Kind 2 J. Nachts abgestillt, jetzt immer Trage und tagsüber Dauerstillen
Verfasst: 13.06.2018, 04:52
Hallo liebes Forum!
Ich kann langsam nicht mehr und brauche Input, wie wir unsere Schlafsituation für alle angenehmer gestalten können ☹Wir schlafen schon seit der Geburt unseres Kleinen zu dritt im 3m breiten Familienbett, Platz ist also genug da. Und eigentlich möchten wir das grundsätzlich auch beibehalten.
Vor zwei Monaten habe ich meinen Kleinen nachts abgestillt. Ich habe mit diesem Schritt 6 Monate gerungen und es Mitte April durchgezogen, weil ich nicht mehr konnte. Ich habe durch nächtliches Dauernuckeln nur noch sehr wenig Schlaf bekommen. Ja, wir stillen im Liegen, aber wirklich weiterschlafen konnte ich dabei noch nie. Das Dauernuckeln einschränken hat nicht funktioniert.
Ich habe zum Abstillen nachts die Regel eingeführt, dass nur noch gestillt wird, wenn es hell ist. Als Ersatz habe ich ihn dann im Halfbuckle getragen zum weiterschlafen. Da er dann u.a. immer gegen 4 Uhr aifgewacht ist (7,5 Stunden nach dem Einschlafen) und ganz fürchterlich das Stillen verlangt, habe ich am Fenster ein Licht mit Zeitschaltuhr angebracht, das um 4 angeht. Hatte das mal irgendwo als Tipp beim Abstillen nach Gordon gelesen, um dem Kind das Ende der festgelegten stillfreien Zeit zu signalisieren. Und ich hatte auch das Gefühl, er hat dann wirklich Hunger. Das hat eine Weile ganz gut geklappt, nun wird er aber immer früher wach, mittlerweile um 3 Uhr, und will stillen. Ich rede hier nicht von “Mama, stillen?” – “Nein, Spatz, es ist noch dunkel.” – “Ok, dann schlaf ich noch ein bißchen” sondern von ungehaltenem Weinen und Toben. Ich trage ihn dann die Stunde, aber das kann es ja auch nicht sein.
Um 4 darf er dann stillen und nuckelt sich meistens wach, sodass er dann wieder in die Trage kommt, und schläft dann nochmal bis 7 oder 7:30. Ich bin also fast jede Nacht zwischen 3 und 5 mit Tragen und Stillen beschäftigt und danach meistens so wach, dass die Nacht für mich vorbei ist.
So, wenn das jetzt die einzige Baustelle wäre, ok. Aber er wird zusätzlich auch vorher schon wach (gegen 1) und kann, seit ihm die Brust fehlt, nicht mehr einschlafen. Er weint dann sofort, will in die Trage und schreit sich in Rage, wenn ich Alternativen vorschlage wie Kuscheln, Händchen halten, singen... Einen Schnuller will ich mit zwei jetzt auch nicht mehr einführen. Er hat halt nie gelernt, ohne Brust weiterzuschlafen und ich weiß nicht, wie wir jetzt die Kurve kriegen sollen.
Das dritte Ding ist, dass er dann nur kurz in der Trage sitzt und dann wieder ins Bett will zum Wasser/Mumi trinken. Hat er ein paar schlucke getrunken, will er wieder in die Trage und das geht dann nachts gern 5, 6x hin und her, bis er dann länger in der Trage schläft und ich ihn ablegen kann. Auch hier ist es kein ruhiges Fragen, wo man vielleicht was erklären könnte, sondern sofort schreien, weinen und sich mit voller Kraft wehren. Ich hab schon versucht, es ihm zu erklären und im Bett zu bleiben, bin dann aber nach 30 Minuten Wutanfall doch wieder eingeknickt.
Ich weiß, unsere Probleme sind echt hausgemacht und ich könnte heulen deswegen. Ich will einfach nur schlafen und mein Kleiner soll das auch. Den Papa möchte ich nachts nicht einspannen, das funktioniert hier aus mehreren Gründen nicht.
Ich überlege nun, ob ich die Trage wegpacken und dem Kleinen erklären soll, dass wir jetzt nachts nicht mehr tragen. Aber keine Ahnung, wie er dann einschlafen soll! Er weint und tobt dann, ich habe es ein paar mal versucht. Oder ist das was, wo wir “durchmüssen” wie beim nächtlichen Abstillen? Freiwillig gibt er es bestimmt nicht auf.
Seit er nachts nicht mehr stillen darf, will er tagsüber immer. Immer. Und wenn es nur zwei Schluck sind. Bei Verweigerung weint er solange, bis er wieder darf – 1 Stunde hab ich es ausgehalten und ihn dann wieder stillen lassen. Jede Erklärung läuft ins Nichts. Ist doch auch dof zu verstehen, wenn die Regel ist, dass er tagsüber stillen darf und dann darf er doch nicht. Aber es nimmt grad echt überhand. Ein kleiner Aufreger und direkt wird Stillen verlangt, Alternativen wie auch nachts komplett abgelehnt. Die Regel, nur noch zu Hause zu stillen, führt dazu, dass er draußen die ganze Zeit schreit, bis wir nach Hause gehen.
Muss ich mir einfach ein dickeres Fell zulegen und tags wie nachts meinen Willen durchdrücken, wenn ich einmal nein gesagt habe? Ich hasse Machtkämpfe und habe das Gefühl, es bringt gar nichts. Außerdem will ich doch diese kleine Kinderseele nicht kaputtmachen ☹ mir fällt es echt schwer einzuschätzen, ob das noch normales Trotzverhalten ist oder anerzogen dadurch, dass er immer seinen Willen bekommt.
Habt ihr Tipps, wie wir unsere Nächte wieder erträglich machen können? Ich bin kurz davor, einfach wieder nachts zu stillen, aber dann wären wir wieder beim Dauernuckeln. Hilfe ☹
Lieber Gruß
Kalimera
Ich kann langsam nicht mehr und brauche Input, wie wir unsere Schlafsituation für alle angenehmer gestalten können ☹Wir schlafen schon seit der Geburt unseres Kleinen zu dritt im 3m breiten Familienbett, Platz ist also genug da. Und eigentlich möchten wir das grundsätzlich auch beibehalten.
Vor zwei Monaten habe ich meinen Kleinen nachts abgestillt. Ich habe mit diesem Schritt 6 Monate gerungen und es Mitte April durchgezogen, weil ich nicht mehr konnte. Ich habe durch nächtliches Dauernuckeln nur noch sehr wenig Schlaf bekommen. Ja, wir stillen im Liegen, aber wirklich weiterschlafen konnte ich dabei noch nie. Das Dauernuckeln einschränken hat nicht funktioniert.
Ich habe zum Abstillen nachts die Regel eingeführt, dass nur noch gestillt wird, wenn es hell ist. Als Ersatz habe ich ihn dann im Halfbuckle getragen zum weiterschlafen. Da er dann u.a. immer gegen 4 Uhr aifgewacht ist (7,5 Stunden nach dem Einschlafen) und ganz fürchterlich das Stillen verlangt, habe ich am Fenster ein Licht mit Zeitschaltuhr angebracht, das um 4 angeht. Hatte das mal irgendwo als Tipp beim Abstillen nach Gordon gelesen, um dem Kind das Ende der festgelegten stillfreien Zeit zu signalisieren. Und ich hatte auch das Gefühl, er hat dann wirklich Hunger. Das hat eine Weile ganz gut geklappt, nun wird er aber immer früher wach, mittlerweile um 3 Uhr, und will stillen. Ich rede hier nicht von “Mama, stillen?” – “Nein, Spatz, es ist noch dunkel.” – “Ok, dann schlaf ich noch ein bißchen” sondern von ungehaltenem Weinen und Toben. Ich trage ihn dann die Stunde, aber das kann es ja auch nicht sein.
Um 4 darf er dann stillen und nuckelt sich meistens wach, sodass er dann wieder in die Trage kommt, und schläft dann nochmal bis 7 oder 7:30. Ich bin also fast jede Nacht zwischen 3 und 5 mit Tragen und Stillen beschäftigt und danach meistens so wach, dass die Nacht für mich vorbei ist.
So, wenn das jetzt die einzige Baustelle wäre, ok. Aber er wird zusätzlich auch vorher schon wach (gegen 1) und kann, seit ihm die Brust fehlt, nicht mehr einschlafen. Er weint dann sofort, will in die Trage und schreit sich in Rage, wenn ich Alternativen vorschlage wie Kuscheln, Händchen halten, singen... Einen Schnuller will ich mit zwei jetzt auch nicht mehr einführen. Er hat halt nie gelernt, ohne Brust weiterzuschlafen und ich weiß nicht, wie wir jetzt die Kurve kriegen sollen.
Das dritte Ding ist, dass er dann nur kurz in der Trage sitzt und dann wieder ins Bett will zum Wasser/Mumi trinken. Hat er ein paar schlucke getrunken, will er wieder in die Trage und das geht dann nachts gern 5, 6x hin und her, bis er dann länger in der Trage schläft und ich ihn ablegen kann. Auch hier ist es kein ruhiges Fragen, wo man vielleicht was erklären könnte, sondern sofort schreien, weinen und sich mit voller Kraft wehren. Ich hab schon versucht, es ihm zu erklären und im Bett zu bleiben, bin dann aber nach 30 Minuten Wutanfall doch wieder eingeknickt.
Ich weiß, unsere Probleme sind echt hausgemacht und ich könnte heulen deswegen. Ich will einfach nur schlafen und mein Kleiner soll das auch. Den Papa möchte ich nachts nicht einspannen, das funktioniert hier aus mehreren Gründen nicht.
Ich überlege nun, ob ich die Trage wegpacken und dem Kleinen erklären soll, dass wir jetzt nachts nicht mehr tragen. Aber keine Ahnung, wie er dann einschlafen soll! Er weint und tobt dann, ich habe es ein paar mal versucht. Oder ist das was, wo wir “durchmüssen” wie beim nächtlichen Abstillen? Freiwillig gibt er es bestimmt nicht auf.
Seit er nachts nicht mehr stillen darf, will er tagsüber immer. Immer. Und wenn es nur zwei Schluck sind. Bei Verweigerung weint er solange, bis er wieder darf – 1 Stunde hab ich es ausgehalten und ihn dann wieder stillen lassen. Jede Erklärung läuft ins Nichts. Ist doch auch dof zu verstehen, wenn die Regel ist, dass er tagsüber stillen darf und dann darf er doch nicht. Aber es nimmt grad echt überhand. Ein kleiner Aufreger und direkt wird Stillen verlangt, Alternativen wie auch nachts komplett abgelehnt. Die Regel, nur noch zu Hause zu stillen, führt dazu, dass er draußen die ganze Zeit schreit, bis wir nach Hause gehen.
Muss ich mir einfach ein dickeres Fell zulegen und tags wie nachts meinen Willen durchdrücken, wenn ich einmal nein gesagt habe? Ich hasse Machtkämpfe und habe das Gefühl, es bringt gar nichts. Außerdem will ich doch diese kleine Kinderseele nicht kaputtmachen ☹ mir fällt es echt schwer einzuschätzen, ob das noch normales Trotzverhalten ist oder anerzogen dadurch, dass er immer seinen Willen bekommt.
Habt ihr Tipps, wie wir unsere Nächte wieder erträglich machen können? Ich bin kurz davor, einfach wieder nachts zu stillen, aber dann wären wir wieder beim Dauernuckeln. Hilfe ☹
Lieber Gruß
Kalimera