Seit 6 Wochen starke Probleme - hinteres Zungenbändchen? Suche dringend Hilfe
Verfasst: 08.05.2018, 09:21
Liebes Forum,
ich hoffe, ich bin hier richtig. Ich benötige dringend Hilfe. Meine Hebamme weiß keinen Rat mehr, mit einer IBCLC Stillberaterin habe ich regen Kontakt und die Anlegetechnik bereits optimiert und eine Kinderärztin, die gleichzeitig Stillberaterin ist, hat mein Problem einfach lapidar abgetan... Ich versuche es zusammenzufassen:
Unser Stillstart war sehr schwierig. Er hatte schnell nach der Geburt am 23.03. Hunger (streckte die Zunge raus, die aber nie über die Unterlippe hinausging, spitz zulief und sich nach unten quasi einrollte zur Unterlippe hin). Er ließ sich nur mithilfe der Hebammen und Stillberaterinnen im Krankenhaus anlegen (sie steckten ihm die gedrückte Brustwarze in den Mund). Nach kürzester Zeit hatte ich starke Schmerzen, die Brustwarze kam immer verformt aus seinem Mund (zur Zungenseite abgeflacht oder gequetscht). Die Beraterin vor Ort stellte fest, dass er mit dem Kiefer kaute. Auch stülpte er die Oberlippe nie nach außen. Meine Milch floss trotzdem. Ich sollte ihm den kleinen Finger in den Mund stecken und "üben". Und die Oberlippe manuell nach außen stülpen. Was ich heute noch bei jedem Anlegen machen muss.
Meine Anlegetechnik sehe von außen gut aus. Das hat mir bisher jeder gesagt. Nach 2 Tagen waren die Schmerzen unaushaltbar (teilweise blutige BW und Saugbläschen) und ich musste zum Stillerhalt zum Stillhütchen greifen.
Zuhause: von da an ging es stetig bergab. Er hat die Brustwarze ohne Stillhütchen irgendwann gar nicht mehr gefasst, den Mund nie weit aufgemacht, die BW ständig verloren oder losgelassen. Er hat stets den Kopf nach hinten weggezogen, wenn mehr als nur die Brustwarze im Mund war und nie freiwillig den Brustwarzenvorhof mit eingesaugt. Er gedieh trotzdem mit Hütchen mehr als gut, denn ich hatte sehr viel Milch, sie schoss ihm immer in den Mund, er hat sich oft verschluckt, hatte teilweise Reflux, es lief aus Nase, aus Mund... Deswegen nahm nie jemand die Probleme ernst.
Saugverhalten: mit dem Stillhütchen machte er immer ganz viel "non-nutritives saugen" (richtig?), dann schlucken und Pause, extrem viele Pausen. Die Milch floss dank Stillhütchen reichlich. Eine Mahlzeit dauerte bis zu 45 Minuten oder länger mit manchmal längeren Pausen von 20 Min dazwischen und dann weiter.. Er wollte noch dazu sehr häufig stillen (ca. 12 Mal am Tag), sodass ich kaum noch ein Leben hatte. Er schlief dann immer beim Stillen ein obwohl er kurz danach eine Wachphase hatte und dafür quasi wenige Minuten später wieder aufwachte.
Er ließ das Stillhütchen oft zwischendurch los, "schnappte" danach statt es einzusaugen.. ich hatte trotz Hütchen dann oft Saugbläschen auf der Brustwarze und Schmerzen. An die Brust ging er ohne Hütchen gar nicht mehr. Es wirkte als ob er das Vakuum gar nicht mehr hinbekommt. Auch den Finger bekam er nur noch angesaugt, wenn man ihn anfeuchtete und er verlor ihn sofort wieder, das gab ein schmatzendes Geräusch. Er weinte dann und wollte ihn eigentlich sofort wiederhaben.
Wir waren dann bei einer empfohlenen Osteopathin: Keine Blockaden. Befund: er presst die Zunge stark nach oben an den Gaumen, stark verspannte Kiefermuskulatur.
Wir waren bei einer IBCLC Stillberaterin: Anlegetechnik nochmal besprochen und geübt (Nase war zu weit weg, sonst gut), er wirkte mit Stillhütchen "saugschwach" wegen der vielen Pausen, trank ineffektiv, nuckelte nach dem 3. Milchstau nur noch an der Brust. Daher mussten wir dann Sondenstillen mit dem Finger (Fingerfeeding). Er bekam nicht mal mehr das Stillhütchen rein weil die Brust so weich und leer war. Auch am Finger fühlt es sich stark pressend an.
Seit 1 Woche bekomme ich ihn auch an die Brust nach Besuch bei einer Kinderärztin. Sie sagte, er würde nicht weit genug einsaugen (überprüfte dies mit Finger im Mund, er würgte auch) aber meinte nur, ich solle die Anlegetechnik optimieren. Er hat zwar ein starkes Lippenbändchen, was unter die Kauleiste wächst aber die Ärztim meinte nur, Lippenbändchen würden keine Probleme machen.
Das Zungenbändchen lässt sich hinten straff spannen und färbt sich weiß, wenn man mit den Fingern hinten unter die Zunge fährt. Aber auch das Zungenbändchen sei laut der Ärztin kein Problem, da alles normal aussieht wenn er weint (er hat keine herzförmigen Zunge).
Seit er 4 Wochen alt ist, hat er plötzlich (vlt durch Wachstum?) mehr Beweglichkeit in der Zunge. Er kommt nun auch über die Lippen hinaus und zu den Seiten macht viel mehr damit als dass sie nur unten in die Unterlippe einrollt.
Allerdings habe ich starke Schmerzen beim Stillen, die ich teilweise kaum aushalte ohne Ibuprofen. Die BW sind wund. Sie sind nahezu immer verformt nach kürzester Zeit in seinem Mund. Zur Zungenseite abgeflacht oder gequetscht. Einzig und allein wenn ich ihn in die Trage nehme und von unten die BW anbiete, bekommt er es hin sodass mein Schmerz auch mal ausbleibt. Das funktioniert aber nicht immer.. nachts oder wenn er sehr erregt ist oder Verdauungsbeschwerden hat, ist es entweder riesen Aufwand oder unmöglich weil es ihn behindert beim Stuhlgang oder pupsen.
Beim Anlegen macht er durch üben nun den Mund zwar weiter auf aber er steckt die Zunge dabei nicht raus.
Es fühlt sich an als ob die Zunge stark an meiner BW reibt. Die Schmerzen sind immer auf Zungenseite. Mein Eindruck: je tiefer die BW in seinem Mund, desto unangenehmer für ihn (versucht Kopf zurückzuziehen). Er verliert dann ständig den Saugschluss und macht bei fast jedem Schluck schnalzende/klackende Geräusche, wenn die Milch fließt. Er zieht auch oft die Unterlippe ein und übt enormen Druck mit seinem Unterkiefer aus!? ICh soll nämlich immer sein Kinn nach unten ziehen wenn er saugt, damit mehr Brustgewebe in den Mund kommt aber das funktioniert nicht weil er den Unterkiefer so stark an die Brust presst.. Es ist massiver Widerstand.
Laut Stillberaterin macht er einen Spitzmund, nicht den typischen Fischmund. Ohne Hütchen kriegt er die Brust nun aber teilweise in 10 Min leer trotz seiner Saugtechnik?
Ich hatte in 5 Wochen 3x Milchstau. Wsh wegen des Stillhütchens und dem komischen Saugen daran.
Er macht gerade einen Entwicklungsschub scheinbar durch und saugt daher weiter an der Brust wenn der große Milcfluss vorbei ist. Da halte ich die Schmerzen kaum aus.
Er hat starke Blähungen und muss extrem viele Bäuerchen machen.
Wir haben keine Gedeihprobleme, möchte ich nochmal sagen. Das liegt daran, dass ich sehr viel Milch habe und einen eigentlich auch sehr guten MSR (der nach dem letzten Milchstau aber erstmal wieder aufgebaut werden musste). Nur halte ich die Schmerzen vor dem MSR und wenn er nur noch die Brust anregen oder nuckeln will nachdem sie leer ist, kaum mehr aus.
Wer kennt sich mit einem hinteren Zungenbändchen aus? Wir wohnen in Thüringen. Ich fahre überall hin für eine OP. Ich bin verzweifelt.
Hier die Gewichtsentwicklung:
23.03 2018 3665g (Geburtsgewicht)
29.03.2018 3670g
04.04.2018 3970g
09.04.2018 4210g
13.04.2018 4380g
16.04.2018 4580g
07.05.2018 5490g
ich hoffe, ich bin hier richtig. Ich benötige dringend Hilfe. Meine Hebamme weiß keinen Rat mehr, mit einer IBCLC Stillberaterin habe ich regen Kontakt und die Anlegetechnik bereits optimiert und eine Kinderärztin, die gleichzeitig Stillberaterin ist, hat mein Problem einfach lapidar abgetan... Ich versuche es zusammenzufassen:
Unser Stillstart war sehr schwierig. Er hatte schnell nach der Geburt am 23.03. Hunger (streckte die Zunge raus, die aber nie über die Unterlippe hinausging, spitz zulief und sich nach unten quasi einrollte zur Unterlippe hin). Er ließ sich nur mithilfe der Hebammen und Stillberaterinnen im Krankenhaus anlegen (sie steckten ihm die gedrückte Brustwarze in den Mund). Nach kürzester Zeit hatte ich starke Schmerzen, die Brustwarze kam immer verformt aus seinem Mund (zur Zungenseite abgeflacht oder gequetscht). Die Beraterin vor Ort stellte fest, dass er mit dem Kiefer kaute. Auch stülpte er die Oberlippe nie nach außen. Meine Milch floss trotzdem. Ich sollte ihm den kleinen Finger in den Mund stecken und "üben". Und die Oberlippe manuell nach außen stülpen. Was ich heute noch bei jedem Anlegen machen muss.
Meine Anlegetechnik sehe von außen gut aus. Das hat mir bisher jeder gesagt. Nach 2 Tagen waren die Schmerzen unaushaltbar (teilweise blutige BW und Saugbläschen) und ich musste zum Stillerhalt zum Stillhütchen greifen.
Zuhause: von da an ging es stetig bergab. Er hat die Brustwarze ohne Stillhütchen irgendwann gar nicht mehr gefasst, den Mund nie weit aufgemacht, die BW ständig verloren oder losgelassen. Er hat stets den Kopf nach hinten weggezogen, wenn mehr als nur die Brustwarze im Mund war und nie freiwillig den Brustwarzenvorhof mit eingesaugt. Er gedieh trotzdem mit Hütchen mehr als gut, denn ich hatte sehr viel Milch, sie schoss ihm immer in den Mund, er hat sich oft verschluckt, hatte teilweise Reflux, es lief aus Nase, aus Mund... Deswegen nahm nie jemand die Probleme ernst.
Saugverhalten: mit dem Stillhütchen machte er immer ganz viel "non-nutritives saugen" (richtig?), dann schlucken und Pause, extrem viele Pausen. Die Milch floss dank Stillhütchen reichlich. Eine Mahlzeit dauerte bis zu 45 Minuten oder länger mit manchmal längeren Pausen von 20 Min dazwischen und dann weiter.. Er wollte noch dazu sehr häufig stillen (ca. 12 Mal am Tag), sodass ich kaum noch ein Leben hatte. Er schlief dann immer beim Stillen ein obwohl er kurz danach eine Wachphase hatte und dafür quasi wenige Minuten später wieder aufwachte.
Er ließ das Stillhütchen oft zwischendurch los, "schnappte" danach statt es einzusaugen.. ich hatte trotz Hütchen dann oft Saugbläschen auf der Brustwarze und Schmerzen. An die Brust ging er ohne Hütchen gar nicht mehr. Es wirkte als ob er das Vakuum gar nicht mehr hinbekommt. Auch den Finger bekam er nur noch angesaugt, wenn man ihn anfeuchtete und er verlor ihn sofort wieder, das gab ein schmatzendes Geräusch. Er weinte dann und wollte ihn eigentlich sofort wiederhaben.
Wir waren dann bei einer empfohlenen Osteopathin: Keine Blockaden. Befund: er presst die Zunge stark nach oben an den Gaumen, stark verspannte Kiefermuskulatur.
Wir waren bei einer IBCLC Stillberaterin: Anlegetechnik nochmal besprochen und geübt (Nase war zu weit weg, sonst gut), er wirkte mit Stillhütchen "saugschwach" wegen der vielen Pausen, trank ineffektiv, nuckelte nach dem 3. Milchstau nur noch an der Brust. Daher mussten wir dann Sondenstillen mit dem Finger (Fingerfeeding). Er bekam nicht mal mehr das Stillhütchen rein weil die Brust so weich und leer war. Auch am Finger fühlt es sich stark pressend an.
Seit 1 Woche bekomme ich ihn auch an die Brust nach Besuch bei einer Kinderärztin. Sie sagte, er würde nicht weit genug einsaugen (überprüfte dies mit Finger im Mund, er würgte auch) aber meinte nur, ich solle die Anlegetechnik optimieren. Er hat zwar ein starkes Lippenbändchen, was unter die Kauleiste wächst aber die Ärztim meinte nur, Lippenbändchen würden keine Probleme machen.
Das Zungenbändchen lässt sich hinten straff spannen und färbt sich weiß, wenn man mit den Fingern hinten unter die Zunge fährt. Aber auch das Zungenbändchen sei laut der Ärztin kein Problem, da alles normal aussieht wenn er weint (er hat keine herzförmigen Zunge).
Seit er 4 Wochen alt ist, hat er plötzlich (vlt durch Wachstum?) mehr Beweglichkeit in der Zunge. Er kommt nun auch über die Lippen hinaus und zu den Seiten macht viel mehr damit als dass sie nur unten in die Unterlippe einrollt.
Allerdings habe ich starke Schmerzen beim Stillen, die ich teilweise kaum aushalte ohne Ibuprofen. Die BW sind wund. Sie sind nahezu immer verformt nach kürzester Zeit in seinem Mund. Zur Zungenseite abgeflacht oder gequetscht. Einzig und allein wenn ich ihn in die Trage nehme und von unten die BW anbiete, bekommt er es hin sodass mein Schmerz auch mal ausbleibt. Das funktioniert aber nicht immer.. nachts oder wenn er sehr erregt ist oder Verdauungsbeschwerden hat, ist es entweder riesen Aufwand oder unmöglich weil es ihn behindert beim Stuhlgang oder pupsen.
Beim Anlegen macht er durch üben nun den Mund zwar weiter auf aber er steckt die Zunge dabei nicht raus.
Es fühlt sich an als ob die Zunge stark an meiner BW reibt. Die Schmerzen sind immer auf Zungenseite. Mein Eindruck: je tiefer die BW in seinem Mund, desto unangenehmer für ihn (versucht Kopf zurückzuziehen). Er verliert dann ständig den Saugschluss und macht bei fast jedem Schluck schnalzende/klackende Geräusche, wenn die Milch fließt. Er zieht auch oft die Unterlippe ein und übt enormen Druck mit seinem Unterkiefer aus!? ICh soll nämlich immer sein Kinn nach unten ziehen wenn er saugt, damit mehr Brustgewebe in den Mund kommt aber das funktioniert nicht weil er den Unterkiefer so stark an die Brust presst.. Es ist massiver Widerstand.
Laut Stillberaterin macht er einen Spitzmund, nicht den typischen Fischmund. Ohne Hütchen kriegt er die Brust nun aber teilweise in 10 Min leer trotz seiner Saugtechnik?
Ich hatte in 5 Wochen 3x Milchstau. Wsh wegen des Stillhütchens und dem komischen Saugen daran.
Er macht gerade einen Entwicklungsschub scheinbar durch und saugt daher weiter an der Brust wenn der große Milcfluss vorbei ist. Da halte ich die Schmerzen kaum aus.
Er hat starke Blähungen und muss extrem viele Bäuerchen machen.
Wir haben keine Gedeihprobleme, möchte ich nochmal sagen. Das liegt daran, dass ich sehr viel Milch habe und einen eigentlich auch sehr guten MSR (der nach dem letzten Milchstau aber erstmal wieder aufgebaut werden musste). Nur halte ich die Schmerzen vor dem MSR und wenn er nur noch die Brust anregen oder nuckeln will nachdem sie leer ist, kaum mehr aus.
Wer kennt sich mit einem hinteren Zungenbändchen aus? Wir wohnen in Thüringen. Ich fahre überall hin für eine OP. Ich bin verzweifelt.
Hier die Gewichtsentwicklung:
23.03 2018 3665g (Geburtsgewicht)
29.03.2018 3670g
04.04.2018 3970g
09.04.2018 4210g
13.04.2018 4380g
16.04.2018 4580g
07.05.2018 5490g