Seite 1 von 2

Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 11:02
von Lenae
Hallo in die Still-Runde ;)

solangsam verzweifel ich wegen meines starken Haarausfalls... ich höre von allen immer, dass sei "rein hormonell" und pendelt sich von selbst wieder ein, die Haare würden eh nur auf "Vor-Schwangerschafts-Niveau" zurückgehen. Aber es ist echt extrem und definitiv habe ich jetzt schon viel weniger Haare als zuvor. Ich habe relativ langes Haar und nach jeder Haarwäsche kann ich nach dem Auskämmen mindestens walnussgroße Bällchen zusammenrollen... :roll:

Ist Haarausfall nach der Schwangerschaft wirklich rein hormonell bedingt und "kann man da nix machen"? Oder vielleicht doch auch die Tatsache, dass einfach viele der Nährstoffe, die ich zu mir nehme, in die Milchproduktion gehen und deshalb nicht mehr für mich zur Verfügung stehen? Weil dann wäre ja mit zusätzlichen Nährstoffen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln evtl. was zu machen?

Wie sind da eure Erfahrungswerte? Habt ihr irgendwas genommen - falls ja was? Kieselsäure? Biotin? Oder Aminosäuren? Oder eher Mineralstoffe? Und hat es was gebracht?

Ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Aminosäurepräparat zu besorgen dass ich vor vielen Jahren mal - auch wegen Haarausfall - genommen habe. Leider hat man mir dort auf Nachfrage nichts dazu sagen wollen, ob es in der Stillzeit ok ist. Sie dürften da rechtlich keine Aussagen tätigen... die Inhaltsstoffe finde ich ok und nicht bedenklich:

L-Arginin HCl, L-Methionin, Überzugsmittel Cellulose (Kapselhülle), L-Glutamin, Zinkgluconat, L-Ascorbinsäure, Nicotinamid, Calcium-D-pantothenat, Wolfsbeeren-Extraktpulver, Trennmittel Magnesiumsalze von Speisefettsäuren, Trennmittel Siliciumdioxid, Pyridoxin HCl, Riboflavin, Thiaminmononitrat, Maltodextrin, Pteroylmonoglutaminsäure, D-Biotin, Cyanocobalamin.

Produkt ist vegan, laktose- und glutenfrei, ohne Füllstoffe... Wie seht ihr das - wäre sowas ok zu nehmen? Ergänzend gesagt, dass ich normalerweise natürliche Nährstoffe bevorzuge (wir ernähren uns ziemlich gesund, bio, eigenes Gemüse, Wildkräuter etc.) und von synthethischen nicht sooo viel halte. Aber im Ausnahmefall könnte ein extra Plus vielleicht doch helfen?

Liebe Grüße euch allen :)
die Lena

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 11:15
von Lösche Benutzer 22277
Folgendes würde ich beim Arzt/der Ärztin abklären lassen:

- Eisen, konkret Ferritin und Hämoglobin
- Vitamin D
- Schilddrüse

Das wären meine ersten Verdächtigen bei ungewöhnlich starkem und lang anhaltendem Haarausfall.

Ich supplementiere Eisen und Vitamin D (anhand konkreter Blutwerte, nicht frei Schnauze) und hatte nach der ersten Schwangerschaft nur ganz wenig Haarausfall.

Alles Gute für Dich!

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:00
von Tschichen
Wie alt ist dein Baby denn? Bei mir wurde es dieses Mal erst nach 6 Monaten wieder besser mit dem Haarausfall.

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:02
von Cocolin
Huhu,

ich bin auch geplagt und lese hier mal mit. Ich würde auch bei Raya unterschreiben und mindestens die Werte mal abklären lassen. Und nicht abspeisen lassen mit "ach ist eh nur Schwangerschafts/Still-/Psycho-bedingt". Manchmal dauert es wohl recht lang rauszufinden, woran es genau liegt. Aber normal ist es auch nicht.

Ich hatte vor der Schwangerschaft schon HA, aber nicht abgeklärt - dann war er während der Schwangerschaft weg, der postpartale HA Monate lang echt heftig -bestimmt bis er 6 Monate war :4: . Dann wieder eine Weile ganz ok, und jetzt verliere ich wieder ohne Ende...

Mit Nahrungsergänzungsmitteln kenne ich mich nicht so aus und kann dir da keine guten Tipps geben, aber vielleicht gibt's hier ja noch mehr Input. Ich drücke die die Daumen. Und nicht verzweifeln!

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:45
von pqr
Ich schliesse mich auch Raya an und würde das von ihr genannte abklären lassen. Eventuell noch Zink, vor allem, wenn Du eher schlank bist, vegan oder vegetarisch isst.
Aminosärepräparate würde ich nicht für sinnvoll halten.
Aminosären sind quasi über Proteine in fast allen Lebensmitteln enthalten, in Proteinreichen Sachen eben etwas mehr. Ein Aminosäuremangel würde eher mit genereller Unterernährung einhergehen und ist in unseren Breiten selten.
Nahrungsergänzungsmittel bringen nur etwas, wenn diese einen Mangel auf ein normales (oder gutes) Level bringen.

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:47
von Lösche Benutzer 7681
Ich hatte nach allen drei Geburten massiven Haarausfall. Ich war an den Seiten fast kahl, das war wirklich richtig schlimm.

Es pendelte sich bei allen nach 6-8 Monaten aber wieder ein.

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:50
von Lenae
Raya hat geschrieben: 25.06.2018, 11:15 Folgendes würde ich beim Arzt/der Ärztin abklären lassen:

- Eisen, konkret Ferritin und Hämoglobin
- Vitamin D
- Schilddrüse

Das wären meine ersten Verdächtigen bei ungewöhnlich starkem und lang anhaltendem Haarausfall.

Ich supplementiere Eisen und Vitamin D (anhand konkreter Blutwerte, nicht frei Schnauze) und hatte nach der ersten Schwangerschaft nur ganz wenig Haarausfall.

Alles Gute für Dich!
Hi Raya und alle anderen :) das habe ich leider vergessen zu sagen: genau diese drei Werte sind bei mir irgendwann vor Ostern - also schon ne Weile her - geprüft worden. Schilddrüse ok, Eisen und Vitamin D supplementiere ich seither. Am Haarausfall hat das leider gar nix getan...

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:52
von Lenae
Tschichen hat geschrieben: 25.06.2018, 12:00 Wie alt ist dein Baby denn? Bei mir wurde es dieses Mal erst nach 6 Monaten wieder besser mit dem Haarausfall.
der Kleine ist jetzt 5 Monate alt. Mh, vielleicht noch ein wenig in Geduld üben...?! (sofern bis dahin dann noch Haare übrig sind :roll: )

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 12:54
von Lenae
dazu sagen sollte ich vielleicht auch noch, dass ich sowieso sehr schlank bin und seit ich stille ständig drauf achten muss, nicht zu sehr abzunehmen. Das Gewicht schwankt ein wenig, und ich kann es (noch) halten. Aber es ist nicht einfach (und "leere Kalorien" ohne Nährwert oben drauf packen macht halt auch keinen Sinn....)

Re: Haarausfall - wirklich rein hormonell? Oder was tun?

Verfasst: 25.06.2018, 13:34
von Lösche Benutzer 22277
Bei Eisenmangel kann es gut und gerne drei Monate dauern, bis eine Supplementierung Erfolge zeigt... Bei mir ging der Haarausfall erst ganz langsam wieder zurück, als ich damals mit den Tabletten angefangen habe. Kommt natürlich auch auf die Dosierung an.
Auch beim Vitamin D geht es nicht von heute auf morgen...

In der Summe würde ich ein paar Monate abwarten, dann pendeln sich die Hormone wieder etwas besser ein und die Blutwerte können sich stabilisieren.