KiA rät mit 12 Monaten zum Abstillen
Verfasst: 01.09.2016, 14:51
Moin moin,
wir waren vorhin bei der U6 und nun bin ich doch sehr verunsichert und muss hier mal Einiges loswerden.
Ganz knapp zusammengefasst wird mein Kind vollkommen falsch ernährt, hat einen massiven Nährstoffmangel und eine Entwicklungsverzögerung.
Aber mal von vorne:
Der kleine Mann wird jetzt bald 1 Jahr, wird seit Anfang an voll gestillt und seit dem 7. Monat bieten wir ihm Beikost in Form von Fingerfood/BLW an. Essen fand er auch immer ganz spannend und hat das angebotene Essen auch ziemlich schnell mal geschluckt. Das waren nie große Mengen, eher mal 1-2 Nudeln oder ein Stückchen Obst. Die letzten Wochen wollte er sich dann manchmal gerne füttern lassen und abends gabs Brei, dafür hat er den Rest des Tages eigentlich nichts gegessen. Gestillt haben wir die ganze Zeit nach Bedarf, meist so 6-7 mal am Tag.
Ich hab mir zwar auch schon Gedanken gemacht, dachte und denke aber, dass er schon essen wird, wenn er möchte. Die Gelegenheit dazu bekommt er mehrmals täglich. Der KiÄ wollte ich das eigentlich gar nicht unbedingt erzählen, sie hat aber genau nachgefragt und meinte, es wäre gar nicht gut, dass er noch fast voll gestillt wird.
Sie sehe ihm an, dass ihm Eisen fehlt. Sein Hb-Wert könnte nicht über 8 liegen (Blut hat sie nicht abgenommen und hat sie auch nicht vor). Auch sämtliche anderen Nährstoffe und Vitamine würden ihm fehlen.
Meinen Einwand mit der WHO-Empfehlung wollte sie gar nicht hören. Sie habe im Urlaub die neueste Fachliteratur des Instituts für pädiatrische Ernährung (so oder so ähnlich) gelesen die Folgendes sagt: Beikost nicht vor dem 4. Monat, spätestens ab dem 7. Monat muss diese aber so eingeführt sein, dass schon erste Mahlzeiten ersetzt sind und nach der Mahlzeit nicht mehr gestillt wird, und mit 1 Jahr darf es höchstens noch eine Stillmahlzeit geben.
Ich soll jetzt dringend die Beikost (richtig) einführen und das Stillen ziemlich schnell deutlich reduzieren.
Dass ich mein Kind nicht zum Essen zwingen kann, hat sie ein Glück eingesehen. Aber dann müsse mein Mann eben in meiner Abwesenheit das Füttern übernehmen.
Für den Eisenwert nehme ich jetzt erstmal Eisentabletten. Mein Wert ist da auch nicht immer der Beste; schaden kann's also nicht. Eine Gedeihstörung konnte sie uns mit 13kg ein Glück nicht noch anhängen.
In Bezug auf die Entwicklungsverzögerung (bisher noch kein Sitzen und Krabbeln) war sie wegen des hohen Gewichts eigentlich noch relativ entspannt und hat uns erstmal ein paar Stunden KG verordnet.
Puh, ganz schön lang geworden. Aber das musste ich jetzt wohl erstmal loswerden. Was ich jetzt genau von euch erwarte, weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Wahrscheinlich etwas Beruhigung und Zuspruch, dass unser Beikostweg so schon ganz in Ordnung ist. Wenn er das nicht sein sollte, nehme ich natürlich gerne euren Rat an. Aber so schnell abstillen möchte ich nicht.
Vielen Dank fürs Lesen. Liebe Grüße,
Reike und der kleine Bär
PS: Ich hoffe, ich bin im Stillforum damit richtig. Da war ich mir ziemlich unsicher, wo ich posten soll.
wir waren vorhin bei der U6 und nun bin ich doch sehr verunsichert und muss hier mal Einiges loswerden.
Ganz knapp zusammengefasst wird mein Kind vollkommen falsch ernährt, hat einen massiven Nährstoffmangel und eine Entwicklungsverzögerung.
Aber mal von vorne:
Der kleine Mann wird jetzt bald 1 Jahr, wird seit Anfang an voll gestillt und seit dem 7. Monat bieten wir ihm Beikost in Form von Fingerfood/BLW an. Essen fand er auch immer ganz spannend und hat das angebotene Essen auch ziemlich schnell mal geschluckt. Das waren nie große Mengen, eher mal 1-2 Nudeln oder ein Stückchen Obst. Die letzten Wochen wollte er sich dann manchmal gerne füttern lassen und abends gabs Brei, dafür hat er den Rest des Tages eigentlich nichts gegessen. Gestillt haben wir die ganze Zeit nach Bedarf, meist so 6-7 mal am Tag.
Ich hab mir zwar auch schon Gedanken gemacht, dachte und denke aber, dass er schon essen wird, wenn er möchte. Die Gelegenheit dazu bekommt er mehrmals täglich. Der KiÄ wollte ich das eigentlich gar nicht unbedingt erzählen, sie hat aber genau nachgefragt und meinte, es wäre gar nicht gut, dass er noch fast voll gestillt wird.
Meinen Einwand mit der WHO-Empfehlung wollte sie gar nicht hören. Sie habe im Urlaub die neueste Fachliteratur des Instituts für pädiatrische Ernährung (so oder so ähnlich) gelesen die Folgendes sagt: Beikost nicht vor dem 4. Monat, spätestens ab dem 7. Monat muss diese aber so eingeführt sein, dass schon erste Mahlzeiten ersetzt sind und nach der Mahlzeit nicht mehr gestillt wird, und mit 1 Jahr darf es höchstens noch eine Stillmahlzeit geben.
Ich soll jetzt dringend die Beikost (richtig) einführen und das Stillen ziemlich schnell deutlich reduzieren.
Dass ich mein Kind nicht zum Essen zwingen kann, hat sie ein Glück eingesehen. Aber dann müsse mein Mann eben in meiner Abwesenheit das Füttern übernehmen.
Für den Eisenwert nehme ich jetzt erstmal Eisentabletten. Mein Wert ist da auch nicht immer der Beste; schaden kann's also nicht. Eine Gedeihstörung konnte sie uns mit 13kg ein Glück nicht noch anhängen.
In Bezug auf die Entwicklungsverzögerung (bisher noch kein Sitzen und Krabbeln) war sie wegen des hohen Gewichts eigentlich noch relativ entspannt und hat uns erstmal ein paar Stunden KG verordnet.
Puh, ganz schön lang geworden. Aber das musste ich jetzt wohl erstmal loswerden. Was ich jetzt genau von euch erwarte, weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Wahrscheinlich etwas Beruhigung und Zuspruch, dass unser Beikostweg so schon ganz in Ordnung ist. Wenn er das nicht sein sollte, nehme ich natürlich gerne euren Rat an. Aber so schnell abstillen möchte ich nicht.
Vielen Dank fürs Lesen. Liebe Grüße,
Reike und der kleine Bär
PS: Ich hoffe, ich bin im Stillforum damit richtig. Da war ich mir ziemlich unsicher, wo ich posten soll.