Brustverweigerung mit 5 Monaten
Verfasst: 18.07.2017, 17:05
Hallo,
ich hab mich jetzt schon durch die Linksammlung Stillen durchgeklickt und einiges Neues gelernt, für mein akutes Problem hab ich allerdings keine Lösung gefunden.
Mein Sohn ist 5 1/2 Monate alt und hat Ende letzter Woche eine Brust komplett verweigert. Entweder schon direkt beim Versuch anzudocken oder spätestens nach 5 min trinken. Ich habe daraufhin zum einen einen Termin bei einer Osteopathin ausgemacht, zum anderen habe ich versucht möglichst häufig anzulegen, falls das Problem zu wenig Milch sein sollte. Außerdem habe ich auch immer mal wieder meine Stillhütchen weggelassen (ich stille seit etwa 1 Monat nach der Geburt ausschließlich mit Hütchen, mehr dazu weiter unten). Tatsächlich hat er ohne Hütchen meist nochmal ein Bisschen länger getrunken, dann aber auch meistens schreiend wieder verweigert. Er hat am nächsten Tag dann aber völlig diffus immer mal wieder mal die eine, mal die andere Brust angeschrieen, das Trinken verweigert und Theater gemacht. Mit viel Geduld hab ich versucht ihn bei jedem Stillen einigermaßen satt zu bekommen und er war zwischen den Stillzeiten auch zufrieden wie immer. Wenn ich ihn schläfrig angelegt habe, hat er ohne Probleme getrunken wie sonst auch (mit Stillhütchen). Gestern waren wir bei der Osteopathin, die tatsächlich auch eine Blockade festgestellt und behandelt hat. Seit dem Termin funktioniert das Stillen wieder, allerdings nur ohne Stillhütchen. Sobald ich die Hütchen drauf mache, weigert er sich zu trinken. Ich weiß, dass ich mich eigentlich freuen sollte (vor allem wenn ich hier überall lese, dass Hütchen nicht so toll sind), aber ich hab mit den Hütchen wegen schmerzender Brustwarzen begonnen und seit ich ohne Hütchen stille schmerzen meine Brustwarzen von Mahlzeit zu Mahlzeit immer mehr. Ich hab inzwischen regelrecht Angst davor ihn anzulegen (genauso wie in den ersten Wochen nach der Geburt) und muss die Zähne zusammenbeißen, weil es so weh tut. Ich würde echt gerne lange Stillen und auch mit der Beikost noch etwas warten (er zeigt noch keinerlei Interesse an Essen), aber wenn das mit dem Schmerz so weitergeht, weiß ich nicht, wie lange ich noch durchhalte. Mein Sohn ist außerdem auch oft sehr unruhig an der Brust und zieht mit seinem Mund die Brustwarze lang. Das verstärkt den Schmerz noch zusätzlich. Ich versuche ihn so gut es geht korrekt anzudocken und danach zu schauen, dass er die Brustwarze möglichst tief in den Mund nimmt, bin aber manchmal auch einfach nur froh, wenn er überhaupt an der Brust bleibt ohne seinen Kopf zurückzuwerfen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Mein Sohn hat mit 2 Monaten das erste mal abgepumpte Muttermilch von meinem Mann mit dem Fläschchen bekommen, weil ich wieder angefangen habe zu studieren. In der Regel waren dass 3 Mahlzeiten pro Woche bis zum Ende des Semesters vor 2 Wochen. Am Anfang haben wir ein normales Fläschchen dafür verwendet, zwischendurch Medela Calma (bis er das vor etwa 3-4 Wochen verweigert hat), dann wieder mit einem normalen Fläschchen. Das hat problemlos funktioniert, auch Stillen vorher und nachher waren kein Problem.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir haben von Anfang an nach Bedarf gestillt, er hatte aber recht bald bis heute einen ziemlich regelmäßigen Rhythmus mit tagsüber ca. alle 3h Stillen. Nachts hat er in der ersten Zeit 2 Stillpausen gebraucht, dann nach 1-2 Monaten nur noch eine und seit er 4 Monate alt ist hat er durchgeschlafen. Seit der Brustverweigerung und den oben genannten Problemen, kommt er Nachts wieder 1-2 Mal an die Brust. Bis zur Brustverweigerung letzte Woche hat eine Stillmahlzeit für gewöhnlich 35-50min gebraucht. Ich hab ihn (auf anraten meiner Hebamme) in der Regel nach 20-25min an einer Brust abgenommen und an die andere Brust angelegt. Dort auch 20-25min. Meistens hat er mir nicht signalisiert, ob er fertig ist, war aber mit dieser Routine auch immer für 2-3 Std satt und zufrieden. Ich hatte vor ein paar Wochen die Vermutung, dass er immer noch so lange trinkt, weil er mit den Hütchen nicht so viel Milch raus bekommt. Und tatsächlich ist es so, dass seine Stillmahlzeiten in den letzten Tagen ohne Hütchen deutlich kürzer sind (10-15min) und er trotzdem 2-3 Std satt ist. Wenn nur die Schmerzen nicht wären...
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Er hat eigentlich mindestens genau so viele nasse Windeln wie Stillmahlzeiten (wir wickeln meistens nach dem Stillen), Stuhlgang 1-2 Mal am Tag, ab und zu auch mal nur alle 2 Tage.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das Stillen hat eigentlich von Anfang an gut geklappt, der Milcheinschuss kam 2 Tage nach der Geburt. Allerdings habe ich nach ein paar Tagen sehr schmerzhafte Brustwarzen bekommen. Meine Hebamme hat zusammen mit mir wirklich viel versucht, damit der Schmerz weniger wird. Ich habe glaube ich 3-4 Wochen alles mögliche probiert (Brustwarzensalbe, Schwarztee drauf, Heilsalbe, Luft an die Brustwarzen kommen lassen...) bis dann die Hebamme vorgeschlagen hat, lieber mit Stillhütchen zu stillen als garnicht. Mit Stillhütchen haben die Schmerzen dann auch schnell nachgelassen und ich konnte problemlos stillen. Mein Sohn hat die Hütchen auch ohne Protest angenommen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller seit etwa 2-3 Wochen nach der Geburt (von der Hebamme empfohlen, weil er so ein starkes Saugbedürfnis hat, sie hat aber auch gemeint, wir sollten mindestens 14 Tage abwarten, damit es nicht zu einer Saugverwirrung kommt), Hütchen seit etwa 3-4 Wochen nach der Geburt, Flasche ab und zu seit etwa 2 Monaten nach der Geburt (s.o.)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren im 2. Lebensmonat 2 Mal bei einer Osteopathin, weil er sich gerne durchgedrückt hat, das Tragetuch/Tragehilfe verweigert hat (er konnte einfach keinen Druck auf den Hinterkopf haben) und generell den Eindruck machte, dass er im Halswirbelsäulenbereich eine Blockade hat. Die Ostepathin hat diese Vermutung bestätigt und nach den 2 Behandlungen war es deutlich besser. Seit er etwa 3 Monate alt ist, geht auch das Tragen mit Tuch und Tragehilfe endlich ohne Protest.
Bei unserem Besuch bei der Ostepathin diese Woche hat sie im Kieferbereich eine Blockade auf der einen Seite ausgemacht und diese behandelt.
Hebammenbetreuung hatten wir die ersten 8 Wochen im Wochenbett und jetzt auch immer noch die Möglichkeit uns telefonisch zu melden. Allerdings habe ich nicht 100% Vertrauen in meine Hebamme, weil sie mir auch schon Sachen empfohlen hat, die sich im Nachhinein als nicht so toll erwiesen haben...
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nichts von alledem
Ich bin etwas verzweifelt und dankbar für jeden Ratschlag...
LG, Annie
ich hab mich jetzt schon durch die Linksammlung Stillen durchgeklickt und einiges Neues gelernt, für mein akutes Problem hab ich allerdings keine Lösung gefunden.
Mein Sohn ist 5 1/2 Monate alt und hat Ende letzter Woche eine Brust komplett verweigert. Entweder schon direkt beim Versuch anzudocken oder spätestens nach 5 min trinken. Ich habe daraufhin zum einen einen Termin bei einer Osteopathin ausgemacht, zum anderen habe ich versucht möglichst häufig anzulegen, falls das Problem zu wenig Milch sein sollte. Außerdem habe ich auch immer mal wieder meine Stillhütchen weggelassen (ich stille seit etwa 1 Monat nach der Geburt ausschließlich mit Hütchen, mehr dazu weiter unten). Tatsächlich hat er ohne Hütchen meist nochmal ein Bisschen länger getrunken, dann aber auch meistens schreiend wieder verweigert. Er hat am nächsten Tag dann aber völlig diffus immer mal wieder mal die eine, mal die andere Brust angeschrieen, das Trinken verweigert und Theater gemacht. Mit viel Geduld hab ich versucht ihn bei jedem Stillen einigermaßen satt zu bekommen und er war zwischen den Stillzeiten auch zufrieden wie immer. Wenn ich ihn schläfrig angelegt habe, hat er ohne Probleme getrunken wie sonst auch (mit Stillhütchen). Gestern waren wir bei der Osteopathin, die tatsächlich auch eine Blockade festgestellt und behandelt hat. Seit dem Termin funktioniert das Stillen wieder, allerdings nur ohne Stillhütchen. Sobald ich die Hütchen drauf mache, weigert er sich zu trinken. Ich weiß, dass ich mich eigentlich freuen sollte (vor allem wenn ich hier überall lese, dass Hütchen nicht so toll sind), aber ich hab mit den Hütchen wegen schmerzender Brustwarzen begonnen und seit ich ohne Hütchen stille schmerzen meine Brustwarzen von Mahlzeit zu Mahlzeit immer mehr. Ich hab inzwischen regelrecht Angst davor ihn anzulegen (genauso wie in den ersten Wochen nach der Geburt) und muss die Zähne zusammenbeißen, weil es so weh tut. Ich würde echt gerne lange Stillen und auch mit der Beikost noch etwas warten (er zeigt noch keinerlei Interesse an Essen), aber wenn das mit dem Schmerz so weitergeht, weiß ich nicht, wie lange ich noch durchhalte. Mein Sohn ist außerdem auch oft sehr unruhig an der Brust und zieht mit seinem Mund die Brustwarze lang. Das verstärkt den Schmerz noch zusätzlich. Ich versuche ihn so gut es geht korrekt anzudocken und danach zu schauen, dass er die Brustwarze möglichst tief in den Mund nimmt, bin aber manchmal auch einfach nur froh, wenn er überhaupt an der Brust bleibt ohne seinen Kopf zurückzuwerfen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Mein Sohn hat mit 2 Monaten das erste mal abgepumpte Muttermilch von meinem Mann mit dem Fläschchen bekommen, weil ich wieder angefangen habe zu studieren. In der Regel waren dass 3 Mahlzeiten pro Woche bis zum Ende des Semesters vor 2 Wochen. Am Anfang haben wir ein normales Fläschchen dafür verwendet, zwischendurch Medela Calma (bis er das vor etwa 3-4 Wochen verweigert hat), dann wieder mit einem normalen Fläschchen. Das hat problemlos funktioniert, auch Stillen vorher und nachher waren kein Problem.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir haben von Anfang an nach Bedarf gestillt, er hatte aber recht bald bis heute einen ziemlich regelmäßigen Rhythmus mit tagsüber ca. alle 3h Stillen. Nachts hat er in der ersten Zeit 2 Stillpausen gebraucht, dann nach 1-2 Monaten nur noch eine und seit er 4 Monate alt ist hat er durchgeschlafen. Seit der Brustverweigerung und den oben genannten Problemen, kommt er Nachts wieder 1-2 Mal an die Brust. Bis zur Brustverweigerung letzte Woche hat eine Stillmahlzeit für gewöhnlich 35-50min gebraucht. Ich hab ihn (auf anraten meiner Hebamme) in der Regel nach 20-25min an einer Brust abgenommen und an die andere Brust angelegt. Dort auch 20-25min. Meistens hat er mir nicht signalisiert, ob er fertig ist, war aber mit dieser Routine auch immer für 2-3 Std satt und zufrieden. Ich hatte vor ein paar Wochen die Vermutung, dass er immer noch so lange trinkt, weil er mit den Hütchen nicht so viel Milch raus bekommt. Und tatsächlich ist es so, dass seine Stillmahlzeiten in den letzten Tagen ohne Hütchen deutlich kürzer sind (10-15min) und er trotzdem 2-3 Std satt ist. Wenn nur die Schmerzen nicht wären...
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Er hat eigentlich mindestens genau so viele nasse Windeln wie Stillmahlzeiten (wir wickeln meistens nach dem Stillen), Stuhlgang 1-2 Mal am Tag, ab und zu auch mal nur alle 2 Tage.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das Stillen hat eigentlich von Anfang an gut geklappt, der Milcheinschuss kam 2 Tage nach der Geburt. Allerdings habe ich nach ein paar Tagen sehr schmerzhafte Brustwarzen bekommen. Meine Hebamme hat zusammen mit mir wirklich viel versucht, damit der Schmerz weniger wird. Ich habe glaube ich 3-4 Wochen alles mögliche probiert (Brustwarzensalbe, Schwarztee drauf, Heilsalbe, Luft an die Brustwarzen kommen lassen...) bis dann die Hebamme vorgeschlagen hat, lieber mit Stillhütchen zu stillen als garnicht. Mit Stillhütchen haben die Schmerzen dann auch schnell nachgelassen und ich konnte problemlos stillen. Mein Sohn hat die Hütchen auch ohne Protest angenommen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller seit etwa 2-3 Wochen nach der Geburt (von der Hebamme empfohlen, weil er so ein starkes Saugbedürfnis hat, sie hat aber auch gemeint, wir sollten mindestens 14 Tage abwarten, damit es nicht zu einer Saugverwirrung kommt), Hütchen seit etwa 3-4 Wochen nach der Geburt, Flasche ab und zu seit etwa 2 Monaten nach der Geburt (s.o.)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren im 2. Lebensmonat 2 Mal bei einer Osteopathin, weil er sich gerne durchgedrückt hat, das Tragetuch/Tragehilfe verweigert hat (er konnte einfach keinen Druck auf den Hinterkopf haben) und generell den Eindruck machte, dass er im Halswirbelsäulenbereich eine Blockade hat. Die Ostepathin hat diese Vermutung bestätigt und nach den 2 Behandlungen war es deutlich besser. Seit er etwa 3 Monate alt ist, geht auch das Tragen mit Tuch und Tragehilfe endlich ohne Protest.
Bei unserem Besuch bei der Ostepathin diese Woche hat sie im Kieferbereich eine Blockade auf der einen Seite ausgemacht und diese behandelt.
Hebammenbetreuung hatten wir die ersten 8 Wochen im Wochenbett und jetzt auch immer noch die Möglichkeit uns telefonisch zu melden. Allerdings habe ich nicht 100% Vertrauen in meine Hebamme, weil sie mir auch schon Sachen empfohlen hat, die sich im Nachhinein als nicht so toll erwiesen haben...
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nichts von alledem
Ich bin etwas verzweifelt und dankbar für jeden Ratschlag...
LG, Annie