Gereizte Brustwarzen und evtl. Vasospasmus?
Verfasst: 16.04.2018, 15:14
Hallo zusammen,
mein Baby ist jetzt 6 Wochen alt und so richtig will sich das Stillen bei uns nicht einspielen. Ich habe genug Milch und er nimmt auch kräftig zu, aber mich belastet das Stillen mehr als mir lieb ist.
Zum einen sind meine Brustwarzen nach wie vor ziemlich gereizt, ich würde sagen ständig kurz vorm wund werden, und es bilden sich immer wieder solche Furchen/Risse, die nicht mehr wirklich zu gehen. Ich versuche mein Bestes, das Anlegen so zu machen wie meine Hebamme es mir gezeigt hat und auch die Tipps auf der Internetseite der La Lache Liga ausprobiert. Er hat immer fast den ganzen Vorhof mit im Mund, aber die Oberlippe ist oft noch nach innen gezogen. Wenn ich versuche, sie mit dem Finger etwas nach außen zu Stülpen, stört ihn das und er lässt meistens los. Davon aubgesehen macht er aber einen schönen Fischmund. Ich habe auch schon versucht, ihn die Brustwarze selbst ansaugen zu lassen, was er auch kann, allerdings auch hier mit dem Problem der Oberlippe. Allerdings tut in beiden Fällen das Ansaugen in den ersten Sekunden ziemlich weh, ich habe das Gefühl, dass alles noch zu trocken und ungeschmiert ist und wie blöd scheuert. Sobald er dann ein bisschen Speichel produziert hat und Milch fließt, ist es besser, aber meisten (manchmal schon) komplett schmerzfrei. Er lässt die Warze auch immer wieder rausflutschen bzw. hält das Vakuum nicht aufrecht und saugt dann immer wieder nach, was ziemlich unangenehm ist. Ich habe das Gefühl dass diesen "Loslassen" in den letzten 2 Wochen immer häufiger wird. Könnte das was damit zu tun haben, dass wir ihm öfter mal den kleinen Finger zum Nuckeln geben, wenn er eindeutig satt ist, aber nicht so richtig in den Schlaf findet? In einem verzweifelten Moment hab ichs auch schonmal mit einerm Schnuller versucht, aber den hat er nach 5 Sekunden wieder ausgespuckt und mag ihn gar nicht. Am Finger nuckelt er dagegen ganz zufrieden.
In der zweiten Lebenswoche hat es nach einer gewissen Übungszeit ziemlich gut geklappt, da war ich links komplett schmerzfrei und heile und rechts ist die wunde Brustwarze gut geheilt, aber dann ist irgendwie der Wurm drin gewesen und jetzt wurschteln wir so rum - nicht wirklich gut, auch nicht katastrophal, aber definitiv kein Dauerzustand.
Das zweite Problem ist, dass ich vermute, einen Vasospasmus zu haben. Das fing auch so in der dritten Woche an (könnte da ein Zusammenhang bestehen?) Erst dachte ich, meine Milchgänge wären nur gereizt, weil Babyboy die volle Brust immer ziemlich schnell leergesaugt hat und ich mich erst dran gewöhnen müsste. Es ging aber nicht weg und dann habe ich vom Phänomen "Vasospasmus" gelesen. Ich habe mal drauf geachtet und mir sind dann zunehmend tatsächlich auch immer mal weiße Brustwarzen aufgefallen, meist mit dem unangenehmen bis schmerzhaften Gefühl von Gekrampfe in den Brustwarzen und auch tiefer in der Brüsten. Mittlerweile habe ich diese Schmerzen fast jedesmal nach dem Stillen, so 5-20 Minuten danach, aber auch zwischendurch hin und wieder. Es fühlt sich an, als würden sich die Brustwarzen wie bei Kälte zusammenziehen, allerdings heftiger und eben schmerzhaft und meistens auch tiefer in der Brust.
Ich nehme seit ca. 10 Tagen Magnesium (400-800 mg täglich), evtl. ist es ein bisschen besser geworden, weg aber nicht. Nach dem Stillen trockne ich die Brustwarzen sofort ab, schmiere sie mit Lanolin ein und packe sie wieder ein. Wenn ich dazu komme, lege ich auch warme Körnerkissen drauf, was sehr angenehm ist und bei einem akuten Krampf(?) auch sehr gut tut. Aber ich kann ja nicht den ganzen Tag mit Körnerkissen im BH rumlaufen...
Ich denke leider schon übers Abstillen nach (zumindest mittel- bis langfristig), obwohl ich eigentlich auf jeden Fall mindestens ein Jahr lang stillen wollte... Zusätzlich zu diesem ständigen zur-Verfügung-stehen-müssen, was ich auch als viel anstrenger empfinde als ich erwartet hätte, ist das Stillen unter diesen Umständen aber einfach zuviel für mich... Habe auch schon über Pumpen und Fläschchen nachgedacht, aber der Aufwand ist natürlich ungleich höher... Am liebsten hätte ich eine Mischung aus Pumpen und Stillen, da ich dann etwas flexibler wäre (Kind und Papa auch mal 2 Stunden alleine lassen könnte, in der Nacht aber nicht aufstehen müssen), aber ich bin mir bewusst, dass Flasche und Stillen evtl. nicht funktionieren könnte.
Merkwürdig, wie sehr die Realität und die Vorstellung von vorher manchmal auseinander gehen... :/
Habt ihr Tips für mich, wie ich die Situation etwas in den Griff bekommen könnte?
mein Baby ist jetzt 6 Wochen alt und so richtig will sich das Stillen bei uns nicht einspielen. Ich habe genug Milch und er nimmt auch kräftig zu, aber mich belastet das Stillen mehr als mir lieb ist.
Zum einen sind meine Brustwarzen nach wie vor ziemlich gereizt, ich würde sagen ständig kurz vorm wund werden, und es bilden sich immer wieder solche Furchen/Risse, die nicht mehr wirklich zu gehen. Ich versuche mein Bestes, das Anlegen so zu machen wie meine Hebamme es mir gezeigt hat und auch die Tipps auf der Internetseite der La Lache Liga ausprobiert. Er hat immer fast den ganzen Vorhof mit im Mund, aber die Oberlippe ist oft noch nach innen gezogen. Wenn ich versuche, sie mit dem Finger etwas nach außen zu Stülpen, stört ihn das und er lässt meistens los. Davon aubgesehen macht er aber einen schönen Fischmund. Ich habe auch schon versucht, ihn die Brustwarze selbst ansaugen zu lassen, was er auch kann, allerdings auch hier mit dem Problem der Oberlippe. Allerdings tut in beiden Fällen das Ansaugen in den ersten Sekunden ziemlich weh, ich habe das Gefühl, dass alles noch zu trocken und ungeschmiert ist und wie blöd scheuert. Sobald er dann ein bisschen Speichel produziert hat und Milch fließt, ist es besser, aber meisten (manchmal schon) komplett schmerzfrei. Er lässt die Warze auch immer wieder rausflutschen bzw. hält das Vakuum nicht aufrecht und saugt dann immer wieder nach, was ziemlich unangenehm ist. Ich habe das Gefühl dass diesen "Loslassen" in den letzten 2 Wochen immer häufiger wird. Könnte das was damit zu tun haben, dass wir ihm öfter mal den kleinen Finger zum Nuckeln geben, wenn er eindeutig satt ist, aber nicht so richtig in den Schlaf findet? In einem verzweifelten Moment hab ichs auch schonmal mit einerm Schnuller versucht, aber den hat er nach 5 Sekunden wieder ausgespuckt und mag ihn gar nicht. Am Finger nuckelt er dagegen ganz zufrieden.
In der zweiten Lebenswoche hat es nach einer gewissen Übungszeit ziemlich gut geklappt, da war ich links komplett schmerzfrei und heile und rechts ist die wunde Brustwarze gut geheilt, aber dann ist irgendwie der Wurm drin gewesen und jetzt wurschteln wir so rum - nicht wirklich gut, auch nicht katastrophal, aber definitiv kein Dauerzustand.
Das zweite Problem ist, dass ich vermute, einen Vasospasmus zu haben. Das fing auch so in der dritten Woche an (könnte da ein Zusammenhang bestehen?) Erst dachte ich, meine Milchgänge wären nur gereizt, weil Babyboy die volle Brust immer ziemlich schnell leergesaugt hat und ich mich erst dran gewöhnen müsste. Es ging aber nicht weg und dann habe ich vom Phänomen "Vasospasmus" gelesen. Ich habe mal drauf geachtet und mir sind dann zunehmend tatsächlich auch immer mal weiße Brustwarzen aufgefallen, meist mit dem unangenehmen bis schmerzhaften Gefühl von Gekrampfe in den Brustwarzen und auch tiefer in der Brüsten. Mittlerweile habe ich diese Schmerzen fast jedesmal nach dem Stillen, so 5-20 Minuten danach, aber auch zwischendurch hin und wieder. Es fühlt sich an, als würden sich die Brustwarzen wie bei Kälte zusammenziehen, allerdings heftiger und eben schmerzhaft und meistens auch tiefer in der Brust.
Ich nehme seit ca. 10 Tagen Magnesium (400-800 mg täglich), evtl. ist es ein bisschen besser geworden, weg aber nicht. Nach dem Stillen trockne ich die Brustwarzen sofort ab, schmiere sie mit Lanolin ein und packe sie wieder ein. Wenn ich dazu komme, lege ich auch warme Körnerkissen drauf, was sehr angenehm ist und bei einem akuten Krampf(?) auch sehr gut tut. Aber ich kann ja nicht den ganzen Tag mit Körnerkissen im BH rumlaufen...
Ich denke leider schon übers Abstillen nach (zumindest mittel- bis langfristig), obwohl ich eigentlich auf jeden Fall mindestens ein Jahr lang stillen wollte... Zusätzlich zu diesem ständigen zur-Verfügung-stehen-müssen, was ich auch als viel anstrenger empfinde als ich erwartet hätte, ist das Stillen unter diesen Umständen aber einfach zuviel für mich... Habe auch schon über Pumpen und Fläschchen nachgedacht, aber der Aufwand ist natürlich ungleich höher... Am liebsten hätte ich eine Mischung aus Pumpen und Stillen, da ich dann etwas flexibler wäre (Kind und Papa auch mal 2 Stunden alleine lassen könnte, in der Nacht aber nicht aufstehen müssen), aber ich bin mir bewusst, dass Flasche und Stillen evtl. nicht funktionieren könnte.
Merkwürdig, wie sehr die Realität und die Vorstellung von vorher manchmal auseinander gehen... :/
Habt ihr Tips für mich, wie ich die Situation etwas in den Griff bekommen könnte?