Wie trinkfaules Baby an die Brust bekommen?
Verfasst: 25.02.2017, 19:44
Liebe Mods,
Ich wende mich etwas verzweifelt an euch. Wir haben seit Geburt unserer Tochter (3 Wochen alt) massive Stillprobleme.
Unsere Tochter hat seit ihrer Geburt starke Probleme (Trinkschwäche, Faulheit?) an der Brust. Direkt nach Geburt wollte sie gar nicht an die Brust, daher wurde uns im Krankenhaus direkt Pumpe, Fläschchen und als Ergänzung Pre-Milch vorgesetzt. Nach ein paar Tagen hat sie dann angedockt und wir (und auch die Schwestern dort) waren der Meinung sie trinkt auch. Pumpe und Pre-Milch haben wir daraufhin weggelassen. Nach ein paar Tagen (11. Lebenstag) zuhause hat die Hebamme Alarm geschlagen da sie immer noch an Gewicht verlor. Seit dem mussten wir abpumpen, Fläschchen geben und da die Milchmenge nicht ausreichend war, teilweise Pre-Milch zufüttern.
Die Milchmenge ist mittlerweile auf einem ausreichenden Niveau ( 600-700 ml/Tag), allerdings müssen wir weiterhin abpumpen, da die kleine Maus aus der Brust kaum Nahrung zu sich nimmt, d.h. sie dockt an (mit Stillhütchen wegen Flachwarzen), nuckelt aber mehr drauf herum als tatsächlich zu trinken.
Unser Ziel ist es, dass die kleine Maus ihre Nahrung hauptsächlich direkt aus der Brust aufnimmt.
Wir hoffen, dass uns hier hilfreiche Tipps gegeben werden können.
Der Vollständigkeit halber anbei der ausgefüllte Fragebogen:
- Gebt uns genaue Informationen!
Das heißt im Einzelnen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
--> Wir pumpen regelmäßig nach dem Anlegen ab (7-8 x pro Tag) für 20 Minuten pro Brust ab (Doppelpumpset). Die abgepumpte Milch geben wir nach dem nächsten Anlegen mittels Fläschchen. In der Regel reicht dies aus, um den Hunger vom Baby zu decken. Für Notfälle haben wir Pre-Milch zuhause, die aber glücklicherweise kaum mehr zum Einsatz kommen muss.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
-->Ich lege meine Maus etwa 7-8 Mal pro Tag an. Leider trinkt sie sehr zögerlich, schläft ständig ein oder nuckelt nur rum. Daher lasse ich sie nur so etwa 5-15 Minuten an der Brust.
Da ich kurze Flachwarzen habe, sind wir zudem leider auf Stillhütchen angewiesen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
--> Seit dem wir regelmäßig Abpumpen und dies auch Füttern hat sie etwa 8-9 nasse Windeln pro Tag und ebenfalls 8-9 mal Stuhlgang am Tag.
Bevor wir mit dem Abpumpen angefangen haben, waren es lediglich 3 nasse Windeln am Tag.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
--> Die Stillprobleme bestehen seit der Geburt. Ab Anfang wollte sie überhaupt nicht an die Brust. Bereits im KKH wurde daher abgepumpt und Muttermilch sowie Pre-Milch aus dem Fläschchen gegeben. Nach ein paar Tagen (nach dem Milcheinschuss) hat sie immerhin angefangen anzudocken und zögerlich zu trinken.Die Schwestern im KKH waren der Meinung dass sie tatsächlich trinkt, daher haben wir noch im KKH aufgehört mit Abpumpen und Zufüttern. Stattdessen stillten wir pro Mahlzeit etwa 20-25 Minuten pro Brust, also 40-50 Minuten insgesamt. So führten wir es auch zuhause fort. Das Wachhalten meiner Tochter war immer sehr schwierig. Ich packte sie regelmäßig bis auf den Body aus und kitzelte/ ärgerte sie am ganzen Körper. Als sie an Tag 11 laut Waage meiner Hebamme noch immer stark abnahm, schlug sie Alarm und verordnete uns das Abpumpen und Zufüttern.
Die abgepumpte Milchmenge lag zu diesem Zeitpunkt bei etwa 200 ml pro Tag.
Mit regelmäßigem Abpumpen, Bockshornkleekapseln / Milchbildungskugeln und Stilltee konnten wir diese auf nun etwa 600-700 ml pro Tag steigern.
In der ersten Zeit zuhause, in welcher wir noch nicht abgepumpt haben, war das Baby sehr unruhig. Sie hat sich nie ablegen lassen und schlief nur auf meinem Bauch (auch nachts). Im Nachhinein wissen wir: Es war Hunger! Seitdem sie genügend trinkt lässt sie sich prima ablegen und schläft auch alleine, auf dem Rücken liegen, ein.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
--> Sie kennt Flaschen und Stillhütchen (siehe oben).
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
--> Wir werden betreut von einer Hebamme. Außerdem waren wir mit unserer Tochter bei einer Osteopathin. Diese konnte nichts feststellen, was die Stillprobleme erklären konnte. Das Zungenbändchen sei wohl nur minimal verkürzt, nicht jedoch so, dass es die Stillprobleme verursachen könnte.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
--> Hashimoto-Erkrankung der Mutter. Die Werte während der Schwangerschaft lagen immer in der Norm. Nach der Entbindung wurde noch nicht kontrolliert. Geplant ist dies für etwa 6 Wochen nach Geburt.
Ich wende mich etwas verzweifelt an euch. Wir haben seit Geburt unserer Tochter (3 Wochen alt) massive Stillprobleme.
Unsere Tochter hat seit ihrer Geburt starke Probleme (Trinkschwäche, Faulheit?) an der Brust. Direkt nach Geburt wollte sie gar nicht an die Brust, daher wurde uns im Krankenhaus direkt Pumpe, Fläschchen und als Ergänzung Pre-Milch vorgesetzt. Nach ein paar Tagen hat sie dann angedockt und wir (und auch die Schwestern dort) waren der Meinung sie trinkt auch. Pumpe und Pre-Milch haben wir daraufhin weggelassen. Nach ein paar Tagen (11. Lebenstag) zuhause hat die Hebamme Alarm geschlagen da sie immer noch an Gewicht verlor. Seit dem mussten wir abpumpen, Fläschchen geben und da die Milchmenge nicht ausreichend war, teilweise Pre-Milch zufüttern.
Die Milchmenge ist mittlerweile auf einem ausreichenden Niveau ( 600-700 ml/Tag), allerdings müssen wir weiterhin abpumpen, da die kleine Maus aus der Brust kaum Nahrung zu sich nimmt, d.h. sie dockt an (mit Stillhütchen wegen Flachwarzen), nuckelt aber mehr drauf herum als tatsächlich zu trinken.
Unser Ziel ist es, dass die kleine Maus ihre Nahrung hauptsächlich direkt aus der Brust aufnimmt.
Wir hoffen, dass uns hier hilfreiche Tipps gegeben werden können.
Der Vollständigkeit halber anbei der ausgefüllte Fragebogen:
- Gebt uns genaue Informationen!
Das heißt im Einzelnen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
--> Wir pumpen regelmäßig nach dem Anlegen ab (7-8 x pro Tag) für 20 Minuten pro Brust ab (Doppelpumpset). Die abgepumpte Milch geben wir nach dem nächsten Anlegen mittels Fläschchen. In der Regel reicht dies aus, um den Hunger vom Baby zu decken. Für Notfälle haben wir Pre-Milch zuhause, die aber glücklicherweise kaum mehr zum Einsatz kommen muss.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
-->Ich lege meine Maus etwa 7-8 Mal pro Tag an. Leider trinkt sie sehr zögerlich, schläft ständig ein oder nuckelt nur rum. Daher lasse ich sie nur so etwa 5-15 Minuten an der Brust.
Da ich kurze Flachwarzen habe, sind wir zudem leider auf Stillhütchen angewiesen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
--> Seit dem wir regelmäßig Abpumpen und dies auch Füttern hat sie etwa 8-9 nasse Windeln pro Tag und ebenfalls 8-9 mal Stuhlgang am Tag.
Bevor wir mit dem Abpumpen angefangen haben, waren es lediglich 3 nasse Windeln am Tag.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
--> Die Stillprobleme bestehen seit der Geburt. Ab Anfang wollte sie überhaupt nicht an die Brust. Bereits im KKH wurde daher abgepumpt und Muttermilch sowie Pre-Milch aus dem Fläschchen gegeben. Nach ein paar Tagen (nach dem Milcheinschuss) hat sie immerhin angefangen anzudocken und zögerlich zu trinken.Die Schwestern im KKH waren der Meinung dass sie tatsächlich trinkt, daher haben wir noch im KKH aufgehört mit Abpumpen und Zufüttern. Stattdessen stillten wir pro Mahlzeit etwa 20-25 Minuten pro Brust, also 40-50 Minuten insgesamt. So führten wir es auch zuhause fort. Das Wachhalten meiner Tochter war immer sehr schwierig. Ich packte sie regelmäßig bis auf den Body aus und kitzelte/ ärgerte sie am ganzen Körper. Als sie an Tag 11 laut Waage meiner Hebamme noch immer stark abnahm, schlug sie Alarm und verordnete uns das Abpumpen und Zufüttern.
Die abgepumpte Milchmenge lag zu diesem Zeitpunkt bei etwa 200 ml pro Tag.
Mit regelmäßigem Abpumpen, Bockshornkleekapseln / Milchbildungskugeln und Stilltee konnten wir diese auf nun etwa 600-700 ml pro Tag steigern.
In der ersten Zeit zuhause, in welcher wir noch nicht abgepumpt haben, war das Baby sehr unruhig. Sie hat sich nie ablegen lassen und schlief nur auf meinem Bauch (auch nachts). Im Nachhinein wissen wir: Es war Hunger! Seitdem sie genügend trinkt lässt sie sich prima ablegen und schläft auch alleine, auf dem Rücken liegen, ein.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
--> Sie kennt Flaschen und Stillhütchen (siehe oben).
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
--> Wir werden betreut von einer Hebamme. Außerdem waren wir mit unserer Tochter bei einer Osteopathin. Diese konnte nichts feststellen, was die Stillprobleme erklären konnte. Das Zungenbändchen sei wohl nur minimal verkürzt, nicht jedoch so, dass es die Stillprobleme verursachen könnte.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
--> Hashimoto-Erkrankung der Mutter. Die Werte während der Schwangerschaft lagen immer in der Norm. Nach der Entbindung wurde noch nicht kontrolliert. Geplant ist dies für etwa 6 Wochen nach Geburt.