Geht nicht, gibt’s nicht!??? Milchmenge steigern klappt nicht...
Verfasst: 21.03.2018, 13:57
Hallo,
ich bin gerade sehr verzweifelt und hoffe, dass ich hier Hilfe finde, denn ich möchte gerne voll Stillen, aber die Milch reicht (im Moment) nicht. Daher zuerst hier kurz meine Frage und dann unten eine längere Beschreibung meiner aktuellen Lage und Historie… (sorry, wirklich ausführlich)
Kann es sein, dass manche Frauen (also auch ich) zu wenig Milch haben und man nichts machen kann? Wenn das theoretisch möglich ist, könnte ich damit Frieden schließen und die Situation akzeptieren. Aber ich höre immer wieder, dass das eigentlich nicht möglich ist und JEDE Frau genügend Milch hat, bzw. produzieren kann. Und so strampele ich mich weiter ab, probiere alles aus, klammere mich an jeden Strohhalm und es klappt trotzdem nichts wirklich. Ich habe das Gefühl, meine Brüste sind dick und „voll“, aber es kommt nicht viel raus. Obwohl ich viel versucht habe, den Milchspendereflex auszulösen (Massage, Wärme, „Anpumpen“, Ausstreichen etc.) läuft die Milch erst gut und ich höre das Kind schlucken, aber nach kurzer Zeit kommt nichts mehr.
Zu meiner Historie:
Ich habe im April 2013 und Mai 2015 zwei Söhne zur Welt gebracht, die ich leider nie voll stillen konnte.
Bei Sohn 1 (50 cm, 3550 g) wurde ich im Krankenhaus schon gedrängt zuzufüttern (mit der Flasche), ich habe dort auch mit der Milchpumpe angefangen. Das Ende vom Lied war, dass er die Brust nicht mehr wollte (trotz speziellen Flaschensaugern) und ich vier Monate abgepumpt und ihm zusätzlich zur Muttermilch Pre-Nahrung gegeben habe.
Hier die Sachen, die ich versucht habe:
• Ausreichend gegessen und getrunken (Stilltee, Wasser, Schorlen etc.)
• Bockshornkleesamen
• Chinesische Heilkräuter in einer speziellen Hühnersuppe
• Goji-Beeren in warmen Haferbrei zum Frühstück
• Spezieller Sauger, der der Brust ähnelt und mit dem man angeblich keine Saugverwirrung bekommt
• 8 mal am Tag (und nachts) abpumpen, immer wieder versucht anzulegen
Bei Sohn 2 (58 cm, 4560 g) hatte ich das Pech, dass der direkt nach der Geburt in Unterzucker fiel, weil er so groß und schwer war und ich sofort zufüttern musste. Trotzdem klappte bei ihm das Stillen besser, weil ich von der neuen Hebamme das Brusternährungsset bekam und er so 4 Monate lang an der Brust blieb. Zufüttern musste ich trotzdem. Muttermilch hatte ich in Hochzeiten ca. 50 ml in beiden Brüsten, da brauchte er aber schon 120ml pro Mahlzeit.
Hier die Sachen, die ich gemacht habe:
• Ausreichend gegessen und getrunken
• Bockshornkleesamen
• Stilltee nach Stadelmann
• Brustmassagen mit Stillöl
• Akkupunktur in die Brust
• Brusternährungsset
• Tagsüber und nachts ca. 8-10 mal angelegt
• Stillberatung bei Expertin Vivian Weigert
• Stillgruppe
• Viel im Bett entspannt und gestillt
Zu meiner aktuellen Situation:
Mein dritter Sohn wurde am 26.02.18 (ET war 12.03.18) geboren mit 51 cm und 3050 g. Ich habe gleich angelegt, hatte ihn immer bei mir, Kolostrum kam und im Krankenhaus habe ich ihm mit der Spritze nur 3 mal ca. 10-20 ml zugefüttert, weil er nicht richtig zunahm und sehr schlapp und kraftlos wirkte (Entlassungsgewicht am 01.03. war 2810 g). Zuhause hatte ich wieder eine neue Hebamme, die schon alt und erfahren ist, die mich in meinem Wunsch voll zu Stillen bestärkt hat.
Ich habe vom 01.03. bis 05.03. nur gestillt, nichts zugefüttert. Zuerst hat er am ersten Tag zugenommen 2960 ml, aber danach nicht mehr. Es blieb bei 2960 g über 3 Tage, Tendenz eher sinkend. Der Kleine schlief fast ausschließlich, auch an der Brust saugte er nicht lange (dafür oft: ca. 15 mal in 24 Stunden) und die Hebamme sagte am 06.03. ich solle zufüttern, damit er kräftiger wird, besser saugen kann und erst mal das Geburtsgewicht erreicht. Ich stillte also, gab danach ein bisschen Pre (3 mal am Tag 20-40 ml) im Brusternährungsset und pumpte dann noch ab. Er nahm langsam zu, aber meine Milchmenge steigerte sich nur auf ca. 20-30 ml pro Stillvorgang/ Abpumpen (laut Stillprobe bzw. ml beim Abpumpen). Das Geburtsgewicht hatte er am 12.03. wieder.
Jetzt ist es heute (21.03.) so, dass ich ihn in 24 Stunden 8-12 mal anlege, danach 5 -6 mal zusätzlich Pre gebe (60-90 ml, teils im Brusternährungsset, teils mit Flasche), davon 2 mal nachts und noch 2-3 mal täglich abpumpe. Mal saugt er an der Brust richtig gut, mal ist es mehr ein Nuckeln. Zuerst kommt die Milch gut, tropft teilweise schon rechts, wenn er links trinkt, aber schnell (nach 5 Minuten) kommt nichts mehr. Ich habe auch häufiger Krämpfe in den Brustwarzen, wo die Spitze weiß und kalt wird. Trotz viel Magnesium, Massagen, Wärme wird das nicht besser, aber ich weiß auch nicht, ob deswegen die Milch nicht rausfließen kann oder ob das egal ist.
Ich würde gerne wissen, ob ich noch etwas tun kann oder ob ich es einfach akzeptieren muss, dass manche Frauen eben doch nicht genügend Milch haben. Meine Mutter hat auch eine große Brust, wie ich, und hatte auch nicht viel Milch, obwohl sie es auch nur halbherzig versucht hat. Ich habe wirklich alles unternommen, hatte dieses Mal auch eine positive und entspannte Einstellung und konnte wirklich relaxen beim Stillen, aber der große Durchbruch kam nicht. Ich würde gerne denken, dass es einfach nicht hat sollen sein.
Bitte "schimpft" mich nicht, was ich alles falsch gemacht habe, ich weiß natürlich, was alles zum Thema Zufüttern gesagt wird... Ich habe in zu jeder Zeit das getan, was ich für richtig fürs Kind hielt, auch wenn es sicher andere Meinungen und Methoden gegeben hätte. Aber ich bin ehrlich traurig über die Situation und ich danke Euch für Euren Rat und entschuldigt, dass es so lang geworden ist.
ich bin gerade sehr verzweifelt und hoffe, dass ich hier Hilfe finde, denn ich möchte gerne voll Stillen, aber die Milch reicht (im Moment) nicht. Daher zuerst hier kurz meine Frage und dann unten eine längere Beschreibung meiner aktuellen Lage und Historie… (sorry, wirklich ausführlich)
Kann es sein, dass manche Frauen (also auch ich) zu wenig Milch haben und man nichts machen kann? Wenn das theoretisch möglich ist, könnte ich damit Frieden schließen und die Situation akzeptieren. Aber ich höre immer wieder, dass das eigentlich nicht möglich ist und JEDE Frau genügend Milch hat, bzw. produzieren kann. Und so strampele ich mich weiter ab, probiere alles aus, klammere mich an jeden Strohhalm und es klappt trotzdem nichts wirklich. Ich habe das Gefühl, meine Brüste sind dick und „voll“, aber es kommt nicht viel raus. Obwohl ich viel versucht habe, den Milchspendereflex auszulösen (Massage, Wärme, „Anpumpen“, Ausstreichen etc.) läuft die Milch erst gut und ich höre das Kind schlucken, aber nach kurzer Zeit kommt nichts mehr.
Zu meiner Historie:
Ich habe im April 2013 und Mai 2015 zwei Söhne zur Welt gebracht, die ich leider nie voll stillen konnte.
Bei Sohn 1 (50 cm, 3550 g) wurde ich im Krankenhaus schon gedrängt zuzufüttern (mit der Flasche), ich habe dort auch mit der Milchpumpe angefangen. Das Ende vom Lied war, dass er die Brust nicht mehr wollte (trotz speziellen Flaschensaugern) und ich vier Monate abgepumpt und ihm zusätzlich zur Muttermilch Pre-Nahrung gegeben habe.
Hier die Sachen, die ich versucht habe:
• Ausreichend gegessen und getrunken (Stilltee, Wasser, Schorlen etc.)
• Bockshornkleesamen
• Chinesische Heilkräuter in einer speziellen Hühnersuppe
• Goji-Beeren in warmen Haferbrei zum Frühstück
• Spezieller Sauger, der der Brust ähnelt und mit dem man angeblich keine Saugverwirrung bekommt
• 8 mal am Tag (und nachts) abpumpen, immer wieder versucht anzulegen
Bei Sohn 2 (58 cm, 4560 g) hatte ich das Pech, dass der direkt nach der Geburt in Unterzucker fiel, weil er so groß und schwer war und ich sofort zufüttern musste. Trotzdem klappte bei ihm das Stillen besser, weil ich von der neuen Hebamme das Brusternährungsset bekam und er so 4 Monate lang an der Brust blieb. Zufüttern musste ich trotzdem. Muttermilch hatte ich in Hochzeiten ca. 50 ml in beiden Brüsten, da brauchte er aber schon 120ml pro Mahlzeit.
Hier die Sachen, die ich gemacht habe:
• Ausreichend gegessen und getrunken
• Bockshornkleesamen
• Stilltee nach Stadelmann
• Brustmassagen mit Stillöl
• Akkupunktur in die Brust
• Brusternährungsset
• Tagsüber und nachts ca. 8-10 mal angelegt
• Stillberatung bei Expertin Vivian Weigert
• Stillgruppe
• Viel im Bett entspannt und gestillt
Zu meiner aktuellen Situation:
Mein dritter Sohn wurde am 26.02.18 (ET war 12.03.18) geboren mit 51 cm und 3050 g. Ich habe gleich angelegt, hatte ihn immer bei mir, Kolostrum kam und im Krankenhaus habe ich ihm mit der Spritze nur 3 mal ca. 10-20 ml zugefüttert, weil er nicht richtig zunahm und sehr schlapp und kraftlos wirkte (Entlassungsgewicht am 01.03. war 2810 g). Zuhause hatte ich wieder eine neue Hebamme, die schon alt und erfahren ist, die mich in meinem Wunsch voll zu Stillen bestärkt hat.
Ich habe vom 01.03. bis 05.03. nur gestillt, nichts zugefüttert. Zuerst hat er am ersten Tag zugenommen 2960 ml, aber danach nicht mehr. Es blieb bei 2960 g über 3 Tage, Tendenz eher sinkend. Der Kleine schlief fast ausschließlich, auch an der Brust saugte er nicht lange (dafür oft: ca. 15 mal in 24 Stunden) und die Hebamme sagte am 06.03. ich solle zufüttern, damit er kräftiger wird, besser saugen kann und erst mal das Geburtsgewicht erreicht. Ich stillte also, gab danach ein bisschen Pre (3 mal am Tag 20-40 ml) im Brusternährungsset und pumpte dann noch ab. Er nahm langsam zu, aber meine Milchmenge steigerte sich nur auf ca. 20-30 ml pro Stillvorgang/ Abpumpen (laut Stillprobe bzw. ml beim Abpumpen). Das Geburtsgewicht hatte er am 12.03. wieder.
Jetzt ist es heute (21.03.) so, dass ich ihn in 24 Stunden 8-12 mal anlege, danach 5 -6 mal zusätzlich Pre gebe (60-90 ml, teils im Brusternährungsset, teils mit Flasche), davon 2 mal nachts und noch 2-3 mal täglich abpumpe. Mal saugt er an der Brust richtig gut, mal ist es mehr ein Nuckeln. Zuerst kommt die Milch gut, tropft teilweise schon rechts, wenn er links trinkt, aber schnell (nach 5 Minuten) kommt nichts mehr. Ich habe auch häufiger Krämpfe in den Brustwarzen, wo die Spitze weiß und kalt wird. Trotz viel Magnesium, Massagen, Wärme wird das nicht besser, aber ich weiß auch nicht, ob deswegen die Milch nicht rausfließen kann oder ob das egal ist.
Ich würde gerne wissen, ob ich noch etwas tun kann oder ob ich es einfach akzeptieren muss, dass manche Frauen eben doch nicht genügend Milch haben. Meine Mutter hat auch eine große Brust, wie ich, und hatte auch nicht viel Milch, obwohl sie es auch nur halbherzig versucht hat. Ich habe wirklich alles unternommen, hatte dieses Mal auch eine positive und entspannte Einstellung und konnte wirklich relaxen beim Stillen, aber der große Durchbruch kam nicht. Ich würde gerne denken, dass es einfach nicht hat sollen sein.
Bitte "schimpft" mich nicht, was ich alles falsch gemacht habe, ich weiß natürlich, was alles zum Thema Zufüttern gesagt wird... Ich habe in zu jeder Zeit das getan, was ich für richtig fürs Kind hielt, auch wenn es sicher andere Meinungen und Methoden gegeben hätte. Aber ich bin ehrlich traurig über die Situation und ich danke Euch für Euren Rat und entschuldigt, dass es so lang geworden ist.