Kind trinkt zu wenig und saugt ggf. nicht effektiv genug?
Verfasst: 28.08.2016, 01:36
Hallo zusammen,
nachdem ich die Woche ganz euphorisch war, dass wir einen großteil unserer Stillprobleme überwunden haben holt es uns leider wieder ein. Wir mussten unserer Tochter (8 Wochen) ab der zweiten Woche PRE-Nahrung zufüttern, da sie nicht ausreichend zugenommen hat (bzw. sie hat nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch weiter abgenomen). Ich konnte meine Milchmenge soweit aufbauen dass wir keine PRE-Nahrung mehr brauchten (zwischenzeitlich gab es aber auch Phasen in denen ich mir zuviel Stress gemacht hatte und dann fast gar keine Milch mehr hatte). Als sie anschließend die Brust komplett verweigerte habe ich mich an eine Stillberaterin gewandt.
Mittlerweile sind wir so weit, dass sie zuverlässig mit Stillhütchen an die Brust geht. Meine Milchmenge hat sich nochmal enorm gesteigert als sie wieder anfing mit den Stillhütchen zu saugen. dies führt dazu, dass sie derzeit wohl hauptsächlich Vordermilch bekommt
, der Stuhl ist zumindest recht häufig grün. Ich habe am Freitag mit der Vertreterin meiner Beraterin gesprochen und sie riet mir das Pumpen zu reduzieren (ein bisschen Milch brauche ich ja falls ich zeitweise doch nochmal das BES benutze muss und 1x in der Woche bin ich zur Rückbildung, da soll sie ebenfalls weiterhin abgepumpte Milch bekommen), ich habe nun gestern und heute jeweils 2x täglich gepumpt (jedesmal ergab es 150ml obwohl sie vorher getrunken hat
).
Nun scheint ihr die Hitze derzeit extrem zu schaffen zu machen. Sie schläft unheimlich viel und ist nur ganz schwer zu wecken, sie saugt auch weniger stark als die vergangenen Tage. Gestern haben wir es noch ausgesessen, da hat sie sich bei 2 Mahlzeiten wieder einmal "Übertrunken", so dass sie erheblich gespuckt und geschrien hat (zumindest ist das meine Interpretation, bis wir anfingen zuzufüttern hat sie gar nicht gespuckt, seit der Zufütterung fing es an und wenn sie große Mengen trank spuckte sie erheblich mehr), daher bin ich davon ausgegangen dass sie zumindest genug bekommen hat. Heute wurde sie nochmal träger (schlief von gestern auf heute quasi 10 Stunden! zwischendurch wurde sie zwar wach, schlief aber nach 2-3 Schlucken Milch an der Brust wieder ein) und die Windeln wurden weniger. Ich habe ihr daher heute wieder mehrfach die Flasche in den Mund geschoben weil sie nicht dazu zu bewegen war richtig zu saugen und sie nunmal definitiv Flüssigkeit braucht! Zudem habe ich Sorge dass sie wieder abnehmen könnte (das Gewicht stagniert in dieser Woche, sie hat aber bisher zum Glück kein Gewicht verloren).
Ich kenne bei ihr 3 Intensitäten beim Saugen. Zum Anfang saugt sie extrem stark (Vergleichbar mit der stärksten Einstellung der Pumpe, fast schmerzhaft - so saugt sie auch wenn sie pupse loswerden will), dann hat sie häufig eine Saugintensität die ich mit dem Trinken aus einem Strohhalm vergleichen würde? Und letztendlich das Nuckeln. Heute hat sie wenig des extremen Saugens gezeigt und deutlich mehr mittlere Saugintensität und nuckeln. Ich bin mir nicht sicher ob sie damit genug Milch bekommen kann? Wie kann ich sie motivieren besser zu saugen?
Wechselstillen ist derzeit nicht der richtige Weg denke ich, damit würde sie ja vermutlich noch mehr Vordermilch bekommen (Macht zuviel Vordermilch eigentlich Verdauungsbeschwerden/Bauchweh?)? Ich habe ihr nun pro Mahlzeit immer nur eine Brust angeboten damit sie möglichst an die Hintermilch kommt. Gerade habe ich 1 Stunde nach dem Stillen gepumpt (sie bekam statt Stillen jetzt nochmal eine Flasche) und aus der Seite die sie gestillt hat habe ich mit dem Doppelpumpset 50ml weniger abpumpen können als aus der anderen - ich vermute dass es sich bei der Differenz ungefähr um die Menge handelt die sie getrunken hat (dort kam auch gleich opake Milch, während bei der anderen Brust erst viel durchsichtige stehende Milch kam - da habe ich dann auch die ersten ml weggekippt da sie die Vordermilch derzeit ja nicht braucht)? Als ich noch ausschließlich abgepumpt hatte, lag die Differenz zwischen den Brüsten etwa bei 10-20ml.
Ich glaube ich habe auch ein Problem zu erkennen wann sie satt ist. Seitdem sie wieder stillt lässt sie sich zwischendurch ablegen und ist zufrieden (gab es zu Flaschenzeiten gar nicht), ich interpretiere es dann als satt wenn sie zufrieden daliegt? Mitunter deute ich aber ein weinen an der Brust als Hunger und dann stellen wir hinterher fest dass sie unmengen ausspuckt.
*Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Sie wurde etwa in den vergangenen 6 Wochen zugefüttert. Erst viel PRE dann immer mehr Muttermilch. In der Zeit als sie die Brust komplett verweigerte konnten wir letztlich auf etwa 100-150ml Pre/Tag reduzieren. Seitdem sie wieder mit den Brusthütchen trinkt hat sich meine Milchmenge soweit gesteigert, dass wir keine PRE-Nahrung mehr benötigen. Zeitweise biete ich ihr das BES mit Muttermilch zusätzlich an (wenn ich das Gefühl habe sie hat zu großen Hunger und würde nur mit Hütchen an der Brust frustriert sein, ich habe bei der Verwendung des BES mit dem Stillhütchen aber immer das Gefühl dass Luft mitgezogen wird und es daher in dem Fall das effektive saugen nicht unterstützt?), meist hat sie dann zwischen 10 und 30ml aus dem BES mit abgetrunken.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Sie trinkt ja erst seit dieser Woche wieder an der Brust, daher können das jetzt nur Annäherungswerte sein. Häufig trinkt sie nur 5 Minuten - das dokumentiere ich bisher nicht als Stillen. Gestern kam Sie auf 6 Stillmahlzeiten zwischen 15 und 57 Minuten und hat 4x zusätzlich mit dem BES gestillt (insgesamt 80ml). Heute komme ich ebenfalls auf 6 Stillmahlzeiten (der Großteil jedoch bei 10 Minuten, einmal waren es 15 und einmal 30 - auf 30 Minuten kam ich nur durch Wechselstillen, das brauchte ich sonst die Tage nicht um auf eine angemessene Dauer zu kommen). Insgesamt habe ich heute 250ml Muttermilch zugefüttert (1x mit BES, 3x bekam sie eine Flasche weil sie einfach nicht zu wecken war).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Wir haben i.d.R. etwa 8 Windeln pro Tag. Urin ist immer mit dabei, Stuhlgang bisher noch mehrmals täglich.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Nach der Entbindung (Kaiserschnitt) habe ich noch im Kreißsaal versucht sie anzulegen. Die Hebamme war zufrieden als sie ein Schmatzgeräusch machte, meiner Meinung nach hat sie aber definitiv nicht gesaugt. Sie hatte auch am folgenden Tag Probleme die Brust zu fassen zu bekommen. Eine Schwester versuchte mir das Kind anzulegen aber auch da bekam sie die Brust nicht zu fassen, ich habe dann Stillhütchen bekommen. Sie saugte auch daran nicht stark, es war aber immer Milch bzw. Kolostrum im Hütchen zu sehen.
Beim Stillen war und ist es so, dass sie schon häufig unruhig ist und ihre Arme im Weg sind, Andocken an die Brust ohne Hütchen hatten wir bisher nie. Lege ich sie mir auf die Brust dann sucht sie zwar und findet ggf. dann auch, bekommt die Brust aber nach wie vor nicht zu fassen - mit viel Glück erwischt sie im Liegen einen Nippel (nur wenn die Brustwarze gerade hart ist) und nuckelt daran, verliert ihn aber auch sobald die Brustwarze wieder weich wird.
Wir hatten bereits im Krankenhaus probleme mit einer zu starken Gewichtsabnahme. Rückblickend denke ich, dass diese zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass mich eine der Schwestern gerügt hat als ich ihr auf die Frage wie häufig ich sie anlege antwortete, dass die kleine quasi im Stundentakt trinken möchte (aber immer nur kurz). Ich habe dann nur noch im 2-Stunden-Takt angelegt - die Dauer der einzelnen Mahlzeiten wurde dadurch aber leider nicht größer.
Als sie mit der Abnahme über die 10%-Grenze rutschte bekamen wir dann die Aufforderung "anlegen, anlegen, anlegen" und konnten so eine Gewichtssteigerung zum Folgetag von 20g erreichen - wir wurden daraufhin entlassen (ohne Gewichtssteigerung hätte man uns nicht gehen lassen).
Zu Hause ergab es sich dann leider, dass sie wieder abnahm (Geburtsgewicht waren 3065g, Bei der Entlassung wog sie 2630g, die Hebamme wog sie nach einer Woche zu Hause mit 2570g). Die Hebamme ging davon aus, dass es sich um eine Trinkschwäche handelt und empfahl uns abzupumpen und die abgepumpte Milch zu füttern um es ihr leichter zu machen Gewicht aufzubauen (sie machte uns Mut, dass die Babys ihrer Erfahrung nach ab 3000g wieder genug Kraft zum saugen hätten). Die Menge an abgepumpter Milch war jedoch sehr gering (tw. nur 20ml - vermutlich durch den Stress?), so dass wir am Folgetag auch begannen PRE-Nahrung zuzufüttern.
Letztendlich fing sie irgendwann an die Brust komplett zu verweigern und bekam nur noch die Flasche.
Mittlerweile trinkt sie wieder mit Hütchen und ggf. in Kombination mit dem BES.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Kennt sie alles. Schnuller hat sie in der Phase als sie gar nicht an die Brust ging bekommen um Pupse loszuwerden. Mittlerweile geben wir ihr meist den kleinen Finger dafür.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich hatte mich in der Zeit als wir massiv zugefüttern hatten an eine Stillberaterin gewandt um ggf. die Stillhütchen loszuwerden. Wir sind leider bei unserer Tochter mit dem saugfreien zufüttern ganz massiv gescheitert (sie schreit sich absolut in Rage und schläft dann vor Erschöpfung ein, ein bisschen Milch um Tropfen zu geben mit dem Löffel geht, eine ganze Mahlzeit habe ich nicht in sie hineinbekommen), wir sind jedoch in der Zeit zum kurzzeitigen Nuckeln an der harten Brustwarze gekommen, das ging vorher auch nicht.
Später haben wir uns an eine andere Stillberaterin gewandt nachdem sie die Brust komplett verweigerte. Diese empfahl uns das BES. Der Versuch mit dem BES ohne Hütchen war nicht so erfolgreich, ich merke nicht ob sie die Brustwarze im Mund hat oder nicht, aufgrund der Größe der Brust und da sie sehr weich ist sieht man es auch nicht auf den ersten Blick. Meine Tochter hat die Brust nicht richtig erfasst und hatte sie stets nur vor der Zahnleiste, so dass sie rausrutschte und sie dann nur am Schlauch sog
.
Da sie den Mund nicht richtig aufmachte suchten wir eine Osteopathin auf, die eine Kiefersperre löste. Seitdem arbeitet sie merklich mehr mit dem Mund. Aus Frust, dass sie trotzdem die Brust nicht fasst, hatte ich es dann nochmal mit Hütchen probiert und stellte fest, dass sie mittlerweile am Hütchen ordentlich sog, es ging ihr nur nicht schnell genug. Wir kombinierten daher das BES mit dem Hütchen und nach wenigen Tagen konnte sie auch schon kleinere Mahlzeiten ohne das BES aus der Brust (mit Hütchen) saugen. Seit dieser Woche haben wir das BES nur noch für einzelne Mahlzeiten mitgenutzt.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Während der Schwangerschaft hatte ich einen Gestationsdiabetes, ansonsten alles unauffällig!
nachdem ich die Woche ganz euphorisch war, dass wir einen großteil unserer Stillprobleme überwunden haben holt es uns leider wieder ein. Wir mussten unserer Tochter (8 Wochen) ab der zweiten Woche PRE-Nahrung zufüttern, da sie nicht ausreichend zugenommen hat (bzw. sie hat nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch weiter abgenomen). Ich konnte meine Milchmenge soweit aufbauen dass wir keine PRE-Nahrung mehr brauchten (zwischenzeitlich gab es aber auch Phasen in denen ich mir zuviel Stress gemacht hatte und dann fast gar keine Milch mehr hatte). Als sie anschließend die Brust komplett verweigerte habe ich mich an eine Stillberaterin gewandt.
Mittlerweile sind wir so weit, dass sie zuverlässig mit Stillhütchen an die Brust geht. Meine Milchmenge hat sich nochmal enorm gesteigert als sie wieder anfing mit den Stillhütchen zu saugen. dies führt dazu, dass sie derzeit wohl hauptsächlich Vordermilch bekommt
Nun scheint ihr die Hitze derzeit extrem zu schaffen zu machen. Sie schläft unheimlich viel und ist nur ganz schwer zu wecken, sie saugt auch weniger stark als die vergangenen Tage. Gestern haben wir es noch ausgesessen, da hat sie sich bei 2 Mahlzeiten wieder einmal "Übertrunken", so dass sie erheblich gespuckt und geschrien hat (zumindest ist das meine Interpretation, bis wir anfingen zuzufüttern hat sie gar nicht gespuckt, seit der Zufütterung fing es an und wenn sie große Mengen trank spuckte sie erheblich mehr), daher bin ich davon ausgegangen dass sie zumindest genug bekommen hat. Heute wurde sie nochmal träger (schlief von gestern auf heute quasi 10 Stunden! zwischendurch wurde sie zwar wach, schlief aber nach 2-3 Schlucken Milch an der Brust wieder ein) und die Windeln wurden weniger. Ich habe ihr daher heute wieder mehrfach die Flasche in den Mund geschoben weil sie nicht dazu zu bewegen war richtig zu saugen und sie nunmal definitiv Flüssigkeit braucht! Zudem habe ich Sorge dass sie wieder abnehmen könnte (das Gewicht stagniert in dieser Woche, sie hat aber bisher zum Glück kein Gewicht verloren).
Ich kenne bei ihr 3 Intensitäten beim Saugen. Zum Anfang saugt sie extrem stark (Vergleichbar mit der stärksten Einstellung der Pumpe, fast schmerzhaft - so saugt sie auch wenn sie pupse loswerden will), dann hat sie häufig eine Saugintensität die ich mit dem Trinken aus einem Strohhalm vergleichen würde? Und letztendlich das Nuckeln. Heute hat sie wenig des extremen Saugens gezeigt und deutlich mehr mittlere Saugintensität und nuckeln. Ich bin mir nicht sicher ob sie damit genug Milch bekommen kann? Wie kann ich sie motivieren besser zu saugen?
Wechselstillen ist derzeit nicht der richtige Weg denke ich, damit würde sie ja vermutlich noch mehr Vordermilch bekommen (Macht zuviel Vordermilch eigentlich Verdauungsbeschwerden/Bauchweh?)? Ich habe ihr nun pro Mahlzeit immer nur eine Brust angeboten damit sie möglichst an die Hintermilch kommt. Gerade habe ich 1 Stunde nach dem Stillen gepumpt (sie bekam statt Stillen jetzt nochmal eine Flasche) und aus der Seite die sie gestillt hat habe ich mit dem Doppelpumpset 50ml weniger abpumpen können als aus der anderen - ich vermute dass es sich bei der Differenz ungefähr um die Menge handelt die sie getrunken hat (dort kam auch gleich opake Milch, während bei der anderen Brust erst viel durchsichtige stehende Milch kam - da habe ich dann auch die ersten ml weggekippt da sie die Vordermilch derzeit ja nicht braucht)? Als ich noch ausschließlich abgepumpt hatte, lag die Differenz zwischen den Brüsten etwa bei 10-20ml.
Ich glaube ich habe auch ein Problem zu erkennen wann sie satt ist. Seitdem sie wieder stillt lässt sie sich zwischendurch ablegen und ist zufrieden (gab es zu Flaschenzeiten gar nicht), ich interpretiere es dann als satt wenn sie zufrieden daliegt? Mitunter deute ich aber ein weinen an der Brust als Hunger und dann stellen wir hinterher fest dass sie unmengen ausspuckt.
*Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Sie wurde etwa in den vergangenen 6 Wochen zugefüttert. Erst viel PRE dann immer mehr Muttermilch. In der Zeit als sie die Brust komplett verweigerte konnten wir letztlich auf etwa 100-150ml Pre/Tag reduzieren. Seitdem sie wieder mit den Brusthütchen trinkt hat sich meine Milchmenge soweit gesteigert, dass wir keine PRE-Nahrung mehr benötigen. Zeitweise biete ich ihr das BES mit Muttermilch zusätzlich an (wenn ich das Gefühl habe sie hat zu großen Hunger und würde nur mit Hütchen an der Brust frustriert sein, ich habe bei der Verwendung des BES mit dem Stillhütchen aber immer das Gefühl dass Luft mitgezogen wird und es daher in dem Fall das effektive saugen nicht unterstützt?), meist hat sie dann zwischen 10 und 30ml aus dem BES mit abgetrunken.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Sie trinkt ja erst seit dieser Woche wieder an der Brust, daher können das jetzt nur Annäherungswerte sein. Häufig trinkt sie nur 5 Minuten - das dokumentiere ich bisher nicht als Stillen. Gestern kam Sie auf 6 Stillmahlzeiten zwischen 15 und 57 Minuten und hat 4x zusätzlich mit dem BES gestillt (insgesamt 80ml). Heute komme ich ebenfalls auf 6 Stillmahlzeiten (der Großteil jedoch bei 10 Minuten, einmal waren es 15 und einmal 30 - auf 30 Minuten kam ich nur durch Wechselstillen, das brauchte ich sonst die Tage nicht um auf eine angemessene Dauer zu kommen). Insgesamt habe ich heute 250ml Muttermilch zugefüttert (1x mit BES, 3x bekam sie eine Flasche weil sie einfach nicht zu wecken war).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Wir haben i.d.R. etwa 8 Windeln pro Tag. Urin ist immer mit dabei, Stuhlgang bisher noch mehrmals täglich.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Nach der Entbindung (Kaiserschnitt) habe ich noch im Kreißsaal versucht sie anzulegen. Die Hebamme war zufrieden als sie ein Schmatzgeräusch machte, meiner Meinung nach hat sie aber definitiv nicht gesaugt. Sie hatte auch am folgenden Tag Probleme die Brust zu fassen zu bekommen. Eine Schwester versuchte mir das Kind anzulegen aber auch da bekam sie die Brust nicht zu fassen, ich habe dann Stillhütchen bekommen. Sie saugte auch daran nicht stark, es war aber immer Milch bzw. Kolostrum im Hütchen zu sehen.
Beim Stillen war und ist es so, dass sie schon häufig unruhig ist und ihre Arme im Weg sind, Andocken an die Brust ohne Hütchen hatten wir bisher nie. Lege ich sie mir auf die Brust dann sucht sie zwar und findet ggf. dann auch, bekommt die Brust aber nach wie vor nicht zu fassen - mit viel Glück erwischt sie im Liegen einen Nippel (nur wenn die Brustwarze gerade hart ist) und nuckelt daran, verliert ihn aber auch sobald die Brustwarze wieder weich wird.
Wir hatten bereits im Krankenhaus probleme mit einer zu starken Gewichtsabnahme. Rückblickend denke ich, dass diese zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass mich eine der Schwestern gerügt hat als ich ihr auf die Frage wie häufig ich sie anlege antwortete, dass die kleine quasi im Stundentakt trinken möchte (aber immer nur kurz). Ich habe dann nur noch im 2-Stunden-Takt angelegt - die Dauer der einzelnen Mahlzeiten wurde dadurch aber leider nicht größer.
Als sie mit der Abnahme über die 10%-Grenze rutschte bekamen wir dann die Aufforderung "anlegen, anlegen, anlegen" und konnten so eine Gewichtssteigerung zum Folgetag von 20g erreichen - wir wurden daraufhin entlassen (ohne Gewichtssteigerung hätte man uns nicht gehen lassen).
Zu Hause ergab es sich dann leider, dass sie wieder abnahm (Geburtsgewicht waren 3065g, Bei der Entlassung wog sie 2630g, die Hebamme wog sie nach einer Woche zu Hause mit 2570g). Die Hebamme ging davon aus, dass es sich um eine Trinkschwäche handelt und empfahl uns abzupumpen und die abgepumpte Milch zu füttern um es ihr leichter zu machen Gewicht aufzubauen (sie machte uns Mut, dass die Babys ihrer Erfahrung nach ab 3000g wieder genug Kraft zum saugen hätten). Die Menge an abgepumpter Milch war jedoch sehr gering (tw. nur 20ml - vermutlich durch den Stress?), so dass wir am Folgetag auch begannen PRE-Nahrung zuzufüttern.
Letztendlich fing sie irgendwann an die Brust komplett zu verweigern und bekam nur noch die Flasche.
Mittlerweile trinkt sie wieder mit Hütchen und ggf. in Kombination mit dem BES.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Kennt sie alles. Schnuller hat sie in der Phase als sie gar nicht an die Brust ging bekommen um Pupse loszuwerden. Mittlerweile geben wir ihr meist den kleinen Finger dafür.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich hatte mich in der Zeit als wir massiv zugefüttern hatten an eine Stillberaterin gewandt um ggf. die Stillhütchen loszuwerden. Wir sind leider bei unserer Tochter mit dem saugfreien zufüttern ganz massiv gescheitert (sie schreit sich absolut in Rage und schläft dann vor Erschöpfung ein, ein bisschen Milch um Tropfen zu geben mit dem Löffel geht, eine ganze Mahlzeit habe ich nicht in sie hineinbekommen), wir sind jedoch in der Zeit zum kurzzeitigen Nuckeln an der harten Brustwarze gekommen, das ging vorher auch nicht.
Später haben wir uns an eine andere Stillberaterin gewandt nachdem sie die Brust komplett verweigerte. Diese empfahl uns das BES. Der Versuch mit dem BES ohne Hütchen war nicht so erfolgreich, ich merke nicht ob sie die Brustwarze im Mund hat oder nicht, aufgrund der Größe der Brust und da sie sehr weich ist sieht man es auch nicht auf den ersten Blick. Meine Tochter hat die Brust nicht richtig erfasst und hatte sie stets nur vor der Zahnleiste, so dass sie rausrutschte und sie dann nur am Schlauch sog
Da sie den Mund nicht richtig aufmachte suchten wir eine Osteopathin auf, die eine Kiefersperre löste. Seitdem arbeitet sie merklich mehr mit dem Mund. Aus Frust, dass sie trotzdem die Brust nicht fasst, hatte ich es dann nochmal mit Hütchen probiert und stellte fest, dass sie mittlerweile am Hütchen ordentlich sog, es ging ihr nur nicht schnell genug. Wir kombinierten daher das BES mit dem Hütchen und nach wenigen Tagen konnte sie auch schon kleinere Mahlzeiten ohne das BES aus der Brust (mit Hütchen) saugen. Seit dieser Woche haben wir das BES nur noch für einzelne Mahlzeiten mitgenutzt.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Während der Schwangerschaft hatte ich einen Gestationsdiabetes, ansonsten alles unauffällig!