Vollstillen noch möglich?
Verfasst: 19.05.2016, 12:41
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und stelle mich erst mal kurz vor:
Ich bin 39 und habe im März meine Tochter (1. Kind) zur Welt gebracht. Ich bin sehr glücklich mit ihr, sie ist ein kleiner Sonnenschein
Sie ist gesund und munter und aufmerksam - alles wäre super, wenn da nicht das Ding mit dem Stillen wäre (sonst wäre ich wohl auch nicht hier). Leider hat das mit dem Stillen aber von Anfang an nicht wirklich funktioniert...
Ich halte mich mal einigermaßen an Eure Fragen, um uns vorzustellen, damit Ihr Euch ein Bild von der Situation bei uns machen könnt...
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Wir füttern mit Pre HA von Aptamil zu. Die Mengen und Häufigkeiten variieren stark von Tag zu Tag. Wir füttern in meist 6 Zufütterungs-Mahlzeiten (manchmal aber auch nur 4) zwischen 400 und 610 ml zu. Die Menge pro Mahlzeit sind meist 100 ml, abends inzwischen meist 130 ml, tagsüber auch mal "nur" 70 ml. Weniger ist es selten.
Die Zufütterungsmengen (und ob Fläschchen oder Brusternährungsset) und die Stillhäufigkeiten habe ich mir seit Ende April notiert, das hänge ich unten mal an.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Das habe ich bisher noch nicht so nachgehalten. Wir haben aber mindestens 6 nasse Windeln am Tag. Meist wickel ich meine Tochter vor dem Stillen, um sie zu wecken und dann ist die Windel meist auch voll (Pipi). Stuhlgang hat sie nicht so regelmäßig, das variiert inzwischen von 2x am Tag bis hin zu alle 2 Tage. Bis wir angefangen hatten, 100 ml pro Mahlzeit zuzufüttern waren es auch mal nur alle 4 Tage, wobei dann die Menge ordentlich war. Das war von Anfang an so mit dem Stuhlgang. Aber wie gesagt, inzwischen sind wir bei 2x am Tag bis alle 2 Tage.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Meine Kleine kam einen Tag vor dem errechneten Termin zur Welt. Die Geburt hat 12 Stunden gedauert (von 22 Uhr bis 10 Uhr) und ich brauchte am Ende noch den Wehentropf, weil die Presswehen nicht mehr ausgereicht haben für "das letzte Bisschen"... Insgesamt fand ich die Geburt aber gut, was ich von der restlichen Aufenthaltszeit im Krankenhaus leider nicht behaupten kann.
Ich glaube, dass dort - im Krankenhausaufenthalt - eine Ursache (von vielleicht vielen?) für unsere Schwierigkeiten beim Stillen liegen. Die Hebammen und Schwestern auf der Station haben bezüglich Stillen sich widersprechende Aussagen gemacht, dazu hatte ich die Aussagen zum Stillen meiner Hebamme von vor der Geburt im Kopf und war im Endeffekt total verunsichert (vorher hatte ich gedacht, dass ich genug übers Stillen weiß, dass ich mich nicht verunsichern lassen würde, leider war dem nicht so). So hat beispielsweise eine Hebamme darauf bestanden, dass ich im Sitzen stillen muss, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich aufgrund meiner Verletzungen nicht sitzen kann (ich hatte nach der Geburt ziemliche Schmerzen und Sitzen war eine Qual). Leider ist meine Tochter von Anfang an sehr schnell beim Stillen eingeschlafen (keine Gelbsucht) und hat sich dann aber nach kurzer Zeit wieder gemeldet. Hier wurde mir gesagt, dass das nicht normal sei, sondern ein ca. 3-Stunden-Rhythmus oder vielleicht noch ein 2-Stunden-Rhythmus. Sie ließ sich dann eigentlich nur durch herumtragen beruhigen, aufgrund meiner Verletzungen und meines Kreislaufs konnte ich das aber nicht tun. Wenn mein Partner da war, konnte er das übernehmen, nachts beispielsweise konnte er das aber nicht. Schon am 1. Tag meinte eine Schwester, die ich um Hilfe beim Anlegen bat, dass meine Tochter ein "sehr schwieriges Stillkind" sei. Zu allem Überfluss lag ich mit einer Frau auf einem Zimmer, die einen Kaiserschnitt gehabt hatte und deren Kind in einem anderen Krankenhaus auf der Intensivstation lag. So baten mich die Schwestern in der 1. Nacht, dass sie meine Tochter für 2 Stunden nehmen würden und sie mir wieder bringen würden, wenn sie Hunger hat, damit meine Zimmernachbarin und ich zur Ruhe kommen könnten. Widerstrebend habe ich dem zugestimmt, auch wenn es mir das Herz gebrochen hat. In der 2. Nacht war es die gleiche Situation - meine Tochter ließ sich nicht beruhigen und die Schwestern baten mich, dass sie meine Tochter betreuen würden, bis sie wieder Hunger hätte, dann würden sie mir sie zum Anlegen wieder bringen. Erneut habe ich schweren Herzens zugestimmt (da mache ich mir jetzt noch Vorwürfe). Leider haben sich die Schwestern nicht an die Abmachung gehalten, sondern meiner Tochter ein Fläschchen gegeben (eventuell auch 2?). Daraufhin hat meine Tochter 8 Stunden (!) geschlafen, so dass ich im Endeffekt am 2./3. Tag 10 Stunden nicht angelegt hatte.
Meine Tochter hatte leider im Krankenhaus dann schon ziemlich abgenommen (von 3690 g Geburtsgewicht auf 3420 g).
Am 3. Tag bin ich aus dem Krankenhaus nach Hause gegangen und hoffte, dass sich dort dann alles normalisieren würde, weil ich dort mehr Ruhe hätte (im Krankenhaus war eine sehr gestresste Atmosphäre). Leider habe ich dann am nächsten Tag eine dicke Erkältung mit Husten und Schnupfen bekommen (2. Ursache?), die mich ziemlich mitgenommen hat. Zu Hause hat das mit dem Stillen aber nicht wirklich besser geklappt als im Krankenhaus und als meine Tochter dann nach 1 Woche mehr als 10% abgenommen hatte (bis auf 3280 g), mussten wir mit dem Zufüttern anfangen.
Die Erkältung war ich nach 2 Wochen erst wieder los. Leider war ich dann immer noch nicht wieder hergestellt, da sich dann die Nähte entzündet haben (die eigentlich selbstauflösenden Fäden haben sich nicht aufgelöst). Erst als die nach 4 Wochen von meiner Frauenärztin gezogen wurden und die Verletzungen dann ohne Nähte heilen mussten, fing es an, mir besser zu gehen, dass ich auch wieder sitzen und längere Zeit stehen und gehen konnte. In diesen ersten 4 Wochen konnte ich meine Tochter nur schlecht beruhigen, wenn sie trotz Stillens und Zufütterns schrie. Leider konnte mein Partner auch nur 2 Wochen zu Hause bleiben, danach war ich den Tag über auf mich allein gestellt. Ich erwähne das, weil ich jemand bin, der nur sehr schlecht irgendwo sitzen (oder in dem Fall liegen) kann, ohne etwas "zu tun" und sich verwöhnen/umsorgen zu lassen. Das "herumliegen" hat mir ziemlich Stress gemacht, auch wenn ich wusste, dass das dazugehört und dass es einfach "nur" meine Aufgabe war, unsere Tochter zu stillen. Dass das nicht geklappt hat, hat mir ziemlich zu schaffen gemacht und tut es immer noch immer mal wieder.
Anfangs haben wir 2x täglich 30 ml zugefüttert, das hat meiner Kleinen aber nicht gereicht. Dann wurden 6x 30 ml daraus, dann kamen einige 70ml-Mahlzeiten dazu, bis wir irgendwann bei ca. 6 x 100 ml waren.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller hatten wir ihr im Krankenhaus gegeben, damit sie zwischendurch auch mal ruhig ist. Den spuckt sie aber seit geraumer Zeit (4 Wochen?) immer wieder aus, so dass wir ihr den auch gar nicht mehr anbieten. Fläschchen gebe ich ihr manchmal, auch wenn ich versuche, das möglichst selten zu machen. Da haben wir die Calma-Sauger von Medela, die hatte meine Hebamme uns empfohlen, wobei die Stillberaterin meinte, dass das keinen Unterschied macht, ob diese oder andere Fläschchen...
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Es war einmal eine Stillberaterin hier, wobei die aus 90 km Entfernung anreisen musste, da es hier keine Stillberater gibt. Meine Hebamme ist zuletzt noch 1x pro Woche zum Wiegen gekommen, kommt aber nächste Woche zum letzten Mal und hat schon vor ca. 4 Wochen gesagt, dass sie mit ihrem Latein am Ende ist (daher hatte ich dann die Stillberaterin kontaktiert).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme
Meine Tochter ist gesund.
Ich habe das Raynaud-Syndrom, weswegen ich auch manchmal das Zufüttern mit Fläschchen statt mit BES mache, da die Brustwarzen manchmal nach dem Stillen stark schmerzen. Manchmal kann ich aber auch die Zähne zusammenbeißen und manchmal (zum Glück meistens) habe ich keine Schmerzen. Außerdem habe ich vor 3 Wochen einen Knoten in meiner rechten Brust entdeckt, der wohl eine Zyste ist (wurde von der FÄ geschallt) - gibt es da evtl. einen Zusammenhang, dass aus der rechten Brust weniger Milch kommt?.
Um die Milchmenge bei mir zu steigern und die Menge an MuMi zu steigern, die meine Tochter aus meinen Brüsten herausbekommt, habe ich inzwischen alles mögliche versucht:
- Ich habe Malzbier getrunken und Piu latte von Humana genommen - beides ohne großartig erkennbaren Effekt.
- Meine Frauenärztin hatte mir Phytolacca in C30 genannt, das hatte aber ebenfalls keinen erkennbaren Effekt.
- Ich habe versucht abzupumpen mit einer elektrischen Pumpe (Symphony von Medela), allerdings sind nur einige wenige Male ein paar ml gekommen, meist aber rein gar nichts. Ich habe es auch mit einer Handpumpe versucht von Avent, damit hat es ein kleines bisschen besser geklappt, aber auch nicht so gut, dass ich es beibehalten habe, weil ich den Zeitaufwand ziemlich heftig fand zusätzlich zum Stillen und Zufüttern und den Nutzen nicht so wirklich gesehen habe (bei der elektrischen sind mal maximal 5 ml gekommen, bei der Handpumpe waren es mal 10ml, mehr aber nicht).
- Ich habe die Brüste mit Stillöl nach I. Stadelmann eingerieben, das mache ich auch nach wie vor ca. 2-3x am Tag vor dem Stillen, da ich da den Eindruck habe, dass das ein bisschen was bringt (Menge bzw. Fluss der Milch).
- Ich habe Stilltee und Anis-Fenchel-Kümmeltee getrunken (inzwischen nur noch etwa 1 Tasse am Tag).
- Ich habe versucht, oft anzulegen, das klappt inzwischen besser, aber auch nicht immer, weil meine Tochter manchmal nach dem Zufüttern längere Zeit schläft. Da ich sie anfangs aufgrund der Gewichtsproblematik öfter zum Stillen wecken musste und mir das ziemlich schwer gefallen ist, bringe ich das jetzt nicht mehr über's Herz, zumal sie jetzt gut zunimmt.
- Außerdem habe ich die Brüste vor dem Stillen mit einem Kirschkernkissen vorgewärmt, um den Fluss zu erleichtern, das mache ich inzwischen kaum noch, weil ich da auch den Nutzen nicht so richtig gesehen habe.
- Wechselstillen habe ich versucht. Da es aber häufig mehrere Minuten dauert, bis meine Tochter regelmäßig schluckt (s.u. zum MSR) und das dann auch nur sehr kurz ist, müsste ich so ungefähr jede Minute die Seite wechseln, was ich sehr anstrengend und stressig finde. Ich mache es aber trotzdem so, dass ich immer mal wieder zwischendurch wechsel, wenn ich das Gefühl habe, dass auf einer Seite so gar nichts mehr kommt und meine Tochter komplett wegdöst.
- Brustkompression habe ich versucht, das hat allerdings kaum einen Effekt.
- Wenn möglich (d.h. wenn meine Tochter nicht schon wie am Spieß schreit), massiere ich meine Brust vor dem Stillen (Methode nach Marmet). Ich habe auch herausgefunden, dass es etwas bringt, wenn ich während des Stillens meine Finger kreisend über das Brustdrüsengewebe bewege.
- Aktuell nehme ich noch 5x2 Kapseln Bockshornklee von Dr. Pandalis pro Tag (habe ich gestern von 5x3 Kapseln reduziert, um festzustellen, ob ich die Menge weiter nehmen muss oder reduzieren kann).
- Ich versuche, möglichst viele Zufütterungsmahlzeiten über das Brusternährungsset zuzufüttern. Wenn ich unterwegs bin bzw. Termine habe (Arzt, Hebamme o.ä.) oder nachts sehr müde oder meine Tochter sehr sehr müde aber quatschig, oder wenn ich zu starke Schmerzen in den Brustwarzen habe, gebe ich das Fläschchen.
Das eine, was ich feststellen konnte ist, dass meine Brüste nachts bzw. früh morgens etwas voller sind (dann kann ich vor dem Stillen Milchansammlungen ausmachen), abends sind sie komplett weich und es ist keine Milchansammlung zu fühlen. Abends verlangt meine Tochter auch mehr (meist inzwischen 130 ml). Die Milchmenge spielt schon eine Rolle, manchmal dreht meine Tochter an der Brust ziemlich auf, wird hektisch, kratzt und boxt mich, weil sie nicht genug Milch aus der Brust bekommt. Das ist meist eher abends.
Zum anderen habe ich aber, glaube ich, einen nur sehr schwach ausgeprägten Milchspendereflex. Wenn einer da ist (gespürt habe ich den noch nie, ich gehe da vom Schluck- und Saugverhalten meiner Tochter aus), dann schluckt meine Tochter auch gierig, das ebbt aber sehr schnell ab (nach ca. 10 - 20 Sekunden), danach saugt sie wieder ca. 5x oder auch häufiger, bis sie einmal schluckt. Wenn der Reflex da ist, wacht sie auch auf. Beim BES bleibt sie auch meist dran und schläft nicht ein (jedenfalls nicht mit den weißen Schläuchen). Da es mit dem Abpumpen nicht geklappt hatte, hatte ich mal versucht, meine Brust von Hand zu entleeren, da tropft es aber nur raus (auch nach vorheriger Massage).
Unsere Anlegetechnik soll gut sein laut 2 Hebammen und einer Stillberaterin (die war 1x hier, da sie aber aus 90 km Entfernung anreisen musste (das war von hier aus die nächste), war das das einzige mal).
Meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt und ich habe so viel ausprobiert, ohne dass wir die Zufütterungsmenge wesentlich reduzieren konnten (eine leichte Reduktion von durchschnittlich 580 ml auf 530 ml haben wir erreicht als ich angefangen habe, das Brusternährungsset häufiger einzusetzen). Ist es überhaupt noch möglich, dass ich noch irgendwann zum Vollstillen komme (das wäre mein Traum)? Die Stillberaterin hatte mir da wenig Hoffnung gemacht, sie meinte, dass es ab der 7. Woche sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass die Milchmenge noch wesentlich gesteigert werden kann.
Ich weiß, dass häufiger Domperidon eingesetzt wird, ich habe da auch mit meiner Frauenärztin drüber gesprochen. Allerdings wollte sie es mir nicht verschreiben und ich mag generell nicht gerne Medikamente nehmen, so dass ich das nicht noch ausprobieren möchte. Ich muss hier auch dazu sagen, dass die ganze Problematik zu Streitigkeiten mit meinem Partner geführt haben, weil er meint, dass ich zu verbissen bin (ich selbst nenne es hartnäckig) und er strikt gegen irgendwelche weiteren Maßnahmen wie Medikamente ist.
Die Stillberaterin hatte mir noch Oxytocin C30 Globuli von Homeda empfohlen, damit der Milchspendereflex kommt - macht das Sinn? Bekämpft man nicht normalerweise in der Homöopathie gleiches mit gleichem, so dass das eher das Gegenteil bewirken müsste? Habt Ihr da Erfahrungen?
Leider kann ich die Gewichte nicht genau hier einstellen, da ich das nicht notiert hatte. Meine Tochter hat aber in den letzten Wochen, seit wir mit den 100ml-Mengen angefangen haben, immer 200g pro Woche zugenommen. Ich versuche aber mal, das zu rekonstruieren (wie gesagt bin ich mir aber nicht so sicher; anfangs wurde auch häufiger gewogen, da weiß ich aber überhaupt nicht mehr, welches Gewicht sie da jeweils hatte, daher notiere ich nur das, was ich noch so in etwa weiß):
16.03.: 3690 g Geburt KH
18.03.: 3420 g Entlassung KH
23.03. oder 24.03.: 3280 g - Beginn der Zufütterung
07.04.: 3710 g - Geburtsgewicht nach 3 Wochen wieder erreicht
20.04.: ca. 4210 g
27.04.: ca. 4400 g
03.05.: ca. 4600 g
09.05.: ca. 4800 g
18.05.: ca. 5100 g
Zufütterungsmengen und Stillhäufigkeiten seit dem 23.04. (eine Frage noch dazu: Was zählt als eine Stillmahlzeit - wenn ich stille und dann mit Fläschchen oder BES zufüttere und anschließend nochmal stille - ist das ein Stillvorgang oder ein zweiter? Ich zähle das hier mal als einen):
23.04.: 7x gestillt, 8x Fläschchen (= insg. 610 ml)
24.04.: 7x gestillt, 6x Fläschchen (= insg. 530 ml)
25.04.: 8x gestillt, 5x Fläschchen, 2x BES (= insg. 580 ml)
26.04.: 8x gestillt, 6x Fläschchen, 2x BES (= insg. 580 ml)
27.04.: 6x gestillt, 4x Fläschchen, 3x BES (= insg. 530 ml)
28.04.: 7x gestillt, 4x Fläschchen, 2x BES (= insg. 540 ml)
29.04.: 9x gestillt, 4x Fläschchen, 2x BES (= insg. 540 ml)
30.04.: 7x gestillt, 4x Fläschchen, 1x BES (= insg. 420 ml)
01.05.: 8x gestillt, 9x Fläschchen (= insg. 570 ml)
02.05.: 10x gestillt, 7x Fläschchen (= insg. 530 ml)
03.05.: 7x gestillt, 6x Fläschchen, 1x BES (= insg. 610 ml)
04.05.: 8x gestillt, 5x Fläschchen, 2x BES (= insg. 530 ml)
05.05.: 8x gestillt, 6x Fläschchen (= insg. 490 ml)
06.05.: 11x gestillt, 5x Fläschchen (= insg. 500 ml)
07.05.: 8x gestillt, 6x Fläschchen (= insg. 610 ml)
08.05.: 11x gestillt, 7x Fläschchen (= insg. 580 ml)
09.05.: 10x gestillt, 4x Fläschchen, 2x BES (= insg. 470 ml)
10.05.: 9x gestillt, 3x Fläschchen, 3x BES (= insg. 510 ml)
11.05.: 12x gestillt, 4x Fläschchen, 3x BES (= insg. 560 ml)
12.05.: 10x gestillt, 2x Fläschchen, 3x BES (= insg. 460 ml)
13.05.: 12x gestillt, 3x Fläschchen, 3x BES (= insg. 560 ml)
14.05.: 7x gestillt, 2x Fläschchen, 4x BES (= insg. 590 ml)
15.05.: 9x gestillt, 3x Fläschchen, 2x BES (= insg. 530 ml)
16.05.: 9x gestillt, 5x Fläschchen, 1x BES (= insg. 600 ml)
17.05.: 10x gestillt, 1x Fläschchen, 3x BES (= insg. 400 ml)
18.05.: 10x gestillt, 2x Fläschchen, 4x BES (= insg. 580 ml)
Nach diesem Roman (hat irgendwer durchgehalten bis zum Schluss?) meine abschließende Frage, die ja auch im Betreff steht: Haben wir noch eine Chance, zum Vollstillen zu kommen (auch ohne Domperidon) - wie ist da Eure Einschätzung?
Viele Grüße,
Maja mit L.
ich bin neu hier und stelle mich erst mal kurz vor:
Ich bin 39 und habe im März meine Tochter (1. Kind) zur Welt gebracht. Ich bin sehr glücklich mit ihr, sie ist ein kleiner Sonnenschein
Ich halte mich mal einigermaßen an Eure Fragen, um uns vorzustellen, damit Ihr Euch ein Bild von der Situation bei uns machen könnt...
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Wir füttern mit Pre HA von Aptamil zu. Die Mengen und Häufigkeiten variieren stark von Tag zu Tag. Wir füttern in meist 6 Zufütterungs-Mahlzeiten (manchmal aber auch nur 4) zwischen 400 und 610 ml zu. Die Menge pro Mahlzeit sind meist 100 ml, abends inzwischen meist 130 ml, tagsüber auch mal "nur" 70 ml. Weniger ist es selten.
Die Zufütterungsmengen (und ob Fläschchen oder Brusternährungsset) und die Stillhäufigkeiten habe ich mir seit Ende April notiert, das hänge ich unten mal an.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Das habe ich bisher noch nicht so nachgehalten. Wir haben aber mindestens 6 nasse Windeln am Tag. Meist wickel ich meine Tochter vor dem Stillen, um sie zu wecken und dann ist die Windel meist auch voll (Pipi). Stuhlgang hat sie nicht so regelmäßig, das variiert inzwischen von 2x am Tag bis hin zu alle 2 Tage. Bis wir angefangen hatten, 100 ml pro Mahlzeit zuzufüttern waren es auch mal nur alle 4 Tage, wobei dann die Menge ordentlich war. Das war von Anfang an so mit dem Stuhlgang. Aber wie gesagt, inzwischen sind wir bei 2x am Tag bis alle 2 Tage.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Meine Kleine kam einen Tag vor dem errechneten Termin zur Welt. Die Geburt hat 12 Stunden gedauert (von 22 Uhr bis 10 Uhr) und ich brauchte am Ende noch den Wehentropf, weil die Presswehen nicht mehr ausgereicht haben für "das letzte Bisschen"... Insgesamt fand ich die Geburt aber gut, was ich von der restlichen Aufenthaltszeit im Krankenhaus leider nicht behaupten kann.
Ich glaube, dass dort - im Krankenhausaufenthalt - eine Ursache (von vielleicht vielen?) für unsere Schwierigkeiten beim Stillen liegen. Die Hebammen und Schwestern auf der Station haben bezüglich Stillen sich widersprechende Aussagen gemacht, dazu hatte ich die Aussagen zum Stillen meiner Hebamme von vor der Geburt im Kopf und war im Endeffekt total verunsichert (vorher hatte ich gedacht, dass ich genug übers Stillen weiß, dass ich mich nicht verunsichern lassen würde, leider war dem nicht so). So hat beispielsweise eine Hebamme darauf bestanden, dass ich im Sitzen stillen muss, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich aufgrund meiner Verletzungen nicht sitzen kann (ich hatte nach der Geburt ziemliche Schmerzen und Sitzen war eine Qual). Leider ist meine Tochter von Anfang an sehr schnell beim Stillen eingeschlafen (keine Gelbsucht) und hat sich dann aber nach kurzer Zeit wieder gemeldet. Hier wurde mir gesagt, dass das nicht normal sei, sondern ein ca. 3-Stunden-Rhythmus oder vielleicht noch ein 2-Stunden-Rhythmus. Sie ließ sich dann eigentlich nur durch herumtragen beruhigen, aufgrund meiner Verletzungen und meines Kreislaufs konnte ich das aber nicht tun. Wenn mein Partner da war, konnte er das übernehmen, nachts beispielsweise konnte er das aber nicht. Schon am 1. Tag meinte eine Schwester, die ich um Hilfe beim Anlegen bat, dass meine Tochter ein "sehr schwieriges Stillkind" sei. Zu allem Überfluss lag ich mit einer Frau auf einem Zimmer, die einen Kaiserschnitt gehabt hatte und deren Kind in einem anderen Krankenhaus auf der Intensivstation lag. So baten mich die Schwestern in der 1. Nacht, dass sie meine Tochter für 2 Stunden nehmen würden und sie mir wieder bringen würden, wenn sie Hunger hat, damit meine Zimmernachbarin und ich zur Ruhe kommen könnten. Widerstrebend habe ich dem zugestimmt, auch wenn es mir das Herz gebrochen hat. In der 2. Nacht war es die gleiche Situation - meine Tochter ließ sich nicht beruhigen und die Schwestern baten mich, dass sie meine Tochter betreuen würden, bis sie wieder Hunger hätte, dann würden sie mir sie zum Anlegen wieder bringen. Erneut habe ich schweren Herzens zugestimmt (da mache ich mir jetzt noch Vorwürfe). Leider haben sich die Schwestern nicht an die Abmachung gehalten, sondern meiner Tochter ein Fläschchen gegeben (eventuell auch 2?). Daraufhin hat meine Tochter 8 Stunden (!) geschlafen, so dass ich im Endeffekt am 2./3. Tag 10 Stunden nicht angelegt hatte.
Meine Tochter hatte leider im Krankenhaus dann schon ziemlich abgenommen (von 3690 g Geburtsgewicht auf 3420 g).
Am 3. Tag bin ich aus dem Krankenhaus nach Hause gegangen und hoffte, dass sich dort dann alles normalisieren würde, weil ich dort mehr Ruhe hätte (im Krankenhaus war eine sehr gestresste Atmosphäre). Leider habe ich dann am nächsten Tag eine dicke Erkältung mit Husten und Schnupfen bekommen (2. Ursache?), die mich ziemlich mitgenommen hat. Zu Hause hat das mit dem Stillen aber nicht wirklich besser geklappt als im Krankenhaus und als meine Tochter dann nach 1 Woche mehr als 10% abgenommen hatte (bis auf 3280 g), mussten wir mit dem Zufüttern anfangen.
Die Erkältung war ich nach 2 Wochen erst wieder los. Leider war ich dann immer noch nicht wieder hergestellt, da sich dann die Nähte entzündet haben (die eigentlich selbstauflösenden Fäden haben sich nicht aufgelöst). Erst als die nach 4 Wochen von meiner Frauenärztin gezogen wurden und die Verletzungen dann ohne Nähte heilen mussten, fing es an, mir besser zu gehen, dass ich auch wieder sitzen und längere Zeit stehen und gehen konnte. In diesen ersten 4 Wochen konnte ich meine Tochter nur schlecht beruhigen, wenn sie trotz Stillens und Zufütterns schrie. Leider konnte mein Partner auch nur 2 Wochen zu Hause bleiben, danach war ich den Tag über auf mich allein gestellt. Ich erwähne das, weil ich jemand bin, der nur sehr schlecht irgendwo sitzen (oder in dem Fall liegen) kann, ohne etwas "zu tun" und sich verwöhnen/umsorgen zu lassen. Das "herumliegen" hat mir ziemlich Stress gemacht, auch wenn ich wusste, dass das dazugehört und dass es einfach "nur" meine Aufgabe war, unsere Tochter zu stillen. Dass das nicht geklappt hat, hat mir ziemlich zu schaffen gemacht und tut es immer noch immer mal wieder.
Anfangs haben wir 2x täglich 30 ml zugefüttert, das hat meiner Kleinen aber nicht gereicht. Dann wurden 6x 30 ml daraus, dann kamen einige 70ml-Mahlzeiten dazu, bis wir irgendwann bei ca. 6 x 100 ml waren.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller hatten wir ihr im Krankenhaus gegeben, damit sie zwischendurch auch mal ruhig ist. Den spuckt sie aber seit geraumer Zeit (4 Wochen?) immer wieder aus, so dass wir ihr den auch gar nicht mehr anbieten. Fläschchen gebe ich ihr manchmal, auch wenn ich versuche, das möglichst selten zu machen. Da haben wir die Calma-Sauger von Medela, die hatte meine Hebamme uns empfohlen, wobei die Stillberaterin meinte, dass das keinen Unterschied macht, ob diese oder andere Fläschchen...
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Es war einmal eine Stillberaterin hier, wobei die aus 90 km Entfernung anreisen musste, da es hier keine Stillberater gibt. Meine Hebamme ist zuletzt noch 1x pro Woche zum Wiegen gekommen, kommt aber nächste Woche zum letzten Mal und hat schon vor ca. 4 Wochen gesagt, dass sie mit ihrem Latein am Ende ist (daher hatte ich dann die Stillberaterin kontaktiert).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme
Meine Tochter ist gesund.
Ich habe das Raynaud-Syndrom, weswegen ich auch manchmal das Zufüttern mit Fläschchen statt mit BES mache, da die Brustwarzen manchmal nach dem Stillen stark schmerzen. Manchmal kann ich aber auch die Zähne zusammenbeißen und manchmal (zum Glück meistens) habe ich keine Schmerzen. Außerdem habe ich vor 3 Wochen einen Knoten in meiner rechten Brust entdeckt, der wohl eine Zyste ist (wurde von der FÄ geschallt) - gibt es da evtl. einen Zusammenhang, dass aus der rechten Brust weniger Milch kommt?.
Um die Milchmenge bei mir zu steigern und die Menge an MuMi zu steigern, die meine Tochter aus meinen Brüsten herausbekommt, habe ich inzwischen alles mögliche versucht:
- Ich habe Malzbier getrunken und Piu latte von Humana genommen - beides ohne großartig erkennbaren Effekt.
- Meine Frauenärztin hatte mir Phytolacca in C30 genannt, das hatte aber ebenfalls keinen erkennbaren Effekt.
- Ich habe versucht abzupumpen mit einer elektrischen Pumpe (Symphony von Medela), allerdings sind nur einige wenige Male ein paar ml gekommen, meist aber rein gar nichts. Ich habe es auch mit einer Handpumpe versucht von Avent, damit hat es ein kleines bisschen besser geklappt, aber auch nicht so gut, dass ich es beibehalten habe, weil ich den Zeitaufwand ziemlich heftig fand zusätzlich zum Stillen und Zufüttern und den Nutzen nicht so wirklich gesehen habe (bei der elektrischen sind mal maximal 5 ml gekommen, bei der Handpumpe waren es mal 10ml, mehr aber nicht).
- Ich habe die Brüste mit Stillöl nach I. Stadelmann eingerieben, das mache ich auch nach wie vor ca. 2-3x am Tag vor dem Stillen, da ich da den Eindruck habe, dass das ein bisschen was bringt (Menge bzw. Fluss der Milch).
- Ich habe Stilltee und Anis-Fenchel-Kümmeltee getrunken (inzwischen nur noch etwa 1 Tasse am Tag).
- Ich habe versucht, oft anzulegen, das klappt inzwischen besser, aber auch nicht immer, weil meine Tochter manchmal nach dem Zufüttern längere Zeit schläft. Da ich sie anfangs aufgrund der Gewichtsproblematik öfter zum Stillen wecken musste und mir das ziemlich schwer gefallen ist, bringe ich das jetzt nicht mehr über's Herz, zumal sie jetzt gut zunimmt.
- Außerdem habe ich die Brüste vor dem Stillen mit einem Kirschkernkissen vorgewärmt, um den Fluss zu erleichtern, das mache ich inzwischen kaum noch, weil ich da auch den Nutzen nicht so richtig gesehen habe.
- Wechselstillen habe ich versucht. Da es aber häufig mehrere Minuten dauert, bis meine Tochter regelmäßig schluckt (s.u. zum MSR) und das dann auch nur sehr kurz ist, müsste ich so ungefähr jede Minute die Seite wechseln, was ich sehr anstrengend und stressig finde. Ich mache es aber trotzdem so, dass ich immer mal wieder zwischendurch wechsel, wenn ich das Gefühl habe, dass auf einer Seite so gar nichts mehr kommt und meine Tochter komplett wegdöst.
- Brustkompression habe ich versucht, das hat allerdings kaum einen Effekt.
- Wenn möglich (d.h. wenn meine Tochter nicht schon wie am Spieß schreit), massiere ich meine Brust vor dem Stillen (Methode nach Marmet). Ich habe auch herausgefunden, dass es etwas bringt, wenn ich während des Stillens meine Finger kreisend über das Brustdrüsengewebe bewege.
- Aktuell nehme ich noch 5x2 Kapseln Bockshornklee von Dr. Pandalis pro Tag (habe ich gestern von 5x3 Kapseln reduziert, um festzustellen, ob ich die Menge weiter nehmen muss oder reduzieren kann).
- Ich versuche, möglichst viele Zufütterungsmahlzeiten über das Brusternährungsset zuzufüttern. Wenn ich unterwegs bin bzw. Termine habe (Arzt, Hebamme o.ä.) oder nachts sehr müde oder meine Tochter sehr sehr müde aber quatschig, oder wenn ich zu starke Schmerzen in den Brustwarzen habe, gebe ich das Fläschchen.
Das eine, was ich feststellen konnte ist, dass meine Brüste nachts bzw. früh morgens etwas voller sind (dann kann ich vor dem Stillen Milchansammlungen ausmachen), abends sind sie komplett weich und es ist keine Milchansammlung zu fühlen. Abends verlangt meine Tochter auch mehr (meist inzwischen 130 ml). Die Milchmenge spielt schon eine Rolle, manchmal dreht meine Tochter an der Brust ziemlich auf, wird hektisch, kratzt und boxt mich, weil sie nicht genug Milch aus der Brust bekommt. Das ist meist eher abends.
Zum anderen habe ich aber, glaube ich, einen nur sehr schwach ausgeprägten Milchspendereflex. Wenn einer da ist (gespürt habe ich den noch nie, ich gehe da vom Schluck- und Saugverhalten meiner Tochter aus), dann schluckt meine Tochter auch gierig, das ebbt aber sehr schnell ab (nach ca. 10 - 20 Sekunden), danach saugt sie wieder ca. 5x oder auch häufiger, bis sie einmal schluckt. Wenn der Reflex da ist, wacht sie auch auf. Beim BES bleibt sie auch meist dran und schläft nicht ein (jedenfalls nicht mit den weißen Schläuchen). Da es mit dem Abpumpen nicht geklappt hatte, hatte ich mal versucht, meine Brust von Hand zu entleeren, da tropft es aber nur raus (auch nach vorheriger Massage).
Unsere Anlegetechnik soll gut sein laut 2 Hebammen und einer Stillberaterin (die war 1x hier, da sie aber aus 90 km Entfernung anreisen musste (das war von hier aus die nächste), war das das einzige mal).
Meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt und ich habe so viel ausprobiert, ohne dass wir die Zufütterungsmenge wesentlich reduzieren konnten (eine leichte Reduktion von durchschnittlich 580 ml auf 530 ml haben wir erreicht als ich angefangen habe, das Brusternährungsset häufiger einzusetzen). Ist es überhaupt noch möglich, dass ich noch irgendwann zum Vollstillen komme (das wäre mein Traum)? Die Stillberaterin hatte mir da wenig Hoffnung gemacht, sie meinte, dass es ab der 7. Woche sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass die Milchmenge noch wesentlich gesteigert werden kann.
Ich weiß, dass häufiger Domperidon eingesetzt wird, ich habe da auch mit meiner Frauenärztin drüber gesprochen. Allerdings wollte sie es mir nicht verschreiben und ich mag generell nicht gerne Medikamente nehmen, so dass ich das nicht noch ausprobieren möchte. Ich muss hier auch dazu sagen, dass die ganze Problematik zu Streitigkeiten mit meinem Partner geführt haben, weil er meint, dass ich zu verbissen bin (ich selbst nenne es hartnäckig) und er strikt gegen irgendwelche weiteren Maßnahmen wie Medikamente ist.
Die Stillberaterin hatte mir noch Oxytocin C30 Globuli von Homeda empfohlen, damit der Milchspendereflex kommt - macht das Sinn? Bekämpft man nicht normalerweise in der Homöopathie gleiches mit gleichem, so dass das eher das Gegenteil bewirken müsste? Habt Ihr da Erfahrungen?
Leider kann ich die Gewichte nicht genau hier einstellen, da ich das nicht notiert hatte. Meine Tochter hat aber in den letzten Wochen, seit wir mit den 100ml-Mengen angefangen haben, immer 200g pro Woche zugenommen. Ich versuche aber mal, das zu rekonstruieren (wie gesagt bin ich mir aber nicht so sicher; anfangs wurde auch häufiger gewogen, da weiß ich aber überhaupt nicht mehr, welches Gewicht sie da jeweils hatte, daher notiere ich nur das, was ich noch so in etwa weiß):
16.03.: 3690 g Geburt KH
18.03.: 3420 g Entlassung KH
23.03. oder 24.03.: 3280 g - Beginn der Zufütterung
07.04.: 3710 g - Geburtsgewicht nach 3 Wochen wieder erreicht
20.04.: ca. 4210 g
27.04.: ca. 4400 g
03.05.: ca. 4600 g
09.05.: ca. 4800 g
18.05.: ca. 5100 g
Zufütterungsmengen und Stillhäufigkeiten seit dem 23.04. (eine Frage noch dazu: Was zählt als eine Stillmahlzeit - wenn ich stille und dann mit Fläschchen oder BES zufüttere und anschließend nochmal stille - ist das ein Stillvorgang oder ein zweiter? Ich zähle das hier mal als einen):
23.04.: 7x gestillt, 8x Fläschchen (= insg. 610 ml)
24.04.: 7x gestillt, 6x Fläschchen (= insg. 530 ml)
25.04.: 8x gestillt, 5x Fläschchen, 2x BES (= insg. 580 ml)
26.04.: 8x gestillt, 6x Fläschchen, 2x BES (= insg. 580 ml)
27.04.: 6x gestillt, 4x Fläschchen, 3x BES (= insg. 530 ml)
28.04.: 7x gestillt, 4x Fläschchen, 2x BES (= insg. 540 ml)
29.04.: 9x gestillt, 4x Fläschchen, 2x BES (= insg. 540 ml)
30.04.: 7x gestillt, 4x Fläschchen, 1x BES (= insg. 420 ml)
01.05.: 8x gestillt, 9x Fläschchen (= insg. 570 ml)
02.05.: 10x gestillt, 7x Fläschchen (= insg. 530 ml)
03.05.: 7x gestillt, 6x Fläschchen, 1x BES (= insg. 610 ml)
04.05.: 8x gestillt, 5x Fläschchen, 2x BES (= insg. 530 ml)
05.05.: 8x gestillt, 6x Fläschchen (= insg. 490 ml)
06.05.: 11x gestillt, 5x Fläschchen (= insg. 500 ml)
07.05.: 8x gestillt, 6x Fläschchen (= insg. 610 ml)
08.05.: 11x gestillt, 7x Fläschchen (= insg. 580 ml)
09.05.: 10x gestillt, 4x Fläschchen, 2x BES (= insg. 470 ml)
10.05.: 9x gestillt, 3x Fläschchen, 3x BES (= insg. 510 ml)
11.05.: 12x gestillt, 4x Fläschchen, 3x BES (= insg. 560 ml)
12.05.: 10x gestillt, 2x Fläschchen, 3x BES (= insg. 460 ml)
13.05.: 12x gestillt, 3x Fläschchen, 3x BES (= insg. 560 ml)
14.05.: 7x gestillt, 2x Fläschchen, 4x BES (= insg. 590 ml)
15.05.: 9x gestillt, 3x Fläschchen, 2x BES (= insg. 530 ml)
16.05.: 9x gestillt, 5x Fläschchen, 1x BES (= insg. 600 ml)
17.05.: 10x gestillt, 1x Fläschchen, 3x BES (= insg. 400 ml)
18.05.: 10x gestillt, 2x Fläschchen, 4x BES (= insg. 580 ml)
Nach diesem Roman (hat irgendwer durchgehalten bis zum Schluss?) meine abschließende Frage, die ja auch im Betreff steht: Haben wir noch eine Chance, zum Vollstillen zu kommen (auch ohne Domperidon) - wie ist da Eure Einschätzung?
Viele Grüße,
Maja mit L.