Nimmt er genug zu?
Verfasst: 13.12.2016, 22:09
Liebe Leute von SuT,
seit einiger Zeit lese ich hier auf Rat meiner Schwester mit. Ihr macht eine tolle Arbeit und seid so ermutigend bei schwierigen Still-Verläufen - toll! Auch mein Sohn und ich hatten keinen einfachen Stillstart. Er kam am 27.09. zur Welt. Wir haben von Anfang an gestillt und ich habe ihn regelmäßig angelegt. Von außen sah es wohl gut aus, aber irgendwie hat er nicht richtig gesaugt und auch seinen Mund nicht weit aufgemacht. Außerdem war er sehr schläfrig (aber nicht gelb) und wir haben dauernd versucht, ihn zu wecken und zum Trinken zu bewegen. Am 30.09. wurden wir entlassen und die Krankenschwestern haben mir Mut gemacht, dass das Trinkverhalten normal sei und bald besser würde und das Kind bald nicht mehr so schläfrig sei. Zur U2 am 04.10. hatte er schon wieder etwas zugenommen und auch der Kinderarzt war zuversichtlich. In den folgenden Tagen aber hat er nicht wirklich zugenommen und unsere Hebamme hat uns wieder zum Kinderarzt geschickt - da hatte mein Sohn laut Waage des Kinderarztes wieder abgenommen (den Wert habe ich leider nicht...). Wir waren völlig schockiert und ich hatte Angst, dass mein Baby verhungert. Also haben wir angefangen, mit Flasche zuzufüttern und ich habe abgepumpt. Auch an der Flasche hat er am Anfang ewig gebraucht. Ich hatte das Gefühl, er will oder kann irgendwie nicht richtig saugen, sondern nur nuckeln. Aber nach ein paar Taagen wurde es an der Flasche besser.
Ziemlich schnell konnte ich jede zweite Mahlzeit mit Muttermilch bestreiten. Vor der Flasche habe ich ihn immer angelegt, aber er machte einfach nicht richtig seinen Mund auf. Es gab auch Tage, da war ich so frustriert, dass ich ihn gar nicht mehr angelegt habe und nur gepumpt hab. Mein Mann hat mich aber wieder zum häufigeren Anlegen überredet und ich wollte es ja auch... Trotzdem blieb unsere Zufüttermenge sehr hoch. Ich habe dann vieles probiert: besseres Anlegen, einen Besuch bei einer IBCLC, beim Osteopathen... Dann hatten wir beschlossen, wir haben alles versucht und Flasche füttern mit PRE und Muttermilch ist auch ok - danach ging es mir emotional besser und ich hatte auch das Weinen größtenteils eingestellt. Das Pumpen hat auch immer besser funktioniert, so dass ich ab Anfang November fast seinen kompletten Tagesbedarf mit Muttermiclh bestreiten konnte. Aber dann hat uns unser Sohn überrascht: So ab dem 8.11. wollte er immer weniger aus der Flasche trinken und die Milch hat sich im Kühlschrank gestapelt. In der kommenden Woche hab ich ihn zum ersten Mal nachts gestillt und er ist eingeschlafen, ohne dass er was aus der Flasche getrunken hat. Eigentlich super, aber ich hatte sofort Angst, dass er hungert (nach Durchstöbern des Forums weiß ich, dass viele Mütter diese Angst haben und sie selten wirklich berechtigt ist). Also haben wir weiter die Flasche angeboten und auch angefangen zu bechern - auch da wollte er nicht mehr trinken. Ich wusste ja, dass genügend Milch da sein müsste (wegen des Pumpens) und nach einem Telefonat mit der Hebamme haben wir beschlossen, das Experiment zu wagen und einfach nur zu stillen und dazu regelmäßig zu wiegen. Das machen wir jetzt seit dem 15.11. Also eigentlich eine "Erfolgsgeschichte" - und trotzdem mache ich mir immernoch große Sorgen.
Und deshalb brauche ich euch: Mir würde eine Profi-Einschätzung zur Gewichtsentwicklung ungemein helfen. Ich habe meinem Mann versprochen, dass wenn Ihr das OK gebt, die Waage abgeschafft wird und die großen Still-Sorgen aufhören. Daher würde ich mich riesig freuen, wenn ich eine Rückmeldung bekommen könnte.
- Trinkt er wirklich genug? Er hat nämlich eine miserable Technik und macht den Mund nicht richtig weit auf. Ich rolle ihm die Brustwarze in den Mund (wie bei der assymetrischen Anlegetechnik), aber richtig weit auf ist der Mund nie. Vor allem nachts macht er den Mund nur ganz klein auf bzw. "schmatzt" ihn immer kleiner zu. Wenn ihn dann abdocke, um ihn wieder neu andocken zu können, macht er den Mund nicht wieder auf und schläft einfach weiter - da kommt natürlich wieder Panik auf... Ich stille momentan fast ausschließlich in Wiegehaltung, weil ich das Gefühl habe, dass er im Liegen und in der Football-Haltung die Brustwarze nicht richtig festhält und sie verliert. Meine Brustwarzen leiden seltsamerweise überhaupt nicht drunter - sie schmerzen nicht und sehen ganz normal aus. Insofern: Muss sich an seiner Technik was ändern oder werden auch Kinder mit sch*** Technik groß? Ist es wichtig, in verschiedenen Positionen zu stillen?
- Kann es sein, dass durch seine miese Technik meine Milchbildung zurückgeht und er so nicht genug zunimmt? Ich weiß, dass geringe Pumpmengen nichts über die Milchbildung sagen. Aber geht das andersrum? Ich kann teilweise 120ml in 10 Minuten pumpen - heißt das, dass meine Milch wahrscheinlich ausreicht?
- Nimmt er ausreichend zu? Ich habe nach unserer Vorgeschichte echt Bammel, dass er seinen Hunger nicht richtig zeigt und einfach nicht genug bekommt. Denn auch am Anfang war er ein recht ausgeglichenes Baby - ohne große Gewichtszunahme. Deshalb weiß ich nicht, ob ich seinen Hungerzeichen so ganz vertrauen kann... Allerdings ist er nun mit 11 Wochen viel wacher und schläft viel seltener an der Brust ein. Also kann ich die Waage bald verbannen?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Am 09.10. haben wir zum ersten Mal auf Rat der Hebamme zugefüttert. Am nächsten Tag sind wir zum Kinderarzt, der dann meinte "geben Sie ihm so viel in einer Flasche bis er freiwillig loslässt." Das haben wir einmal gemacht, aber das darauf folgende Milchkoma fanden mein Mann und ich irgendwie gruselig. Deshalb haben wir so um die 100 ml angeboten und wenn er danach unzufrieden war, noch etwas zusätzlich. Wir haben die nächste Zeit versucht, ihn nach Bedarf zuzufüttern und ich habe zusätzlich abgepumpt. Anfangs waren das nur wenige Milliliter, dann konnte ich seinen Tagesbedarf komplett decken. Wir haben so zwischen 650-800 ml täglich zugefüttert. Am 15.11. haben wir aufgehört, zuzufüttern. Ich habe eine Zeit lang eine Liste übers Zufüttern geführt, aber Anfang November hab ich damit aufgehört, damit ich sowas wie Normalität spüren konnte.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche, nach Bedarf zu stillen. Meist stille ich alle 2 Stunden. Manchmal auch schon nach einer Stunde wieder, manchmal nach 3. Nachts meldet er sich alle 2 bis 3,5 Stunden zum stillen. Auf 10 bis 12 mal kommen wir immer, denke ich - ich habe am Anfang des Vollstillens gezählt, mache ich aber jetzt nicht mehr. Zwischen 3 und 30 Minuten ist bei der Stilldauer alles dabei. Manchmal trinkt er nur eine Brust, manchmal nimmt er von der angebotenen zweiten Seite noch ein paar Schluck, manchmal trinkt er auch an der zweiten Seite ausgiebig und selten wechsele ich auch nochmal an die 1. Seite zurück. Was mich irritiert, ist, dass sich meine Brüste danach nicht wesentlich anders (also leer) anfühlen. Aber das ist ok, oder?
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Mindestens 4 echt volle Pipi-Windeln, Stuhlgang recht unregelmäßig alle 5-7 Tage, aber manchmal auch an 2 aufeinander folgenden Tagen im klassischen gelb, selten grünlich
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
siehe oben
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Wegen (angeblich) zu flacher Brustwarzen habe ich ab Beginn Stillhütchen genutzt (die ich aber zusammen mit meiner Hebamme so in der 2./3. Woche schon wieder abgewöhnt habe).
Einen Schnuller gab es so lange, bis ich hier gelesen hab, dass sich Kinder den Hunger "wegschnullern" können. Seit er 4(?) Wochen alt ist (genau weiß ich es nicht mehr), haben wir keinen Schnuller mehr genutzt.
Die Flasche haben wir von Beginn an zum zufüttern genutzt, jetzt gibt es sie nur noch, wenn ich zur Rückbildung gehe.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- Die Hebamme kommt nicht mehr zu uns.
- Eine IBCLC-Stillberaterin hat mir eine Übung gezeigt, wie ich meinen Sohn dazu bekommen kann, den Mund weiter zu öffnen -macht er inzwischen auch etwas besser, aber eben nicht so groß, wie ich es bei anderen Babys sehe...,
- Beim Osteopathen waren wir zweimal, er hat eine verschobene Rippe festgestellt, seitdem ist das Saugen auch viel besser!
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
Hier sind alle Gewichtsdaten, die ich habe.
Gemessen wurde auf verschiedenen Waagen: Krankenhaus, Hebamme (Tuchwaage mit Body und frischer Windel - laut ihrer Aussage sind die Werte dann 200g mehr als nackt), Kinderarzt (nackt mit frischer Windel), Waage 1 (da waren wir bei meinen Eltern: geeichte Babywaage aus der Apotheke, nackt mit frischer Windel), Waage 2 (zuhause: geeichte Babywaage aus der Apotheke, nackt mit frischer Windel)
27.09. 3740 Geburt KH
30.09. 3440 Entlassung KH
01.10. 3700 Hebamme
02.10. 3740 Hebamme
03.10. 3760 Hebamme
04.10. 3580 KiA U2
06.10. 3750 Hebamme
07.10. 3790 Hebamme
09.10. 3790 Hebamme
10.10. XXXX KiA (ab dann zugefüttert)
11.10. 3780 Hebamme
13.10. 3970 Hebamme
28.10. 4800 KiA U3
04.11. 5160 Hebamme
15.11. 5480 Waage 1
16.11. 5510 Waage 1
17.11. 5520 Waage 1
18.11. 5570 Waage 1
21.11. 5620 Waage 2
22.11. 5600 Waage 2
24.11. 5690 Waage 2
26.11. 5760 Waage 2
28.11. 5860 Waage 2
30.11. 5840 Waage 2
02.12. 5840 Waage 2
03.12. 5910 Waage 2
07.12. 5980 Waage 2
09.12. 6020 Waage 2
11.12. 6070 Waage 2
13.12. 6020 Waage 2
Ich freue mich auf Eure Rückmeldung!
Liebe Grüße
JuLu
seit einiger Zeit lese ich hier auf Rat meiner Schwester mit. Ihr macht eine tolle Arbeit und seid so ermutigend bei schwierigen Still-Verläufen - toll! Auch mein Sohn und ich hatten keinen einfachen Stillstart. Er kam am 27.09. zur Welt. Wir haben von Anfang an gestillt und ich habe ihn regelmäßig angelegt. Von außen sah es wohl gut aus, aber irgendwie hat er nicht richtig gesaugt und auch seinen Mund nicht weit aufgemacht. Außerdem war er sehr schläfrig (aber nicht gelb) und wir haben dauernd versucht, ihn zu wecken und zum Trinken zu bewegen. Am 30.09. wurden wir entlassen und die Krankenschwestern haben mir Mut gemacht, dass das Trinkverhalten normal sei und bald besser würde und das Kind bald nicht mehr so schläfrig sei. Zur U2 am 04.10. hatte er schon wieder etwas zugenommen und auch der Kinderarzt war zuversichtlich. In den folgenden Tagen aber hat er nicht wirklich zugenommen und unsere Hebamme hat uns wieder zum Kinderarzt geschickt - da hatte mein Sohn laut Waage des Kinderarztes wieder abgenommen (den Wert habe ich leider nicht...). Wir waren völlig schockiert und ich hatte Angst, dass mein Baby verhungert. Also haben wir angefangen, mit Flasche zuzufüttern und ich habe abgepumpt. Auch an der Flasche hat er am Anfang ewig gebraucht. Ich hatte das Gefühl, er will oder kann irgendwie nicht richtig saugen, sondern nur nuckeln. Aber nach ein paar Taagen wurde es an der Flasche besser.
Ziemlich schnell konnte ich jede zweite Mahlzeit mit Muttermilch bestreiten. Vor der Flasche habe ich ihn immer angelegt, aber er machte einfach nicht richtig seinen Mund auf. Es gab auch Tage, da war ich so frustriert, dass ich ihn gar nicht mehr angelegt habe und nur gepumpt hab. Mein Mann hat mich aber wieder zum häufigeren Anlegen überredet und ich wollte es ja auch... Trotzdem blieb unsere Zufüttermenge sehr hoch. Ich habe dann vieles probiert: besseres Anlegen, einen Besuch bei einer IBCLC, beim Osteopathen... Dann hatten wir beschlossen, wir haben alles versucht und Flasche füttern mit PRE und Muttermilch ist auch ok - danach ging es mir emotional besser und ich hatte auch das Weinen größtenteils eingestellt. Das Pumpen hat auch immer besser funktioniert, so dass ich ab Anfang November fast seinen kompletten Tagesbedarf mit Muttermiclh bestreiten konnte. Aber dann hat uns unser Sohn überrascht: So ab dem 8.11. wollte er immer weniger aus der Flasche trinken und die Milch hat sich im Kühlschrank gestapelt. In der kommenden Woche hab ich ihn zum ersten Mal nachts gestillt und er ist eingeschlafen, ohne dass er was aus der Flasche getrunken hat. Eigentlich super, aber ich hatte sofort Angst, dass er hungert (nach Durchstöbern des Forums weiß ich, dass viele Mütter diese Angst haben und sie selten wirklich berechtigt ist). Also haben wir weiter die Flasche angeboten und auch angefangen zu bechern - auch da wollte er nicht mehr trinken. Ich wusste ja, dass genügend Milch da sein müsste (wegen des Pumpens) und nach einem Telefonat mit der Hebamme haben wir beschlossen, das Experiment zu wagen und einfach nur zu stillen und dazu regelmäßig zu wiegen. Das machen wir jetzt seit dem 15.11. Also eigentlich eine "Erfolgsgeschichte" - und trotzdem mache ich mir immernoch große Sorgen.
Und deshalb brauche ich euch: Mir würde eine Profi-Einschätzung zur Gewichtsentwicklung ungemein helfen. Ich habe meinem Mann versprochen, dass wenn Ihr das OK gebt, die Waage abgeschafft wird und die großen Still-Sorgen aufhören. Daher würde ich mich riesig freuen, wenn ich eine Rückmeldung bekommen könnte.
- Trinkt er wirklich genug? Er hat nämlich eine miserable Technik und macht den Mund nicht richtig weit auf. Ich rolle ihm die Brustwarze in den Mund (wie bei der assymetrischen Anlegetechnik), aber richtig weit auf ist der Mund nie. Vor allem nachts macht er den Mund nur ganz klein auf bzw. "schmatzt" ihn immer kleiner zu. Wenn ihn dann abdocke, um ihn wieder neu andocken zu können, macht er den Mund nicht wieder auf und schläft einfach weiter - da kommt natürlich wieder Panik auf... Ich stille momentan fast ausschließlich in Wiegehaltung, weil ich das Gefühl habe, dass er im Liegen und in der Football-Haltung die Brustwarze nicht richtig festhält und sie verliert. Meine Brustwarzen leiden seltsamerweise überhaupt nicht drunter - sie schmerzen nicht und sehen ganz normal aus. Insofern: Muss sich an seiner Technik was ändern oder werden auch Kinder mit sch*** Technik groß? Ist es wichtig, in verschiedenen Positionen zu stillen?
- Kann es sein, dass durch seine miese Technik meine Milchbildung zurückgeht und er so nicht genug zunimmt? Ich weiß, dass geringe Pumpmengen nichts über die Milchbildung sagen. Aber geht das andersrum? Ich kann teilweise 120ml in 10 Minuten pumpen - heißt das, dass meine Milch wahrscheinlich ausreicht?
- Nimmt er ausreichend zu? Ich habe nach unserer Vorgeschichte echt Bammel, dass er seinen Hunger nicht richtig zeigt und einfach nicht genug bekommt. Denn auch am Anfang war er ein recht ausgeglichenes Baby - ohne große Gewichtszunahme. Deshalb weiß ich nicht, ob ich seinen Hungerzeichen so ganz vertrauen kann... Allerdings ist er nun mit 11 Wochen viel wacher und schläft viel seltener an der Brust ein. Also kann ich die Waage bald verbannen?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Am 09.10. haben wir zum ersten Mal auf Rat der Hebamme zugefüttert. Am nächsten Tag sind wir zum Kinderarzt, der dann meinte "geben Sie ihm so viel in einer Flasche bis er freiwillig loslässt." Das haben wir einmal gemacht, aber das darauf folgende Milchkoma fanden mein Mann und ich irgendwie gruselig. Deshalb haben wir so um die 100 ml angeboten und wenn er danach unzufrieden war, noch etwas zusätzlich. Wir haben die nächste Zeit versucht, ihn nach Bedarf zuzufüttern und ich habe zusätzlich abgepumpt. Anfangs waren das nur wenige Milliliter, dann konnte ich seinen Tagesbedarf komplett decken. Wir haben so zwischen 650-800 ml täglich zugefüttert. Am 15.11. haben wir aufgehört, zuzufüttern. Ich habe eine Zeit lang eine Liste übers Zufüttern geführt, aber Anfang November hab ich damit aufgehört, damit ich sowas wie Normalität spüren konnte.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche, nach Bedarf zu stillen. Meist stille ich alle 2 Stunden. Manchmal auch schon nach einer Stunde wieder, manchmal nach 3. Nachts meldet er sich alle 2 bis 3,5 Stunden zum stillen. Auf 10 bis 12 mal kommen wir immer, denke ich - ich habe am Anfang des Vollstillens gezählt, mache ich aber jetzt nicht mehr. Zwischen 3 und 30 Minuten ist bei der Stilldauer alles dabei. Manchmal trinkt er nur eine Brust, manchmal nimmt er von der angebotenen zweiten Seite noch ein paar Schluck, manchmal trinkt er auch an der zweiten Seite ausgiebig und selten wechsele ich auch nochmal an die 1. Seite zurück. Was mich irritiert, ist, dass sich meine Brüste danach nicht wesentlich anders (also leer) anfühlen. Aber das ist ok, oder?
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Mindestens 4 echt volle Pipi-Windeln, Stuhlgang recht unregelmäßig alle 5-7 Tage, aber manchmal auch an 2 aufeinander folgenden Tagen im klassischen gelb, selten grünlich
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
siehe oben
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Wegen (angeblich) zu flacher Brustwarzen habe ich ab Beginn Stillhütchen genutzt (die ich aber zusammen mit meiner Hebamme so in der 2./3. Woche schon wieder abgewöhnt habe).
Einen Schnuller gab es so lange, bis ich hier gelesen hab, dass sich Kinder den Hunger "wegschnullern" können. Seit er 4(?) Wochen alt ist (genau weiß ich es nicht mehr), haben wir keinen Schnuller mehr genutzt.
Die Flasche haben wir von Beginn an zum zufüttern genutzt, jetzt gibt es sie nur noch, wenn ich zur Rückbildung gehe.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- Die Hebamme kommt nicht mehr zu uns.
- Eine IBCLC-Stillberaterin hat mir eine Übung gezeigt, wie ich meinen Sohn dazu bekommen kann, den Mund weiter zu öffnen -macht er inzwischen auch etwas besser, aber eben nicht so groß, wie ich es bei anderen Babys sehe...,
- Beim Osteopathen waren wir zweimal, er hat eine verschobene Rippe festgestellt, seitdem ist das Saugen auch viel besser!
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
Hier sind alle Gewichtsdaten, die ich habe.
Gemessen wurde auf verschiedenen Waagen: Krankenhaus, Hebamme (Tuchwaage mit Body und frischer Windel - laut ihrer Aussage sind die Werte dann 200g mehr als nackt), Kinderarzt (nackt mit frischer Windel), Waage 1 (da waren wir bei meinen Eltern: geeichte Babywaage aus der Apotheke, nackt mit frischer Windel), Waage 2 (zuhause: geeichte Babywaage aus der Apotheke, nackt mit frischer Windel)
27.09. 3740 Geburt KH
30.09. 3440 Entlassung KH
01.10. 3700 Hebamme
02.10. 3740 Hebamme
03.10. 3760 Hebamme
04.10. 3580 KiA U2
06.10. 3750 Hebamme
07.10. 3790 Hebamme
09.10. 3790 Hebamme
10.10. XXXX KiA (ab dann zugefüttert)
11.10. 3780 Hebamme
13.10. 3970 Hebamme
28.10. 4800 KiA U3
04.11. 5160 Hebamme
15.11. 5480 Waage 1
16.11. 5510 Waage 1
17.11. 5520 Waage 1
18.11. 5570 Waage 1
21.11. 5620 Waage 2
22.11. 5600 Waage 2
24.11. 5690 Waage 2
26.11. 5760 Waage 2
28.11. 5860 Waage 2
30.11. 5840 Waage 2
02.12. 5840 Waage 2
03.12. 5910 Waage 2
07.12. 5980 Waage 2
09.12. 6020 Waage 2
11.12. 6070 Waage 2
13.12. 6020 Waage 2
Ich freue mich auf Eure Rückmeldung!
Liebe Grüße
JuLu