beikostbeginn im Hinterkopf zu behalten. Dann stillt ja keine Mama mehr voll, und ich habe mich auch nicht länger „minderwertig“ gefühlt. Ich bin mittlerweile bei knapp 8 Monaten (Teil-)Stillzeit und freue mich jeden Tag, durchgehalten zu haben! Jetzt isst das Baby halt was und wir stillen zum Spaß (nicht mehr zwingend zur Nahrungsaufnahme) und es geht durch die Beikost auch ohne „Zufüttern“ mehr 👍🏻 außerdem stille ich jetzt schon länger als viele andere Vollstillmütter aus zB meinem Geburtsvorbereitungskurs (die aus den unterschiedlichsten Gründen bereits abgestillt haben, sowohl freiwillig als auch unfreiwillig). Ich denke mir manchmal, dass es bei uns vielleicht immer noch klappt (und hoffentlich noch lange klappen wird), weil Baby und ich von Anfang an an unserer Stillbeziehung „arbeiten“ mussten und von daher viel sensibler und aufmerksamer und wertschätzender dem Stillen gegenüber sind als manche Mama aus meinem Kurs...

In diesem Sinne: Kopf hoch und weitermachen 😊 du schaffst das!
Es ist "schön", dass es nicht nur mir so geht. Ich will dankbar sein, dass ich überhaupt stillen kann, aber es fällt mir sehr schwer. Vor allem dein zweiter Punkt trägt etwas ganz wichtiges in sich: wir schätzen das Stillen so sehr wert und werden viel länger stillen als jemand, für den es einfach geklappt hat, obwohl er keinen gesteigerten Wert darauf legte. Was sind da schon die paar Milliliter Pre auf 2, 3 Jahre gesehen? Danke für deine wahren Worte, sie helfen immens, wieder den richtigen Blickwinkel einzunehmen.
deidamaus hat geschrieben:
12.07.2018, 22:49
Ich schließe mich da an. Denke nicht an das, was nicht so läuft, wie du es gerne hättest, sondern an all das, was du deinem Baby gibst: Nähe, Liebe, Muttermilch, Körperkontakt und noch viel mehr.

Du kannst mit dem Domperidon auch noch auf maximal 4*4 Tablettrn hoch gehen. Eventuell hilft dies noch ein bisschen mehr.

Schilddrüsenprobleme hast du nicht? Űbergewichtig bist du auch nicht, Raucherin? Diabetes? PCOS? Nichts davon?

Haben sich deine Brüste in der Schwangerschaft und im Wochenbett merklich vergrößert?
Ja, ihr habt Recht und ich sehe es mit etwas Abstand zu meiner Krise gestern auch so.
Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, welche vor und während der Schwangerschaft gut eingestellt war. Ich war aber am Mittwoch auch nochmal beim Spezialisten, welcher die Werte checken wird, Ultraschall war unauffällig. Übergewichtig bin ich leider auch, daran arbeitete ich, als ich völlig unerwartet trotz Kupfer-IUD schwanger geworden bin. Gerne würde ich da weitermachen, schiebe aber momentan Panik, dass jegliche Kalorienreduktion die Milchproduktion verschlechtern könnte. Sonst habe ich nichts.

Deine Frage zur Brust und meine Gedanken und Beobachtungen der letzten Wochen bringen mich zu der Theorie, dass bei mir einfach etwas weniger milchbildendes Gewebe vorhanden sein könnte. Weder in der Schwangerschaft noch im Wochenbett hat sich da etwas verändert, mal von der Farbe der BW und der Größe des Vorhofs abgesehen. Auch der Milcheinschuss ist völlig unbemerkt passiert. Als ich zwischendurch mal gezwungenermaßen 5 Stunden Stillpause machte, hatte ich auch bei weitem nicht das Gefühl, die Brust wäre sehr prall oder merklich stark gefüllt, wie viele es erleben. Es ist aber schon so, dass nach 3 oder 4 Stunden Pause in der Nacht die Brüste beginnen, auszulaufen und Ella kämpft dann erst mal mit der Menge, die ihr entgegen kommt, verschluckt sich auch gelegentlich. Wenn sie dann abdockt, spritzt die Milch gelegentlich sogar weiter. Laienhaft würde ich also vermuten, dass die vorhandenen Milchdrüsen nach dieser Pause bis an ihre Oberkante gefüllt sind sozusagen, was den starken MSR (der bei mir übrigens immer nach wenigen Sekunden nuckeln auslöst) und das auslaufen erklären würde. Da aber einfach weniger Drüsen als "normal" vorhanden sind, entspricht das nicht direkt einer riesigen Milchmenge und auch die nachschiebende Produktion während des Stillens ist überschaubar. Deshalb hat vielleicht auch das Domperidon keinen Unterschied gemacht, da das vorhandene Gewebe schon mit aller Kapazität gearbeitet hat. Ergibt das so Sinn, auch außerhalb meines Kopfes? Da die Situation ja vor Beginn der Einnahme genauso war, würde ich also tendenziell eher demnächst ausschleichen. Was denkst du dazu?

Viele Grüße
minui

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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von Mariposa85 » 13.07.2018, 20:05

Sorry 🙈 ich wollte eigentlich nur einen Absatz zitieren, aber mein Kleiner hat mich wohl abgelenkt 😉

Ich wollte dir nur sagen, dass du es vollkommen auf den Punkt gebracht hast. Wenn wir zurückschauen (werden), dann war die zugefütterte Nahrung unwichtig. Wir werden uns dann vielmehr daran erfreuen, dass wir immer noch stillen und sind dankbar. Andersherum würden wir uns bestimmt irgendwann in der Zukunft ärgern, wenn wir nicht mehr stillen können, nur weil wir aufgegeben haben, da vollstillen am Anfang nicht geklappt hat. Vollstillen macht normalerweise sowieso nur einen Bruchteil der gesamten Stillzeit aus und ein Teilstillen in dieser ersten kurzen Zeit macht die gesamte Stillzeit nicht weniger wert 😉

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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von ixcacienfuegos » 13.07.2018, 20:43

Vielleicht bist du grade in einer künstlichen Überfunktion. War bei mir nach beiden Geburten so, die Milch läuft bei mir dann nicht so gut. Jetzt habe ich das L-Thyroxin reduziert und es sprudelt wieder.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von minui » 13.07.2018, 22:24

ixcacienfuegos hat geschrieben:
13.07.2018, 20:43
Vielleicht bist du grade in einer künstlichen Überfunktion. War bei mir nach beiden Geburten so, die Milch läuft bei mir dann nicht so gut. Jetzt habe ich das L-Thyroxin reduziert und es sprudelt wieder.
Den Gedanken hatte ich auch schon, da ich seit der Entbindung stärker schwitze als zuvor. Ich hoffe nur, die Blutwerte geben darüber auch Auskunft, da der TSH durch das Domperidon ja völlig verfäkscht ist...
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von deidamaus » 14.07.2018, 07:41

minui hat geschrieben:
13.07.2018, 12:56
Danke danke danke für eure lieben Kommentare! Ich war gestern total am Boden, heute geht es mir aber wieder besser. Ich habe mir nochmal ganz bewusst gemacht, dass 150 oder auch 200 ml Pre zum einen kein Weltuntergang, zum anderen wirklich nicht viel in Bezug auf die Gesamtmenge sind. Sie muss ja definitiv noch einiges von mir bekommen, wenn die Zunahme jetzt gut ist.
Genau so ist es. Und das Wichtigste ist immer zuerst das Gedeihen des Kindes. Bekommt ein Baby dauerhaft zu wenig Kalorien kann sich dies dauerhaft negativ auf die Gesundheit auswirken.

Leider wohnt die Verwandtschaft nicht in der Gegend und meine Freunde sind alle gerade irgendwo im Ausland oder haben den Studienort gewechselt - ich bin der Uni wegen hier zugezogen und habe meine ganzen altgedienten Freunde auch nicht so nah, dass das eine Lösung für regelmäßig wäre. Lediglich eine Nummer von einer Babysitter-Oma habe ich von meiner Hebamme bekommen, da die Oma wohl auch lange Schreibaby-Erfahrung hat, aber mit dem Gedanken kann ich mich gerade noch nicht anfreunden, dass meine Kleine dann vielleicht bei ihr weint und ich bin nicht da zum trösten.
Dann rufe die Babysitter-Oma an. Selbst wenn sie nur einmal die Woche für eine kurze Zeit kommt, kann dich das spürbar entlasten.
Die 30 ml waren leider nicht nach dem stillen, sondern etwa eine Stunde nach ihrer letzten Mahlzeit. Als ich öfter abgepumpt habe, waren es mit entsprechendem Abstand immer 30-50 ml, ich schätze, so viel bekommt sie also auch bei mir, wenn sie trinkt.
Ein gut saugendes Baby bekommt im Normalfall immer mehr Milch aus der Brust, als eine Pumpe, d.h. man kann die Pumpmenge nicht mit der Trinkmenge deines Babys vergleichen.
Es ist "schön", dass es nicht nur mir so geht. Ich will dankbar sein, dass ich überhaupt stillen kann, aber es fällt mir sehr schwer. Vor allem dein zweiter Punkt trägt etwas ganz wichtiges in sich: wir schätzen das Stillen so sehr wert und werden viel länger stillen als jemand, für den es einfach geklappt hat, obwohl er keinen gesteigerten Wert darauf legte. Was sind da schon die paar Milliliter Pre auf 2, 3 Jahre gesehen? Danke für deine wahren Worte, sie helfen immens, wieder den richtigen Blickwinkel einzunehmen.
Und sobald dein Baby Beikost bekommt, kann man die Pre durch Brei ersetzen und du stillst und gibst Beikost so wie alle anderen Mütter, die vorher voll gestillt haben, auch.

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, welche vor und während der Schwangerschaft gut eingestellt war. Ich war aber am Mittwoch auch nochmal beim Spezialisten, welcher die Werte checken wird, Ultraschall war unauffällig. Übergewichtig bin ich leider auch, daran arbeitete ich, als ich völlig unerwartet trotz Kupfer-IUD schwanger geworden bin. Gerne würde ich da weitermachen, schiebe aber momentan Panik, dass jegliche Kalorienreduktion die Milchproduktion verschlechtern könnte. Sonst habe ich nichts.
Okay. Eine falsch eingestellte Schilddrüse kann sich negativ auf die Milchbildung auswirken, ebenso wie Übergewicht.

Du kannst gerne auch eine Diät in der Stillzeit machen, jedoch sollte diese nicht einseitig sein, sondern in einer Umstellung auf ein gesundes Essverhalten enden. Also gezielt keine Süßigkeiten essen, mehr Obst und Gemüse und Vollkornprodukte. Der weibliche Körper ist darauf ausgelegt, dass er das in der Schwangerschaft angelegt Fett in der Stillzeit verbraucht. Eine moderate Gewichtsabnahme ist in der Stillzeit kein Problem, eine Crashdiät (Null-Diät, nur Eiweiß-Shakes statt normalem Essen, ...) jedoch nicht zu empfehlen (ist ja auch sonst nicht der ideale Weg zur Gewichtsreduktion).
Deine Frage zur Brust und meine Gedanken und Beobachtungen der letzten Wochen bringen mich zu der Theorie, dass bei mir einfach etwas weniger milchbildendes Gewebe vorhanden sein könnte. Weder in der Schwangerschaft noch im Wochenbett hat sich da etwas verändert, mal von der Farbe der BW und der Größe des Vorhofs abgesehen. Auch der Milcheinschuss ist völlig unbemerkt passiert. Als ich zwischendurch mal gezwungenermaßen 5 Stunden Stillpause machte, hatte ich auch bei weitem nicht das Gefühl, die Brust wäre sehr prall oder merklich stark gefüllt, wie viele es erleben.

Dies kann in der Tat ein Hinweis auf zu wenig Drüsengewebe sein. Tubuläre Brüste hast du aber nicht, oder?
Es ist aber schon so, dass nach 3 oder 4 Stunden Pause in der Nacht die Brüste beginnen, auszulaufen und Ella kämpft dann erst mal mit der Menge, die ihr entgegen kommt, verschluckt sich auch gelegentlich. Wenn sie dann abdockt, spritzt die Milch gelegentlich sogar weiter. Laienhaft würde ich also vermuten, dass die vorhandenen Milchdrüsen nach dieser Pause bis an ihre Oberkante gefüllt sind sozusagen, was den starken MSR (der bei mir übrigens immer nach wenigen Sekunden nuckeln auslöst) und das auslaufen erklären würde. Da aber einfach weniger Drüsen als "normal" vorhanden sind, entspricht das nicht direkt einer riesigen Milchmenge und auch die nachschiebende Produktion während des Stillens ist überschaubar.
Eventuell kann dein Körper (im Moment) nicht mehr Milch bilden, das kann schon sein.
Deshalb hat vielleicht auch das Domperidon keinen Unterschied gemacht, da das vorhandene Gewebe schon mit aller Kapazität gearbeitet hat. Ergibt das so Sinn, auch außerhalb meines Kopfes? Da die Situation ja vor Beginn der Einnahme genauso war, würde ich also tendenziell eher demnächst ausschleichen. Was denkst du dazu?
Meiner Meinung nach, wäre es sinnvoll mit dem Domperidon noch etwas hoch zu gehen (bis auf 4 mal 4 Tabletten) und wenn dies nach zwei Wochen keinen merklichen Erfolg bringt, kannst du auf jeden Fall wieder auf 3 mal 3 reduzieren. Ausschleichen macht meist dann Sinn, wenn das Baby Beikost bekommt, da eine sich verringernde Milchbildung dann nicht mehr ins Gewicht fällt, da das Baby sich die benötigten Kalorien anders holen kann. Ein Ausschleichen während der Zeit, in der du noch Pre zufütterst, kann man auch probieren, dafür muss man halt weiterhin genau das Gewicht beobachten.
minui hat geschrieben:
13.07.2018, 22:24
Den Gedanken hatte ich auch schon, da ich seit der Entbindung stärker schwitze als zuvor. Ich hoffe nur, die Blutwerte geben darüber auch Auskunft, da der TSH durch das Domperidon ja völlig verfäkscht ist...
Kennt sich dein Arzt darin aus? Blut wurde schon abgenommen?
minui hat geschrieben:
13.07.2018, 13:09
Oh, und was ich noch sagen wollte: ich bin heute nochmal sehr sehr dankbar, dass unsere Nächte so gut klappen. Ella meldet sich immer ziemlich genau 10 Minuten vor dem Wecker, der zum ersten Mal 4 Stunden nach dem Einschlafstillbeginn, dann nach 3 Stunden, ab da nach 2 Stunden klingelt. Und bis zum Aufstehen (schlafen meist von 23 Uhr bis etwa 9/10 Uhr - den Luxus gönnen wir uns gerade) reicht immer die Brust aus. Sie trinkt zügig ohne Theater erst die eine, dann die andere Seite und nuckelt dann noch an der ersten 1-2 Minuten, bis sie wieder eingeschlafen ist. :)
Das klingt sehr gut. Daran brauchst du garnichts zu ändern. Wunderbar so.
minui hat geschrieben:
13.07.2018, 13:05
Und unsere aktuelle Liste:

5.5. 3140 Gramm, Geburt KH
7.5. 2800 Gramm, Entlassung KH
11.5. 2920 Gramm (Hebamme)
7.6. 3520 Gramm, U3 Kinderarzt
29.6. 3760 Gramm, Kinderarzt
2.7. Gewicht unbekannt, 11 x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
3.7. 3860 Gramm, 13x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
4.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
5.7. 3900 Gramm, 10x stillen, 5x Pipi, 1x Stuhl
6.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
7.7. 3920 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
8.7. 3910 Gramm, 10x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
9.7. 3960 Gramm, 14x stillen, 6x Pipi, 1x Stuhl
10.7. 3890 Gramm, 11x stillen, 150 ml pre, 7x Pipi, 0x Stuhl
11.7. 3950 Gramm, 11x stillen, 160 ml pre (4x40 ml per Becher), 7x Pipi, 0x Stuhl
12.7. 4010 Gramm, 12x stillen, 150 ml Pre (4 Portionen per Becher), 30 ml abgepumpte MM, 7x Pipi, 0x Stuhl
13.7. 4040 Gramm
Gewicht gefällt mir sehr. Die Zufütterung scheint ihr gut zu tun.
Das mit dem Becher ist auf jeden Fall keine Dauerlösung bei uns, das ist jedes Mal ein ziemliches Geklecker und die 150 ml sind nicht komplett im Kind gelandet, wobei ich aber natürlich nicht sagen kann, wie viel daneben ging. Vielleicht ordere ich doch mal noch den Softcup... Mit dem BES hab ichs gestern nochmal versucht, als es mit dem Becher gar nicht klappen wollte, aber das war das reinste Drama, weil wir beide immer genervter geworden sind von dem Gefummel. :roll:
Dann probiere es ruhig mal mit dem Softcup.

Liebe Grüße
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von minui » 14.07.2018, 10:33

Ausführliche Antwort wahrscheinlich erst morgen, wir sind heute den ganzen Tag unterwegs und mit den Zitaten macht das am Handy keinen Spaß ;)


5.5. 3140 Gramm, Geburt KH
7.5. 2800 Gramm, Entlassung KH
11.5. 2920 Gramm (Hebamme)
7.6. 3520 Gramm, U3 Kinderarzt
29.6. 3760 Gramm, Kinderarzt
2.7. Gewicht unbekannt, 11 x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
3.7. 3860 Gramm, 13x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
4.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 5x Pipi, 0x Stuhl
5.7. 3900 Gramm, 10x stillen, 5x Pipi, 1x Stuhl
6.7. 3900 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
7.7. 3920 Gramm, 11x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
8.7. 3910 Gramm, 10x stillen, 6x Pipi, 0x Stuhl
9.7. 3960 Gramm, 14x stillen, 6x Pipi, 1x Stuhl
10.7. 3890 Gramm, 11x stillen, 150 ml pre, 7x Pipi, 0x Stuhl
11.7. 3950 Gramm, 11x stillen, 160 ml pre (4x40 ml per Becher), 7x Pipi, 0x Stuhl
12.7. 4010 Gramm, 12x stillen, 150 ml Pre (4 Portionen per Becher), 30 ml abgepumpte MM, 7x Pipi, 0x Stuhl
13.7. 4040 Gramm, 12x stillen, 180 ml pre, 7x Pipi, 0x Stuhl
14.7. 4070 Gramm

Gestern haben sich 180 ml ergeben, weil sie bei zwei der vier Portionen etwas mehr getrunken hat und ich es ihr nicht verwehren wollte. Gewicht sieht heute gut aus, aber ich erwarte heute langsam mal eine ziemlich volle Windel (und das wo wir unterwegs sind 😅). Leider stopft die pre bei ihr immer ziemlich.
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Re: Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?

Beitrag von deidamaus » 14.07.2018, 11:42

150g Zunahme in der letzten Woche. Das ist super. Pre ist nicht so leicht verdaulich wie Muttermilch. Dein Baby wird sich aber sicherlich bald daran gewöhnen.

Merkst du eine Veränderung an ihrem Verhalten?
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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