Große Stillprobleme bei 4 Monate alten Baby
Verfasst: 14.03.2018, 21:56
Hallo!
Ich poste jetzt hier erneut, nachdem ich schon mit meiner Tochter damals sehr gute Hilfe hier bekommen habe, mit einem ähnlichen, aber doch ganz anderem Problem wie jetzt.
Mein Sohn ist jetzt 4,5 Monate und hatte bis vor kurzem absolut keine Stillprobleme. Er kam bei 40+7 bei einer Spontangeburt auf die Welt und hatte gute 3900g Geburtsgewicht. Leider musste er sofort nach der Geburt wegen Fruchtwasser in der Lunge/Anpassungstörungen in die Kinderklinik, wo er 2 Tage im Inkubator versorgt wurde. Dort wurde ihm auch ein erstes Fläschchen gegeben, ohne dass ich davon wusste (war noch im Geburtstkrankenhaus und kam dann nach). Das Stillen war mir aber sehr wichtig und nach 2 Tagen kam dann auch der Milcheinschuss, der Kleine trank und nahm zu, alles gut.
Er hat sehr gut zugenommen bis zur U4, da war er ein bisschen über 3 Monate alt, es waren 6950g. Bis dahin hatten wir keine Stillprobleme. Wir hatten einen Rhythmus von 2-2,5 Stunden im Durchschnitt, ich habe aber nach Bedarf gestillt. Er hatte auch ganz normalen Stuhlgang, nur wenig Blähungen, hat oft gespuckt, aber es ging.
Jetzt, ca. 5 Wochen später bin ich total am Verzweifeln. Seit ca. 2 Wochen (oder auch länger, ich blick da nicht mehr durch) hat sich etwas verändert. Erst hatte der Kleine plötzlich ganz viele Blähungen und dann fast 2 Wochen keinen Stuhlgang mehr. Das mit dem Stuhlgang hat sich mittlerweile reguliert, wir sind jetzt bei 3-4 Tagen Abständen, die Blähungen hat er irgendwie immer noch. In meiner Ernährung habe ich eigentlich nichts verändert, höchstens mal ein Glas Milch öfter getrunken, weswegen ich jetzt überlege, ob er eine Milcheiweißallergie haben könnte. Blut hat er noch nie im Stuhl gehabt. Ich hab auch schon mal mehrere Tage die Milch weggelassen, dann aber gelesen, dass Milcheiweiß ja in allen möglichen Dingen drin ist und da müsste ich mich erst reinlesen, bzw wollte ich da erst mit der Kinderärztin drüber sprechen. Vielleicht kann man ja auch anders feststellen, ob er gegen Milchewieß oder etwas anderes allergisch ist?
Aber jetzt zum Stillproblem: irgendwie trinkt er nicht mehr richtig. Ich sehe seit einiger Zeit, dass er sehr hungrig ist, er steckt sich die Faust in den Mund, er sucht mit dem Mund die Brust, sobald man ihn anfasst, er ist zappelig und weint viel. Er ist ein Tragling und bisher konnten wir ihn immer in der Trage beruhigen, mittlerweile bringt das auch oft nichts mehr, er schreit sich die Seele aus dem Leib und ich weiß jetzt, es ist aus Hunger. Ich setze ihn immer wieder an, wechsele auch immer wieder die Seite, aber er dockt jedes Mal an, saugt kurz und lässt frustriert los. Ganz selten klappt es momentan, dass er tatsächlich länger trinkt. Aber dass er mal ruhig und lange trinkt und dann irgendwann die Brust zufrieden loslässt - das passiert nur nachts. Und das ist momentan so meine Theorie: dass er zum Trinken Ruhe und Dunkelheit braucht. Leider kann ich ihm das tagsüber nicht bieten. Ich habe hier noch eine fast 2-Jährige zuhause, die erst ab August in den Kindergarten geht und sehr laut und lebhaft durch die Wohnung springt. Zudem hängt sie sehr an mir, ich kann mich niemals mal kurz in ein Zimmer zurückziehen zum Stillen, sie würde sofort vor der Tür stehen und protestieren. Wenn sie beim Stillen dabei ist (das ist der Regelfall), dann ist sie nunmal laut. Egal ob ich ruhig vorlese, sie kommentiert dann eben immer wieder - und der Kleine ist total abgelenkt und kann dann nicht ruhig trinken.
Ich bin hier vorhin total in Panik geraten, dass ich mein Baby hungern lasse, weil er so verzweifelt vor Hunger geschrien hat und die Brust einfach nicht annehmen wollte, da hab ich meinen Mann losgeschickt, um Pre-Nahrung zu holen. Nur für jetzt für den Notfall, langfristig wollte ich mir was anderes überlegen. Er hat die Flasche aber nicht genommen (Schnuller nimmt er aber). Nach langem Schreien und Tragen hat er dann doch für 3 Minuten an der einen Brust getrunken und ist dann eingeschlafen. Ich bin fix und fertig. Ich will so gerne weiterstillen. Er ist sehr sensibel, er muss immer getragen und dann gepuckt werden, alleine liegen will er nicht, schlafen tut er nur im Kinderwagen, Autositz oder in der Trage oder bei mir. Dazu kommt, dass er anscheinend auf einem Ohr schwerhörig ist und bald ein Hörgerät bekommen muss, das haben wir letzte Woche erfahren.
Was die Milch angeht: ich weiß, dass da noch welche ist. Ich glaube allerdings, dass es schon stark abgenommen hat, das ist ja so um den 4. Monat rum. Dazu kommt, dass er seit Geburt immer nur pro Mahlzeit eine Brust genommen hat, was natürlich für die Milchproduktion auch nicht so förderlich ist. Vorhin, als ich ihn wieder mal erfolglos zu stillen versucht habe, hat er die Brustwarze losgelassen und ich konnte den Milchstrahl sehen, der rauskam. Es ist also was da, wenn auch nicht mehr so viel (?). Außerdem spuckt er unglaublich viel momentan. Er kotzt so bestimmt 10-20 Mal am Tag, meistens nur kleine Mengen, aber es ist schon irgendwie auffällig und zeigt mir auch nochmal, dass ich ja schon irgendwo eine gewisse Menge Milch habe.
Mit meiner Tochter hatte ich zum gleichen Zeitpunkt das gleiche Problem. Zur U4 stellte die Ärztin fest, dass sie kaum Gewicht zugenommen hatte und sagte ich solle mit der Flasche zufüttern, ich hätte nicht mehr genug Milch. Ich hab mich dann 3 Tage mit der Kleinen auf das Sofa gesetzt und danach hatte ich wieder genug Milch. Ich hab die Stillfrequenz danach erhöht und meine Tochter hat wieder zugenommen. Diese Maßnahme kann ich jetzt bei meinem Sohn aber nicht anwenden. Denn im Gegensatz zu meiner Tochter damals nimmt er die Brust nicht einfach so, wenn sie ihm angeboten wird. Und selbst wenn er eindeutig Hunger hat, spuckt er die Brust ja immer wieder aus. Ich glaube ja auch, dass er jetzt viel mehr von der Umgebung mitbekommt und dass ihm beim Trinken stört, aber ich kann nunmal meine Tochter nicht weggeben deswegen. Wie soll ich permanent diese Ruhe herstellen? Will er die Brust vielleicht nicht wegen was anderem? Ich hab auch schon an einen Gang zum Ostheopathen gedacht, aber ist er dafür nicht eigentlich schon zu alt?
Man sieht, ich bin überfordert und hab viele Fragen. Ich hoffe, das kam jetzt nicht zu verworren rüber. Ich wäre dankbar für Anregungen und Tipps, vielleicht sieht ja jemand etwas, auf dass ich nicht gekommen bin. Als erste Maßnahme hab ich die Babywaage aus dem Keller geholt, damit ich ihn jetzt jeden Tag zur gleichen Zeit wiegen kann, um zu sehen, wie er zunimmt. Das Problem ist nur, dass er schon so groß ist und zappelig, dass das Ergebnis immer etwas schwankt .... Zudem dachte ich auch daran, mir eine Milchpumpe zu besorgen, um die Milchproduktion wieder anzuregen, damit die Milch leichter fließt. Vielleicht ist es ihm nur zu anstrengend, weil er so stark saugen muss und lässt deswegen so frustriert die Brust los....Ach, ich weiß es nicht
Hier die wenigen Gewichtsdaten von ihm:
27.10.2017 3900g Geburtsgewicht
29.10.2017 3665g Entlassungsgewicht Krankenhaus U2
27.11.2017 5210g U3 Kinderarzt
07.02.2018 6950g U4 Kinderarzt
13.03.2018 7550g eigene Waage Zuhause
Ich bin dankbar für jede Hilfe!
Ich poste jetzt hier erneut, nachdem ich schon mit meiner Tochter damals sehr gute Hilfe hier bekommen habe, mit einem ähnlichen, aber doch ganz anderem Problem wie jetzt.
Mein Sohn ist jetzt 4,5 Monate und hatte bis vor kurzem absolut keine Stillprobleme. Er kam bei 40+7 bei einer Spontangeburt auf die Welt und hatte gute 3900g Geburtsgewicht. Leider musste er sofort nach der Geburt wegen Fruchtwasser in der Lunge/Anpassungstörungen in die Kinderklinik, wo er 2 Tage im Inkubator versorgt wurde. Dort wurde ihm auch ein erstes Fläschchen gegeben, ohne dass ich davon wusste (war noch im Geburtstkrankenhaus und kam dann nach). Das Stillen war mir aber sehr wichtig und nach 2 Tagen kam dann auch der Milcheinschuss, der Kleine trank und nahm zu, alles gut.
Er hat sehr gut zugenommen bis zur U4, da war er ein bisschen über 3 Monate alt, es waren 6950g. Bis dahin hatten wir keine Stillprobleme. Wir hatten einen Rhythmus von 2-2,5 Stunden im Durchschnitt, ich habe aber nach Bedarf gestillt. Er hatte auch ganz normalen Stuhlgang, nur wenig Blähungen, hat oft gespuckt, aber es ging.
Jetzt, ca. 5 Wochen später bin ich total am Verzweifeln. Seit ca. 2 Wochen (oder auch länger, ich blick da nicht mehr durch) hat sich etwas verändert. Erst hatte der Kleine plötzlich ganz viele Blähungen und dann fast 2 Wochen keinen Stuhlgang mehr. Das mit dem Stuhlgang hat sich mittlerweile reguliert, wir sind jetzt bei 3-4 Tagen Abständen, die Blähungen hat er irgendwie immer noch. In meiner Ernährung habe ich eigentlich nichts verändert, höchstens mal ein Glas Milch öfter getrunken, weswegen ich jetzt überlege, ob er eine Milcheiweißallergie haben könnte. Blut hat er noch nie im Stuhl gehabt. Ich hab auch schon mal mehrere Tage die Milch weggelassen, dann aber gelesen, dass Milcheiweiß ja in allen möglichen Dingen drin ist und da müsste ich mich erst reinlesen, bzw wollte ich da erst mit der Kinderärztin drüber sprechen. Vielleicht kann man ja auch anders feststellen, ob er gegen Milchewieß oder etwas anderes allergisch ist?
Aber jetzt zum Stillproblem: irgendwie trinkt er nicht mehr richtig. Ich sehe seit einiger Zeit, dass er sehr hungrig ist, er steckt sich die Faust in den Mund, er sucht mit dem Mund die Brust, sobald man ihn anfasst, er ist zappelig und weint viel. Er ist ein Tragling und bisher konnten wir ihn immer in der Trage beruhigen, mittlerweile bringt das auch oft nichts mehr, er schreit sich die Seele aus dem Leib und ich weiß jetzt, es ist aus Hunger. Ich setze ihn immer wieder an, wechsele auch immer wieder die Seite, aber er dockt jedes Mal an, saugt kurz und lässt frustriert los. Ganz selten klappt es momentan, dass er tatsächlich länger trinkt. Aber dass er mal ruhig und lange trinkt und dann irgendwann die Brust zufrieden loslässt - das passiert nur nachts. Und das ist momentan so meine Theorie: dass er zum Trinken Ruhe und Dunkelheit braucht. Leider kann ich ihm das tagsüber nicht bieten. Ich habe hier noch eine fast 2-Jährige zuhause, die erst ab August in den Kindergarten geht und sehr laut und lebhaft durch die Wohnung springt. Zudem hängt sie sehr an mir, ich kann mich niemals mal kurz in ein Zimmer zurückziehen zum Stillen, sie würde sofort vor der Tür stehen und protestieren. Wenn sie beim Stillen dabei ist (das ist der Regelfall), dann ist sie nunmal laut. Egal ob ich ruhig vorlese, sie kommentiert dann eben immer wieder - und der Kleine ist total abgelenkt und kann dann nicht ruhig trinken.
Ich bin hier vorhin total in Panik geraten, dass ich mein Baby hungern lasse, weil er so verzweifelt vor Hunger geschrien hat und die Brust einfach nicht annehmen wollte, da hab ich meinen Mann losgeschickt, um Pre-Nahrung zu holen. Nur für jetzt für den Notfall, langfristig wollte ich mir was anderes überlegen. Er hat die Flasche aber nicht genommen (Schnuller nimmt er aber). Nach langem Schreien und Tragen hat er dann doch für 3 Minuten an der einen Brust getrunken und ist dann eingeschlafen. Ich bin fix und fertig. Ich will so gerne weiterstillen. Er ist sehr sensibel, er muss immer getragen und dann gepuckt werden, alleine liegen will er nicht, schlafen tut er nur im Kinderwagen, Autositz oder in der Trage oder bei mir. Dazu kommt, dass er anscheinend auf einem Ohr schwerhörig ist und bald ein Hörgerät bekommen muss, das haben wir letzte Woche erfahren.
Was die Milch angeht: ich weiß, dass da noch welche ist. Ich glaube allerdings, dass es schon stark abgenommen hat, das ist ja so um den 4. Monat rum. Dazu kommt, dass er seit Geburt immer nur pro Mahlzeit eine Brust genommen hat, was natürlich für die Milchproduktion auch nicht so förderlich ist. Vorhin, als ich ihn wieder mal erfolglos zu stillen versucht habe, hat er die Brustwarze losgelassen und ich konnte den Milchstrahl sehen, der rauskam. Es ist also was da, wenn auch nicht mehr so viel (?). Außerdem spuckt er unglaublich viel momentan. Er kotzt so bestimmt 10-20 Mal am Tag, meistens nur kleine Mengen, aber es ist schon irgendwie auffällig und zeigt mir auch nochmal, dass ich ja schon irgendwo eine gewisse Menge Milch habe.
Mit meiner Tochter hatte ich zum gleichen Zeitpunkt das gleiche Problem. Zur U4 stellte die Ärztin fest, dass sie kaum Gewicht zugenommen hatte und sagte ich solle mit der Flasche zufüttern, ich hätte nicht mehr genug Milch. Ich hab mich dann 3 Tage mit der Kleinen auf das Sofa gesetzt und danach hatte ich wieder genug Milch. Ich hab die Stillfrequenz danach erhöht und meine Tochter hat wieder zugenommen. Diese Maßnahme kann ich jetzt bei meinem Sohn aber nicht anwenden. Denn im Gegensatz zu meiner Tochter damals nimmt er die Brust nicht einfach so, wenn sie ihm angeboten wird. Und selbst wenn er eindeutig Hunger hat, spuckt er die Brust ja immer wieder aus. Ich glaube ja auch, dass er jetzt viel mehr von der Umgebung mitbekommt und dass ihm beim Trinken stört, aber ich kann nunmal meine Tochter nicht weggeben deswegen. Wie soll ich permanent diese Ruhe herstellen? Will er die Brust vielleicht nicht wegen was anderem? Ich hab auch schon an einen Gang zum Ostheopathen gedacht, aber ist er dafür nicht eigentlich schon zu alt?
Man sieht, ich bin überfordert und hab viele Fragen. Ich hoffe, das kam jetzt nicht zu verworren rüber. Ich wäre dankbar für Anregungen und Tipps, vielleicht sieht ja jemand etwas, auf dass ich nicht gekommen bin. Als erste Maßnahme hab ich die Babywaage aus dem Keller geholt, damit ich ihn jetzt jeden Tag zur gleichen Zeit wiegen kann, um zu sehen, wie er zunimmt. Das Problem ist nur, dass er schon so groß ist und zappelig, dass das Ergebnis immer etwas schwankt .... Zudem dachte ich auch daran, mir eine Milchpumpe zu besorgen, um die Milchproduktion wieder anzuregen, damit die Milch leichter fließt. Vielleicht ist es ihm nur zu anstrengend, weil er so stark saugen muss und lässt deswegen so frustriert die Brust los....Ach, ich weiß es nicht
Hier die wenigen Gewichtsdaten von ihm:
27.10.2017 3900g Geburtsgewicht
29.10.2017 3665g Entlassungsgewicht Krankenhaus U2
27.11.2017 5210g U3 Kinderarzt
07.02.2018 6950g U4 Kinderarzt
13.03.2018 7550g eigene Waage Zuhause
Ich bin dankbar für jede Hilfe!