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heftige Kolliken bei Stillkind
Verfasst: 01.03.2017, 17:01
von Knotterhexe
Hallo,
nachdem ich schon einen Beitrag im Unverträglichkeitsforum hier geschrieben habe, muss ich jetzt hier auch kurz unser Leid klagen.
Unsere Mini, 4 Monate alt hat schon seit längeren Probleme mit dem Stuhl bzw. Blähungen. Anfangs grüner Stuhl über 4 Wochen lang, wurde nach einer Stuhluntersuchung und Bakteriengabe gelblich flockig. Danach traten wieder Bauchschmerzen auf, daher anderes Präperat was ihren Zustand aber nicht änderte.
Momentan sind die Kolliken derart heftig, dass ich schon einiges ausprobiert habe (Massagen, Bauchwehöl, Zäpfchen, Globulis, warmes Bad, Tee mit einem Löffelchen) aber NICHTS hilft. Kurz NACH oder WÄHREND des Trinkens krümmt oder streckt sie sich, zieht meine Brustwarze lang oder dreht den Kopf weg. Nach dem Abdocken ÜBERSTRECKT sie sich, jammmert, brummt oder weint heftig

.
Nach einem Telefonat mit einer Heilpraktikerin

(???!!) bin ich nun ganz verzweifelt. Die meinte, es gäbe Kinder, die die Mumi nicht vertragen würden, ich solle doch mal eine Flasche mit Pre ausprobieren.
Unabhängig davon dass ich mit Leib und Seele stille (und das hoffentlich gaaanz lange) kommt mir die Aussage doch ziemlich absurd vor!
Ich möchte das Beste für mein Kind, will aber das sie sich weniger quält!!!
P.S. Produkte wie Sa* Sim**** oder alkoholhaltige Produkte möchte ich ihr noch nicht geben!
Re: heftige Kolliken bei Stillkind
Verfasst: 01.03.2017, 17:25
von mayra
Und warum möchtest du es nicht mit einem Medikament probieren, wenn es so schlimm ist und das seit Wochen? Stelle dir das mal bei einem alten hilflosen Mensch vor, "ach seit Wochen hat er/sie so furchtbare Schmerzen, aber wir MÖCHTEN ihr einfach keine Medikamente geben". Würdest du das ok finden und abnicken?
Nur so als Denkansatz gemeint...
Re: heftige Kolliken bei Stillkind
Verfasst: 01.03.2017, 17:35
von Lösche Benutzer 22277
Meine Kleine hat im Alter von vier Monaten auch sehr unruhig gestillt und sich gewunden und überstreckt. Das habe ich aber nicht auf Bauchweh zurück geführt, sondern auf ihre sensorische Entwicklung. Sie war abgelenkt, wollte alles um sich herum betrachten, war überreizt und hibbelig. Ging von alleine weg. Was half: Viel im Liegen stillen, im halb dunklen Schlafzimmer.
Wenn meine Tochter wirklich Probleme mit der Verdauung hat, kommt uns das Abhalten zu gute, da sie aus der Position besser ausscheiden kann. Sie viel aufrecht zu tragen, z.B. im Tragetuch, erleichtert das Ausscheiden ebenfalls. Oder der Fliegergriff.
Das Überstrecken nach dem Trinken könnte übrigens auf einen Reflux hin deuten. Da könnte aufrecht stillen eine Lösung sein.
Re: heftige Kolliken bei Stillkind
Verfasst: 01.03.2017, 17:40
von Lösche Benutzer 22277
PS, bei der guten Gewichtsentwicklung, wie Du sie in dem anderen Thread beschreibst, würde ich eine Unverträglichkeit eher nicht wahrscheinlich finden. Aber dazu sollte sich am besten einer der Stillmoderatorinnen äußern.
Im Übrigen würde ich mich bei Fragen zum Gedeihen eines Stillkindes eher an eine Stillberaterin wenden und nicht an eine Heilpraktikerin ((()))
Re: heftige Kolliken bei Stillkind
Verfasst: 01.03.2017, 22:15
von Knotterhexe
@ mayra: Weil ich generell kein Freund der Schulmedizin bin. Und wenn ich nach Alternativen zu Globulis suche...wäge ich immer die Kosten und Nutzen ab. Bei dem erwähnten Produkt mögen manche Erfolge gehabt haben, die Aussagen von Ökotest, dass das Produkt "...zum Einnehmen enthalten Natriumbenzoat. Das Konservierungsmittel steht in Verdacht, relativ häufig Allergien auszulösen. Kinder bis zu zwei Jahren können es außerdem noch nicht richtig verstoffwechseln, sodass es schlimmstenfalls Gehirnschäden verursachen kann." reichen mir dann völlig aus

Was die pflanzlichen Mittel angeht, habe ich leider keine gefunden, die KEINEN ALKOHOL enthalten
@raya: Ja das spielt vielleicht ne Rolle. Sie hat sich auch zwischendurch OHNE Schmerzen beim Stillen ablenken lassen, mich grinsend angeschaut oder erst gar nicht getrunken. Zusätzlich schiessen die Zähne vielleicht ein, da sie wie wild auf einem Greifring herumkaut. Führt die Entwicklung zu Blähungen? Natürlich hätte ich mich lieber an eine Stillberaterin gewendet, dachte aber das die Ursachen des Problems eher woanders liegen (und nicht an einer falschen Anlegetechnik, geringen Milchmenge, etc.).
Momentan ist sie zufrieden und zieht süße Schnuten. Ich hoffe dass das auch so bleibt, es tut mir so leid, sie leiden zu sehen

Re: heftige Kolliken bei Stillkind
Verfasst: 02.03.2017, 15:13
von Teazer
Hallo Knotterhexe!
Bauchweh bei Babys ist wirklich schlimm für alle Beteiligten. ((()))
Knotterhexe hat geschrieben:Unsere Mini, 4 Monate alt hat schon seit längeren Probleme mit dem Stuhl bzw. Blähungen. Anfangs grüner Stuhl über 4 Wochen lang, wurde nach einer Stuhluntersuchung und Bakteriengabe gelblich flockig. Danach traten wieder Bauchschmerzen auf, daher anderes Präperat was ihren Zustand aber nicht änderte.
Seid Ihr in ärztlicher Behandlung oder hast Du das auf eigene Faust gemacht?
Momentan sind die Kolliken derart heftig, dass ich schon einiges ausprobiert habe (Massagen, Bauchwehöl, Zäpfchen, Globulis, warmes Bad, Tee mit einem Löffelchen) aber NICHTS hilft.
Da hast Du die Standard-Empfehlungen ja schon durch. Tee sollten Säuglinge nie bekommen, nur Muttermilch oder Muttermilchersatz. Tee kann Bauchweh sogar verschlimmern oder auslösen.
Kurz NACH oder WÄHREND des Trinkens krümmt oder streckt sie sich, zieht meine Brustwarze lang oder dreht den Kopf weg. Nach dem Abdocken ÜBERSTRECKT sie sich, jammmert, brummt oder weint heftig

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Das klingt anstrengend. Spritzt Deine Milch stark? Vielleicht kommt sie ihr zu schnell oder stark. Es kann auch sein, dass Deine Kleine den
gastrokolischen Reflex deutlich spürt.
Nach einem Telefonat mit einer Heilpraktikerin

(???!!) bin ich nun ganz verzweifelt. Die meinte, es gäbe Kinder, die die Mumi nicht vertragen würden, ich solle doch mal eine Flasche mit Pre ausprobieren.
Die
sehr wenigen Babys, die absolut keine Muttermilch vertragen, gedeihen sehr schlecht und werden ohne Spezialnahrung nur wenige Wochen alt. Selbst für die seltenen Fälle, in denen Babys auf Spuren fremder Eiweiße in der Muttermilch reagieren, ist Formula nicht die Lösung, sondern eine Ernährungsumstellung der Mutter. Die Heilpraktikerin kennt sich offensichtlich in diesem Bereich nicht gut aus.
Formula ist viel schwieriger verdaulich als Muttermilch. Außerdem fehlen ihr die Stoffe der Muttermilch, die dem Darm helfen zu reifen. Ein Abstillen wegen Bauchschmerzen macht keinen Sinn.
Damit ich Dir Tipps geben kann, beantworte bitte die Fragen aus
Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT. Ich bin mir sicher, dass wir Wege der Linderung und Besserung finden.
Viele Grüße,
Teazer (StillModTeam)