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Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 12:59
von Kaymahn
Hallo!

Nachdem ich über die Suchfunktion keinen Erfolg hatte:

Meine Tochter (9 Wochen) ist zum Glück kerngesund :) gestern haben wir wegen der ersten Impfung beim Arzt Fieberzäpfchen "für alle Fälle" verschrieben bekommen. Falls sie eben Schmerzen/Fieber haben sollte und als ich sie so heimgetragen habe, hat sich mir die Frage gestellt:

Kann man Schmerzmittel nicht auch über die Muttermilch "verarbreichen"? Gibt es dazu irgendwelche Studien oder ähnliches? Immerhin geht Ibuprofen in geringen Mengen in die Muttermilch über...

Bitte nicht falsch verstehen: Ich werde jetzt keine komischen Experimente machen :shock:

LG

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 13:11
von EhMibima
Warum willst du denn das bzw was denkst du, wäre der Vorteil? *kopfkratz*
Sowas könnte man doch bestimmt nicht genau dosieren UND du belastest als Mutter auch noch deinen Stoffwechsel.
Und im Endeffekt wäre es doch so als würde man den Schmerz/Fiebersaft mit Mumi mixen und dann geben. Also irgendwie..sinnlos? Nicht?

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 13:12
von EhMibima
Ps: Bin nur Mutter, keine Beraterin.

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 13:31
von Käfermama
Als Gedankenspiel: Um beim Kind einen wirksamen Spiegel des Schmerzmittels zu erreichen, müsstest Du vermutlich weit mehr als eine normale Erwachsenen-Dosis einnehmen, dann müsstest Du wissen, zu welchem Zeitpunkt nach der Einnahme bei Dir der maximale Blutspiegel erreicht wird, um zu errechnen, wie groß der Schmerzmittelgehalt der Muttermilch zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Das Kind müsste dann eine genau definierte Menge Muttermilch zu sich nehmen. Da fließen so viele Faktoren mit ein, die von Mensch zu Mensch auch noch unterschiedlich sind, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es irgendwie möglich ist, auf diese Weise ein Medikament exakt zu dosieren.

Ich habe mal nachgerechnet, weil es mich interessiert:
In "Schäfer/Spielmann: Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit" stehen Ergebnisse von Untersuchungen drin, wo der Ibuprofen-Spiegel in der MuMi gemessen wurde. Hier wird bei einer Ibu-Dosis von 400 mg alle 6-8h, was einer üblichen Erwachsenen-Dosierung entspricht, von einem Gehalt der Muttermilch von maximal 0,18µg/ml berichtet. Das heißt, für eine Ibuprofen-Dosierung von 60 mg (soviel ist in den Säuglingszäpfchen), müsste das Kind mindestens 333 LITER Muttermilch trinken.

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 13:44
von Kaymahn
@.Käfermama:

Ja, das habe ich mir fast gedacht, dass die Sache mit der Dosierung tatsächlich am problematischsten ist. Eben auch, weil die Gene schon sagen, wie schnell etwas verstoffwechselt wird.

Und: Vielen Dank fürs nachrechnen :D genau sowas wollte ich wissen

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 13:47
von Kaymahn
bienesmama hat geschrieben:Warum willst du denn das bzw was denkst du, wäre der Vorteil? *kopfkratz*
Sowas könnte man doch bestimmt nicht genau dosieren UND du belastest als Mutter auch noch deinen Stoffwechsel.
Und im Endeffekt wäre es doch so als würde man den Schmerz/Fiebersaft mit Mumi mixen und dann geben. Also irgendwie..sinnlos? Nicht?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Mütter "in besonderen Lagen" gibt, die lieber ihren eigenen Stoffwechsel belasten, wenn es zur Folge hat, dass der Stoffwechsel des Kindes im Gegenzug entlastet wird.

Wie gesagt, Käfermama hat es richtig verstanden. Hier geht es um eine hypothetische Frage, ich selber habe nicht vor derartiges zu probieren.

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 13:53
von EhMibima
Kaymahn hat geschrieben:
bienesmama hat geschrieben:Warum willst du denn das bzw was denkst du, wäre der Vorteil? *kopfkratz*
Sowas könnte man doch bestimmt nicht genau dosieren UND du belastest als Mutter auch noch deinen Stoffwechsel.
Und im Endeffekt wäre es doch so als würde man den Schmerz/Fiebersaft mit Mumi mixen und dann geben. Also irgendwie..sinnlos? Nicht?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Mütter "in besonderen Lagen" gibt, die lieber ihren eigenen Stoffwechsel belasten, wenn es zur Folge hat, dass der Stoffwechsel des Kindes im Gegenzug entlastet wird.
Ja, sicher. Und da man den Stoffwechsel der Mutter eh nicht einbeziehen kann...

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 14:03
von Violet
Kaymahn hat geschrieben:
bienesmama hat geschrieben:Warum willst du denn das bzw was denkst du, wäre der Vorteil? *kopfkratz*
Sowas könnte man doch bestimmt nicht genau dosieren UND du belastest als Mutter auch noch deinen Stoffwechsel.
Und im Endeffekt wäre es doch so als würde man den Schmerz/Fiebersaft mit Mumi mixen und dann geben. Also irgendwie..sinnlos? Nicht?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Mütter "in besonderen Lagen" gibt, die lieber ihren eigenen Stoffwechsel belasten, wenn es zur Folge hat, dass der Stoffwechsel des Kindes im Gegenzug entlastet wird.

Wie gesagt, Käfermama hat es richtig verstanden. Hier geht es um eine hypothetische Frage, ich selber habe nicht vor derartiges zu probieren.
Der Stoffwechsel würde doch nicht entlastet werden.?!? Um eine ausreichende Wirkung zu haben braucht man einen gewissen Wirkspiegel. Das Kind braucht dementsprechend ausreichend Medikament damit man einen Effekt hat. Wie das ins Kind gelangt ist vollkommen unerheblich. Man bräuchte nicht weniger nur wenn es über die Muttermale kommen würde.
Ansonsten wurde hier schon alles gesagt von wg schlechter Steuerbarkeit und notwendige Überdosierung der Mutter.

J. *11/2012

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 14:04
von Violet
Mittermilch natürlich

J. *11/2012

Re: Schmerzmittel in der Muttermilch

Verfasst: 22.06.2016, 14:22
von Kaymahn
Violet hat geschrieben:. Das Kind braucht dementsprechend ausreichend Medikament damit man einen Effekt hat. Wie das ins Kind gelangt ist vollkommen unerheblich.
Da muss ich dir leider widersprechen, meines Wissens nach ist es nicht ganz unerheblich wie ein Medikament ins Kind gelangt.

Üblicherweise werden Zäpfchen verschrieben, weil diese schneller von der Darmschleimhaut resorbiert werden, also nicht erst durch das ganze kindliche System wandern müssen, bis eine Wirkung erzielt wird.
Dazu kommen natürlich weitere Gründe wie, das Baby kann oder mag noch keine Tabletten schlucken.

Hmm, aber durch Eure Anregungen habe ich jetzt immerhin eine mehr oder weniger praktikable Lösung.
Die Mutter muss gnadenlos mit Schmerzmitteln überdosiert werden. Anschließend werden 300 Liter Muttermilch dem Kind rektal eingeführt.

Danke für eure Teilnahme an einem Gedankenspiel, nach zwei Monaten Baby hüten ist einem doch recht öde daheim ;)