Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Lösche Benutzer 23163

Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Lösche Benutzer 23163 » 14.06.2018, 09:51

Serafin hat geschrieben:
14.06.2018, 09:41
SpicyChili2 hat geschrieben:
14.06.2018, 09:32
Serafin hat geschrieben:
14.06.2018, 08:20

Wenn es für die Eltern und Kind mit eigenem Zimmer passt und die Mutter halt x Mal in der Nacht rüberrent zum beruhigen, fürs Kind passts, ich denk mir halt, dass die Mutter a weng bled ist.
Das darfst du nicht so verallgemeinernd sehen. Mein Kind hat im eigenen Zimmer wesentlich ruhiger und fester geschlafen. In unserem Bett wurde sie immer wach, zB wenn wir ins Bett gekommen sind oder wenn ich mich nur gedreht habe. Außerdem schnarcht mein Mann ganz arg.... Klar musste ich mal rübergehen, aber das war höchstens 1x pro Nacht. Dann wurde kurz gestillt und dann hat sie sich umgedreht und hat weiter geschlafen. Finde ich akzeptabel, wenn das Kind ansonsten viel besser und tiefer schlafen kann. Meiner Meinung nach wäre ich "a wenig bled" gewesen, wenn ich es nicht probiert hätte..... Geweint hat sie übrigens niemals. Wenn sie im Halbschlaf Hunger hatte, dann hat sie vor sich hingebrummt. Ich gehe mal davon aus, dass das keinen bleibenden Schäden hinterlassen hat...

Meine Große haben wir problemlos mit 13 oder 14 Monaten ausquartiert. Die hat bis dahin aber schon komplett durchgeschlafen. Ab und zu hat sie natürlich mal gerufen und bräuchte dann ihre Kuscheleinheiten, aber da wir die anderen Nächte alle samt super geschlafen haben, war das vollkommen okay.

Aber das muss ja nicht für jeden passen. Das kommt immer ganz individuell auf Eltern und Kind an...
Ich geh jetzt eher von unserem Kindlein aus, der war in dem Alter so ca alle 1,5 Stunden wach. Und ganz ehrlich, da wär ich echt blöd gewesen, wenn ich ihn ausquartiert hätte, weil mans halt so macht. War ich nämlich abends nochmal auf, dann ist er eher so alle 0,5 h gekommen, also noch öfter.

Und jetzt sind wir so bei ca 3 Mal pro Nacht, die gleich ganze 8 h dauert. Äh, nö. Da bin ich echt zu faul. Er schläft eh immer gleich schlecht.

Igitt, das ist wirklich blöd. Ich glaube, wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass es die Unruhe in unserem Bett war, die sie wach gemacht hat, dann hätte ich sie wohl auch nicht ausquartiert.

Vielleicht tröstet dich der Gedanke, dass dein Söhnchen in ein paar Jahren bis in die Puppen schlafen will. Dann könntest du im Gegenzug vor seinem Zimmer staubsaugen und den Staubsauger rein zufällig gegen die Tür stoßen lassen, während er versucht, seinen Rausch auszuschlafen. 😈

Serafin
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Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Serafin » 14.06.2018, 09:52

JAAAA, und wenn er eine Freundin mit heimbringt, dann leg ich mich zwischen rein und plappere und streck ihnen die Füße ins Gesicht und um sechs in der Früh schrei ich aufstehen, Hunger!!!!
kleiner Maulwurf 12/15

Sommermama2017
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Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Sommermama2017 » 14.06.2018, 09:54

Da sieht man - AUßER am Kind liegt es natürlich auch mit an der Mutter. Ich bin (momentan) noch zu ziemlich viel bereit, andere Mütter haben z.B. weniger Geduld bzw. halt einfach andere Grenzen.

Selbst in den Schlaf finden wäre schon toll... aber je besser ich L. kennenlerne, desto mehr denke ich, dass Selbstregulation generell ein Thema wird. ^^ Sie kann ihre Müdigkeit sehr lange verdrängen und sich mit Spielen ablenken, ich kann mir vorstellen, dass es für sie noch sehr lange schwierig wird abzuschalten.


Ein bisschen Überraschung ist doch auch schön! ;) Ich wünsch dir natürlich, dass es auch ein guter Schläfer/eine gute Schläferin wird ;) bzw. du nicht an deine Grenzen kommst. :)


:D
Ich hab auch schon in der Schwangerschaft vermutet, dass L. ne aktive wird. :D
Liebe Grüße von Sommermama mit L. *07/17 aus dem Ruhrgebiet

Lösche Benutzer 23163

Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Lösche Benutzer 23163 » 14.06.2018, 09:59

Serafin hat geschrieben:
14.06.2018, 09:48
SpicyChili2 hat geschrieben:
14.06.2018, 09:45


Ich bin mal gespannt, wie sich unsere Nummer drei mit dem Schlafen schicken wird. Heutzutage weiß man ja dank der Diagnostik schon fast alles übers Kind, schon bevor es geboren wird. Aber welchen Charakter es hat, wird man niemals wissen, bevor man es nicht in den Armen hält.
Och, hier konnte man durchaus von intern auf extern schließen :roll: . War ja nicht so, dass das Musterknäblein voher nicht schon des nächtens derart Terror im Bauch gemacht hat, dass ich über mehrer Monate hinweg aufstehen und rumlaufen durfte. Und das zu Unzeiten. Und auch sonst durchaus sehr lebhaft war.
Hahaha! Hier war es natürlich genau andersrum. Unsere Ruhige im Bauch hatte es später in sich und unser Bauchrumpelzwerg entpuppte sich als sehr ausgeglichen.

Lösche Benutzer 23163

Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Lösche Benutzer 23163 » 14.06.2018, 11:00

Serafin hat geschrieben:
14.06.2018, 09:52
JAAAA, und wenn er eine Freundin mit heimbringt, dann leg ich mich zwischen rein und plappere und streck ihnen die Füße ins Gesicht und um sechs in der Früh schrei ich aufstehen, Hunger!!!!
Hihihi! Das ist eine gute Idee!!! Rache ist Blutwurst! 🤣🤣🤣

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Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von LilyGreen » 14.06.2018, 12:11

Sommermama2017 hat geschrieben:
14.06.2018, 09:54

:D
Ich hab auch schon in der Schwangerschaft vermutet, dass L. ne aktive wird. :D
Zum Thema fällt mir nichts neues ein, aber dazu kann ich auch eine Anekdote beitragen! :mrgreen:

Unser bauchbaby war ein Ü-Ei und so ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft haben wir den ursprünglichen Mädchennamen verworfen und ihn durch einen mit der Bedeutung „die wilde“ ersetzt...
Gute Wahl, sag ich euch!
+ Nuckeltier (6.16)

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Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Sommermama2017 » 14.06.2018, 14:56

Eingebung ;)

L.s Name bedeutet die Fröhliche und sie lacht wirklich ziemlich oft. Das ist immer echt schön, wenn das so gut passt. :)
Liebe Grüße von Sommermama mit L. *07/17 aus dem Ruhrgebiet

Lösche Benutzer 23163

Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Lösche Benutzer 23163 » 14.06.2018, 18:54

Noch ein kleiner Nachtrag: Habe über die Sätze:"Schreien bewirkt bei mir körperliche Schmerzen" und "Beschützerinstinkt" nachgedacht und an mir beobachtet.
Mein Fazit: Ähm, hmmmmmmmmmmm, ich glaube, was Geschrei angeht, bin ich mittlerweile total abgestumpft. Mein reiner Überlebensinstinkt hat bei mir bewirkt, dass ich 99% des Geschreis einfach aus meinem Leben ausblende. :-D
Wie oft ist es schon passiert, dass ich mit zwei schreienden Kindern im Auto unterwegs war. Oder dieses penetrante Geschrei kurz vorm Abendritual, weil die zwei vom Tag groggy waren. Puh!
Ich gebe auch zu, dass es mir ab und zu schon passiert ist, dass die Kleine schreien musste, weil die Große Unterstützung brauchte oder anders herum. Wenn ich dann wieder frei war, war das Kind dann eingeschlafen oder es hatte sich anderweitig erledigt. Das ist mir auch schon abends passiert, wenn ich mit beiden komplett alleine war. Zugegebenermaßen fand ich das echt nicht toll, aber es war halt so und dann hofft man, dass die Kinder deswegen in 32 Jahren nicht zum Psychiater müssen.
Ich bin davon überzeugt, dass es demnächst mit Dreien nicht einfacher wird. Aber irgendwie relativiert sich das alles dann auch und man (oder zumindest ich) sieht das dann auch nicht mehr so "eng", weil es mitunter nicht anders geht und es teilweise halt auch um mein nacktes Überleben geht. (Oder geistige Gesundheit)

Meine Cousine hat drei Kinder. Das älteste ist einen Tag vor der Geburt des dritten drei Jahre geworden. Die Cousine meinte: ach, Spicy, irgendwie schreit immer eins. Aber mach dir nix draus, irgendwann mit der Zeit entwickelst du dann einen Tinnitus und dann ist alles halb so wild. 🤣

Ich finde aber auch, dass Geschrei nicht gleich Geschrei ist. Babys und Kinder schreien in so vielen Abstufungen und aus so vielen Gründen. Da muss man irgendwann auch mal sondieren, sonst schafft man es einfach nicht.
Wobei, das jetzt zugegebenermaßen nicht für abends oder nachts gilt. Da weinen Babys und Kinder meiner Meinung nach zu 99% entweder wegen Schmerzen oder aus Angst. Das geht überhaupt nicht. Aber das hört und spürt man dann auch. Wer da dann nicht reagiert, der vergreift sich meiner Meinung nach an der Kinderseele. Die ganz harten lassen die Kinder aber ja auch so lange schreien bis sie kotzen. Was für ein Unmensch muss man da sein? Diese "Methoden" funktionieren aber garantiert auch nicht. Jedenfalls wird man dafür mit Sicherheit auf die eine oder andere Art die Quittung bekommen. Bei Amazon habe ich in einer Rezension zu diesem Buch "jkksl" reingelesen. Diese berichtete davon, dass die Schwester der Rezessionistin ihr Kind nach dem besagten Buch mit einer Spieluhr konditioniert habe. Die Spieluhr wird da wohl immer aufgezogen und mit dem Kind ins Bett gelegt. Als die Mutter viele Jahre später (das Kind war wohl mittlerweile 8 Jahre alt) die Spieluhr nochmal aufgezogen hat, da ist das Kind aus heiterem Himmel in Tränen ausgebrochen. Ich glaube, für mich wäre klar, dass ich in dem Fall in voller Breitseite versagt hätte.....

Dazu finde ich aber auch, dass die einzelnen Schreie von Kind zu Kind so unglaublich unterschiedlich sind. Beim Geschrei von manchen Kindern und Babys läuft es mir eiskalt den Rücken runter, weil es so viel heftiger klingt als das Geschrei meiner Kinder.
Meine Kleine zB die stößt dermaßen spitze und durchdringende hohe Schreie aus, dass ich die ersten Male fast in Panik verfallen bin, weil ich sowas von der Großen nicht kannte. Mittlerweile weiß ich, dass das einfach ihre Art ist und nichts schlimmes bedeuten muss....
Vielleicht wirken deswegen auch manche Mütter abgestumpfter auf einen, weil die das Geschrei ihrer Kinder kennen und anders einschätzen als man selber es würde.

Nun gut. Mehr fällt mir jetzt auch nicht mehr ein und gleich kommt das perfekte Dinner.

Sophia85
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Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Sophia85 » 14.06.2018, 19:22

Ich finde, es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ein Baby / Kleinkind schreien gelassen werden muss, weil es nicht anders geht aufgrund von Geschwistern oder anderen Aufgaben, die gerade nicht unterbrochen werden können, oder weil die Bezugsperson einfach fix und alle ist, oder ob man das gezielt macht und auch noch für pädagogisch wertvoll hält. Vor allem 30 Minuten lang. 30 Minuten!

Und was die unterschiedliche Qualität des Schreiens angeht, stimme ich auch zu. Wenn mein Sohn beim Spielen was nicht hinbekommt so wie er möchte und das Frustgeheul anstimmt, reagiere ich auch anders als wenn er nachts weint.

Und ich kenne das, dass man so fertig ist und gar nicht mehr richtig liebevoll reagieren kann. Da hab ich zum Glück oft die Möglichkeit, meinen Mann einzuspannem. Allein ist das noch mal was anderes, denke ich.
Zum ersten Mal Mama, Sohn wurde 04/2017 geboren.

Sommermama2017
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Re: Warum funktionieren traditionelle Methoden (z.B. ferbern)?

Beitrag von Sommermama2017 » 14.06.2018, 20:17

Da kann ich euch beiden zustimmen.

Mit mehreren Kindern ist das ganz sicher etwas Anderes als nur mit einem! Das ist mir bewusst. Da gibt es dann leider Situationen, in denen es nicht anders geht. Aber die dauern vermutlich nicht 30 min...

Und wenn man alleine ist, vor allem abends, ist es soooo viel schwerer! Allein die Anwesenheit von meinem Mann macht es leichter, auch wenn ich nicht abgebe.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. *07/17 aus dem Ruhrgebiet

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