Erbitte dringend Rat und Hilfe
Verfasst: 17.04.2016, 22:58
Hallo allerseits!
Ich bin auf Anraten einer der Moderatorinnen auf dieses Forum gestoßen und bin sehr begeistert, was hier geleistet wird! Was ich bisher gelesen habe, macht mir Hoffnung, dass ich das Stillen nicht aufgeben muss. Das wäre sehr schlimm für mich. Ich schildere mal meinen Fall und versuche mich kurz zu halten
Meine Tochter ist nun genau 5 Wochen und 3 Tage alt. Wir hatten schon einen schwierigen Stillstart, da ich im Krankenhaus nicht so viel Unterstützung hatte. Zum Glück gab es eine Stillberaterin, die mir zumindest einen Fingerfeeder organisiert hatte, so dass ich die paar mühsam raus gequetschten ml darüber füttern konnte. Die Schwestern im KH machten allerdings etwas Druck, da unser zartes Baby dank der Gelbsucht viel geschlafen hat, so dass wir dann noch Pre HA zugefüttert haben. Voll gestillt und auf Pre verzichtet haben wir dann mit Unterstützung meiner Hebamme ab dem 5. Lebenstag.
Wir haben 8-9 Mal in 24 Stunden gestillt und sie dazu auch nachts geweckt. Als die Zunahme ganz gut aussah, meinte die Hebamme, wir könnten auf das Wecken verzichten. Sie hat sich trotzdem regelmäßig gemeldet. Stuhlgang und Pipi waren regelmäßig und genug.
Am Ende dieser ersten Woche hatte ich erst einen Milchstau mit Fieber links, zwei Tage später rechts. Danach noch eine Woche massive Kreislaufprobleme. Zu allem Überfluss wurden meine Brustwarzen wund und blutig und das Stillen tat nur noch weh.
Ab der zweiten Woche voll stillen kamen wir dann nur noch auf ca. 7-8 Mal in 24 Stunden, da das ganze Procedere oft auch mal eine Stunde dauerte und eben auch mit großen Schmerzen verbunden war, so dass ich schon regelrecht Horror davor hatte. Zunahme und Ausscheidungen weiterhin ok.
Ab der vierten Woche waren wir nur noch bei 6-7 Mal. Ich hatte (und habe
) mittlerweile zwei große, tiefe Risse an beiden Brustwarzen, die bei jedem Stillen aufrissen. Stillen ging nur unter Tränen. Am Ende dieser Woche, die Kleine war gerade 4 Wochen alt, hatte sie Freitagmorgens noch mal Stuhlgang und danach - nix mehr. Samstags hab ich meine Hebamme angerufen, die meinte, wenn sie sonst zufrieden wirkt und sich nicht quält sei das ok. Sorgen habe ich mir aber natürlich trotzdem gemacht. Und ich glaube ab da ging es los... Vorher sind mir regelmäßig die Brüste "ausgelaufen" zwischen den Stillgängen. Das hatte Samstagabend dann plötzlich aufgehört. Sonntag und Montag war meine Tochter durchgängig quengelig/am Weinen und ich hatte das Gefühl, sie wird nicht richtig satt, bzw. möchte öfter an die Brust (ein Schub). Aufgrund der Schmerzen war ich dazu aber kaum in der Lage. Ich tat mein bestes, aber richtig zufrieden wurde sie nicht. Hat nur schlecht und unruhig geschlafen. Zu der "Stuhlgangsorge" nun die Sorge, ob meine Milch reicht oder mein MSR durch all den Stress nicht mehr auslöst?
Der nächste Schritt in diese "Falle" war dann, mir Montag eine Babywaage zu leihen. Vor und nach dem Stillgang gewogen ergab, dass sie aus beiden Brüsten zusammen nur 30 Gramm bekam. Ich habe aber (wie ich jetzt weiß fälschlicherweise) nur ein Mal gewogen und war so erschrocken und verunsichert, dass ich am nächsten Morgen (das war diesen Dienstag) völlig aufgelöst meine Hebamme anrief. Da das Kind bis dahin immer noch keinen Stuhlgang (aber genug Pipiwindeln!) hatte, riet diese mir, erstmal zuzufüttern. Wir fingen also an, wieder Pre zuzufüttern. Gleichzeitig habe ich erstmal einen Tag lang nur abgepumpt und die Milch zugefüttert, um die BW etwas zu schonen. Bereits am zweiten Tag habe ich es nicht mehr ausgehalten und mein Baby immer mal wieder zwischendurch angelegt. Die Gewichtskontrolle am Mittwoch ergab übrigens, dass sie in einer Woche 220 Gramm zugenommen hatte! Das kann ja nicht von einem Tag Pre kommen...
Seit Dienstag hangeln wir uns nun von Stillen über Pumpen zu Zufüttern und Pre, da mein Baby nach dem Stillen vor Hunger weint (alles andere schließen wir vorher aus). Da ich immer noch diese schlimmen Risse habe, kann ich sie nicht stündlich anlegen, wie sie es scheinbar gerade braucht.
Irgendwie ist alles ein bisschen ohne Konzept. Das Pumpen (das leider gar nicht regelmäßig klappt, da die Kleine momentan nur auf dem Arm schläft und sofort weint, wenn sie abgelegt wird) hat zumindest dazu geführt, dass die Milch auch mal wieder ausläuft und sich die Brüste zwischendurch mal voll anfühlen, was sie eine ganze Zeit lang nicht taten. Es scheint aber trotzdem noch nicht zu reichen. Ich versuche, ca alle zwei Stunden, wenn die BW nicht mehr ganz so gereizt sind, anzulegen. Die Technik ist laut Stillberaterin aus der Stillgruppe gut. Wenn die BW etwas Schonung hatten, tut das Stillen auch nicht oder kaum weh. Mit der Zeit aber dann schon und sie brennen und sind sehr empfindlich.
Zwischen den Mahlzeiten schläft mein Baby kaum
Oft ist sie so lange wach und quengelig, bis es dann an die nächste Mahlzeit geht. Der erste richtig lange Schlaf ist meist gegen späten Nachmittag und dann noch mal später Abend für je 3 Stunden ca.
Gefüttert wird mit dem Fingerfeeder, eine Flasche kennt sie nicht und soll sie auch nicht
Schnuller bekommt sie selten, meist spuckt sie ihn aber schnell wieder aus. Zur Beruhigung nuckelt sie gern an unserem kleinen Finger.
Beim Osteopathen waren wir, sie hat keine Blockaden, die sich auf das Stillen auswirken.
Nun noch die Gewichtsdaten:
10.03. 2805 gr Geburt KH
12.03. 2620 gr Entlassung KH
15.03. 2700 gr Hebamme
18.03. 2810 gr Hebamme
21.03. 2850 gr Vertretungshebamme mit anderer Waage
24.03. 2800 gr - " -
26.03. 3050 gr - " -
31.03. 2950 gr Hebamme
05.04. 3040 gr Hebamme
13.04. 3260 gr Hebamme
Ich bin nun etwas ratlos, wie wir weiter vorgehen sollen. Gefühlt besteht der ganze Tag (und die Nacht) daraus, das Baby auf die verschiedenen Weisen zu füttern.
- würde gerne nach Bedarf stillen, aber wegen der schmerzenden BW ist das echt schwierig. Augen zu und durch?
- wie lange sollte ich sie pro Stillgang mindestens an jeder Seite stillen, damit die Milchbildung nicht zurück geht? reichen 15-20 Minuten?
- auf Anraten der Stillberaterin pflege ich die BW mit Octenisept und Lanolin. Ist es normal, dass es trotzdem noch beim Stillen reibt und ziept? Was kann ich noch tun?
- wann soll ich wie viel zufüttern? Ich habe keine Vorstellung, welche Mengen mein Baby braucht. Bisher geben wir, wenn sie nach dem Stillen meckert, oder wenn sie schon nach 30-60 Minuten wieder kommt. Sie bekommt dann -sofern ich zum Pumpen gekommen bin - MuMi oder eben Pre. Solange bis sie zufrieden scheint. An Pre-Nahrung sind das so schätzungsweise 100-200 ml pro Tag +/-.
Ich hoffe, mein Geschreibsel ist nicht zu wirr. Aber ich wollte möglichst viele Infos geben. Was ich bräuchte wäre irgendwie ein "Plan", nach dem ich vorgehen kann.. also wann/wie oft/wie lange Stillen, wann wie viel Zufüttern, Pumpen auch nachts?
Ich würde wirklich ALLES tun, um wieder voll zu stillen und mein Baby damit satt und zufrieden zu machen!!
Danke für´s Lesen und eure Tipps und Ratschläge
Ich bin auf Anraten einer der Moderatorinnen auf dieses Forum gestoßen und bin sehr begeistert, was hier geleistet wird! Was ich bisher gelesen habe, macht mir Hoffnung, dass ich das Stillen nicht aufgeben muss. Das wäre sehr schlimm für mich. Ich schildere mal meinen Fall und versuche mich kurz zu halten
Meine Tochter ist nun genau 5 Wochen und 3 Tage alt. Wir hatten schon einen schwierigen Stillstart, da ich im Krankenhaus nicht so viel Unterstützung hatte. Zum Glück gab es eine Stillberaterin, die mir zumindest einen Fingerfeeder organisiert hatte, so dass ich die paar mühsam raus gequetschten ml darüber füttern konnte. Die Schwestern im KH machten allerdings etwas Druck, da unser zartes Baby dank der Gelbsucht viel geschlafen hat, so dass wir dann noch Pre HA zugefüttert haben. Voll gestillt und auf Pre verzichtet haben wir dann mit Unterstützung meiner Hebamme ab dem 5. Lebenstag.
Wir haben 8-9 Mal in 24 Stunden gestillt und sie dazu auch nachts geweckt. Als die Zunahme ganz gut aussah, meinte die Hebamme, wir könnten auf das Wecken verzichten. Sie hat sich trotzdem regelmäßig gemeldet. Stuhlgang und Pipi waren regelmäßig und genug.
Am Ende dieser ersten Woche hatte ich erst einen Milchstau mit Fieber links, zwei Tage später rechts. Danach noch eine Woche massive Kreislaufprobleme. Zu allem Überfluss wurden meine Brustwarzen wund und blutig und das Stillen tat nur noch weh.
Ab der zweiten Woche voll stillen kamen wir dann nur noch auf ca. 7-8 Mal in 24 Stunden, da das ganze Procedere oft auch mal eine Stunde dauerte und eben auch mit großen Schmerzen verbunden war, so dass ich schon regelrecht Horror davor hatte. Zunahme und Ausscheidungen weiterhin ok.
Ab der vierten Woche waren wir nur noch bei 6-7 Mal. Ich hatte (und habe
Der nächste Schritt in diese "Falle" war dann, mir Montag eine Babywaage zu leihen. Vor und nach dem Stillgang gewogen ergab, dass sie aus beiden Brüsten zusammen nur 30 Gramm bekam. Ich habe aber (wie ich jetzt weiß fälschlicherweise) nur ein Mal gewogen und war so erschrocken und verunsichert, dass ich am nächsten Morgen (das war diesen Dienstag) völlig aufgelöst meine Hebamme anrief. Da das Kind bis dahin immer noch keinen Stuhlgang (aber genug Pipiwindeln!) hatte, riet diese mir, erstmal zuzufüttern. Wir fingen also an, wieder Pre zuzufüttern. Gleichzeitig habe ich erstmal einen Tag lang nur abgepumpt und die Milch zugefüttert, um die BW etwas zu schonen. Bereits am zweiten Tag habe ich es nicht mehr ausgehalten und mein Baby immer mal wieder zwischendurch angelegt. Die Gewichtskontrolle am Mittwoch ergab übrigens, dass sie in einer Woche 220 Gramm zugenommen hatte! Das kann ja nicht von einem Tag Pre kommen...
Seit Dienstag hangeln wir uns nun von Stillen über Pumpen zu Zufüttern und Pre, da mein Baby nach dem Stillen vor Hunger weint (alles andere schließen wir vorher aus). Da ich immer noch diese schlimmen Risse habe, kann ich sie nicht stündlich anlegen, wie sie es scheinbar gerade braucht.
Irgendwie ist alles ein bisschen ohne Konzept. Das Pumpen (das leider gar nicht regelmäßig klappt, da die Kleine momentan nur auf dem Arm schläft und sofort weint, wenn sie abgelegt wird) hat zumindest dazu geführt, dass die Milch auch mal wieder ausläuft und sich die Brüste zwischendurch mal voll anfühlen, was sie eine ganze Zeit lang nicht taten. Es scheint aber trotzdem noch nicht zu reichen. Ich versuche, ca alle zwei Stunden, wenn die BW nicht mehr ganz so gereizt sind, anzulegen. Die Technik ist laut Stillberaterin aus der Stillgruppe gut. Wenn die BW etwas Schonung hatten, tut das Stillen auch nicht oder kaum weh. Mit der Zeit aber dann schon und sie brennen und sind sehr empfindlich.
Zwischen den Mahlzeiten schläft mein Baby kaum
Gefüttert wird mit dem Fingerfeeder, eine Flasche kennt sie nicht und soll sie auch nicht
Beim Osteopathen waren wir, sie hat keine Blockaden, die sich auf das Stillen auswirken.
Nun noch die Gewichtsdaten:
10.03. 2805 gr Geburt KH
12.03. 2620 gr Entlassung KH
15.03. 2700 gr Hebamme
18.03. 2810 gr Hebamme
21.03. 2850 gr Vertretungshebamme mit anderer Waage
24.03. 2800 gr - " -
26.03. 3050 gr - " -
31.03. 2950 gr Hebamme
05.04. 3040 gr Hebamme
13.04. 3260 gr Hebamme
Ich bin nun etwas ratlos, wie wir weiter vorgehen sollen. Gefühlt besteht der ganze Tag (und die Nacht) daraus, das Baby auf die verschiedenen Weisen zu füttern.
- würde gerne nach Bedarf stillen, aber wegen der schmerzenden BW ist das echt schwierig. Augen zu und durch?
- wie lange sollte ich sie pro Stillgang mindestens an jeder Seite stillen, damit die Milchbildung nicht zurück geht? reichen 15-20 Minuten?
- auf Anraten der Stillberaterin pflege ich die BW mit Octenisept und Lanolin. Ist es normal, dass es trotzdem noch beim Stillen reibt und ziept? Was kann ich noch tun?
- wann soll ich wie viel zufüttern? Ich habe keine Vorstellung, welche Mengen mein Baby braucht. Bisher geben wir, wenn sie nach dem Stillen meckert, oder wenn sie schon nach 30-60 Minuten wieder kommt. Sie bekommt dann -sofern ich zum Pumpen gekommen bin - MuMi oder eben Pre. Solange bis sie zufrieden scheint. An Pre-Nahrung sind das so schätzungsweise 100-200 ml pro Tag +/-.
Ich hoffe, mein Geschreibsel ist nicht zu wirr. Aber ich wollte möglichst viele Infos geben. Was ich bräuchte wäre irgendwie ein "Plan", nach dem ich vorgehen kann.. also wann/wie oft/wie lange Stillen, wann wie viel Zufüttern, Pumpen auch nachts?
Ich würde wirklich ALLES tun, um wieder voll zu stillen und mein Baby damit satt und zufrieden zu machen!!
Danke für´s Lesen und eure Tipps und Ratschläge