Stillstreik??
Verfasst: 28.09.2016, 16:07
Hallo zusammen,
ich bin wirklich verzweifelt. Seit fast 4 Wochen klappt es mit dem Stillen nicht. Nicht klappen heißt, dass meine Tochter (*23.06.) von der Brust wegschaut, obwohl sie klare (?) Hunger-Signale zeigt. Wenn ich versuche, sie Richtung Brustwarze zu bringen, indem ich ihr Köpfchen in die Hand nehme oder die Seite wechsle, damit sie zur BW schauen kann, kreischt sie und dreht den Kopf wieder weg und fängt dann zu weinen an.
Wir waren bereits beim Osteopathen und auch die KiÄ hat sie untersucht.
Insgesamt wirkt sie sehr leicht ablenkbar, sodass ich zunächst versucht habe, im Dunkeln zu stillen, aber tagsüber ist es in unserer Wohnung nicht dunkel genug. Mit einem Tuch die Sicht abschirmen, klappt irgendwie nicht so gut.... Auch Geräusche reichen schon aus, um sie abzulenken.
Ich versuche wirklich, ihr ganz viel Zeit zu lassen, dass sie noch schauen kann, mit mir plaudern etc. und dann von selbst die BW nimmt. Wenn sie diese aber nicht erwischt, weint sie wieder oder sie dockt immer wieder ab.
Ich habe sie dann im Prinzip 10 Stunden täglich im Tuch getragen und zweistündlich, während sie schläfrig war, versucht sie anzulegen, was mal klappt und mal nicht. Ich lasse sie dann im Tuch soweit nach unten, dass sie an meine Brustwarze kommt und trinken kann. Mal hilft singen, mal muss ich wippen oder laufen...
Ich weiß irgendwie nie, ob sie richtig satt ist, da sie sich auch öfter mal verschluckt oder aufstoßen muss und dann abdockt und nicht mehr an die Brustwarze geht und wieder zu kreischen/weinen anfängt. Aber selbst wenn ich vorher etwas Milch ausstreiche, "sprudelt" die Milch aus meiner Brustwarze nur so raus.
Auch mit dem Einschlafen ist es jetzt richtig schlecht, weil sie nicht mehr an der Brust einschläft und dann irgendwann weint, weil sie nicht einschlafen kann. Da packe ich sie dann auch wieder ins Tuch.
Nachts trinkt sie prima. Ab etwa 20 Uhr kann ich sie zum Glück ablegen und da schläft sie (mit Trinkpausen) bis 7/8 Uhr morgens. Wie oft sie nachts trinkt, kann ich nicht sagen, da ich kein Licht mehr anmachen kann, weil sie sonst nur auf den Lichtstrahl schaut und nicht trinkt. Sie schläft anfangs aber alleine im Bett und da "meldet" sie sich nach 2 Stunden.
Meine KiÄ meinte dann, nachdem ich ziemlich Streit mit meinem Mann hatte, der sagte, ich würde das Kind der Welt berauben, da ich sie im Tuch zum Schlafen zwingen würde (sie schläft nämlich tagsüber auch recht viel, wenn sie nicht gerade zu trinken versucht oder weint), dass ich ihr mehr Reize geben müsste, viel mit ihr Spielen und so. Das Problem ist einfach, dass sie, sobald sie morgens den ersten Trinkversuch kreischend abgebrochen hat, während dem Wickeln schon wieder gähnt und Hungerzeichen zeigt. Wir haben es dann "drauf ankommen" lassen und mit ihr gesungen etc., aber da fängt sie dann irgendwann zu weinen an (meiner Meinung nach aus Müdigkeit), sodass ich sie dann doch ins Tuch packe, wo sie dann auch einschläft. Irgendwann wacht sie auf, hat wieder Hunger und das ganze geht von vorne los.... Einige Male hat sie 1,5 Stunden am Stück geweint, bevor sie erschöpft eingeschlafen ist oder ich sie doch wieder anzulegen versucht habe. Wir vermuten, dass sie aus Hunger nicht schlafen konnte. Ich habe sie damals meinem Mann gegeben, weil ich einfach nicht mehr konnte und da sie sich ja vond er Brust weggedreht hat und gekreischt hat, kam ich mir vor, als wollte ich ihr meine Brust "aufdrängen"... Ich habe sie auch mehrfach am Tag meinem Mann ins Tuch gegeben oder in den Kinderwagen gelegt (in dem sie aber nicht einschläft), weil mir eine Stillberaterin gesagt hat, ich würde ihr dauernd Hunger auf meine Brust machen, wenn ich sie so viel trage und deshalb würde sie dauernd Hungerzeichen machen. Aber ich bringe es irgendwie nicht über mich, zu ignorieren, dass sie scheinbar Hunger hat und sie trinkt auch immer an der Brust und nuckelt nicht nur herum...
Könnten es doch keine Hungerzeichen sein, wenn sie mit der Zunge so "schnalzt" oder wie ich das nennen soll oder an ihren Händen saugt?? Aber ich möchte eigentlich nicht warten, bis sie vor Hunger weint, sondern rechtzeitig reagieren. Da hat sie auch schon mal mitten auf dem "Weg" zur Brustwarze abgebrochen und geweint... (mein Schwiegervater hatte sie in Beschlag genommen und sämtliche Anzeichen ignoriert, nicht dass es meine Art wäre, sie vor Hunger schreien zu lassen)
Inzwischen weint sie teilweise stündlich tagsüber, mal weil sie durch Geräusche geweckt wird, mal weil es mit dem Trinken nicht klappt. Sie lässt sich dann schon schnell wieder beruhigen, aber ich bin nachmittags einfach so erschöpft, dass mir dann irgendwann die Kraft ausgeht, weiter zu wippen oder zu singen, damit sie wieder einschläft. Ich komme echt zu gar nichts mehr und bin sehr verunsichert, was ich tun soll. Ich traue mich kaum noch, sie zum Wickeln herauszunehmen, weil ich immer Angst habe, dass sie wieder Hunger hat und ich sie doch nicht anlegen kann. Dennoch habe ich mich, nach dem Gespräch mit der KiÄ "gezwungen" sie abzulegen und herumschauen zu lassen etc. Aber es endet früher oder später mit weinen.
Davor hat das Stillen gut geklappt und war richtig schön, sodass ich wirklich versucht habe, die letzten Wochen durchzuhalten. Unser Baby war auch total pflegeleicht und so viel geweint wie in den letzten Wochen hat sie in den ganzen 2 Monaten davor noch nie. Sie hat davor eigentlich so gut wie gar nicht geweint, deshalb bin ich auch so erschüttert, dass sie seit fast 4 Wochen den ganzen Tag über immer wieder weint....
Inzwischen bin ich kurz davor abzupumpen und Fläschchen zu geben. Nebenbei: Ich benutzte bis jetzt weder Fläschchen noch Schnuller. Was das Baby ausscheidet ist ausreichend, sie hat normalen hellgelben Muttermilch-Stuhl.
Kann mir irgendjemand helfen? Ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun soll.
ich bin wirklich verzweifelt. Seit fast 4 Wochen klappt es mit dem Stillen nicht. Nicht klappen heißt, dass meine Tochter (*23.06.) von der Brust wegschaut, obwohl sie klare (?) Hunger-Signale zeigt. Wenn ich versuche, sie Richtung Brustwarze zu bringen, indem ich ihr Köpfchen in die Hand nehme oder die Seite wechsle, damit sie zur BW schauen kann, kreischt sie und dreht den Kopf wieder weg und fängt dann zu weinen an.
Wir waren bereits beim Osteopathen und auch die KiÄ hat sie untersucht.
Insgesamt wirkt sie sehr leicht ablenkbar, sodass ich zunächst versucht habe, im Dunkeln zu stillen, aber tagsüber ist es in unserer Wohnung nicht dunkel genug. Mit einem Tuch die Sicht abschirmen, klappt irgendwie nicht so gut.... Auch Geräusche reichen schon aus, um sie abzulenken.
Ich versuche wirklich, ihr ganz viel Zeit zu lassen, dass sie noch schauen kann, mit mir plaudern etc. und dann von selbst die BW nimmt. Wenn sie diese aber nicht erwischt, weint sie wieder oder sie dockt immer wieder ab.
Ich habe sie dann im Prinzip 10 Stunden täglich im Tuch getragen und zweistündlich, während sie schläfrig war, versucht sie anzulegen, was mal klappt und mal nicht. Ich lasse sie dann im Tuch soweit nach unten, dass sie an meine Brustwarze kommt und trinken kann. Mal hilft singen, mal muss ich wippen oder laufen...
Ich weiß irgendwie nie, ob sie richtig satt ist, da sie sich auch öfter mal verschluckt oder aufstoßen muss und dann abdockt und nicht mehr an die Brustwarze geht und wieder zu kreischen/weinen anfängt. Aber selbst wenn ich vorher etwas Milch ausstreiche, "sprudelt" die Milch aus meiner Brustwarze nur so raus.
Auch mit dem Einschlafen ist es jetzt richtig schlecht, weil sie nicht mehr an der Brust einschläft und dann irgendwann weint, weil sie nicht einschlafen kann. Da packe ich sie dann auch wieder ins Tuch.
Nachts trinkt sie prima. Ab etwa 20 Uhr kann ich sie zum Glück ablegen und da schläft sie (mit Trinkpausen) bis 7/8 Uhr morgens. Wie oft sie nachts trinkt, kann ich nicht sagen, da ich kein Licht mehr anmachen kann, weil sie sonst nur auf den Lichtstrahl schaut und nicht trinkt. Sie schläft anfangs aber alleine im Bett und da "meldet" sie sich nach 2 Stunden.
Meine KiÄ meinte dann, nachdem ich ziemlich Streit mit meinem Mann hatte, der sagte, ich würde das Kind der Welt berauben, da ich sie im Tuch zum Schlafen zwingen würde (sie schläft nämlich tagsüber auch recht viel, wenn sie nicht gerade zu trinken versucht oder weint), dass ich ihr mehr Reize geben müsste, viel mit ihr Spielen und so. Das Problem ist einfach, dass sie, sobald sie morgens den ersten Trinkversuch kreischend abgebrochen hat, während dem Wickeln schon wieder gähnt und Hungerzeichen zeigt. Wir haben es dann "drauf ankommen" lassen und mit ihr gesungen etc., aber da fängt sie dann irgendwann zu weinen an (meiner Meinung nach aus Müdigkeit), sodass ich sie dann doch ins Tuch packe, wo sie dann auch einschläft. Irgendwann wacht sie auf, hat wieder Hunger und das ganze geht von vorne los.... Einige Male hat sie 1,5 Stunden am Stück geweint, bevor sie erschöpft eingeschlafen ist oder ich sie doch wieder anzulegen versucht habe. Wir vermuten, dass sie aus Hunger nicht schlafen konnte. Ich habe sie damals meinem Mann gegeben, weil ich einfach nicht mehr konnte und da sie sich ja vond er Brust weggedreht hat und gekreischt hat, kam ich mir vor, als wollte ich ihr meine Brust "aufdrängen"... Ich habe sie auch mehrfach am Tag meinem Mann ins Tuch gegeben oder in den Kinderwagen gelegt (in dem sie aber nicht einschläft), weil mir eine Stillberaterin gesagt hat, ich würde ihr dauernd Hunger auf meine Brust machen, wenn ich sie so viel trage und deshalb würde sie dauernd Hungerzeichen machen. Aber ich bringe es irgendwie nicht über mich, zu ignorieren, dass sie scheinbar Hunger hat und sie trinkt auch immer an der Brust und nuckelt nicht nur herum...
Könnten es doch keine Hungerzeichen sein, wenn sie mit der Zunge so "schnalzt" oder wie ich das nennen soll oder an ihren Händen saugt?? Aber ich möchte eigentlich nicht warten, bis sie vor Hunger weint, sondern rechtzeitig reagieren. Da hat sie auch schon mal mitten auf dem "Weg" zur Brustwarze abgebrochen und geweint... (mein Schwiegervater hatte sie in Beschlag genommen und sämtliche Anzeichen ignoriert, nicht dass es meine Art wäre, sie vor Hunger schreien zu lassen)
Inzwischen weint sie teilweise stündlich tagsüber, mal weil sie durch Geräusche geweckt wird, mal weil es mit dem Trinken nicht klappt. Sie lässt sich dann schon schnell wieder beruhigen, aber ich bin nachmittags einfach so erschöpft, dass mir dann irgendwann die Kraft ausgeht, weiter zu wippen oder zu singen, damit sie wieder einschläft. Ich komme echt zu gar nichts mehr und bin sehr verunsichert, was ich tun soll. Ich traue mich kaum noch, sie zum Wickeln herauszunehmen, weil ich immer Angst habe, dass sie wieder Hunger hat und ich sie doch nicht anlegen kann. Dennoch habe ich mich, nach dem Gespräch mit der KiÄ "gezwungen" sie abzulegen und herumschauen zu lassen etc. Aber es endet früher oder später mit weinen.
Davor hat das Stillen gut geklappt und war richtig schön, sodass ich wirklich versucht habe, die letzten Wochen durchzuhalten. Unser Baby war auch total pflegeleicht und so viel geweint wie in den letzten Wochen hat sie in den ganzen 2 Monaten davor noch nie. Sie hat davor eigentlich so gut wie gar nicht geweint, deshalb bin ich auch so erschüttert, dass sie seit fast 4 Wochen den ganzen Tag über immer wieder weint....
Inzwischen bin ich kurz davor abzupumpen und Fläschchen zu geben. Nebenbei: Ich benutzte bis jetzt weder Fläschchen noch Schnuller. Was das Baby ausscheidet ist ausreichend, sie hat normalen hellgelben Muttermilch-Stuhl.
Kann mir irgendjemand helfen? Ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun soll.