Nicht stillen können als psy. Belastung
Verfasst: 19.10.2016, 15:23
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, also erzähl ich einfach drauf los...
Meine Kleine ist nun fast 11 Wochen alt, sie kam leider per Kaiserschnitt zur Welt (Geburtsstillstand). Mit dem Kaiserschnitt komme ich nicht gut klar. Nach der OP konnte ich nicht gleich zur Kleinen, weil sie mich nicht zunähen konnten, da ein Tupfer oder irgendsowas unauffindbar war (es wurde geröngt). Als ich dann endlich aus dem OP rauskam, habe ich sie kurz (15 min) auf die Brust bekommen und musste dann sofort wieder weiter in den Aufwachraum. In der Zwischenzeit hat der Papa die Kleine bekommen und hat sie auf seinen nackten Oberkörper gelegt (sie war leider schon angezogen). Er musste sich aber auch bald wieder anziehen, weil er mit der Kleinen auf die Station sollte. Nach dem Aufwachraum (2 - 3 Stunden später) durfte ich dann endlich zu meiner Kleinen und habe sie auch sofort wieder auf die Brust genommen und eine Schwester hat sie mir dann etwas später ausgezogen und wir konnten endlich Haut an Haut kuscheln.
Ich habe sie immer viel angelegt und sie hat auch fleißig gesaugt. Meine Brustwarzen wurden schnell wund und haben sehr geschmerzt und ich habe weiter gemacht. In der nächsten Nacht hat sie nichts geschlafen, weil sie zwischen dem Anlegen nur gebrüllt hat und da wusste ich, dass sie so schreit, weil sie Hunger hatte. Am Abend davor wurde mir gesagt, dass die Babys zwei Tage locker auskommen, weil sie noch so viel Fruchtwasser im Magen hätten, ich weiter viel anlegen soll und die Schmerzen einfach aushalten muss. Am nächsten Morgen hat sie wieder geschrien und dann wurde ich von einer Schwester richtiggehend nieder gemacht, warum ich denn in der Nacht nicht geläutet hätte, wenn ich Stillschwierigkeiten habe und ich mir jetzt überlegen muss wie es weiter geht. Die Kleine hat dann weiterhin viel geweint, ich habe weiterhin viel angelegt und dann kam ich zu dem Punkt, wo ich mir dachte, dass ich mein Kind nicht hungern lassen darf. Ich war froh, diese Entscheidung selbst treffen zu können, denn spätestens am nächsten Tag hätte ich wohl vom KH aus zufüttern müssen, wegen ihrer Abnahme. Die ersten paar Mal wurde noch über Finger und Brust per Sonde zugefüttert, ich bin dann aber auf die Flasche umgestiegen, da ich ja zu hause auch so zufüttern musste (ein Brusternährungsset wurde mir leider nicht empfohlen). Mit dem Zufüttern fing auch das Abpumpen an, angelegt habe ich auch weiterhin viel. Und als mein Baby endlich einmal satt war habe ich mir gedacht, es ist so egal, ob die Mumi oder Pre bekommt, hauptsache sie muss keinen Hunger leiden (dieser Gedanke tröstet mich leider nicht mehr). Am vierten Tag gingen wir nach hause, vom Milcheinschuss war noch immer nichts zu merken. Von der Schwester die mich so angefahren hat wurde ich noch gefragt, wie wir jetzt zu hause weiter machen. Ich meinte, dass ich auf den Milcheinschuss warte und eigentlich vollstillen möchte. Sie meinte daraufhin, dass sie ja meine Brust gesehen hätte, ich kein Drüsengewebe habe und nicht richtig stillen werde können.
Zu hause ging es weiter mit Anlegen, Zufüttern und Abpumpen. Langsam kam ein wenig Milch, aber einen richtigen Milcheinschuss hatte ich nicht. Die Flasche hasste ich von Tag zu Tag mehr. Als die Kleine 4 - 5 Wochen alt war, ging ich zur Stilberatung. Sie hat meine Brust abgetastet und gesagt, dass sie schon Drüsengewebe spürt, als ich ihr von meinem PCO erzählte, meinte sie, dass das Schuld sei, warum ich fast keine Milch habe. Ich solle die Brust zum Kuscheln und beruhigen einsetzen (ein Brusternährungsset wurde mir wieder nicht empfohlen). Ich habe dann mit dem Pumpen aufgehört. 1 - 2 Wochen später wurde sie immer sehr unruhig an der Brust und ich konnte sie nur noch kurz anlegen. Dann irgendwann konnte ich sie nur noch in der Nacht ein paar Minuten anlegen und mittlerweile geht auch das fast nicht mehr. Sie beginnt gleich zu schreien, weil zu wenig Milch kommt. Jetzt habe ich wieder mit dem Abpumpen begonnen. Pro Tag (2 - 5 × pumpen) schaffe ich +/- 20 ml (früher wars auch nicht mehr, habe aber öfters gepumpt). Bei der Frauenärztin haben wir auch nachgefragt, die aber meint, dass es nicht am PCO liegt, sondern am Stress während Schwangerschaft und Geburt.
Jetzt habe ich mir ein Brusternährungsset geholt, vermutlich ist es aber zu spät dafür, da sie mir die Brust ja so gut wie nicht mehr nimmt. Gestern Abend haben wir einen Versuch gestartet, welcher total daneben ging. War auch ein schlechter Zeitpunkt, da die abends immer sehr sensibel ist. Ich weiß jetzt nicht, ob wir es n8cheinmal versuchen sollen, oder ob wir eh gar keine Chance haben.
Ich hasse die Flasche und die Prenahrung. Nie hätte ich mir gedacht, dass es mir ein so starkes innerstes Bedürfnis wäre richtig stillen zu können. Ich leide sehr an diesem Umstand und dass die Kleine die Brust so gut wie nicht mehr nimmt, gibt mir den Rest. Die 20 ml Mumi die sie am Tag bekommt, sind wahrscheinlich lächerlich, aber es ist mir so wichtig. Und wenn man dann noch überall zu lesen bekommt, dass fast alle Frauen stillen können... Es belastet mich so sehr und niemand kann das verstehen... Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Gibt es vielleicht irgendjemanden hier, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, oder dem es auch nicht gut geht, wegen dem Nichtstillen?
Quäle ich meine Kleine, wenn ich weiterhin manchmal probiere ihr die Brust zu geben? Oder soll ich ganz damit aufhören?
Hat sie von den 20 ml Mumi irgendwas, oder ist das nur für mich, zur "Beruhigung"?
Der Text ist jetzt leider sehr lang geworden, ich hoffe, das ist kein Problem. Ich bin einfach am verzweifeln...
Meine Kleine ist nun fast 11 Wochen alt, sie kam leider per Kaiserschnitt zur Welt (Geburtsstillstand). Mit dem Kaiserschnitt komme ich nicht gut klar. Nach der OP konnte ich nicht gleich zur Kleinen, weil sie mich nicht zunähen konnten, da ein Tupfer oder irgendsowas unauffindbar war (es wurde geröngt). Als ich dann endlich aus dem OP rauskam, habe ich sie kurz (15 min) auf die Brust bekommen und musste dann sofort wieder weiter in den Aufwachraum. In der Zwischenzeit hat der Papa die Kleine bekommen und hat sie auf seinen nackten Oberkörper gelegt (sie war leider schon angezogen). Er musste sich aber auch bald wieder anziehen, weil er mit der Kleinen auf die Station sollte. Nach dem Aufwachraum (2 - 3 Stunden später) durfte ich dann endlich zu meiner Kleinen und habe sie auch sofort wieder auf die Brust genommen und eine Schwester hat sie mir dann etwas später ausgezogen und wir konnten endlich Haut an Haut kuscheln.
Ich habe sie immer viel angelegt und sie hat auch fleißig gesaugt. Meine Brustwarzen wurden schnell wund und haben sehr geschmerzt und ich habe weiter gemacht. In der nächsten Nacht hat sie nichts geschlafen, weil sie zwischen dem Anlegen nur gebrüllt hat und da wusste ich, dass sie so schreit, weil sie Hunger hatte. Am Abend davor wurde mir gesagt, dass die Babys zwei Tage locker auskommen, weil sie noch so viel Fruchtwasser im Magen hätten, ich weiter viel anlegen soll und die Schmerzen einfach aushalten muss. Am nächsten Morgen hat sie wieder geschrien und dann wurde ich von einer Schwester richtiggehend nieder gemacht, warum ich denn in der Nacht nicht geläutet hätte, wenn ich Stillschwierigkeiten habe und ich mir jetzt überlegen muss wie es weiter geht. Die Kleine hat dann weiterhin viel geweint, ich habe weiterhin viel angelegt und dann kam ich zu dem Punkt, wo ich mir dachte, dass ich mein Kind nicht hungern lassen darf. Ich war froh, diese Entscheidung selbst treffen zu können, denn spätestens am nächsten Tag hätte ich wohl vom KH aus zufüttern müssen, wegen ihrer Abnahme. Die ersten paar Mal wurde noch über Finger und Brust per Sonde zugefüttert, ich bin dann aber auf die Flasche umgestiegen, da ich ja zu hause auch so zufüttern musste (ein Brusternährungsset wurde mir leider nicht empfohlen). Mit dem Zufüttern fing auch das Abpumpen an, angelegt habe ich auch weiterhin viel. Und als mein Baby endlich einmal satt war habe ich mir gedacht, es ist so egal, ob die Mumi oder Pre bekommt, hauptsache sie muss keinen Hunger leiden (dieser Gedanke tröstet mich leider nicht mehr). Am vierten Tag gingen wir nach hause, vom Milcheinschuss war noch immer nichts zu merken. Von der Schwester die mich so angefahren hat wurde ich noch gefragt, wie wir jetzt zu hause weiter machen. Ich meinte, dass ich auf den Milcheinschuss warte und eigentlich vollstillen möchte. Sie meinte daraufhin, dass sie ja meine Brust gesehen hätte, ich kein Drüsengewebe habe und nicht richtig stillen werde können.
Zu hause ging es weiter mit Anlegen, Zufüttern und Abpumpen. Langsam kam ein wenig Milch, aber einen richtigen Milcheinschuss hatte ich nicht. Die Flasche hasste ich von Tag zu Tag mehr. Als die Kleine 4 - 5 Wochen alt war, ging ich zur Stilberatung. Sie hat meine Brust abgetastet und gesagt, dass sie schon Drüsengewebe spürt, als ich ihr von meinem PCO erzählte, meinte sie, dass das Schuld sei, warum ich fast keine Milch habe. Ich solle die Brust zum Kuscheln und beruhigen einsetzen (ein Brusternährungsset wurde mir wieder nicht empfohlen). Ich habe dann mit dem Pumpen aufgehört. 1 - 2 Wochen später wurde sie immer sehr unruhig an der Brust und ich konnte sie nur noch kurz anlegen. Dann irgendwann konnte ich sie nur noch in der Nacht ein paar Minuten anlegen und mittlerweile geht auch das fast nicht mehr. Sie beginnt gleich zu schreien, weil zu wenig Milch kommt. Jetzt habe ich wieder mit dem Abpumpen begonnen. Pro Tag (2 - 5 × pumpen) schaffe ich +/- 20 ml (früher wars auch nicht mehr, habe aber öfters gepumpt). Bei der Frauenärztin haben wir auch nachgefragt, die aber meint, dass es nicht am PCO liegt, sondern am Stress während Schwangerschaft und Geburt.
Jetzt habe ich mir ein Brusternährungsset geholt, vermutlich ist es aber zu spät dafür, da sie mir die Brust ja so gut wie nicht mehr nimmt. Gestern Abend haben wir einen Versuch gestartet, welcher total daneben ging. War auch ein schlechter Zeitpunkt, da die abends immer sehr sensibel ist. Ich weiß jetzt nicht, ob wir es n8cheinmal versuchen sollen, oder ob wir eh gar keine Chance haben.
Ich hasse die Flasche und die Prenahrung. Nie hätte ich mir gedacht, dass es mir ein so starkes innerstes Bedürfnis wäre richtig stillen zu können. Ich leide sehr an diesem Umstand und dass die Kleine die Brust so gut wie nicht mehr nimmt, gibt mir den Rest. Die 20 ml Mumi die sie am Tag bekommt, sind wahrscheinlich lächerlich, aber es ist mir so wichtig. Und wenn man dann noch überall zu lesen bekommt, dass fast alle Frauen stillen können... Es belastet mich so sehr und niemand kann das verstehen... Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Gibt es vielleicht irgendjemanden hier, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, oder dem es auch nicht gut geht, wegen dem Nichtstillen?
Quäle ich meine Kleine, wenn ich weiterhin manchmal probiere ihr die Brust zu geben? Oder soll ich ganz damit aufhören?
Hat sie von den 20 ml Mumi irgendwas, oder ist das nur für mich, zur "Beruhigung"?
Der Text ist jetzt leider sehr lang geworden, ich hoffe, das ist kein Problem. Ich bin einfach am verzweifeln...