Milchstau und Stilkstreik
Verfasst: 29.10.2016, 18:02
Hallo zusammen!
Ich habe zwei Probleme, ein akutes und ein chronisches...
1. Milchstau
Seit letzten Donnerstag, also seit 2-3 Tagen habe ich einen Milchstau in der linken Brust. Der äußere "Strang" ist betroffen, und eine Stelle ganz oben/außen, quasi an den Achseln. Es war/ist nie richtig hart, aber fester als das restliche Brustgewebe und schmerzt wie eine Prellung. Ich hatte schon öfter mit Staus zu tun (habe tendentiell zu viel Milch), aber die waren nie so hartnäckig.
Ich lege nun vermehrt von der Seite an und kühle nach dem Stillen, bisher vor allem mit diesen blauen Kühlpacks, habe mir gestern aber auch Weißkohl und Retterspitz äußerlich geholt und mit letzterem ab und zu einen Wickel gemacht und die Kohlblätter zum Kühlen benutzt. Habe auch versucht nach dem Stillen noch abzupumpen (Handpumpe) und/oder auszustreichen, das funktioniert aber nicht so richtig (es kommt erst was, aber dann schnell nicht mehr). Zweimal hat auch mein älterer Sohn (2,5j) die Brust noch leer getrunken (er ist eigentlich seit 2 Monaten abgestillt, aber er wollte dann noch als ich ihn gefragt habe. Hoffentlich darf ich ihn jetzt nicht nochmal abstillen...)
Versuche auch mich soweit es geht zu schonen.
Zwischendurch fand ich die Brust auch wieder schön weich (vor allem nach der Hilfe vom Großen), aber die Schmerzen gehen nicht ganz weg und es wird auch imemr wieder so fest.
Hat jemand noch weitere Tipps? Ich habe Sorge, dass sich das irgendwann entzündet. Hatte bei meinem Großen mal eine Brustentzündung, das muss ich nicht nochmal haben...
2. Stillstreik, wenn man es so nennen kann
Leider habe ich hier mit einem chronischen Stillstreik zu kämpfen, was Punkt 1 nicht gerade einfacher macht...
Mein kleiner Sohn ist jetzt 3 Monate alt. So richtig entspannt war das Stillen eigentlich nie bzw. selten oder nur zwischendurch mal, wenn ich so zurück denke. Erst hatten wir das Problem, dass er den Mund nicht richtig auf gemacht hat, und/oder die Zunge quasi oben am Gaumen angesaugt war (ich habe das Gefühl er hat schon im Mutterleib an Zunge+Lippen genuckelt). Und anfangs kamen mir oft seine Hände in die Quere, was mir wegen der Kombination wunde Brustwarzen und scharfe Babyfingernägel nicht so angenehm war, deshalb war ich da leider manchmal auch etwas genervt oder habe geschimpft. Das Problem wurde dann weniger, aber irgendwann fing es an, dass er beim Anlegen oder kurz danach, oder nach einiger Zeit anfing zu schreien. Dass er entspannt an der Brust einschläft war schon immer eher selten (außer nachts).
Seit er 6 Wochen alt ist bekommt er den Schnulli, den er sehr mag. Wenn er beim Anlegen schreit gebe ich ihm den oft, dann beruhigt er sich schnell, und "tausche" dann gegen die Brust. Das hat fast immer funktioniert, (manchmal nach 2-3 Versuchen) bis vor 1,5 Wochen. Generell wurde das Stillen eher schwieriger, und dann gab es eine Situation wo ich leider sehr scharf und laut mit meinem älteren Sohn geschimpft habe, während der Kleine getrunken hat, da hat er sich sehr arg erschrocken und dies hat die Situation verschärft. Einige Tage war es sehr sehr schwer ihn an die Brust zu bekommen, fast nur im Halbschlaf war es möglich, oder in ganz neuen Positionen (er auf dem Stillkissen-U auf der Couch liegend, ich darüber gebeugt). Der "Schnulli-Trick" hat auch nicht mehr oder erst nach mehreren Versuchen funktioniert, und auch nachts ist es seitdem oft problematisch. Zwischendurch wurde es wieder einfacher, auch ohne Schnuller ließ er sich schon mal anlegen, aber jetzt wird es wieder schlimmer.
Da ich ein ganz ähnliches Problem beim Großen auch hatte, und damals eine Stillberaterin kontaktiert hatte, stille ich zb schon immer eher bergauf, weil ich einen starken MSR habe. Beim Großen hatten wir nie eine Ursache gefunden, stillen ging erst mit 4-5 Monaten wieder entspannt. Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps, damit das jetzt beim Kleinen nicht auch noch so lange dauert - unterwegs stillen ist nicht möglich, aber ich möchte ja dem Großen nicht seine Spielgruppen etc nehmen... Ich stille jetzt immer vorher und bete, dass es dann klappt und der Kleine bis danach keinen Hunger bekommt. Entspannt ist anders...
Achja, wir versuchen seit sich die Situation so verschärft hat so gut es geht auf den Schnuller zu verzichten, aber ganz ist das kaum möglich. Ohne dieses "anfixen" klappt das Anlegen oft gar nicht, und nachts/frühmorgens "darf" der Kleine nicht schreien, damit er den Großen nicht weckt (schlafen alle im Familienbett).
Ich habe bestimmt noch ein paar Infos vergessen, aber die liefere ich dann noch nach, wenn mir noch etwas relevantes einfällt...
Entschuldigt den langen Text, ich hoffe es hat sich jemand durchgekämpft...
Lg
Ich habe zwei Probleme, ein akutes und ein chronisches...
1. Milchstau
Seit letzten Donnerstag, also seit 2-3 Tagen habe ich einen Milchstau in der linken Brust. Der äußere "Strang" ist betroffen, und eine Stelle ganz oben/außen, quasi an den Achseln. Es war/ist nie richtig hart, aber fester als das restliche Brustgewebe und schmerzt wie eine Prellung. Ich hatte schon öfter mit Staus zu tun (habe tendentiell zu viel Milch), aber die waren nie so hartnäckig.
Ich lege nun vermehrt von der Seite an und kühle nach dem Stillen, bisher vor allem mit diesen blauen Kühlpacks, habe mir gestern aber auch Weißkohl und Retterspitz äußerlich geholt und mit letzterem ab und zu einen Wickel gemacht und die Kohlblätter zum Kühlen benutzt. Habe auch versucht nach dem Stillen noch abzupumpen (Handpumpe) und/oder auszustreichen, das funktioniert aber nicht so richtig (es kommt erst was, aber dann schnell nicht mehr). Zweimal hat auch mein älterer Sohn (2,5j) die Brust noch leer getrunken (er ist eigentlich seit 2 Monaten abgestillt, aber er wollte dann noch als ich ihn gefragt habe. Hoffentlich darf ich ihn jetzt nicht nochmal abstillen...)
Versuche auch mich soweit es geht zu schonen.
Zwischendurch fand ich die Brust auch wieder schön weich (vor allem nach der Hilfe vom Großen), aber die Schmerzen gehen nicht ganz weg und es wird auch imemr wieder so fest.
Hat jemand noch weitere Tipps? Ich habe Sorge, dass sich das irgendwann entzündet. Hatte bei meinem Großen mal eine Brustentzündung, das muss ich nicht nochmal haben...
2. Stillstreik, wenn man es so nennen kann
Leider habe ich hier mit einem chronischen Stillstreik zu kämpfen, was Punkt 1 nicht gerade einfacher macht...
Mein kleiner Sohn ist jetzt 3 Monate alt. So richtig entspannt war das Stillen eigentlich nie bzw. selten oder nur zwischendurch mal, wenn ich so zurück denke. Erst hatten wir das Problem, dass er den Mund nicht richtig auf gemacht hat, und/oder die Zunge quasi oben am Gaumen angesaugt war (ich habe das Gefühl er hat schon im Mutterleib an Zunge+Lippen genuckelt). Und anfangs kamen mir oft seine Hände in die Quere, was mir wegen der Kombination wunde Brustwarzen und scharfe Babyfingernägel nicht so angenehm war, deshalb war ich da leider manchmal auch etwas genervt oder habe geschimpft. Das Problem wurde dann weniger, aber irgendwann fing es an, dass er beim Anlegen oder kurz danach, oder nach einiger Zeit anfing zu schreien. Dass er entspannt an der Brust einschläft war schon immer eher selten (außer nachts).
Seit er 6 Wochen alt ist bekommt er den Schnulli, den er sehr mag. Wenn er beim Anlegen schreit gebe ich ihm den oft, dann beruhigt er sich schnell, und "tausche" dann gegen die Brust. Das hat fast immer funktioniert, (manchmal nach 2-3 Versuchen) bis vor 1,5 Wochen. Generell wurde das Stillen eher schwieriger, und dann gab es eine Situation wo ich leider sehr scharf und laut mit meinem älteren Sohn geschimpft habe, während der Kleine getrunken hat, da hat er sich sehr arg erschrocken und dies hat die Situation verschärft. Einige Tage war es sehr sehr schwer ihn an die Brust zu bekommen, fast nur im Halbschlaf war es möglich, oder in ganz neuen Positionen (er auf dem Stillkissen-U auf der Couch liegend, ich darüber gebeugt). Der "Schnulli-Trick" hat auch nicht mehr oder erst nach mehreren Versuchen funktioniert, und auch nachts ist es seitdem oft problematisch. Zwischendurch wurde es wieder einfacher, auch ohne Schnuller ließ er sich schon mal anlegen, aber jetzt wird es wieder schlimmer.
Da ich ein ganz ähnliches Problem beim Großen auch hatte, und damals eine Stillberaterin kontaktiert hatte, stille ich zb schon immer eher bergauf, weil ich einen starken MSR habe. Beim Großen hatten wir nie eine Ursache gefunden, stillen ging erst mit 4-5 Monaten wieder entspannt. Ich hoffe, ihr habt ein paar Tipps, damit das jetzt beim Kleinen nicht auch noch so lange dauert - unterwegs stillen ist nicht möglich, aber ich möchte ja dem Großen nicht seine Spielgruppen etc nehmen... Ich stille jetzt immer vorher und bete, dass es dann klappt und der Kleine bis danach keinen Hunger bekommt. Entspannt ist anders...
Achja, wir versuchen seit sich die Situation so verschärft hat so gut es geht auf den Schnuller zu verzichten, aber ganz ist das kaum möglich. Ohne dieses "anfixen" klappt das Anlegen oft gar nicht, und nachts/frühmorgens "darf" der Kleine nicht schreien, damit er den Großen nicht weckt (schlafen alle im Familienbett).
Ich habe bestimmt noch ein paar Infos vergessen, aber die liefere ich dann noch nach, wenn mir noch etwas relevantes einfällt...
Entschuldigt den langen Text, ich hoffe es hat sich jemand durchgekämpft...
Lg