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Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:28
von newmanekineko
Mein Mann und ich haben Krach:
unsere Tochter (26 Monate) will regelmäßig nicht das gemeinsame Abendessen essen. Ich biete ihr dann eine Banane oder Joghurt an, was sie meist annimmt. Heute wollte sie Müsli. Mein Mann findet, sie muss lernen, dass es eben nichts anderes gibt. Bzw. dass sie wohl keinen Hunger hat, sondern nur Appetit.
Ich sehe das irgendwie anders.

Wie macht ihr das?

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:31
von Helenchen
Ein Stück Obst biete ich auch an. Müsli gäbe es wohl nicht. Kann ich aber ehrlich gesagt nicht mal begründen wo der unterschied für michi ist.
Prinzipiell entscheide ich was auf den Tisch kommt - und die Kinder entscheiden was davon und wie viel sie essen. Bei der grad 3jährigen heißt das aktuell: Kartoffeln pur, Nudeln pur , Reis pur....

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:34
von pqr
Wie Du, sprich es gibt eine gesunde Alternative als Angebot, die aber keine Arbeit macht. Also nicht extra gekocht, sondern eher Müsli, Obst, Butterbrot, Naturjoghurt.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:35
von Lösche Benutzer 24617
Wir machen das eigentlich so wie du.
Warum behauptet dein Mann daß "rrs nichts anderes gibt", wo ihr doch schon anderes da habt? ;)
"Gibt nichts anderes" gaukelt mMn nur Notzeiten vor, die es gar nicht gibt. So kann ein Kind schichten bedarfsgerecht ernähren. Was wenn es heute keine Nudeln braucht, dafür aber ne halbe Gurke und ein Ei?
Ich finde bei jns aber wichtig daß meine Kinder an unserem Essen schnuppern, es nicht im Vornherein grundsätzlich ablehnen. Dann sind Alternativen ok.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:37
von Lösche Benutzer 24617
Ups. Autokorrektur mal wieder...
Ich meine daß sich ein Kind nicht nach Bedarf ernähren kann wenn alle das selbe essen müssen.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:41
von Alanna
Bei uns bekommt jeder die Möglichkeit einer Alternative. Wer das gekochte essen nicht mag kann sich ein Brot machen. Wer das Abendbrot nicht mag kann Obst haben.
Was es nicht gibt sind süße/„ungesunde“ Alternativen und ich habe nur ein Gericht gekocht.

Ich habe manchmal auch keinen Bock auf Vesper oder wascauch immer. Dann esse ich etwas anderes, ich bin erwachsen und es kann mir keiner verbieten. Warum sollte ein Kind dieses Recht nicht haben? Mein Sohn hat sich (gefühlt) monatelang nur von Haferflocken mit Naturjoghurt und Äpfeln ernährt. Ging auch... und vorallem ging es vorbei... ich finde Druck beim Essen IMMER furchtbar.

Was würde dein Mann machen wenn es jeden Abend Leberwurstbrot geben würde? Klaglos essen? Weil - gegessen wird ja was auf den Tisch kommt? Vermutlich nicht!?!

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:42
von meme2017
Darf sie den mitentscheiden, was es gibt? Wird es gemeinsam besprochen? Ist sie beteiligt irgendwie?
Manchmal geht es ja auch gar nicht soo ums Essen, sondern eher um Selbstbestimmung.

Was macht Dein Mann, wenn er das Essen nicht mag?
;)

Isst er dann auch gar gar nichts anderes?

Ich war als Kind krüsch und bin heilfroh, dass meine Eltern da entspannt waren und es (angemessene) Alternativen gab.

LG,

Meme

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:43
von meme2017
Zeitgleich mit Alana geschrieben... :)

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:44
von Lösche Benutzer 24617
Voll OT, das Wort krüsch hab ich ja schon ewig nicht mehr gehört.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 06.03.2018, 21:58
von Helenchen
sens hat geschrieben: 06.03.2018, 21:44 Voll OT, das Wort krüsch hab ich ja schon ewig nicht mehr gehört.
Hab ich grad auch gedacht 😃

In der Familie meines Mannes gibt es 5 kinder die alle sehr "eigen" sind. Die Mama versucht heute nocu es allen recht zu machen und steht oft den ganzen tag in der Küche und kocht x verschiedene Sachen. Und dann steht die jüngste Tochter auf und schmiert sich ein Brot. Ich finde das traurig und so wenig die viele mühe wertschätzend.

So weit denkt ein 26 Monate altes Kind natürlich noch nicht.
Ich habe mir geschworen meine Kinder nie zum essen zu zwingen. Wer satt ist hört auf und wer was nicht mag lässt es weg. Aber bei 5 Personen habe ich wenig Lust für jeden einzelnen noch ein extra Abendbrot zu machen ( und hier wäre das ein selbstläufer, Kind 1 will was anderes, Kind 2 mag dann auch nicht mehr, Kind 3 würde irgendwann folgen...)
Da aber zu jeder Mahlzeit Obst oder Gemüse auf dem Tisch steht gibt es da eigentlich auch immer genug Auswahlmöglichkeiten.
Meine Mädels kochen unglaublich gerne mit und äußern natürlich auch wünsche . Und essen dann im Anschluss auch gerne. Könnt ihr zusammen Gerichte aussuchen und evtl gemeinsam zubereiten?