Zufüttern und Gewichtsentwicklung
Verfasst: 29.03.2018, 13:10
Hallo zusammen!
Es kommt mir gerade so vor, als sei ich bei diesem Forum auf einen kleinen Schatz gestoßen.
Ich habe hier schon ganz viel seit Montag gelesen und bitte nun auch um
Hilfe.
2013 habe ich meine erste Tochter durch sekundäre Sectio geboren und problemlos vollgestillt, trotzdem ich sie erst nach 18 Stunden anlegen konnte und sie auf der Intensivstation PRE bekommen hatte. Es gab nie Gewichtsprobleme und ich war nie unsicher diesbezüglich. Sie wuchs und gedieh prächtig.
Ich dachte „Stillen kann ich.“
Im Januar 2018 kam unsere zweite Tochter auf die Welt. Ich fand die erste Geburt schlimm, aber das war kein Vergleich zu dieser. Ich hatte eine vorzeitige vollständige Plazentaablösung mit großem Blutverlust. Wir wohnen gegenüber von einem Krankenhaus. Das hat mir und meiner Tochter nach Auskunft der Ärzte das Leben gerettet.
Unsere Kleine war nach der Geburt - ich war natürlich in Vollnarkose bei der Geburt - auf Kinderintensiv 12 h lang, weil sie die Temperatur nicht hielt, schlecht atmete usw..
Ich habe sofort nach dem Wachwerden nach einer Pumpe gefragt und Kolostrum gepumpt (das ging im Klinikkühlschrank verloren - aber das ist ein anderes Thema).
Sie kam zu mir und ich habe sie 24h gestillt. Leider ziemlich ineffektiv und sie hatte auf Kinderintensiv auch wieder PRE bekommen, daher habe ich auch dann und wann zugefüttert. Sie wurde gelber und gelber. Das hat niemand groß ernst genommen und ich sollte halt alle 3-4 Stunden wecken. Ihr Gewicht wurde auch nur bei der U2 genommen. Ich stand ziemlich neben mir und habe irgendwie gar nichts eingefordert. Also z.B. Wiegen. Das Gelbwerden habe ich immer wieder angesprochen. Das würde aber abgetan. Ein Entlassungsgewicht gab es auch nicht.
Ich habe übrigens auch keinen Milcheinschuss bemerkt.
Meine Hebamme war nicht begeistert. Fast 10% abgenommen, irre gelb, schläfrig ohne Ende, schlappes Trinken und ich total wackelig auf den Beinen. Sie hat meinen Freund sofort losgeschickt und er hat eine Pumpe und Pre geholt. Beim Pumpen kam leider nicht viel.
Wir haben dann zugefüttert und sie hat langsam das Geburtsgewicht erreicht. Ich war wie im Schockzustand. Die Geburt mit allem ging mir nicht aus dem Kopf. Ich träumte davon und gehe auch zu einer Therapeutin, weil ich etwas traumatisiert bin. Mein Blutdruck war sehr niedrig und ich hatte einen sehr niedrigen HB. Mein Zustand insgesamt war total schlecht. Und das nicht Vollstillen können hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.
Wir waren dann bei meiner Osteophatin, ich habe Bockshornklee und Piulatte genommen. Schnuller sofort weggelassen und angelegt wie irre. Sie hat dann auch zugenommen. Aber ich war die ganze Zeit wie im Schockzustand mit Angst vorm nächsten Wiegen, Angst vor ihren Hungerzeichen, Angst die Hungerzeichen nicht zuerkennen.
Ich war dann auch noch bei einer Stillberaterin, die hat gesagt, Flasche(n) weglassen.
Stand jetzt bekommt unsere Kleine abends eine Flasche Pre mit 120ml. Die trinkt sie mal leer, mal nur 60 ml ganz unterschiedlich. Ansonsten stille ich, so oft es geht. Seit zwei Tagen stelle ich mir nachts den Wecker, damit nicht länger als 4h Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn sind. Ich reduziere das heute aber auf 3h.
Ich habe zwei Anliegen:
1. Wie gehe ich am Besten mit dieser Angst um, dass sie nicht gut gedeihen könnte? Hat da jemand Tipps? Ich bin zwischendurch zutiefst verunsichert und ängstlich.
2. Meine Ärztin sagt, dass die Gewichtsentwicklung ok ist. Ich habe Sorge, dass es nicht reicht. Ich möchte auf keinen Fall mehr zufüttern müssen. Das ist mir sehr wichtig. Mit einer Flasche am Tag kann ich leben. Auch wenn ich lieber Vollstillen würde.
Ich habe mal alles an Daten, was ich habe zusammengetragen.
28.01.2018 3810g (Krh)
29.01.2018 xxxxx 5x gestillt
30.01.2018 xxxxx 17x gestillt
31.01.2018 3520g (Krh) 14x gestillt
01.02.2018 xxxxx 12x gestillt
02.02.2018 xxxxx 16x gestillt (-> keine Pre)
03.02.2018 3820 (Heb.) 10x gestillt; Pumpen 20ml
04.03.2018 3540; 12x gestillt; Pumpen 185ml; 170 Pre
05.02.2018; 3560g, 6x Stillen; 6x Pumpen 230ml, 160 Pre,
06.02.2018 3620g, 9x Stillen, 6x Pumpen 235ml, 120 Pre
07.02.2018 3660g, 8x Stillen, 6x Pumpen 245ml, Pre ???
08.02.2018 3740g, 8x gestillt, 7x Pumpen 350ml, Pre ???
09.02.2018 xxxxx 10x gestillt, 4x Pumpen, Pre ???
10.02.2018 xxxxx 10x Stillen, 4x Pumpen 170ml,
11.02.2018 3880g
13.02.2018 4000g
15.02.2018 4020g
19.02.2018 4240g
21.02.2018 4380g
24.02.2018 4440g
27.02.2018 4660g
03.03.2018 ?????
13.03.2018 4980g (KiA)
14.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 60 Pre
15.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 80 Pre
16.03.2018 5000g (Heb) 12x Stillen, 120 ml
17.03.2018 xxxxx 12x Stillen, 80ml Pre
18.03.2018 xxxxx 10x Stillen, 70ml Pre
19.03.2018 cxxxx 12x Stillen, 60ml Pre
20.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 120ml Pre
21.03.2018 xxxxx 11x Stillen, 120ml Pre
22.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 110ml Pre
23.03.2018 xxxxx 11x Stillen, 60ml Pre
24.03.2018 xxxxx 8x Stillen, 120 ml Pre
25.03.2018 xxxxx 10x Stillen, 80ml
26.03.2018 5200g (KiA) 8x Stillen, 120 (?) ml Pre,
27.03.2018 9x Stillen, 80ml
Pre
28.02.2018 11x Stillen, 120ml Pre
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!
Ich wünsche allen einen schönen Tag!
Liebe Grüße!
A.
Es kommt mir gerade so vor, als sei ich bei diesem Forum auf einen kleinen Schatz gestoßen.
Hilfe.
2013 habe ich meine erste Tochter durch sekundäre Sectio geboren und problemlos vollgestillt, trotzdem ich sie erst nach 18 Stunden anlegen konnte und sie auf der Intensivstation PRE bekommen hatte. Es gab nie Gewichtsprobleme und ich war nie unsicher diesbezüglich. Sie wuchs und gedieh prächtig.
Ich dachte „Stillen kann ich.“
Im Januar 2018 kam unsere zweite Tochter auf die Welt. Ich fand die erste Geburt schlimm, aber das war kein Vergleich zu dieser. Ich hatte eine vorzeitige vollständige Plazentaablösung mit großem Blutverlust. Wir wohnen gegenüber von einem Krankenhaus. Das hat mir und meiner Tochter nach Auskunft der Ärzte das Leben gerettet.
Unsere Kleine war nach der Geburt - ich war natürlich in Vollnarkose bei der Geburt - auf Kinderintensiv 12 h lang, weil sie die Temperatur nicht hielt, schlecht atmete usw..
Ich habe sofort nach dem Wachwerden nach einer Pumpe gefragt und Kolostrum gepumpt (das ging im Klinikkühlschrank verloren - aber das ist ein anderes Thema).
Sie kam zu mir und ich habe sie 24h gestillt. Leider ziemlich ineffektiv und sie hatte auf Kinderintensiv auch wieder PRE bekommen, daher habe ich auch dann und wann zugefüttert. Sie wurde gelber und gelber. Das hat niemand groß ernst genommen und ich sollte halt alle 3-4 Stunden wecken. Ihr Gewicht wurde auch nur bei der U2 genommen. Ich stand ziemlich neben mir und habe irgendwie gar nichts eingefordert. Also z.B. Wiegen. Das Gelbwerden habe ich immer wieder angesprochen. Das würde aber abgetan. Ein Entlassungsgewicht gab es auch nicht.
Ich habe übrigens auch keinen Milcheinschuss bemerkt.
Meine Hebamme war nicht begeistert. Fast 10% abgenommen, irre gelb, schläfrig ohne Ende, schlappes Trinken und ich total wackelig auf den Beinen. Sie hat meinen Freund sofort losgeschickt und er hat eine Pumpe und Pre geholt. Beim Pumpen kam leider nicht viel.
Wir haben dann zugefüttert und sie hat langsam das Geburtsgewicht erreicht. Ich war wie im Schockzustand. Die Geburt mit allem ging mir nicht aus dem Kopf. Ich träumte davon und gehe auch zu einer Therapeutin, weil ich etwas traumatisiert bin. Mein Blutdruck war sehr niedrig und ich hatte einen sehr niedrigen HB. Mein Zustand insgesamt war total schlecht. Und das nicht Vollstillen können hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.
Wir waren dann bei meiner Osteophatin, ich habe Bockshornklee und Piulatte genommen. Schnuller sofort weggelassen und angelegt wie irre. Sie hat dann auch zugenommen. Aber ich war die ganze Zeit wie im Schockzustand mit Angst vorm nächsten Wiegen, Angst vor ihren Hungerzeichen, Angst die Hungerzeichen nicht zuerkennen.
Ich war dann auch noch bei einer Stillberaterin, die hat gesagt, Flasche(n) weglassen.
Stand jetzt bekommt unsere Kleine abends eine Flasche Pre mit 120ml. Die trinkt sie mal leer, mal nur 60 ml ganz unterschiedlich. Ansonsten stille ich, so oft es geht. Seit zwei Tagen stelle ich mir nachts den Wecker, damit nicht länger als 4h Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn sind. Ich reduziere das heute aber auf 3h.
Ich habe zwei Anliegen:
1. Wie gehe ich am Besten mit dieser Angst um, dass sie nicht gut gedeihen könnte? Hat da jemand Tipps? Ich bin zwischendurch zutiefst verunsichert und ängstlich.
2. Meine Ärztin sagt, dass die Gewichtsentwicklung ok ist. Ich habe Sorge, dass es nicht reicht. Ich möchte auf keinen Fall mehr zufüttern müssen. Das ist mir sehr wichtig. Mit einer Flasche am Tag kann ich leben. Auch wenn ich lieber Vollstillen würde.
Ich habe mal alles an Daten, was ich habe zusammengetragen.
28.01.2018 3810g (Krh)
29.01.2018 xxxxx 5x gestillt
30.01.2018 xxxxx 17x gestillt
31.01.2018 3520g (Krh) 14x gestillt
01.02.2018 xxxxx 12x gestillt
02.02.2018 xxxxx 16x gestillt (-> keine Pre)
03.02.2018 3820 (Heb.) 10x gestillt; Pumpen 20ml
04.03.2018 3540; 12x gestillt; Pumpen 185ml; 170 Pre
05.02.2018; 3560g, 6x Stillen; 6x Pumpen 230ml, 160 Pre,
06.02.2018 3620g, 9x Stillen, 6x Pumpen 235ml, 120 Pre
07.02.2018 3660g, 8x Stillen, 6x Pumpen 245ml, Pre ???
08.02.2018 3740g, 8x gestillt, 7x Pumpen 350ml, Pre ???
09.02.2018 xxxxx 10x gestillt, 4x Pumpen, Pre ???
10.02.2018 xxxxx 10x Stillen, 4x Pumpen 170ml,
11.02.2018 3880g
13.02.2018 4000g
15.02.2018 4020g
19.02.2018 4240g
21.02.2018 4380g
24.02.2018 4440g
27.02.2018 4660g
03.03.2018 ?????
13.03.2018 4980g (KiA)
14.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 60 Pre
15.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 80 Pre
16.03.2018 5000g (Heb) 12x Stillen, 120 ml
17.03.2018 xxxxx 12x Stillen, 80ml Pre
18.03.2018 xxxxx 10x Stillen, 70ml Pre
19.03.2018 cxxxx 12x Stillen, 60ml Pre
20.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 120ml Pre
21.03.2018 xxxxx 11x Stillen, 120ml Pre
22.03.2018 xxxxx 9x Stillen, 110ml Pre
23.03.2018 xxxxx 11x Stillen, 60ml Pre
24.03.2018 xxxxx 8x Stillen, 120 ml Pre
25.03.2018 xxxxx 10x Stillen, 80ml
26.03.2018 5200g (KiA) 8x Stillen, 120 (?) ml Pre,
27.03.2018 9x Stillen, 80ml
Pre
28.02.2018 11x Stillen, 120ml Pre
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!
Ich wünsche allen einen schönen Tag!
Liebe Grüße!
A.