Wunde Brust und Milchstaus
Verfasst: 08.10.2016, 17:26
Unser 2. Sohn ist jetzt 6 Wochen alt und ich habe eine wunde linke Brustwarze und hatte auf der Seite schon eine Brustentzündung mit 7 Tage Antibiotikabehandlung (CefuHexal 500) sowie danach 2 mal Milchstau 2 bis 3 Tage. Das Saugen ist schmerzhaft. Durch starken Milchspendereflex geht er nach paar Sekunden an Spitze der BW oder lässt Brust los (zieht sich schmerzhaft ab). Was kann ich tun?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Keine Zufütterung notwendig.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? ¬
Stillen alle 2 Stunden, manchmal 1,5 Stunden tagsüber, nachts etwas weniger. Wir kommen auf 11 Stillmahlzeiten pro Tag. Er trinkt große Schlucke, 5 – 7 Minuten lang an einer Seite. Dann schläft er oft ein und ich bekomme ihn schwer wach für die 2. Seite. Im Krhs haben sie mir gesagt, ich kann dann einfach die 2. Brust beim nächsten Mal anbieten, er hat ja ausreichend getrunken und nimmt gut zu. So habe ich es die ersten ca .3 Wochen gemacht. Da der Milchspendereflex* sehr stark ist, habe ich dann nach ca. 3 Wochen doch versucht, links – rechts bei einer Mahlzeit und bei der nächsten dann rechts – links usw. Das geht jetzt tagsüber meist ganz gut. Nachts wecke ich ihn ungern nach der ersten Seite, da er dann an der 2. Seite nicht wieder einschläft, sondern nachts weint. Er hat jetzt auch abends angefangen, viel zu weinen (ca. 19 bis 21 Uhr, 1 – 2 Stunden im Bett auf meinem Bauch liegend). Ansonsten schläft er viel zwischen den Mahlzeiten.
Seit ein paar Tagen schnalzt er, vor allem wenn er rechts an der unproblematischen Seite trinkt (kann Vakuum nicht halten). Manchmal auch links.
* Milchspendereflex: Ohne Ansaugen oder wenn er rechts trinkt, dann laufen links schon mal gerne 10 – 15 ml heraus.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Jede Windel hat etwas gelblichen Stuhlgang, mal mehr mal weniger. Ich wickel ca. alle 3 – 5 Stunden. Jedesmal Pipi drin.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Die Geburt war Ende August 3 Tage vor dem errechneten Termin komplikationslos und stressfrei. 8 Stunden (Spontangeburt). Sonntag morgen um 04:50 Uhr im Krankenhaus. 3650 g und 53 cm. Er wurde mir gleich auf die Brust gelegt und wir konnten lange kuscheln. Er hat sehr schrill geschrien, sich dann aber auf der Brust beruhigt. 3 Anlegeversuche im Kreißsaal. Er hat die Brust gut weit in den Mund genommen, jedoch nicht gesaugt. So ging es auch die nächsten Tage, gesaugt hat er nicht. Am 3. Tag war der Milcheinschuss. Sehr heftig und schmerzhaft. In der Nacht habe ich dann verzweifelt eine halbe Tasse Salbeitee getrunken. Morgens ging es dann wieder, Spannung hat nachgelassen. Er konnte die pralle Brust jedoch schwer fassen. Dienstag war die U2, Gewichtsmäßig alles ok und Mittwoch sind wir nachmittags nach Hause gefahren (weil ich ihn vorher nicht selbst anlegen konnte, da er die Brust nicht fassen konnte). Ca. 3 Tage lang ging das Stillen gut, er hat den Mund weit geöffnet und die Brustwarzen waren auch nicht wund (wie beim 1. Kind ab der ersten Nacht). Ich habe ihm jedoch an 3 unterschiedlichen Tagen je einmal für ca. 15 Minuten meinen kleinen Finger zum Beruhigen gegeben. Ich habe das Gefühl, dass er danach den Mund nicht mehr weit aufgemacht hat (da war er dann ca. 1,5 oder 2 Wochen alt). Oder das lag am starken Milchspendereflex, der ihn verschlucken lässt. Er nahm zuerst die Brust gut in den Mund. Wenn die Milch dann herausspritzt, dann geht er zurück an die Brustspitze. Hebammen im Krhs. meinen, er ist so schlau, das macht er wegen der herausspritzenden Milch.
Rechte Brust ist unempfindlich. Weich und scheint kleiner. Sie hat auch gut Milch. In den letzten Tagen ist er aber immer wieder dort abgedockt und hat protestiert, geweint. Nachdem das ein paarmal passiert, gebe ich die Brust nicht mehr. Trinken ist hier nicht so schmerzhaft, doch mit dem dauernd abzerren jetzt doch ein wenig.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nachsorgehebamme kommt noch. Sie sagt auch, es ist noch grenzwertig ok, wie er vorne trinkt.
Osteopath 1 x (Schultern waren hochgezogen, Schädelknochen zusammengeschoben). Werden wir noch einmal wiederholen, da er sich beim Stillen sehr stark nach hinten durchstreckt.
Stillberaterin im Krhs bei Entzündung und 1 x telefonisch gestern beraten, s. u. Lecithin.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Beim 1. Kind hatte ich div. Milchstaus, Brustentzündung, Abzess beidseitig, wurden beide 2 x punktiert. Außenseiten beider Brüste.
Nehme auf Anraten der Krhs-Stillberaterin seit gestern 3 x tgl 2 TL Sojalecithin Granulat.
Meine Fragen:
Wie werde ich die wunde BW los?
Wie kann ich Milchstau verhindern?
Wie soll ich die Seiten wechseln?
Was mache ich gegen das Schnalzen / kein Vakuum?
Ich würde mich über Hilfe sehr freuen!
LG Mama
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Keine Zufütterung notwendig.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? ¬
Stillen alle 2 Stunden, manchmal 1,5 Stunden tagsüber, nachts etwas weniger. Wir kommen auf 11 Stillmahlzeiten pro Tag. Er trinkt große Schlucke, 5 – 7 Minuten lang an einer Seite. Dann schläft er oft ein und ich bekomme ihn schwer wach für die 2. Seite. Im Krhs haben sie mir gesagt, ich kann dann einfach die 2. Brust beim nächsten Mal anbieten, er hat ja ausreichend getrunken und nimmt gut zu. So habe ich es die ersten ca .3 Wochen gemacht. Da der Milchspendereflex* sehr stark ist, habe ich dann nach ca. 3 Wochen doch versucht, links – rechts bei einer Mahlzeit und bei der nächsten dann rechts – links usw. Das geht jetzt tagsüber meist ganz gut. Nachts wecke ich ihn ungern nach der ersten Seite, da er dann an der 2. Seite nicht wieder einschläft, sondern nachts weint. Er hat jetzt auch abends angefangen, viel zu weinen (ca. 19 bis 21 Uhr, 1 – 2 Stunden im Bett auf meinem Bauch liegend). Ansonsten schläft er viel zwischen den Mahlzeiten.
Seit ein paar Tagen schnalzt er, vor allem wenn er rechts an der unproblematischen Seite trinkt (kann Vakuum nicht halten). Manchmal auch links.
* Milchspendereflex: Ohne Ansaugen oder wenn er rechts trinkt, dann laufen links schon mal gerne 10 – 15 ml heraus.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Jede Windel hat etwas gelblichen Stuhlgang, mal mehr mal weniger. Ich wickel ca. alle 3 – 5 Stunden. Jedesmal Pipi drin.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Die Geburt war Ende August 3 Tage vor dem errechneten Termin komplikationslos und stressfrei. 8 Stunden (Spontangeburt). Sonntag morgen um 04:50 Uhr im Krankenhaus. 3650 g und 53 cm. Er wurde mir gleich auf die Brust gelegt und wir konnten lange kuscheln. Er hat sehr schrill geschrien, sich dann aber auf der Brust beruhigt. 3 Anlegeversuche im Kreißsaal. Er hat die Brust gut weit in den Mund genommen, jedoch nicht gesaugt. So ging es auch die nächsten Tage, gesaugt hat er nicht. Am 3. Tag war der Milcheinschuss. Sehr heftig und schmerzhaft. In der Nacht habe ich dann verzweifelt eine halbe Tasse Salbeitee getrunken. Morgens ging es dann wieder, Spannung hat nachgelassen. Er konnte die pralle Brust jedoch schwer fassen. Dienstag war die U2, Gewichtsmäßig alles ok und Mittwoch sind wir nachmittags nach Hause gefahren (weil ich ihn vorher nicht selbst anlegen konnte, da er die Brust nicht fassen konnte). Ca. 3 Tage lang ging das Stillen gut, er hat den Mund weit geöffnet und die Brustwarzen waren auch nicht wund (wie beim 1. Kind ab der ersten Nacht). Ich habe ihm jedoch an 3 unterschiedlichen Tagen je einmal für ca. 15 Minuten meinen kleinen Finger zum Beruhigen gegeben. Ich habe das Gefühl, dass er danach den Mund nicht mehr weit aufgemacht hat (da war er dann ca. 1,5 oder 2 Wochen alt). Oder das lag am starken Milchspendereflex, der ihn verschlucken lässt. Er nahm zuerst die Brust gut in den Mund. Wenn die Milch dann herausspritzt, dann geht er zurück an die Brustspitze. Hebammen im Krhs. meinen, er ist so schlau, das macht er wegen der herausspritzenden Milch.
Rechte Brust ist unempfindlich. Weich und scheint kleiner. Sie hat auch gut Milch. In den letzten Tagen ist er aber immer wieder dort abgedockt und hat protestiert, geweint. Nachdem das ein paarmal passiert, gebe ich die Brust nicht mehr. Trinken ist hier nicht so schmerzhaft, doch mit dem dauernd abzerren jetzt doch ein wenig.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nachsorgehebamme kommt noch. Sie sagt auch, es ist noch grenzwertig ok, wie er vorne trinkt.
Osteopath 1 x (Schultern waren hochgezogen, Schädelknochen zusammengeschoben). Werden wir noch einmal wiederholen, da er sich beim Stillen sehr stark nach hinten durchstreckt.
Stillberaterin im Krhs bei Entzündung und 1 x telefonisch gestern beraten, s. u. Lecithin.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Beim 1. Kind hatte ich div. Milchstaus, Brustentzündung, Abzess beidseitig, wurden beide 2 x punktiert. Außenseiten beider Brüste.
Nehme auf Anraten der Krhs-Stillberaterin seit gestern 3 x tgl 2 TL Sojalecithin Granulat.
Meine Fragen:
Wie werde ich die wunde BW los?
Wie kann ich Milchstau verhindern?
Wie soll ich die Seiten wechseln?
Was mache ich gegen das Schnalzen / kein Vakuum?
Ich würde mich über Hilfe sehr freuen!
LG Mama