Hilfe! Haben alles falsch gemacht!?
Verfasst: 28.08.2016, 17:55
Hallo ihr Lieben!
Mein sehr großer Wunsch, voll zu stillen und chronisch schwierige und akut noch schwierigere Zustände haben mich hierher geführt. Ich brauche und wünsche mir dringend Hilfe in Form einer Anleitung oder Betreuung, da mich unsere momentane Situation sehr belastet. Aber erstmal ganz von vorne.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Vor 8 Wochen (am 30.06.) kam meine Tochter 12 Tage nach ET zur Welt. Eigentlich war eine kuschlige Geburtshausgeburt geplant, doch nach einem Wehensturm durch Rhizinus (hebammenbegleitet, aber dennoch...) endete ich völlig entkräftet doch im Krankenhaus. Die Geburt dauerte insgesamt sportliche 10 Stunden und war im Grunde unkompliziert (wenn man von dem Dammschnitt mal absieht...) – das Baby hatte allerdings gegen Ende hin etwas Stress.
Das Geburtsgewicht der Kleinen betrug 3960 Gramm, sie maß 53 cm. Ich blieb einen Tag in der Klinik, danach gingen wir nach Hause.
Circa vier Tage nach der Geburt bemerkte die Hebamme einen starken Gewichtsverlust auf 3400 Gramm. Rückblickend vermute ich, dass die Kleine meinen Milcheinschuss ca. drei Tage später einfach verpennt hatte. Die Geburt war scheinbar für sie so anstrengend gewesen, dass sie die ersten Tage eigentlich nur schlief (nachts z.t 6 bis 8 Stunden).
Mein Freund und ich waren leider als Erst-Eltern zu unerfahren und unbedarft, um angemessen darauf zu reagieren. Also rieten uns sowohl die Hebamme, als auch der Kinderarzt bei der U3 zum Zufüttern (anfangs nur kleine Mengen von ca. 30 ml, nach dem Stillen) und Abpumpen (Hebamme). Nur unter größtem Widerwillen begann ich das Programm, aus Angst vor der Flasche, Saugverwirrung etc. Die Hebamme riet uns zu einem Calma-Sauger, was mich erstmal ein wenig beruhigte, da er sich irgendwie "ungefährlich" anhörte.
Allerdings passierte die Zunahme nur schleichend, immer wieder kam es zur Stagnation. Meine Abpumpversuche waren auch eher frustrierend... Mehr als 2-3 Mal am Tag schaffte ich nicht, ich bekam das Timing mit den Stillabständen irgendwie nicht hin... Außerdem kamen nur Mengen von 20-30 ml, was den Schluß nahelegte, ich hätte zu wenig Milch... Bei einer Stillprobe brachte ich es mal auf 80 ml – allerdings hatte ich davor ca 4-5 Stunden nicht gestillt.
Das Baby war in den Wachphasen von Anfang an recht agil, konnte sich schon drehen und den Kopf etwas halten und war fröhlich. Aber sie weinte auch ab und zu auch recht heftig. Wir schoben das auf den sich einstellenden Darm (v.a. die Mischung aus Muttermilch und PRE-Nahrung) und dachten uns nichts weiter.
Um einen Überblick über die Situation zu bekommen, führten wir erstmal vier Wochen ein Protokoll, ab niedrigstem Gewicht 1 Woche nach der Geburt. Aufzeichnungen dazu siehe unten.
Dann aber haben wir ab Anfang irgendwie ALLES irgendwie schleifen lassen, da sie da bereits gut über dem Geburtsgewicht (erreicht nach ca. 3 Wochen) war und wir dachten, wir können uns entspannen. Wie verkehrt wir da lagen sieht man ja an der noch mehr verlangsamten Gewichtszunahme ab Anfang August (siehe unten).
30.6. 3960 Geburt KH
(ich frage die Hebamme noch nach den fehlenden Angaben)
07.7. 3480 g, 7x gestillt
08.7. 3480 g, 7x gestillt, 40 ml PRE
09.7. 3480 g, 7x gestillt, 155 ml PRE, 55 ml abgepumpte MuMi
10.7.3540 g, 8x gestillt, 85 ml PRE, 30 ml abgepumpte MuMi
11.7.3620 g, 8x gestillt, 120 ml PRE
12.7.3640 g, 8x gestillt, 90 ml PRE, 30 ml abgepumpte MuMi
13.7. -------, 9x gestillt, 110 ml PRE, 20 ml abgepumpte MuMi
14.7.3680 g, 5x gestillt, 110 ml PRE
15.7. -------, 7x gestillt, 110 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
16.7.3760 g, 6x gestillt, 90 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
17.7. 3750 g, 6x gestillt, 155 ml PRE
18.7. 3770 g, 8x gestillt, 130 ml PRE
19.7. ------- keine Daten
20.7. ------- Daten nur unvollständig, 210 ml PRE
21.7. ------- Daten nur unvollständig, 90 ml PRE
22.7. 3880 g, Daten nur unvollständig, 40 ml PRE, 100 ml abgepumpte MuMi
23.7. 110 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
24.7. ------- 8x gestillt, 90 ml PRE, 50 ml abgepumpte MuMi
25.7.3980 g, 6x gestillt, 80 ml PRE
26.7. ------- Daten nur unvollständig, 60 ml PRE
27.7. ------- Daten nur unvollständig, 100 ml PRE, 65 ml abgepumpte MuMi
28.7. ------- Daten nur unvollständig, 70 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
29.7. ------- 7x gestillt, 120 ml PRE,
30.7. ------- 6x gestillt, 40 ml PRE, 40 ml abgepumpte MuMi
31.7. ------- Daten nur unvollständig, 40 ml PRE, 40 ml abgepumpte MuMi
01.8. 4160 g Daten nur unvollständig, 30 ml PRE
08.8. 4260 g
10.8. 4300 g (Kinderarzt U3)
17.8. 4340 g
22.8. 4450 g
Ganz wichtig zu wissen ist: Das Wiegen erfolgte zu unterschiedlichen Uhrzeiten!
Anfangs sollten wir auf eine Menge von 150 ml/Tag PRE kommen, was wir sehr oft nicht erreichten. Rückblickend sehe ich, dass wir sehr lax damit umgegangen sind. Aber ich hatte auch so ein inneres Widerstreben wegen der Flasche...
Vor einer Woche (um den 20.8.) las ich in einem Artikel über Hungerzeichen beim Baby wie Weinen, Blähungen, etc. Das kam mir alles so bekannt vor und da schellten bei mir die Alarmglocken und ich wurde panisch - immerhin sind nun schon acht Wochen vergangen, in den sie vermutlich viel zu wenig zu Essen bekam. Deswegen haben wir wieder angefangen (mehr) zuzufüttern. Seitdem habe ich folgendes notiert:
23.8. 4520 g, 9x gestillt, 280 ml PRE, 35 ml abgepumpte MuMi
24.8. 4550 g, 8x gestillt, 150 ml PRE
Am 24.8. hatte ich dann ein Telefonat mit einer Stillberaterin (von ihr bekam ich auch den Tipp mit eurem tollen Forum).
Sie riet mir dazu 200-250 ml zuzufüttern und die Kleine 10 mal anzulegen. Außerdem besorgte ich am 25.7. auf ihr Anraten ein BES, damit wir die Flasche ganz weglassen können.
--> Ab hier nach Empfehlung der Stillberaterin (auch das Wiegen erfolgt ab jetzt korrekt):
25.8. 4620 g, 10x gestillt, 120 ml PRE, 6xPipi
26.8. 4590 g, 10x gestillt, 155 ml PRE (davon 15 ml BES), 40 ml abgepumpte MuMi, 7x Pipi, 1x Stuhl (viel)
27.8. 4600 g, 9x gestillt, 130 ml PRE (davon 80 ml BES), 40 ml abgepumpte MuMi (aus BES), 5x Pipi, 1x Stuhl (viel)
28.8. 4660 g (nach dem Stillen allerdings)
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Eigentlich ist es schon die ganze Zeit nicht besonders mit dem Trinken. Sie ging und geht zwar immer sehr gut und gierig (hungrig?) an die Brust und scheint auch die korrekte Technik zu haben. In den ersten Wochen schlief sie jedoch immer relativ schnell ein - vermutlich, weil es ihr zu anstrengend war. Das legte sich zwar, aber seit drei Tagen passiert das wieder ab und zu. Meistens ist sie allerdings abgelenkt, oder aber wahnsinnig unruhig und zappelig, stößt sich ab, zieht an der Brustwarze, dockt wieder an, nuckelt ein paar mal und kommt so garnicht richtig zum Saugen. Das frustriert sie natürlich derart, dass sie immer unzufriedener und fuchteliger wird. Dieses schnelle Aufgeben/Ablassen von der Brust führe ich darauf zurück, dass ihr die Milch schnell nicht mehr reicht, bzw. es ihr nicht schnell genug geht.
Dieses Verhalten zeigt sie in den letzten paar Tagen eigentlich nur noch – außer nachts, da trinkt sie immer gut und ruhig.
Eine Still-Session dauert zwischen 10 und 30 Minuten - je nachdem, wie sie drauf ist (manchmal brauchen wir aber auch eine Stunde).
Für gewöhnlich kommt sie alle 3 bis 3,5 Stunden zum Trinken. Nachts durchaus auch alle vier Stunden. Davon abgesehen hat sie tagsüber zum Teil sehr lange Wachphasen von mehreren Stunden. Manchmal kommt sie einfach nicht runter... Vielleicht ist es der Hunger?
Aktuell habe ich das Gefühl, wegen der kürzeren Stillabstände habe ich nicht genug Milch, sodass sie eigentlich gar nicht mehr richtig trinkt. Ich lasse sie dann auch zwischendurch immer wieder ran, aber mehr als ein paar Schlucke bekommen wir zusammen nicht hin. Dann wird sie quengelig/jammert oder protestiert lautstark. Ich versuche es dann mit dem BES, doch das ist eigentlich eine ziemliche Katastrophe bis jetzt.
Heute haben wir es mit einem Becher und einem Löffel probiert - das ging leider überhaupt nicht.
Das Problem ist nun also, dass seit ca. vier, fünf Tagen kaum noch Milch (weder MuMi noch PRE) in dem Kind landet. Erstens weil sie schlecht trinkt und zweitens, weil das Zufüttern auch nicht mehr richtig funktioniert.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Das ist eine Sache, die mir auch sehr große Sorgen macht. In den ersten zwei bis vier Wochen hatte sie kaum Stuhlgang (außer ganz am Anfang das Kindspech). Die Hebamme meinte, alles zwischen fünf mal am Tag und einmal alle 10 Tage sei normal, deswegen machten wir uns keine Gedanken. Nun habe ich erfahren, dass diese Faustregel nur für Säuglinge ab sechs Wochen gilt - vorher ist es ein Zeichen für zu wenig Milch! Da wurde ich natürlich erst recht besorgt. Warum hat sie uns diese falsche Information gegeben? (mit 30 Jahren Berufserfahrung wohlgemerkt).
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Bei einem Osteopathen waren wir, weil die Hebamme eine Verspannung vermutete, da sie an der linken Brust noch schlechter trank als an der rechten. Er hat tatsächlich eine rechtsseitige Verspannung gelöst. Das Trinken hat sich jedoch dadurch nicht verbessert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
In meiner Familie gibt es zwei Fälle von Hashimoto (bei meiner Mutter und Schwester). Ich wurde wegen dieser Vorbelastung vor circa 3 Jahren vom Endokrinologen gecheckt - war soweit alles in Ordnung. Das kann sich natürlich inzwischen geändert haben.
Ansonsten noch wichtige Infos:
Ich nehme schon seit einigen Wochen Bockshornkleekapseln.
Mein Freund und ich sind von eher schmaler Statur. (ich wog vor der Geburt 53 Kilo auf 168 cm, nun sind es 56 Kilo)
Das Baby ist in seinen Wachphasen sehr agil/aktiv (strampelt und rudert wie wild), verfolt alles ganz genau und lacht/lächelt sehr viel.
Der Kinderarzt fand das Gewicht bei der U3 nicht bedenklich, kennt allerdings die (Vor-)Geschichte nicht.
Ich mache mir schwere Vorwürfe, die Sitaution nicht richtig eingeschätzt und inforlge dessen nicht richtig reagiert zu haben und bedaure sehr, so schlecht beraten worden zu sein. Und Sorge habe ich auch, dass die wochenlange unzreichende Ernährung meiner Tochter irgendwie geschadet haben könnte (was meint ihr dazu?). Das führt nun natürlich dazu, dass ich jedes Wimmern als Hunger interpretiere. Das paart sich mit meinem großen Wunsch nach einem Baby, dass ich satt und zufrieden machen kann. Unter den gegebenen Umständen mit unseren Stillschwierigkeiten ist das aber so schwierig, sodass ich gar nicht weiß, was ich machen soll. Eine Spirale ist das.
Nun also meine Fragen, bzw. wofür ich Rat brauche:
Was kann ich noch tun, um die Milchmenge zu steigern? Das häufigere Stillen zeigt bislang keine Wirkung.Die Stillberaterin sagte etwas von Domperidon: Wäre das etwas, um kurzfristig eine Art Starthilfe zu haben (denn die Motte ist ja motiviert zu trinken, aber zu ungeduldig)?
Welche Zufüttermenge empfehlt ihr?
Wie gehe ich mit dem aus Hunger unzufriedenen Baby um, wenn aus der angebotenen Brust nicht genug rauskommt, bzw. sie sich nicht genug Mühe gibt, das was da ist, rauszuholen? Was kann ich tun, um ihr darüber hinwegzuhelfen?
Bitte entschuldigt, dass das hier so ein Mammut-Beitrag geworden ist. Aber ich wollte nichts auslassen, um eine realistische Einschätzung der Situation zu ermöglichen. Ich sehe schnellen Handlungsbedarf, weil schon so viel Zeit vergangen ist und die Situation immer schwieriger zu werden scheint.
Habt schonmal tausend Dank - auch für's Lesen!
Ratlose Grüße,
Milchschnitte
Mein sehr großer Wunsch, voll zu stillen und chronisch schwierige und akut noch schwierigere Zustände haben mich hierher geführt. Ich brauche und wünsche mir dringend Hilfe in Form einer Anleitung oder Betreuung, da mich unsere momentane Situation sehr belastet. Aber erstmal ganz von vorne.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Vor 8 Wochen (am 30.06.) kam meine Tochter 12 Tage nach ET zur Welt. Eigentlich war eine kuschlige Geburtshausgeburt geplant, doch nach einem Wehensturm durch Rhizinus (hebammenbegleitet, aber dennoch...) endete ich völlig entkräftet doch im Krankenhaus. Die Geburt dauerte insgesamt sportliche 10 Stunden und war im Grunde unkompliziert (wenn man von dem Dammschnitt mal absieht...) – das Baby hatte allerdings gegen Ende hin etwas Stress.
Das Geburtsgewicht der Kleinen betrug 3960 Gramm, sie maß 53 cm. Ich blieb einen Tag in der Klinik, danach gingen wir nach Hause.
Circa vier Tage nach der Geburt bemerkte die Hebamme einen starken Gewichtsverlust auf 3400 Gramm. Rückblickend vermute ich, dass die Kleine meinen Milcheinschuss ca. drei Tage später einfach verpennt hatte. Die Geburt war scheinbar für sie so anstrengend gewesen, dass sie die ersten Tage eigentlich nur schlief (nachts z.t 6 bis 8 Stunden).
Mein Freund und ich waren leider als Erst-Eltern zu unerfahren und unbedarft, um angemessen darauf zu reagieren. Also rieten uns sowohl die Hebamme, als auch der Kinderarzt bei der U3 zum Zufüttern (anfangs nur kleine Mengen von ca. 30 ml, nach dem Stillen) und Abpumpen (Hebamme). Nur unter größtem Widerwillen begann ich das Programm, aus Angst vor der Flasche, Saugverwirrung etc. Die Hebamme riet uns zu einem Calma-Sauger, was mich erstmal ein wenig beruhigte, da er sich irgendwie "ungefährlich" anhörte.
Allerdings passierte die Zunahme nur schleichend, immer wieder kam es zur Stagnation. Meine Abpumpversuche waren auch eher frustrierend... Mehr als 2-3 Mal am Tag schaffte ich nicht, ich bekam das Timing mit den Stillabständen irgendwie nicht hin... Außerdem kamen nur Mengen von 20-30 ml, was den Schluß nahelegte, ich hätte zu wenig Milch... Bei einer Stillprobe brachte ich es mal auf 80 ml – allerdings hatte ich davor ca 4-5 Stunden nicht gestillt.
Das Baby war in den Wachphasen von Anfang an recht agil, konnte sich schon drehen und den Kopf etwas halten und war fröhlich. Aber sie weinte auch ab und zu auch recht heftig. Wir schoben das auf den sich einstellenden Darm (v.a. die Mischung aus Muttermilch und PRE-Nahrung) und dachten uns nichts weiter.
Um einen Überblick über die Situation zu bekommen, führten wir erstmal vier Wochen ein Protokoll, ab niedrigstem Gewicht 1 Woche nach der Geburt. Aufzeichnungen dazu siehe unten.
Dann aber haben wir ab Anfang irgendwie ALLES irgendwie schleifen lassen, da sie da bereits gut über dem Geburtsgewicht (erreicht nach ca. 3 Wochen) war und wir dachten, wir können uns entspannen. Wie verkehrt wir da lagen sieht man ja an der noch mehr verlangsamten Gewichtszunahme ab Anfang August (siehe unten).
30.6. 3960 Geburt KH
(ich frage die Hebamme noch nach den fehlenden Angaben)
07.7. 3480 g, 7x gestillt
08.7. 3480 g, 7x gestillt, 40 ml PRE
09.7. 3480 g, 7x gestillt, 155 ml PRE, 55 ml abgepumpte MuMi
10.7.3540 g, 8x gestillt, 85 ml PRE, 30 ml abgepumpte MuMi
11.7.3620 g, 8x gestillt, 120 ml PRE
12.7.3640 g, 8x gestillt, 90 ml PRE, 30 ml abgepumpte MuMi
13.7. -------, 9x gestillt, 110 ml PRE, 20 ml abgepumpte MuMi
14.7.3680 g, 5x gestillt, 110 ml PRE
15.7. -------, 7x gestillt, 110 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
16.7.3760 g, 6x gestillt, 90 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
17.7. 3750 g, 6x gestillt, 155 ml PRE
18.7. 3770 g, 8x gestillt, 130 ml PRE
19.7. ------- keine Daten
20.7. ------- Daten nur unvollständig, 210 ml PRE
21.7. ------- Daten nur unvollständig, 90 ml PRE
22.7. 3880 g, Daten nur unvollständig, 40 ml PRE, 100 ml abgepumpte MuMi
23.7. 110 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
24.7. ------- 8x gestillt, 90 ml PRE, 50 ml abgepumpte MuMi
25.7.3980 g, 6x gestillt, 80 ml PRE
26.7. ------- Daten nur unvollständig, 60 ml PRE
27.7. ------- Daten nur unvollständig, 100 ml PRE, 65 ml abgepumpte MuMi
28.7. ------- Daten nur unvollständig, 70 ml PRE, 60 ml abgepumpte MuMi
29.7. ------- 7x gestillt, 120 ml PRE,
30.7. ------- 6x gestillt, 40 ml PRE, 40 ml abgepumpte MuMi
31.7. ------- Daten nur unvollständig, 40 ml PRE, 40 ml abgepumpte MuMi
01.8. 4160 g Daten nur unvollständig, 30 ml PRE
08.8. 4260 g
10.8. 4300 g (Kinderarzt U3)
17.8. 4340 g
22.8. 4450 g
Ganz wichtig zu wissen ist: Das Wiegen erfolgte zu unterschiedlichen Uhrzeiten!
Anfangs sollten wir auf eine Menge von 150 ml/Tag PRE kommen, was wir sehr oft nicht erreichten. Rückblickend sehe ich, dass wir sehr lax damit umgegangen sind. Aber ich hatte auch so ein inneres Widerstreben wegen der Flasche...
Vor einer Woche (um den 20.8.) las ich in einem Artikel über Hungerzeichen beim Baby wie Weinen, Blähungen, etc. Das kam mir alles so bekannt vor und da schellten bei mir die Alarmglocken und ich wurde panisch - immerhin sind nun schon acht Wochen vergangen, in den sie vermutlich viel zu wenig zu Essen bekam. Deswegen haben wir wieder angefangen (mehr) zuzufüttern. Seitdem habe ich folgendes notiert:
23.8. 4520 g, 9x gestillt, 280 ml PRE, 35 ml abgepumpte MuMi
24.8. 4550 g, 8x gestillt, 150 ml PRE
Am 24.8. hatte ich dann ein Telefonat mit einer Stillberaterin (von ihr bekam ich auch den Tipp mit eurem tollen Forum).
Sie riet mir dazu 200-250 ml zuzufüttern und die Kleine 10 mal anzulegen. Außerdem besorgte ich am 25.7. auf ihr Anraten ein BES, damit wir die Flasche ganz weglassen können.
--> Ab hier nach Empfehlung der Stillberaterin (auch das Wiegen erfolgt ab jetzt korrekt):
25.8. 4620 g, 10x gestillt, 120 ml PRE, 6xPipi
26.8. 4590 g, 10x gestillt, 155 ml PRE (davon 15 ml BES), 40 ml abgepumpte MuMi, 7x Pipi, 1x Stuhl (viel)
27.8. 4600 g, 9x gestillt, 130 ml PRE (davon 80 ml BES), 40 ml abgepumpte MuMi (aus BES), 5x Pipi, 1x Stuhl (viel)
28.8. 4660 g (nach dem Stillen allerdings)
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Eigentlich ist es schon die ganze Zeit nicht besonders mit dem Trinken. Sie ging und geht zwar immer sehr gut und gierig (hungrig?) an die Brust und scheint auch die korrekte Technik zu haben. In den ersten Wochen schlief sie jedoch immer relativ schnell ein - vermutlich, weil es ihr zu anstrengend war. Das legte sich zwar, aber seit drei Tagen passiert das wieder ab und zu. Meistens ist sie allerdings abgelenkt, oder aber wahnsinnig unruhig und zappelig, stößt sich ab, zieht an der Brustwarze, dockt wieder an, nuckelt ein paar mal und kommt so garnicht richtig zum Saugen. Das frustriert sie natürlich derart, dass sie immer unzufriedener und fuchteliger wird. Dieses schnelle Aufgeben/Ablassen von der Brust führe ich darauf zurück, dass ihr die Milch schnell nicht mehr reicht, bzw. es ihr nicht schnell genug geht.
Dieses Verhalten zeigt sie in den letzten paar Tagen eigentlich nur noch – außer nachts, da trinkt sie immer gut und ruhig.
Eine Still-Session dauert zwischen 10 und 30 Minuten - je nachdem, wie sie drauf ist (manchmal brauchen wir aber auch eine Stunde).
Für gewöhnlich kommt sie alle 3 bis 3,5 Stunden zum Trinken. Nachts durchaus auch alle vier Stunden. Davon abgesehen hat sie tagsüber zum Teil sehr lange Wachphasen von mehreren Stunden. Manchmal kommt sie einfach nicht runter... Vielleicht ist es der Hunger?
Aktuell habe ich das Gefühl, wegen der kürzeren Stillabstände habe ich nicht genug Milch, sodass sie eigentlich gar nicht mehr richtig trinkt. Ich lasse sie dann auch zwischendurch immer wieder ran, aber mehr als ein paar Schlucke bekommen wir zusammen nicht hin. Dann wird sie quengelig/jammert oder protestiert lautstark. Ich versuche es dann mit dem BES, doch das ist eigentlich eine ziemliche Katastrophe bis jetzt.
Heute haben wir es mit einem Becher und einem Löffel probiert - das ging leider überhaupt nicht.
Das Problem ist nun also, dass seit ca. vier, fünf Tagen kaum noch Milch (weder MuMi noch PRE) in dem Kind landet. Erstens weil sie schlecht trinkt und zweitens, weil das Zufüttern auch nicht mehr richtig funktioniert.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Das ist eine Sache, die mir auch sehr große Sorgen macht. In den ersten zwei bis vier Wochen hatte sie kaum Stuhlgang (außer ganz am Anfang das Kindspech). Die Hebamme meinte, alles zwischen fünf mal am Tag und einmal alle 10 Tage sei normal, deswegen machten wir uns keine Gedanken. Nun habe ich erfahren, dass diese Faustregel nur für Säuglinge ab sechs Wochen gilt - vorher ist es ein Zeichen für zu wenig Milch! Da wurde ich natürlich erst recht besorgt. Warum hat sie uns diese falsche Information gegeben? (mit 30 Jahren Berufserfahrung wohlgemerkt).
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Bei einem Osteopathen waren wir, weil die Hebamme eine Verspannung vermutete, da sie an der linken Brust noch schlechter trank als an der rechten. Er hat tatsächlich eine rechtsseitige Verspannung gelöst. Das Trinken hat sich jedoch dadurch nicht verbessert.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
In meiner Familie gibt es zwei Fälle von Hashimoto (bei meiner Mutter und Schwester). Ich wurde wegen dieser Vorbelastung vor circa 3 Jahren vom Endokrinologen gecheckt - war soweit alles in Ordnung. Das kann sich natürlich inzwischen geändert haben.
Ansonsten noch wichtige Infos:
Ich nehme schon seit einigen Wochen Bockshornkleekapseln.
Mein Freund und ich sind von eher schmaler Statur. (ich wog vor der Geburt 53 Kilo auf 168 cm, nun sind es 56 Kilo)
Das Baby ist in seinen Wachphasen sehr agil/aktiv (strampelt und rudert wie wild), verfolt alles ganz genau und lacht/lächelt sehr viel.
Der Kinderarzt fand das Gewicht bei der U3 nicht bedenklich, kennt allerdings die (Vor-)Geschichte nicht.
Ich mache mir schwere Vorwürfe, die Sitaution nicht richtig eingeschätzt und inforlge dessen nicht richtig reagiert zu haben und bedaure sehr, so schlecht beraten worden zu sein. Und Sorge habe ich auch, dass die wochenlange unzreichende Ernährung meiner Tochter irgendwie geschadet haben könnte (was meint ihr dazu?). Das führt nun natürlich dazu, dass ich jedes Wimmern als Hunger interpretiere. Das paart sich mit meinem großen Wunsch nach einem Baby, dass ich satt und zufrieden machen kann. Unter den gegebenen Umständen mit unseren Stillschwierigkeiten ist das aber so schwierig, sodass ich gar nicht weiß, was ich machen soll. Eine Spirale ist das.
Nun also meine Fragen, bzw. wofür ich Rat brauche:
Was kann ich noch tun, um die Milchmenge zu steigern? Das häufigere Stillen zeigt bislang keine Wirkung.Die Stillberaterin sagte etwas von Domperidon: Wäre das etwas, um kurzfristig eine Art Starthilfe zu haben (denn die Motte ist ja motiviert zu trinken, aber zu ungeduldig)?
Welche Zufüttermenge empfehlt ihr?
Wie gehe ich mit dem aus Hunger unzufriedenen Baby um, wenn aus der angebotenen Brust nicht genug rauskommt, bzw. sie sich nicht genug Mühe gibt, das was da ist, rauszuholen? Was kann ich tun, um ihr darüber hinwegzuhelfen?
Bitte entschuldigt, dass das hier so ein Mammut-Beitrag geworden ist. Aber ich wollte nichts auslassen, um eine realistische Einschätzung der Situation zu ermöglichen. Ich sehe schnellen Handlungsbedarf, weil schon so viel Zeit vergangen ist und die Situation immer schwieriger zu werden scheint.
Habt schonmal tausend Dank - auch für's Lesen!
Ratlose Grüße,
Milchschnitte