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Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 13.12.2016, 22:51
von MottesMama
Hallo [emoji4]
Nachdem ich bei der Großen so massive Stillprobleme hatte und letztendlich 5 Monate abgepumpt habe, klappt es bei Nr. 2 wunderbar!
Unser Problem geht eher in die andere Richtung, das Stillen wird zur Belastung für mich!
Die junge Dame ist inzwischen 8 Monate und wird eigentlich nur abends und nachts gestillt, das letzte Mal so gegen 6Uhr. Ab und an auch tagsüber, nämlich dann wenn sie anders nicht runterkommt.
Sie nimmt keinen Schnuller, ich habe wohl alle gängigen Formen / Marken durch. Sie kaut darauf rum, dass wars.
Sie schläft abends nur an meiner Brust ein und auch nachts braucht sie die Brust. Sie saugt fast die ganze Nacht daran, richtig trinken hält sich in Grenzen! Eine Flasche akzeptiert sie nachts nicht. Wenn ich ihr meine Brust entziehe um auch einfach mal zu Schlafen, wird sie oft wach und lässt sich eben meist nur mit der Brust beruhigen.
Sie schläft noch bei uns, ich wäre aber nicht traurig, wenn sie demnächst in ihr Zimmer auswandert.
Ich möchte eigentlich Abstillen! Ich möchte nicht weiter Schnullerersatz sein! Ich habe sie 8 Monate gestillt, nun soll gut sein.
Meinen Mann akzeptiert sie nachts gar nicht!

Was kann ich tun? Ich bin ratlos, ja sogar verzweifelt!!!
Ich hoffe hier Hilfe zu bekommen, so kann es nicht weitergehen!

LG und Danke!

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 07:43
von samoe
Mmh, ich kann zwar gut verstehen, dass dich das nächtliche Stillen anstrengt, aber das kenne ich auch so und ist eigentlich ziemlich normal. Wenn dein Baby zudem tagsüber keine Milch mehr bekommt, holt es sich nachts alles. Du könntest also probieren, tagsüber ihr öfter anzubieten. Kann helfen, muss nicht.

Außerdem bist nicht du der Schnullerersatz, sondern der Schnuller der Brustersatz. Aber das nur so nebenbei… [emoji4]

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Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 07:52
von Lösche Benutzer 7681
Samoe, bin ganz bei dir, aber sie schreibt ja, dass sie gar nicht mehr stillen will.

Liebe TE, du kannst natürlich frühzeitig abstillen. Dann mußt du Pre anbieten und die Trauer deines Kindes aushalten.
Sanft funktioniert das in der Regel nicht.

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 08:08
von Louka
Hallo MottesMama!
Ich möchte mich samoe anschließen.
Auch ich würde an deiner Stelle die Brust tagsüber häufiger anbieten. Vielleicht hilft es, vielleicht auch nicht. Im ersten Lebensjahr ist die Hauptnahrungsquelle Milch (deshalb spricht man ja auch bis zum 1. Geburtstag von einem Säugling ;) ). Die Kinder holen sich einfach was sie brauchen.
Es stellt sich ja auch die Frage, ob es wirklich entspannter würde wenn du nun abstillen würdest. Es ist natürlich ganz allein deine Entscheidung und ich möchte dir da nicht reinreden. Aber bedenke, dass dein Baby vermutlich weiterhin nachts aufwachen würde. Gerade in dem Alter lernen sie so viel Neues, das verarbeitet werden muss und das passiert eben vor allem nachts, wenn sie die Ruhe dazu haben. Nur dass du dein Baby dann nicht "einfach nur" an die Brust legen, sondern dir eben Alternativen suchen musst: aufstehen, Flasche bereiten, das Baby herumtragen bis es wieder schläft, dabei weint es vielleicht weil das Beruhigen länger dauert, die anderen Familienmitglieder wachen vielleicht davon auf.
Meine große Tochter hat seit sie 7 Monate alt war nachts SEHR viel gestillt (tags auch ;) ). Nachts eigentlich fast durchgehend. Das war sehr anstrengend und manchmal ging ich wirklich auf dem Zahnfleisch. Ich kann also aus eigener Erfahrung sehr gut verstehen, wie anstrengend das ist. Ich habe auch oft geflucht. Aber ich bin so froh, ihr das gegeben zu haben, was sie brauchte. Sie lag bei uns im Familienbett, ich habe sie gestillt und währenddessen sind wir beide wieder eingeschlafen. Wenn ich mir überlege, ich hätte jedes Mal aufstehen müssen um eine Flasche zu bereiten, meine Tochter herumzutragen, ins Kinderzimmer zu gehen usw.-das wäre in meinen Augen wesentlich anstrengender gewesen.
Wenn du nicht mehr stillen möchtest, ist das natürlich total okay. Ich wollte nur einen Denkanstoß dalassen.

Alles Gute!

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 08:36
von Lösche Benutzer 2872
Ich würde auch vermuten, dass du den Frust deines Kindes aushalten musst und nur einfach liebevoll begleiten kannst wenn du abstillen möchtest. Zu bedenken geben möchte ich, dass das nicht zwingend ruhige Nächte und ein kinderfreies Elternbett bedeutet. Kann so sein, muss aber nicht. Und auch ob sich die Kinder dann nachts von Papa beruhigen lassen ist einfach sehr kindabhängig. Meine Große wollte von mir die erste Zeit nichts mehr wissen, mein Mittlerer hat regelrecht an mir geklammert und Papa ging gar nicht mehr. Nachdem ich in nachts abgestillt habe ist er noch drei weitere Jahre gegen späten Abend in unser Bett rüber gewechselt und hat lange Zeit genauso schlecht geschlafen wie mit dem Stillen. Nur das ich dann manches Mal dass Stillen als einfacher empfunden hätte. Das ging nämlich auch im Halbschlaf. Anderes Betüdeln und Beruhigen nicht immer. :oops:

An sich ist das Still und Schlafverhalten Deines Kinder zwar durchaus anstrengend für die Mama, aber nicht ungewöhnlich. Ich hatte bei allen Kindern immer wieder Phasen in denen nachts sehr viel oder sogar durchgestillt wurde. Meist beim Zahnen, Krankheiten, aufregenden Zeiten oder Entwicklungsschüben. Immer dann wenn ich gedacht habe es würde absolut nicht mehr gehen würde es auch so langsam wieder besser.

Und auch wenn es spitzfindig erscheint, Der Schnuller ist der künstliche Ersatz für die Brust, nicht umgekehrt. :)

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 08:56
von RamblerRose
Wenn es den Papa im Elternbett stört - das kann ja viele Gründe haben, Angst das Kind zu stören, selbst gestört werden, Prinzipien, eigener Bereich,... - dann haben Freundinnen von mir ein großes Bett im Kinderzimmer aufgestellt und dort dann einen Großteil der Nacht im Mama-Kinderzimmer verbracht. Abends in der ersten Schlafphase hatten sie dann (an guten tagen) zeit für abend und zubettgehen mit dem partner und ab dem ersten wachsein waren sie dann jeweils im kinderzimmer.
Vielleicht ist dass für euch auch eine Lösung.

Das Anfängerbaby, dass schon früh im eigenen Zimmer durchschläft gibt es zwar, ich kenne da welche, aber die sind selten und der Großteil der Eltern haben die ersten Jahre einfach unterbrochene Nächte.

Denn egal ob stillen oder Flasche/beruhigen/trösten/schnuller suchen/... , aufstehen und erst rüberlaufen ist dermassen anstrengend, das würde ich wirklich nicht mehrmals pro nacht, am ende noch stündlich wollen. Ich hab meinen großen Sohn erst ausquartiert, als er nachts nur 1-2 mal oder auch gar nicht mehr kam. Zugegeben, da war er schon deutlich über ein Jahr.

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 09:04
von RamblerRose
Was mir zum nur mit stillen in den schlaf finden noch einfällt: schläft sie tagsüber auch anders ein? z.b. beim tragen, schaukeln/kinderwagen? vielleicht könnt ihr das ausbauen so dass sie auch ohne Brust in den Schlaf finden kann. Wenn das tags klappt wird es irgenwann auch abends klappen.
Wobei es bei dem wetter sicher blöd ist abends noch ne runde mit dem kinderwagen zu drehen, und ihr sie dann in Klamotten hinlegen müsstet.

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 09:16
von auri82
Vielleicht kannst du auch noch probieren, das Problem von der anderen Seite anzugehen und eine Möglichkeit finden, wie du schlafen kannst während sie nuckelt. Da muss man eventuell ein bisschen austesten und sich mit (Still-)kissen polstern und wahrscheinlich fällt es manchen Frauen schwer, dann in den Tiefschlaf zu finden. Bei mir hats eine Weile gut geklappt, wenn ich halt müde genug war.

Ich meine, es wäre bei uns auch so in dem Alter gewesen wo sie gefühlt die ganze Nacht an mir gehangen hat. Mich hats es auch phasenweise echt genervt aber es ging dann doch recht schnell von alleine vorbei und sie hat danach nur noch selten und öfter mal gar nicht nachts gestillt.

Re: Stillen wird zur Belastung

Verfasst: 14.12.2016, 09:48
von pqr
Vielleicht wäre die Pantley Methode etwas für Dich, um den Schlaf zu verbessern und das Nuckeln zu verringern?
Dazu gibt es im Schlafforum einen Strang.