"Saugverwirrung ist eine Ideologie"
Verfasst: 24.05.2017, 13:22
Hallo!
In den Freundes- und Medizinerkreisen, in denen ich so unterwegs bin, wird man ausgelacht, wenn man das Wort "Saugverwirrung" sagt, so etwas gäbe es nicht, sei Blödsinn. Sowohl eine Gynäkologin als auch mehrere Internisten finden den Begriff "totalen Quatsch", gut, nun haben Internisten wohl eher weniger Erfahrung mit Säuglingen (aber wie kommen die denn darauf?), aber auch der berühmte Kinderarzt mit Blog im Netz sieht das so:
https://kinderdoc.wordpress.com/2015/07/16/6457/
und in den Kommentaren führt er später noch mal aus:
"Die „Saugverwirrung“ ist ein beliebtes Erklärungsmodell, wenn´s mit einem Kind beim Stillen nicht klappt, weil böseböse mal ein Fläschen gegeben wurde oder böseböse ein Schnuller. Aber es gibt nun mal Kinder, die wollen nur den B… und nichts anderes, und andere trinken bei Muttern wie auch aus der Flasche, parallel, im Wechsel, usw. — die Technik ist allerdings tatsächlich eine andere (die Zungenlage beim Saugen). Leider wird der Begriff mißbraucht, um die armen Eltern verrückt zu machen, ja nichts anderes zuzulassen als die Mutterbrust."
Warum ist das so? Ist "Saugverwirrung" keine Tatsache sondern eine Ideologie?
Ich selbst hatte deswegen Schwierigkeiten, bei meinem Mann durchzusetzen, in den ersten Tagen auf einen Schnuller zu verzichten. Dabei habe ich selbst bemerkt, dass die Kleine schlechter an die Brust ging, nachdem sie ihn einmal gehabt hatte. Und wenn in den Kliniken nicht geglaubt wird, dass es "so was" gibt, fällt auf Entbindungsstationen die Empfehlung zum (zu)füttern mit Fläschchen vielleicht auch leichter?
Was sagt ihr dazu?
In den Freundes- und Medizinerkreisen, in denen ich so unterwegs bin, wird man ausgelacht, wenn man das Wort "Saugverwirrung" sagt, so etwas gäbe es nicht, sei Blödsinn. Sowohl eine Gynäkologin als auch mehrere Internisten finden den Begriff "totalen Quatsch", gut, nun haben Internisten wohl eher weniger Erfahrung mit Säuglingen (aber wie kommen die denn darauf?), aber auch der berühmte Kinderarzt mit Blog im Netz sieht das so:
https://kinderdoc.wordpress.com/2015/07/16/6457/
und in den Kommentaren führt er später noch mal aus:
"Die „Saugverwirrung“ ist ein beliebtes Erklärungsmodell, wenn´s mit einem Kind beim Stillen nicht klappt, weil böseböse mal ein Fläschen gegeben wurde oder böseböse ein Schnuller. Aber es gibt nun mal Kinder, die wollen nur den B… und nichts anderes, und andere trinken bei Muttern wie auch aus der Flasche, parallel, im Wechsel, usw. — die Technik ist allerdings tatsächlich eine andere (die Zungenlage beim Saugen). Leider wird der Begriff mißbraucht, um die armen Eltern verrückt zu machen, ja nichts anderes zuzulassen als die Mutterbrust."
Warum ist das so? Ist "Saugverwirrung" keine Tatsache sondern eine Ideologie?
Ich selbst hatte deswegen Schwierigkeiten, bei meinem Mann durchzusetzen, in den ersten Tagen auf einen Schnuller zu verzichten. Dabei habe ich selbst bemerkt, dass die Kleine schlechter an die Brust ging, nachdem sie ihn einmal gehabt hatte. Und wenn in den Kliniken nicht geglaubt wird, dass es "so was" gibt, fällt auf Entbindungsstationen die Empfehlung zum (zu)füttern mit Fläschchen vielleicht auch leichter?
Was sagt ihr dazu?