Stillen auch nach 9 Wochen noch schmerzhaft
Verfasst: 28.10.2016, 14:50
Hallo zusammen,
ich bin mit meinem Latein am Ende und wäre dankbar über eure Hilfe.
Meine Tochter wurde vor 9 Wochen geboren und seitdem stille ich voll, allerdings durchgehend unter mehr oder auch mal zeitweise etwas weniger Schmerzen an den Brustwarzen/Brüsten.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein, sie hat immer ausreichend zugenommen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen 6-8 Mal pro Tag, jeweils ungefähr 10-15 Minuten pro Seite, manchmal ist sie bei der zweiten Seite schon nach wenigen Minuten satt. Ich stille nach Bedarf, was bis vor kurzem ca. alle 3-4 Stunden war. Seit ein paar Tagen wecke ich sie nachts nicht mehr zum Stillen, und sie schläft so 6-7 Stunden durch und dann nach dem Stillen nochmal 2-4 Stunden. Tagsüber sind wir jetzt bei Abständen von 2-4 Stunden, je nachdem wann sie sich meldet. Unterwegs schläft sie z.B. oft lange, so dass es dann mal 4 Stunden Abstand sein können, wenn sie wach ist kommt sie eher alle 2-3 Stunden.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Meine Tochter hat meist 5-7 volle Windeln, 3-4 Mal am Tag hat sie Stuhlgang.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Die Geburt war ein Kaiserschnitt nach fast 20 Stunden Wehen, meine Tochter war aber die ganze Zeit bei mir. Ungefähr eine Stunde nach der Geburt hat man sie mir das erste Mal an die Brust gelegt. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass sie erhöhte Entzündungswerte hatte, die sich zum Glück nach 3 Tagen wieder normalisiert haben, aber das hat uns natürlich viel Sorgen bereitet. Ich hatte im Krankenhaus leider sehr wenig Hilfe/Beratung beim Stillen, die meisten Infos habe ich mir eigentlich selber von einem im Stillzimmer aushängenden Plakat geholt... An den ersten beiden Tagen hatte meine Tochter Schwierigkeiten beim Andocken und hat mehr an der Spitze genuckelt und wenig getrunken. Meine Brustwarzen waren so schnell wund und blutig. Hilfe gab es wie gesagt kaum, noch dazu die Sorge um die Entzündungswerte, so war ich an Tag 3 dankbar als man mir ein Stillhütchen gab, mit dem sie dann gut getrunken hat.
Meine Brustwarzen sind seitdem eigentlich durchgehend wund und entzündet. Sie sind rot und brennen (auch zwischen den Stillmahlzeiten), was auch bei ständiger Benutzung der Stillhütchen nicht gänzlich weggeht, allerdings deutlich besser wird. Versuche ohne Stillhütchen zu stillen gab es schon viele, ich habe auch schon mehrere Tage in Folge erfolgreich und zunächst schmerzfrei ohne Hütchen gestillt, was allerdings immer dazu führte, dass die Brustwarzen nach einiger Zeit wieder stärker schmerzten.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Seit sie 3 Wochen alt ist nimmt sie zwischendurch einen Schnuller.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wegen der Stillproblematik hat mir bisher die Hebamme geholfen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Was wir bisher versucht haben ist viel Luft, Wollfett, Beinwellsalbe, Heilwolle, Multi-Mam-Kompressen und Wolle-Seide-Einlagen statt Einmaleinlagen. Aktuell teste ich als letzte Idee Schwarztee-Kompressen aus. Außerdem habe ich bereits zweimal eine Pilz-Behandlung bei mir und meiner Tochter durchgeführt mit Nystatin-Salbe bzw. Mundgel, da ich zusätzlich auch stark ziehende Schmerzen in der Brust hatte schließe ich gerade eine zweiwöchige Fluconazol-Einnahme ab wegen Verdachts auf Pilz in den Milchgängen. Zusätzlich nehme ich 600 mg Magnesium täglich da die Brustwarzen nach dem Stillen teilweise weiß wurden.
Das Ziehen in der Brust ist im Moment verschwunden, hier scheinen also Fluconazol und/oder Magnesium geholfen zu haben.
In den letzten beiden Wochen habe ich konsequent die Stillhütchen verwendet und das Stillen war so gut aushaltbar. Links so gut wie schmerzfrei, rechts nur leichtes Ziepen. Gestern habe ich dann mal wieder versucht nach einigen Minuten das Stillhütchen wegzulassen. Es gab zunächst einige Andockprobleme und Zappelei, schließlich hat meine Tochter aber angedockt und gut getrunken. Schon beim zweiten Versuch begannen aber wieder die Schmerzen, und zwar vor allem an der Stelle wo ihr Unterkiefer sitzt. Ich habe deshalb mehrfach ab- und wieder angedockt, es wurde aber leider nicht besser und meine Tochter schrie schließlich nur noch frustriert, so dass ich wieder ein Hütchen genommen habe. Seitdem stille ich nun wieder mit Hütchen, allerdings tut es jetzt auch wieder mit Hut weh
Ich gebe mir alle Mühe sie sorgfältig Anzulegen, damit sie möglichst viel Brust in den Mund bekommt. Ich habe es auch schon mit der asymmetrischen Anlegetechnik probiert, aber es will mir scheinbar einfach nicht gelingen, sie korrekt anzulegen. Ich habe das Gefühl, sie macht ihren Mund einfach nicht weit genug auf, sie ist eher hektisch am auf und zu machen und so fällt es mir sehr schwer den richtigen Moment abzupassen. Durch die Stillhütchen ist sie natürlich auch gewöhnt, dass sie die Brust quasi "einsaugen" kann. Tagsüber stille ich im Wiegegriff, da habe ich das Gefühl den besten "Überblick" zu haben. Nachts stille ich im Liegen, da habe ich das Gefühl so gar keine Kontrolle zu haben da mir irgendwie ein dritter Arm fehlt
Den Football-Griff haben wir auch schon ausprobiert, mal klappt es da ganz gut, mal hampele ich nur mit der Position/Kissen/Kind rum.
Ich bin mittlerweile so frustriert, dass die erfolglosen Versuche das Hütchen wegzulassen auch bei mir mit Heulerei enden. Ich würde so gerne ohne Hütchen stillen, könnte mich aber durchaus damit abfinden es die ganze Zeit zu verwenden, WENN es wenigstens damit komplett schmerzfrei und angenehm wäre. Aber das ist ja leider auch nicht der Fall
Ich finde es so schade, dass dieses leidige Stillthema eigentlich die ganze Zeit präsent ist und es belastet mich sehr, ich hätte so gerne eine schöne, entspannte Stillbeziehung mit meiner Tochter. So zähle ich aber eher die Zeit bis ein halbes Jahr um ist (das möchte ich unbedingt schaffen) und ich mit Beikost und Abstillen beginnen kann
Falls ihr mir also noch irgendwie helfen könnt, wäre ich sehr dankbar!
Viele Grüße
Apfel
ich bin mit meinem Latein am Ende und wäre dankbar über eure Hilfe.
Meine Tochter wurde vor 9 Wochen geboren und seitdem stille ich voll, allerdings durchgehend unter mehr oder auch mal zeitweise etwas weniger Schmerzen an den Brustwarzen/Brüsten.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein, sie hat immer ausreichend zugenommen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen 6-8 Mal pro Tag, jeweils ungefähr 10-15 Minuten pro Seite, manchmal ist sie bei der zweiten Seite schon nach wenigen Minuten satt. Ich stille nach Bedarf, was bis vor kurzem ca. alle 3-4 Stunden war. Seit ein paar Tagen wecke ich sie nachts nicht mehr zum Stillen, und sie schläft so 6-7 Stunden durch und dann nach dem Stillen nochmal 2-4 Stunden. Tagsüber sind wir jetzt bei Abständen von 2-4 Stunden, je nachdem wann sie sich meldet. Unterwegs schläft sie z.B. oft lange, so dass es dann mal 4 Stunden Abstand sein können, wenn sie wach ist kommt sie eher alle 2-3 Stunden.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Meine Tochter hat meist 5-7 volle Windeln, 3-4 Mal am Tag hat sie Stuhlgang.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Die Geburt war ein Kaiserschnitt nach fast 20 Stunden Wehen, meine Tochter war aber die ganze Zeit bei mir. Ungefähr eine Stunde nach der Geburt hat man sie mir das erste Mal an die Brust gelegt. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass sie erhöhte Entzündungswerte hatte, die sich zum Glück nach 3 Tagen wieder normalisiert haben, aber das hat uns natürlich viel Sorgen bereitet. Ich hatte im Krankenhaus leider sehr wenig Hilfe/Beratung beim Stillen, die meisten Infos habe ich mir eigentlich selber von einem im Stillzimmer aushängenden Plakat geholt... An den ersten beiden Tagen hatte meine Tochter Schwierigkeiten beim Andocken und hat mehr an der Spitze genuckelt und wenig getrunken. Meine Brustwarzen waren so schnell wund und blutig. Hilfe gab es wie gesagt kaum, noch dazu die Sorge um die Entzündungswerte, so war ich an Tag 3 dankbar als man mir ein Stillhütchen gab, mit dem sie dann gut getrunken hat.
Meine Brustwarzen sind seitdem eigentlich durchgehend wund und entzündet. Sie sind rot und brennen (auch zwischen den Stillmahlzeiten), was auch bei ständiger Benutzung der Stillhütchen nicht gänzlich weggeht, allerdings deutlich besser wird. Versuche ohne Stillhütchen zu stillen gab es schon viele, ich habe auch schon mehrere Tage in Folge erfolgreich und zunächst schmerzfrei ohne Hütchen gestillt, was allerdings immer dazu führte, dass die Brustwarzen nach einiger Zeit wieder stärker schmerzten.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Seit sie 3 Wochen alt ist nimmt sie zwischendurch einen Schnuller.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wegen der Stillproblematik hat mir bisher die Hebamme geholfen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Was wir bisher versucht haben ist viel Luft, Wollfett, Beinwellsalbe, Heilwolle, Multi-Mam-Kompressen und Wolle-Seide-Einlagen statt Einmaleinlagen. Aktuell teste ich als letzte Idee Schwarztee-Kompressen aus. Außerdem habe ich bereits zweimal eine Pilz-Behandlung bei mir und meiner Tochter durchgeführt mit Nystatin-Salbe bzw. Mundgel, da ich zusätzlich auch stark ziehende Schmerzen in der Brust hatte schließe ich gerade eine zweiwöchige Fluconazol-Einnahme ab wegen Verdachts auf Pilz in den Milchgängen. Zusätzlich nehme ich 600 mg Magnesium täglich da die Brustwarzen nach dem Stillen teilweise weiß wurden.
Das Ziehen in der Brust ist im Moment verschwunden, hier scheinen also Fluconazol und/oder Magnesium geholfen zu haben.
In den letzten beiden Wochen habe ich konsequent die Stillhütchen verwendet und das Stillen war so gut aushaltbar. Links so gut wie schmerzfrei, rechts nur leichtes Ziepen. Gestern habe ich dann mal wieder versucht nach einigen Minuten das Stillhütchen wegzulassen. Es gab zunächst einige Andockprobleme und Zappelei, schließlich hat meine Tochter aber angedockt und gut getrunken. Schon beim zweiten Versuch begannen aber wieder die Schmerzen, und zwar vor allem an der Stelle wo ihr Unterkiefer sitzt. Ich habe deshalb mehrfach ab- und wieder angedockt, es wurde aber leider nicht besser und meine Tochter schrie schließlich nur noch frustriert, so dass ich wieder ein Hütchen genommen habe. Seitdem stille ich nun wieder mit Hütchen, allerdings tut es jetzt auch wieder mit Hut weh
Ich gebe mir alle Mühe sie sorgfältig Anzulegen, damit sie möglichst viel Brust in den Mund bekommt. Ich habe es auch schon mit der asymmetrischen Anlegetechnik probiert, aber es will mir scheinbar einfach nicht gelingen, sie korrekt anzulegen. Ich habe das Gefühl, sie macht ihren Mund einfach nicht weit genug auf, sie ist eher hektisch am auf und zu machen und so fällt es mir sehr schwer den richtigen Moment abzupassen. Durch die Stillhütchen ist sie natürlich auch gewöhnt, dass sie die Brust quasi "einsaugen" kann. Tagsüber stille ich im Wiegegriff, da habe ich das Gefühl den besten "Überblick" zu haben. Nachts stille ich im Liegen, da habe ich das Gefühl so gar keine Kontrolle zu haben da mir irgendwie ein dritter Arm fehlt
Ich bin mittlerweile so frustriert, dass die erfolglosen Versuche das Hütchen wegzulassen auch bei mir mit Heulerei enden. Ich würde so gerne ohne Hütchen stillen, könnte mich aber durchaus damit abfinden es die ganze Zeit zu verwenden, WENN es wenigstens damit komplett schmerzfrei und angenehm wäre. Aber das ist ja leider auch nicht der Fall
Ich finde es so schade, dass dieses leidige Stillthema eigentlich die ganze Zeit präsent ist und es belastet mich sehr, ich hätte so gerne eine schöne, entspannte Stillbeziehung mit meiner Tochter. So zähle ich aber eher die Zeit bis ein halbes Jahr um ist (das möchte ich unbedingt schaffen) und ich mit Beikost und Abstillen beginnen kann
Falls ihr mir also noch irgendwie helfen könnt, wäre ich sehr dankbar!
Viele Grüße
Apfel