Baby 18 Wochen mit unzureichender Gewichtszunahme
Verfasst: 29.03.2018, 17:48
Liebe Stillmods,
nachdem mir beim ersten Kind hier schon so toll von deidamaus geholfen wurde, muss ich mich mit dem zweiten nun auch an euch wenden.
Unser Baby ist 18 Wochen alt, wird voll gestillt und beim Impftermin vergangene Woche (20.03.) fiel auf, dass sie seit der 14 Tage zurückliegenden U4 (06.03.) nur wenig (120g) zugenommen hat. Die Ärztin meinte sofort, ich hätte nicht genug Milch und empfahl Zufüttern per Flasche und Kontrolle nach 9 Tagen. Diese war heute, Zunahme 150g. Die KiÄ äußerte sich negativ (siehe weiter unten).
- Mir erschien dieser Zeitraum von 9T noch vertretbar zur Beobachtung (ein Fehler?) und wir haben nicht zugefüttert, sondern stattdessen gestillt wann immer nur möglich (siehe unten meine Überlegungen zum bisherigen Stillen).
- Das Kind erscheint völlig normal, rund, rosig, zufrieden.
- Ich habe nicht den Eindruck, nicht genügend Milch bilden zu können.
- Nun habe ich Ursachenforschung betrieben - vielleicht sind der Milchstau (durch großen Stress) und mein fiebriger Infekt über mehrere Tage an diesem 14tägigen Niedrigzunahme-Zeitraum beteiligt. Das Kind selbst hat nur minimale Infektzeichen gezeigt.
- Ich habe mich dann auch mit sämtlichen Gewichtsdaten befasst. Dies hatte ich bisher absichtlich nicht getan, weil ich die Verantwortung an Hebamme und KiA abgeben wollte, nachdem mich die allgemein geringe Gewichtszunahme von Kind 1 und der damit verbundene Stress durch die KiÄ extrem belastet hat, im ersten Lebensjahr und deutlich darüber hinaus. Die Beratung hier im Forum attestierte mir einfach nur ein schmales, abersich vom Gewicht her normal entwickelndes Kind - alles in Ordnung. Aber sowas sitzt tief.
Es war jedoch offenbar ein großer Fehler, mich nicht mit den Gewichten auseinanderzusetzen. Denn nach meiner laienhaften Betrachtung sinkt die Gewichtskurve zwischen U3 und U4 ab (vorher sicher auch schon), und ich habe dies nicht bemerkt.
Für das Absinken des Gewichtsverlaufs könnte nicht optimales Stillen verantwortlich sein - wir haben sicher mind. 8x/Tag gestillt, aber oft wurde auch nur eine Seite verlangt, das Baby schien zufrieden. Daher dränge ich ihr seit 9T die 2. Brust ständig auf und oft trinkt sie auch, mal mehr, meist weniger.
Beim heutigen Termin habe ich angegeben, das Kind nähme die Flasche nicht; ob die KiÄ das geglaubt hat - denke nicht.
Was mich nun fertig macht:
1) Die KiÄ verlangt eine wöchentliche Zunahme von 200g. Wir beeinträchtigten die Gehirnentwicklung des Babys negativ, wenn wir nicht zufütterten.
(Beim ersten Termin meinte sie zum Zufüttern: "Dann schreit sie nicht mehr so oft" - Ich: "Aber sie schreit doch gar nicht oft" - wie kommt sie dazu?!)
Sie erkannte die neuen 150g/9 Tage nicht an, und überschlug außerdem zu unserer Verdeutlichung die letzten 3 Wochen; eine Gewichtszunahme unter 100g sei nicht in Ordnung. (Das ist doch klar! Aber sollte man nicht lieber den 14tägigen Zeitraum mit den 9 Tagen jetzt vergleichen, statt das zusammenzufassen, das hat doch so keinen Mehrwert, es geht doch um Steigerung der Zunahme?)
Meinen Hinweis auf die 70-140g/Woche nach WHO hat sie nicht gelten lassen.
Sie empfiehlt, wenn Flasche nicht klappt, Füttern von Brei + den baldigen Austausch einer Stillmahlzeit mit Gemüse und so weiter dann, der Beikostfahrplan.
Sie möchte eine mögliche Blasenentzündung ausschließen (es gibt jedoch keine Hinweise darauf).
Für mich waren die 150g recht schön zu sehen, umso heftiger dann die ärztliche Beurteilung.
2) Die KiÄ betrachtet nur die vergangenen 3-4 Wochen. NIEMANDEM dort ist das Absinken der Kurve vorher aufgefallen! Das finde ich ganz schlimm - ich habe es mir nicht angesehen, und die haben es nicht gesehen. Es werden dort nur selbst kopierte Gewichts-Längen- bzw. Längen-Alters-Somatogramme - und nach denen passt alles - benutzt und keine Gewichts-Alters-Verläufe (weder U-Heft noch WHO). Ich mache mir große Vorwürfe, es selbst nicht geprüft zu haben.
Ich habe die KiÄ nicht darauf angesprochen.
--> Was können wir nun tun? Wie die Zunahme weiter steigern?
Beikostreife kommt so langsam - direkt angeboten habe ich aber noch nichts, wollte eigentlich auf das Baby warten - würde das aber bei eurer Empfehlung natürlich tun (und auch lieber als Pre).
Hier noch die Antworten auf eure Fragen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
--- Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
--- bisher mind. 8x, aktuell 11-15x. Stilldauer geschätzt ca. 10-15 Min/Seite, aber oft nur 1 Seite (aktuell versuche ich mehr, auch mal Wechselstillen). Tagsüber und nachts ca. alle 2h, nachts mit einer Langschlafpause von ca. 5-6h.
Ich habe das Gefühl, gut Milch zu haben.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
--- mind. 6 volle Pipi-Windeln, Stuhlgang täglich-2 Tage gelegentlich
(Ich habe mal die letzten Tage gewogen und komme auf durchschnittlich ca. 520-550g Output)
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
--- Die ersten Wochen waren noch ein wenig schwierig, kleiner Mund, Unterkiefer recht weit zurück - aber insgesamt gut und nach viell. 4 Wochen alles einwandfrei.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
--- Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
--- KiA Kontrolle
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
--- Kind: nein; Mutter: Schilddrüse gut eingestellt
Gewichte:
22.11.17 3.670g Geburt KH
25.11. 3.470g niedrigstes Gewicht KH
29.11. 3.760g Hebamme (Babywaage)
14.12. 4.120g Hebamme
19.12. 4.270g Hebamme
28.12. 4.500g Hebamme
04.01. 4.720g KiÄ U3
14.01. 5.040g Hebamme
06.03. 5.920g KiÄ U4
20.03. 6.040g KiÄ
29.03. 6.190g KiÄ
Ich hoffe, das war nicht zu durcheinander.
Ich bin sehr dankbar für eure Hilfe.
LG
Erdnuss
nachdem mir beim ersten Kind hier schon so toll von deidamaus geholfen wurde, muss ich mich mit dem zweiten nun auch an euch wenden.
Unser Baby ist 18 Wochen alt, wird voll gestillt und beim Impftermin vergangene Woche (20.03.) fiel auf, dass sie seit der 14 Tage zurückliegenden U4 (06.03.) nur wenig (120g) zugenommen hat. Die Ärztin meinte sofort, ich hätte nicht genug Milch und empfahl Zufüttern per Flasche und Kontrolle nach 9 Tagen. Diese war heute, Zunahme 150g. Die KiÄ äußerte sich negativ (siehe weiter unten).
- Mir erschien dieser Zeitraum von 9T noch vertretbar zur Beobachtung (ein Fehler?) und wir haben nicht zugefüttert, sondern stattdessen gestillt wann immer nur möglich (siehe unten meine Überlegungen zum bisherigen Stillen).
- Das Kind erscheint völlig normal, rund, rosig, zufrieden.
- Ich habe nicht den Eindruck, nicht genügend Milch bilden zu können.
- Nun habe ich Ursachenforschung betrieben - vielleicht sind der Milchstau (durch großen Stress) und mein fiebriger Infekt über mehrere Tage an diesem 14tägigen Niedrigzunahme-Zeitraum beteiligt. Das Kind selbst hat nur minimale Infektzeichen gezeigt.
- Ich habe mich dann auch mit sämtlichen Gewichtsdaten befasst. Dies hatte ich bisher absichtlich nicht getan, weil ich die Verantwortung an Hebamme und KiA abgeben wollte, nachdem mich die allgemein geringe Gewichtszunahme von Kind 1 und der damit verbundene Stress durch die KiÄ extrem belastet hat, im ersten Lebensjahr und deutlich darüber hinaus. Die Beratung hier im Forum attestierte mir einfach nur ein schmales, abersich vom Gewicht her normal entwickelndes Kind - alles in Ordnung. Aber sowas sitzt tief.
Es war jedoch offenbar ein großer Fehler, mich nicht mit den Gewichten auseinanderzusetzen. Denn nach meiner laienhaften Betrachtung sinkt die Gewichtskurve zwischen U3 und U4 ab (vorher sicher auch schon), und ich habe dies nicht bemerkt.
Für das Absinken des Gewichtsverlaufs könnte nicht optimales Stillen verantwortlich sein - wir haben sicher mind. 8x/Tag gestillt, aber oft wurde auch nur eine Seite verlangt, das Baby schien zufrieden. Daher dränge ich ihr seit 9T die 2. Brust ständig auf und oft trinkt sie auch, mal mehr, meist weniger.
Beim heutigen Termin habe ich angegeben, das Kind nähme die Flasche nicht; ob die KiÄ das geglaubt hat - denke nicht.
Was mich nun fertig macht:
1) Die KiÄ verlangt eine wöchentliche Zunahme von 200g. Wir beeinträchtigten die Gehirnentwicklung des Babys negativ, wenn wir nicht zufütterten.
(Beim ersten Termin meinte sie zum Zufüttern: "Dann schreit sie nicht mehr so oft" - Ich: "Aber sie schreit doch gar nicht oft" - wie kommt sie dazu?!)
Sie erkannte die neuen 150g/9 Tage nicht an, und überschlug außerdem zu unserer Verdeutlichung die letzten 3 Wochen; eine Gewichtszunahme unter 100g sei nicht in Ordnung. (Das ist doch klar! Aber sollte man nicht lieber den 14tägigen Zeitraum mit den 9 Tagen jetzt vergleichen, statt das zusammenzufassen, das hat doch so keinen Mehrwert, es geht doch um Steigerung der Zunahme?)
Meinen Hinweis auf die 70-140g/Woche nach WHO hat sie nicht gelten lassen.
Sie empfiehlt, wenn Flasche nicht klappt, Füttern von Brei + den baldigen Austausch einer Stillmahlzeit mit Gemüse und so weiter dann, der Beikostfahrplan.
Sie möchte eine mögliche Blasenentzündung ausschließen (es gibt jedoch keine Hinweise darauf).
Für mich waren die 150g recht schön zu sehen, umso heftiger dann die ärztliche Beurteilung.
2) Die KiÄ betrachtet nur die vergangenen 3-4 Wochen. NIEMANDEM dort ist das Absinken der Kurve vorher aufgefallen! Das finde ich ganz schlimm - ich habe es mir nicht angesehen, und die haben es nicht gesehen. Es werden dort nur selbst kopierte Gewichts-Längen- bzw. Längen-Alters-Somatogramme - und nach denen passt alles - benutzt und keine Gewichts-Alters-Verläufe (weder U-Heft noch WHO). Ich mache mir große Vorwürfe, es selbst nicht geprüft zu haben.
Ich habe die KiÄ nicht darauf angesprochen.
--> Was können wir nun tun? Wie die Zunahme weiter steigern?
Beikostreife kommt so langsam - direkt angeboten habe ich aber noch nichts, wollte eigentlich auf das Baby warten - würde das aber bei eurer Empfehlung natürlich tun (und auch lieber als Pre).
Hier noch die Antworten auf eure Fragen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
--- Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
--- bisher mind. 8x, aktuell 11-15x. Stilldauer geschätzt ca. 10-15 Min/Seite, aber oft nur 1 Seite (aktuell versuche ich mehr, auch mal Wechselstillen). Tagsüber und nachts ca. alle 2h, nachts mit einer Langschlafpause von ca. 5-6h.
Ich habe das Gefühl, gut Milch zu haben.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
--- mind. 6 volle Pipi-Windeln, Stuhlgang täglich-2 Tage gelegentlich
(Ich habe mal die letzten Tage gewogen und komme auf durchschnittlich ca. 520-550g Output)
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
--- Die ersten Wochen waren noch ein wenig schwierig, kleiner Mund, Unterkiefer recht weit zurück - aber insgesamt gut und nach viell. 4 Wochen alles einwandfrei.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
--- Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
--- KiA Kontrolle
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
--- Kind: nein; Mutter: Schilddrüse gut eingestellt
Gewichte:
22.11.17 3.670g Geburt KH
25.11. 3.470g niedrigstes Gewicht KH
29.11. 3.760g Hebamme (Babywaage)
14.12. 4.120g Hebamme
19.12. 4.270g Hebamme
28.12. 4.500g Hebamme
04.01. 4.720g KiÄ U3
14.01. 5.040g Hebamme
06.03. 5.920g KiÄ U4
20.03. 6.040g KiÄ
29.03. 6.190g KiÄ
Ich hoffe, das war nicht zu durcheinander.
Ich bin sehr dankbar für eure Hilfe.
LG
Erdnuss