Geringe Gewichtszunahme - Stillprobleme
Verfasst: 09.05.2016, 20:39
Liebes SuT-Team,
ich bin über das Internet auf euer Forum aufmerksam geworden und hoffe hier Hilfe bei meinem Stillproblem zu finden.
Meine Tochter wird morgen 11 Wochen alt. Bisher habe ich voll gestillt und möchte dies eigentlich auch gerne weiter tun. Leider geht es gerade bergab mit dem Stillen und ich habe Angst offenen Auges ins Abstillen zu schlittern und das Gefühl, dass ich mit dem Kopf Abstille, weil ich in Panik gerate.
Von Beginn an war meine Tochter eher zart. Bei ihrer spontanen, absolut problemlosen und raschen Geburt am 23.02.16 wog sie 3190 gr bei 50cm Körpergröße. Bei der Entlassung am 25.02.2016 wog sie 2926 gr.
Meine Tochter nimmt stetig zu, aber immer sehr wenig. Nachdem sie vor vier Wochen (01.04.) einmal nur 60 gr pro Woche zugenommen hatte, stellte die Hebamme in Aussicht, dass ich ggf. zufüttern müsse. Damit begann für mich die Angst, das Stillen könnte nicht reichen, obwohl das ja eigentlich nicht sein kann wegen der Anpassung der Brust an den Bedarf des Kindes. Der Kinderarzt, den ich darauf bei einer Impfung ansprach, war aber sehr gelassen und meinte, dass Kinde sehe gut aus.
Ich nahm außerdem eine Stillberatung in Anspruch. Dort wurde mir zum Wechselstillen geraten, wenn meine Tochter rasch einschläft. Dies habe ich auch umgesetzt.
Leider hat meine Tochter in den letzten Wochen weiterhin immer sehr wenig zugenommen:
01.03.: 3000 gr (Kinderarzt)
23.03.: 3390 gr (Kinderarzt)
04.04.: 3640 gr Hebamme
11.04.: 3700 gr Hebamme
15.04. :3800 gr Hebamme
22.04.:3840 gr Hebamme
29.04.: 3940 gr Hebamme
09.05.: 4100 gr Hebamme
(die ersten Werte der Hebamme muss ich noch erfragen...)
Einige Wochen blieb ich verhältnismäßig ruhig, denn meine Tochter ist munter und gut entwickelt und meine Mutter erzählte mir, dass auch ich als Kind sehr zierlich war. Auf Anraten der Hebamme nehme ich seit 5 Wochen täglich 3x3 Bockshornklee-Kapseln. Dann habe ich vor einer Woche versucht etwas abzupumpen. Zu einen, damit mein Mann demnächst notfalls auch mal ein Fläschchen geben kann, wenn ich zukünftig zur Rückbildungsgymnatik gehe und zum anderen, weil meine Hebamme dies für die Milchbildung empfahl und ich so abends meiner Tochter noch ein Fläschchen Muttermilch anbieten könnte. Der Versuch, statt Stillen abzupumpen brachte nur sehr wenig Milch. Seither pumpe ich 3-4 mal täglich nach dem Stillen ab und gebe den gesammelten Rest (meist um die 50-60 ml insgesamt) abends nach dem letzten Stillen mit einem Fläschen mit Calma-Sauger. Meist nimmt meine Tochter nach einigem Zetern einen Teil des Fläschchens. Ich hatte bis vorgestern den Eindruck, dass meine Milchmenge durchaus etwas angestiegen ist.
Das Stillen klappte eigentlich von Beginn an gut und wird erst jetzt schwierig. Nala kam immer sehr häufig. Sie braucht viel Nähe und schlummert und döst auch gerne mal an der Brust. Die Stillmahlzeiten sind daher eher lang und manchmal ist ein richtiges Ende schwer zu definieren. Sie schlummert an der Brust ein, löst sich aber selten aktiv satt und zufrieden von der Brust. Tagsüber ist sie oft sehr fordernd und will oft die Brust und Nähe, sonst weint sie. Hat aber auch fröhliche, ausgeglichene Momente.
Tagsüber stille ich meist ca. alle 2 Stunden, manchmal auch häufiger. Ich richte mich nach meiner Tochter. Oft bin ich unsicher wenn sie weint und lege sie dann an, was sie auch meist beruhigt. Nur wenn wir unterwegs sind oder sie ein längeres Schläfchen macht (und das ist selten) können es auch mal 3 oder 4 Stunden werden. Nachts hingegen schläft sie mittlerweile meist 5-7 Stunden am Stück.
Sie hat in der Regel 5-7 nasse Windeln am Tag und circa alle 2 Tage Stuhlgang.
Einen Schnuller geben wir ihr seit ca. 2,5 Wochen ab und zu. Vorher hatte die Hebamme davon abgeraten wegen der geringen Gewichtszunahme. Wir nutzen den Schnuller jedoch eher selten, besonders wenn wir unterwegs sind oder mein Mann die Kleine beruhigen muss, weil ich kurzzeitig anderweitig beschäftigt bin.
Letzten Freitag waren wir nun wegen einer Rotaviren-Impfung beim Kinderarzt, wurden aber nicht von unserem Arzt, sondern einem Kollegen behandelt. Ich sprach die schleppende Zunahme meiner Tochter an und der Arzt empfahl eine Stillprobe zu machen, da meine Tochter 1/6 ihres Körpergewichts also rund 680 gr pro Tag zu sich nehmen solle. Ich lieh mir also eine digitale Babywaage von Medela und machte über 24 h von Samstag auf Sonntag eine Stillprone. Diese Situation des ständigen Wiegens fand ich sehr stressig und ich fühle mich seither noch schlechter als vorher. Eigentlich könnte ich den ganzen Tag heulen. Insgesamt hat meine 510 Gramm getrunken (inklusive 60 ml MuMi aus dem Fläschchen) wobei ich den Eindruck hatte, dass sie insgesamt schlecht getrunken hat.
Wegen dieses geringen Werts haben wir der Kleinen abends nach dem letzten Stillen zum ersten Mal eine Flasche mit Pre-Nahrung angeboten, von der sie 60 ml getrunken hat. Eigentlich will ich das Zufüttern vermeiden, aber wegen des geringen Gewichts auch nicht länger fackeln.
Ich fühle mich zunehmend unsicherer, ausgelaugter und habe das Gefühl, immer weniger Milch zu haben, je mehr Druck entsteht. Ich weiß nicht mehr, was richtig ist und was ich machen soll, um das Gewicht meiner Tochter zu steigern, ohne ins Abstillen zu schlittern.
Heute war sie beispielsweise den ganzen Tag zufrieden und eher müde. Nuckelt häufig an der Brust, trank aber gefühlt eher wenig. Gegen 18 Uhr brüllte sie dann beim Stillen „wie angeknipst“ los und war nicht mehr zu beruhigen. Saugte, stieß sich ab, brüllte, saugte wieder. Ich wechselte daraufhin mehrmals die Brustseite und die Stillposition, aber sie wurde nicht ruhiger. Schließlich bot ich ihr das Fläschchen mit 65 ml gesammelter Muttermilch an, das sie ganz rasch wegtrank und sich danach langsam beruhigte.
Ich befürchte, ich stille mit dem Kopf ab, indem ich selbst Druck aufbaue und so weniger Milch habe, obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste und fühle mich deswegen schlecht.
Ich hoffe die Schilderung unserer Situation ist einigermaßen nachvollziehbar geworden. Über eine Einschätzung der Gewichts- und Stillsituation und Hilfe würde ich mich sehr freuen.
ich bin über das Internet auf euer Forum aufmerksam geworden und hoffe hier Hilfe bei meinem Stillproblem zu finden.
Meine Tochter wird morgen 11 Wochen alt. Bisher habe ich voll gestillt und möchte dies eigentlich auch gerne weiter tun. Leider geht es gerade bergab mit dem Stillen und ich habe Angst offenen Auges ins Abstillen zu schlittern und das Gefühl, dass ich mit dem Kopf Abstille, weil ich in Panik gerate.
Von Beginn an war meine Tochter eher zart. Bei ihrer spontanen, absolut problemlosen und raschen Geburt am 23.02.16 wog sie 3190 gr bei 50cm Körpergröße. Bei der Entlassung am 25.02.2016 wog sie 2926 gr.
Meine Tochter nimmt stetig zu, aber immer sehr wenig. Nachdem sie vor vier Wochen (01.04.) einmal nur 60 gr pro Woche zugenommen hatte, stellte die Hebamme in Aussicht, dass ich ggf. zufüttern müsse. Damit begann für mich die Angst, das Stillen könnte nicht reichen, obwohl das ja eigentlich nicht sein kann wegen der Anpassung der Brust an den Bedarf des Kindes. Der Kinderarzt, den ich darauf bei einer Impfung ansprach, war aber sehr gelassen und meinte, dass Kinde sehe gut aus.
Ich nahm außerdem eine Stillberatung in Anspruch. Dort wurde mir zum Wechselstillen geraten, wenn meine Tochter rasch einschläft. Dies habe ich auch umgesetzt.
Leider hat meine Tochter in den letzten Wochen weiterhin immer sehr wenig zugenommen:
01.03.: 3000 gr (Kinderarzt)
23.03.: 3390 gr (Kinderarzt)
04.04.: 3640 gr Hebamme
11.04.: 3700 gr Hebamme
15.04. :3800 gr Hebamme
22.04.:3840 gr Hebamme
29.04.: 3940 gr Hebamme
09.05.: 4100 gr Hebamme
(die ersten Werte der Hebamme muss ich noch erfragen...)
Einige Wochen blieb ich verhältnismäßig ruhig, denn meine Tochter ist munter und gut entwickelt und meine Mutter erzählte mir, dass auch ich als Kind sehr zierlich war. Auf Anraten der Hebamme nehme ich seit 5 Wochen täglich 3x3 Bockshornklee-Kapseln. Dann habe ich vor einer Woche versucht etwas abzupumpen. Zu einen, damit mein Mann demnächst notfalls auch mal ein Fläschchen geben kann, wenn ich zukünftig zur Rückbildungsgymnatik gehe und zum anderen, weil meine Hebamme dies für die Milchbildung empfahl und ich so abends meiner Tochter noch ein Fläschchen Muttermilch anbieten könnte. Der Versuch, statt Stillen abzupumpen brachte nur sehr wenig Milch. Seither pumpe ich 3-4 mal täglich nach dem Stillen ab und gebe den gesammelten Rest (meist um die 50-60 ml insgesamt) abends nach dem letzten Stillen mit einem Fläschen mit Calma-Sauger. Meist nimmt meine Tochter nach einigem Zetern einen Teil des Fläschchens. Ich hatte bis vorgestern den Eindruck, dass meine Milchmenge durchaus etwas angestiegen ist.
Das Stillen klappte eigentlich von Beginn an gut und wird erst jetzt schwierig. Nala kam immer sehr häufig. Sie braucht viel Nähe und schlummert und döst auch gerne mal an der Brust. Die Stillmahlzeiten sind daher eher lang und manchmal ist ein richtiges Ende schwer zu definieren. Sie schlummert an der Brust ein, löst sich aber selten aktiv satt und zufrieden von der Brust. Tagsüber ist sie oft sehr fordernd und will oft die Brust und Nähe, sonst weint sie. Hat aber auch fröhliche, ausgeglichene Momente.
Tagsüber stille ich meist ca. alle 2 Stunden, manchmal auch häufiger. Ich richte mich nach meiner Tochter. Oft bin ich unsicher wenn sie weint und lege sie dann an, was sie auch meist beruhigt. Nur wenn wir unterwegs sind oder sie ein längeres Schläfchen macht (und das ist selten) können es auch mal 3 oder 4 Stunden werden. Nachts hingegen schläft sie mittlerweile meist 5-7 Stunden am Stück.
Sie hat in der Regel 5-7 nasse Windeln am Tag und circa alle 2 Tage Stuhlgang.
Einen Schnuller geben wir ihr seit ca. 2,5 Wochen ab und zu. Vorher hatte die Hebamme davon abgeraten wegen der geringen Gewichtszunahme. Wir nutzen den Schnuller jedoch eher selten, besonders wenn wir unterwegs sind oder mein Mann die Kleine beruhigen muss, weil ich kurzzeitig anderweitig beschäftigt bin.
Letzten Freitag waren wir nun wegen einer Rotaviren-Impfung beim Kinderarzt, wurden aber nicht von unserem Arzt, sondern einem Kollegen behandelt. Ich sprach die schleppende Zunahme meiner Tochter an und der Arzt empfahl eine Stillprobe zu machen, da meine Tochter 1/6 ihres Körpergewichts also rund 680 gr pro Tag zu sich nehmen solle. Ich lieh mir also eine digitale Babywaage von Medela und machte über 24 h von Samstag auf Sonntag eine Stillprone. Diese Situation des ständigen Wiegens fand ich sehr stressig und ich fühle mich seither noch schlechter als vorher. Eigentlich könnte ich den ganzen Tag heulen. Insgesamt hat meine 510 Gramm getrunken (inklusive 60 ml MuMi aus dem Fläschchen) wobei ich den Eindruck hatte, dass sie insgesamt schlecht getrunken hat.
Wegen dieses geringen Werts haben wir der Kleinen abends nach dem letzten Stillen zum ersten Mal eine Flasche mit Pre-Nahrung angeboten, von der sie 60 ml getrunken hat. Eigentlich will ich das Zufüttern vermeiden, aber wegen des geringen Gewichts auch nicht länger fackeln.
Ich fühle mich zunehmend unsicherer, ausgelaugter und habe das Gefühl, immer weniger Milch zu haben, je mehr Druck entsteht. Ich weiß nicht mehr, was richtig ist und was ich machen soll, um das Gewicht meiner Tochter zu steigern, ohne ins Abstillen zu schlittern.
Heute war sie beispielsweise den ganzen Tag zufrieden und eher müde. Nuckelt häufig an der Brust, trank aber gefühlt eher wenig. Gegen 18 Uhr brüllte sie dann beim Stillen „wie angeknipst“ los und war nicht mehr zu beruhigen. Saugte, stieß sich ab, brüllte, saugte wieder. Ich wechselte daraufhin mehrmals die Brustseite und die Stillposition, aber sie wurde nicht ruhiger. Schließlich bot ich ihr das Fläschchen mit 65 ml gesammelter Muttermilch an, das sie ganz rasch wegtrank und sich danach langsam beruhigte.
Ich befürchte, ich stille mit dem Kopf ab, indem ich selbst Druck aufbaue und so weniger Milch habe, obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste und fühle mich deswegen schlecht.
Ich hoffe die Schilderung unserer Situation ist einigermaßen nachvollziehbar geworden. Über eine Einschätzung der Gewichts- und Stillsituation und Hilfe würde ich mich sehr freuen.