Stillen und Fremdbetreuung
Verfasst: 05.01.2018, 11:19
Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe, mein Anliegen passt in das Unterforum, obwohl das Stillen an sich voll okay ist gerade. Es macht trotzdem Probleme: Die Krippen-Erzieherinnen haben den Eindruck, dass O. gerade die ganze Zeit unzufrieden ist und stillen will. Und ich bräuchte von Euch Input, wie Ihr mit ähnlichen Situationen umgeht.
Hier die Langverison:
O. ist anderthalb und seine Krippen-Eingewöhnung (Berliner Modell) begann im Dezember. Drei Wochen lang lief alles ziemlich super, nur viel zu Mittag gegessen hat er nicht. Er ist neugierig in den Gruppenraum gelaufen, war quasi nie unzufrieden, hat die Trennung ohne zu leiden mitgemacht - sowohl beim Verabschieden als auch die Stunden in der Krippe. Das Maximum an Zeit waren 8:30 bis 14:30. Jetzt waren 11 Tage Pause über Weihnachten. Die Erzieherin meinte beim Abschied, die Eingewöhnung sei jetzt eigentlich geschafft, alles paletti, tolle Bindung.
Seit Dienstag ist jetzt wieder Krippe, aber O. ist fast dauerunzufrieden. Heute waren mein Mann und ich deswegen eingeladen zu einem Gespräch: O. verlangt dauernd "Mama", "Papa", "nin" (=Stillen). Die Erzieherinnen meinten, er bräuchte in dem Alter ganz viel Sicherheit, Struktur, Kontinuität. Wenn ich tagsüber abstillen würde, wäre es leichter für sie, ihn zu beruhigen. Weil er dann nicht umschalten müsste von Tagen mit mir zu Tagen ohne mich.
Zum Stillen: Vor Weihnachten haben wir abends-morgens häufig gestillt und meist tagsüber nur einmal nach dem Mittagsschlaf. Seit Beginn der Weihnachtsferien will er aber wieder viiiieeel häufiger, manchmal quasi direkt nach dem Aufhören schon wieder. Ich erfülle ihm meistens den Wunsch, wenn wir nicht gerade im Supermarkt oä sind oder ich ganz entnervt bin. Nachts braucht er das Stillen viel seltener, wenn mein Mann bei ihm schlaft, so dass ich meistens mit meinem Mann mitten in der Nacht abwechsele, um auch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen.
Ich will wenn es irgendwie geht, auch weiter tagsüber stillen, wenn wir zusammen sind (Wochenende o.ä.). Aber ich brauche auch gerade sehr die Zeit ohne O. tagsüber, um Papierkram zu erledigen, irgendwann vielleicht mein Schlafdefizit aufzuholen oder sogar mal Freizeit zu haben. Ich bewerbe mich auf Jobs, aber bin nicht böse, wenn das noch ein bisschen dauert. Da besteht also kein Zeitdruck. Mal erst sind wir im Gespräch nun so verblieben, dass O. nächste Woche mal erst nur vormittags in die Krippe geht, und nachmittags bei uns zu Hause ist. Und sich dann die Zeiten hoffentlich auch von ihm aus wieder ausdehnen können. Ich bräuchte jetzt aber bitte von Euch die Rückversicherung, dass weiter Stillen tagsüber richtig ist und nicht mein Kind verwirrt/verunsichert oder ihm zu viel Umstellung abverlangt. Bei den Großeltern oder meinem Mann verlangt er auch nicht nach Stillen, und vor Weihnachten in der Krippe auch nicht. Mein Gefühl ist: Ich will ihm und mir das nicht wegnehmen, weil Stillen uns beiden noch ganz wichtig ist. Und "nur" zu festen Zeiten stillen... naja... ich verwehre O. ungerne Wünsche, die ich ihm genauso gut erfüllen kann, wenn es ihm nicht schadet. Tagsüber ganz abstillen wäre meiner Meinung nach das Dümmste, weil das ja noch eine Verunsicherung, ein Wechsel mehr auf einmal wäre.
Viele Grüße,
Katharina
ich hoffe, mein Anliegen passt in das Unterforum, obwohl das Stillen an sich voll okay ist gerade. Es macht trotzdem Probleme: Die Krippen-Erzieherinnen haben den Eindruck, dass O. gerade die ganze Zeit unzufrieden ist und stillen will. Und ich bräuchte von Euch Input, wie Ihr mit ähnlichen Situationen umgeht.
Hier die Langverison:
O. ist anderthalb und seine Krippen-Eingewöhnung (Berliner Modell) begann im Dezember. Drei Wochen lang lief alles ziemlich super, nur viel zu Mittag gegessen hat er nicht. Er ist neugierig in den Gruppenraum gelaufen, war quasi nie unzufrieden, hat die Trennung ohne zu leiden mitgemacht - sowohl beim Verabschieden als auch die Stunden in der Krippe. Das Maximum an Zeit waren 8:30 bis 14:30. Jetzt waren 11 Tage Pause über Weihnachten. Die Erzieherin meinte beim Abschied, die Eingewöhnung sei jetzt eigentlich geschafft, alles paletti, tolle Bindung.
Seit Dienstag ist jetzt wieder Krippe, aber O. ist fast dauerunzufrieden. Heute waren mein Mann und ich deswegen eingeladen zu einem Gespräch: O. verlangt dauernd "Mama", "Papa", "nin" (=Stillen). Die Erzieherinnen meinten, er bräuchte in dem Alter ganz viel Sicherheit, Struktur, Kontinuität. Wenn ich tagsüber abstillen würde, wäre es leichter für sie, ihn zu beruhigen. Weil er dann nicht umschalten müsste von Tagen mit mir zu Tagen ohne mich.
Zum Stillen: Vor Weihnachten haben wir abends-morgens häufig gestillt und meist tagsüber nur einmal nach dem Mittagsschlaf. Seit Beginn der Weihnachtsferien will er aber wieder viiiieeel häufiger, manchmal quasi direkt nach dem Aufhören schon wieder. Ich erfülle ihm meistens den Wunsch, wenn wir nicht gerade im Supermarkt oä sind oder ich ganz entnervt bin. Nachts braucht er das Stillen viel seltener, wenn mein Mann bei ihm schlaft, so dass ich meistens mit meinem Mann mitten in der Nacht abwechsele, um auch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen.
Ich will wenn es irgendwie geht, auch weiter tagsüber stillen, wenn wir zusammen sind (Wochenende o.ä.). Aber ich brauche auch gerade sehr die Zeit ohne O. tagsüber, um Papierkram zu erledigen, irgendwann vielleicht mein Schlafdefizit aufzuholen oder sogar mal Freizeit zu haben. Ich bewerbe mich auf Jobs, aber bin nicht böse, wenn das noch ein bisschen dauert. Da besteht also kein Zeitdruck. Mal erst sind wir im Gespräch nun so verblieben, dass O. nächste Woche mal erst nur vormittags in die Krippe geht, und nachmittags bei uns zu Hause ist. Und sich dann die Zeiten hoffentlich auch von ihm aus wieder ausdehnen können. Ich bräuchte jetzt aber bitte von Euch die Rückversicherung, dass weiter Stillen tagsüber richtig ist und nicht mein Kind verwirrt/verunsichert oder ihm zu viel Umstellung abverlangt. Bei den Großeltern oder meinem Mann verlangt er auch nicht nach Stillen, und vor Weihnachten in der Krippe auch nicht. Mein Gefühl ist: Ich will ihm und mir das nicht wegnehmen, weil Stillen uns beiden noch ganz wichtig ist. Und "nur" zu festen Zeiten stillen... naja... ich verwehre O. ungerne Wünsche, die ich ihm genauso gut erfüllen kann, wenn es ihm nicht schadet. Tagsüber ganz abstillen wäre meiner Meinung nach das Dümmste, weil das ja noch eine Verunsicherung, ein Wechsel mehr auf einmal wäre.
Viele Grüße,
Katharina