Stillberatung erwünscht
Verfasst: 30.03.2016, 14:30
Hallo,
ich möchte mich nun doch auch hier einen Rat holen. Am 14.03. ist unser zweiter Sohn geboren. Die Sectio war aufgrund einer Beckenendlage schon „geplant“ aber er ist eine Woche vor dem geplanten Termin gekommen. Ich hatte wenige Wehen und als das CTG etwas schlechter wurde, entschied man sich für einen eiligen Kaiserschnitt. Dieser verlief aber total toll – unser Sohn war sofort fit und ich konnte erst sehen wie er aus dem Bauch gehoben wurde und er wurde mir sofort noch nackt und feucht auf die Brust gelegt. Die nächsten Tage waren wir zusammen im Familienzimmer und es war ein echt guter Start. Ich hatte das Gefühl die Milch ist mehr als bei meinem ersten Sohn und als er am zweiten Tag immer noch recht müde war, habe ich auch schon begonnen zu pumpen. Das lief alles wie ich fand gut. In der Klinik hatte er schon einen Gewichtsstillstand und da war ich echt soo froh. Die Hebamme (auch Stillberaterin – ich wollte dieses Mal von Anfang an gut beraten werden) kam nach hause und da war das Gewicht höher (ich weiß andere Waage) und die nächsten Tage dann auch stabil. An Tag 7 waren wir in der Klinik zur Bili Kontrolle, da er so müde war. Bili war ok, am nächsten Morgen waren wir nochmal beim Kinderarzt und der fand unseren Sohn erstmal soweit fit. An dem selben Tag haben wir mit der Hebamme entschieden gepumpte MuMi zuzufüttern (mit BES), da das Gewicht eben immer noch nicht nach oben ging. Der Kinderarzt hatte das noch nicht empfohlen. Am nächsten Morgen ging es unserem Sohn wirklich schlecht, er war kaum noch erweckbar und wollte auch Milch in keiner Form zu sich nehmen (kein Sauger, kein Fingerfeeding, kein BES), so dass wir notfallmäßig in die Klinik sind. Dort löste sich das Ganze sehr schnell, er bekam wenig Infusionen und vor allem gepumpte Milch per Flasche ergänzt mit Pre.
Und seitdem füttern wir MuMi und Pre in unbegrenzter Menge zu, damit er endlich zunimmt (hier zu hause allerdings großteils mit BES). Ich habe das Gefühl ich habe deutlich mehr Milch als bei meinem ersten Sohn, zumindest kann ich soviel mehr pumpen. Aber L. bekommt es irgendwie nicht aus meiner Brust raus. Ich möchte gerne eine Perspektive wie es weiter gehen kann – aktuell ist das Zufüttern so viel und ich kann mir einfach mit unserem Großen nicht vorstellen es nochmal so zu machen wie beim letzten Mal. Da habe ich wirklich über Monate um jeden Tropfen gekämpft, habe täglich gewogen und die Pre ausgeschlichen. Als dann die Gewichtszunahme aber auch wieder nicht gut war auch wieder begonnen zuzufüttern mit Pre und letztlich als der Große die Brust ohne BES gar nicht mehr wollte, einfach unbegrenzt Pre gefüttert, weil alles andere meine Nerven nicht mehr ausgehalten haben (da war er so 4 Monate aber noch nicht beikostreif). Wir haben letztlich 10 Monate mit BES zugefüttert und dann konnten wir es lassen. Er hat dann noch bis nach seinem dritten Geburtstag gestillt (aber sicher auch viel trocken) und will jetzt nur ab und zu eine Sekunde an die Brust und ist dann zufrieden.
Ich fände es total toll auch unseren zweiten Sohn lange stillen zu können, aber bei unserem ersten Sohn hat sich 6 Monate alles um Füttern und Gewicht gedreht das möchte ich nicht nochmal. Ich möchte unser Baby auch einfach so genießen.
Erstmal zu den Fragen für die Stillberatung, wenn noch was fehlt, gerne noch nachfragen.
***
• Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja er wird zugefüttert mit Pre und abgepumpter MuMi. Aktuell etwa 7-8 Mahlzeiten per BES und 1-2 per Flasche am Tag. Zusätzlich pumpe ich aktuell nach jeder Mahlzeit ab (Menge 30-60ml)
Hier die Daten:
14.03. 3530g Geburt per Sectio
15.03. 3360g (Krankenhaus) Beginn pumpen, die ml, die ich gepumpt habe beim Stillen per Spritze gefüttert
16.03. 3290 (Krankenhaus)
17.03. 3290 (Krankenhaus)
18.03. 3330 ? (Hebamme)
19.03. 3330 (Hebamme) Pumpe 50ml MuMi
20.03. 3340 (Hebamme); 3210 (Krankenhaus) Pumpe: 70ml MuMi
21.03. 3290 (Hebamme); 3210 (Kinderarzt) Pumpe: 230 (ab hier sehr regelmäßig gepumpt), Beginn zufütter BES 155ml
22.03. 3210g (Krankenhaus) Aufnahme Krankenhaus 330ml MuMi, 85ml Pre, 90ml Infusion per Flasche, Pumpe: ??
23.03. 285ml MuMi, 170ml Pre, Infusion 24ml per Flasche und BES, Pumpe: ??
24.03. 3560g (Hebamme); 3410 (Kinderarzt) 200ml MuMi, 480ml Pre per BES, Pumpe: 380ml
25.03. 285ml MuMi, 200ml Pre, Pumpe: 275ml
26.03. 3580g (Hebamme) 205ml MuMi, 325ml Pre, Pumpe 305ml, ab hier auf Anraten der Hebamme BES und zusätzlich 2 Flaschen damit er sicher genug bekommt
27.03. 3650g (Hebamme) 7x BES, 3x Flasche 465ml MuMi, 145ml Pre; Pumpe 370ml
28.03. 3670g ?(Hebamme) 11 x BES, 1x Flasche 270ml MuMi, 315ml Pre; Pumpe 340ml
29.03. 3550g (Kinderarzt) 7x BES, 3x Flasche 430ml MuMi, 250ml Pre; Pumpe 435ml
30.03. 3710g (Hebamme)
Bei der Waage der Hebamme habe ich jetzt erfahren sind die Gewichte der Windel und des Tuchs noch nicht abgezogen, da muss man eigentlich 160g abziehen. Der Kinderarzt hat eine normale geeichte Liegewaage und da wurde er nackt gewogen, wie auch auf der Waage im Krankenhaus.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Stillmahlzeiten steigere ich gerade aber es gab auch Tage da waren es weniger. Leider stillt er dann immer nur eine Seite, das hatte die Hebamme mir so empfohlen, da er leider immer noch sehr gemütlich und müde ist und dann manchmal nach der ersten Seite den Mund gar nicht mehr aufmacht. Damit er aber genug Milch bekommt, lasse ich ihn solange er aus dem BES saugt an der ersten Seite. Ich muss ihn auch oft sehr animieren, dass er überhaupt andockt. Manchmal bekommen wir es mit dem BES besser hin manchmal nicht so gut. Pumpen tue ich aktuell nach jedem Stillen, dabei gelegentlich Powerpumpen und Intervallpumpen. Mehr Milch bekomme ich irgendwie nicht in ihn rein, meist muss ich ihn eh für die Mahlzeiten wecken, ich werde nochmal versuchen ihn öfter zu wecken aber das ist trotz aller Tipps echt schwierig. Er ist auch nicht immer nur am Schlafen, zwischendrin ist er wach, schaut herum und will aber definitiv keine Milch (weder Flasche noch Brust) – denn er lässt einfach den Mund zu und schaut nur aufmerksam herum. Wenn ich ihm die Brust anbiete nimmt er sie nicht.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sehr oft Urin und Stuhl – ich habe es oben gar nicht notiert. Stuhlgang ist sogar vor allem nach viel Muttermilch sehr häufig, 10-15x/Tag. Deswegen war ich auch gestern nochmal beim Kinderarzt. Der findet es aber ok, sagt der Stuhlgang sieht einfach nach MuMi Stuhl aus (er stinkt auch nicht, ist nicht grünlich), nach mehr Pre Mahlzeiten ist er eher etwas dicker als nach viel MuMi. Ich habe nicht das Gefühl, dass L. der Stuhlgang quält, auch Bauchweh scheint er nicht zu haben.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben, er ist ja noch sehr jung. Er hat direkt im Kreissaal nach der OP angedockt, also vielleicht 40min nach Geburt und das war auch die nächsten Tage immer gut, keine wunden Brustwarzen nur etwas empfindlich. Er ist eher sehr ruhig. Andocken klappt manchmal mit BES nicht so gut...
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er kennt Flaschen und auch aktuell füttern wir zwei Mahlzeiten am Tag noch mit Flasche, da die Hebamme meint, dann würde er mehr Milch bekommen. Kein Schnuller, kein Hütchen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme (auch Stillberaterin), Kinderarzt. Der Kinderarzt sagt auch, das Gewicht ist nicht super aber man kann noch so weiter machen und abwarten. Wenn es nicht weiter nach oben geht dann kann es auch sein (bei atopischer Vorbelastung) dass es eine Kuhmilchunverträglichkeit ist. Da würde er aber auch noch 1-2 Wochen warten bis wir etwas ändern sollten (Kuhmilchfreie Ernährung bei mir und Spezialnahrung statt Pre).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich nehmen seit der zweiten Schwangerschaft L-Thyroxin 25µg. Das TSH war nach Geburt bei um die 2. Sonst keine Auffälligkeiten. Das Bili von L. wurde mehrfach kontrolliert, war nie an der Therapiegrenze und jetzt ist er nicht mehr gelb. Geburt war 38+4, keine Frühgeburt.
***
Ich möchte vor allem eine Einschätzung von euch Still-Mods wie es bei uns weitergehen kann. Ich habe für den Großen wirklich alles gegeben zusammen mit einer IBCLC täglich in Kontakt gestanden, monatelang alles gemacht (habe auch Domperidon genommen) – und ich weiß aber dieses Mal habe ich dafür keine Energie. Unser Großer hat quasi ohne Pause gestillt, sehr schlecht geschlafen und dabei eben trotzdem immer nur gerade so das Mindestmaß zugenommen. Damals hatte ich die Zeit. Aber ich weiß auch, dass ich gerade in der Babyzeit soviel nicht genießen konnte, weil ich so gefangen in der Fütterproblematik war und das möchte ich nicht nochmal. Jetzt habe ich noch ein Kleinkind und eine Familie, ich kann und möchte nicht mehr nur 24 Stunden ans Füttern denken. Ich möchte auch unser Neugeborenes genieße! Damals habe ich auch wirklich überall mit BES gestillt (im ICE, im Café, egal wo) aber auch das kann ich mir dieses Mal nicht vorstellen auf dem Spielplatz mit dem Großen habe ich dafür einfach nicht genug Hände.
Meine Pumpmenge ist aktuell ja total gut (bei dem Großen habe ich nach 2 Wochen mit dem Pumpen aufgehört – hatte da immer nur 5-10ml/Pumpvorgang, parallel dazu hatte ich damals mit dem BES begonnen) aber warum bekommt L. das nicht aus der Brust, er stillt am BES ja gut. Die Hebamme findet er ist gut angedockt und das denke ich auch. Vielleicht könnte er noch etwas mehr Brust im Mund haben, aber das ist meist wirklich ok. Daran arbeiten wir. Brustkompressionen haben wir ausprobiert, das wirkt bei mir gar nicht.
Muss man auch die zugefütterte MuMi in 10ml/Tag ausschleichen, wenn man (nachdem sich das Gewicht stabilisiert hat) die Zufütterung reduzieren will? Denn so ist es einfach gerade sehr anstrengend, bei jeder Mahlzeit das BES. Das wäre ja ein Prozess von Wochen- Monaten (bei aktuell mehr als 600ml/Tag Zufütterung Pre+ MuMi) und das schaffe ich nicht. Meine Hebamme meint man könnte dann schrittweise oder von einem auf den anderen Tag das Pumpen (vielleicht so 4 Wochen nach der Geburt) reduzieren und dann hoffen er holt es sich aus der Brust holt, weil er dann älter und kräftiger ist. Sie sagt auch, dass sich die Laktation nach 4 Wochen soweit etabliert hat, dass danach nicht wirklich mehr rauszuholen ist. Was denkt ihr dazu? Wie sind mögliche Perspektiven für die weitere Zukunft in unserer Situation (hier vielleicht noch als Ergänzung: Ein Ziel wäre es meinen zweiten Sohn auch lange stillen zu können, nicht wegen der MuMi vorwiegend, sondern wegen der besonderen Bindung - das nur dazu, dass es jetzt nicht um jeden Tropfen MuMi geht, sondern vor allem um das Stillen an sich. Aber ich kann mir eben auch nicht vorstellen wie bei dem Großen monatelang jede Mahlzeit mit BES zu füttern) ? Was denkt ihr kann ich noch tun, dass das Gewicht endlich steigt?
Ich danke euch schon jetzt fürs Lesen des langen Textes und für eure Einschätzung!
Liebe Grüße Hempelchen
ich möchte mich nun doch auch hier einen Rat holen. Am 14.03. ist unser zweiter Sohn geboren. Die Sectio war aufgrund einer Beckenendlage schon „geplant“ aber er ist eine Woche vor dem geplanten Termin gekommen. Ich hatte wenige Wehen und als das CTG etwas schlechter wurde, entschied man sich für einen eiligen Kaiserschnitt. Dieser verlief aber total toll – unser Sohn war sofort fit und ich konnte erst sehen wie er aus dem Bauch gehoben wurde und er wurde mir sofort noch nackt und feucht auf die Brust gelegt. Die nächsten Tage waren wir zusammen im Familienzimmer und es war ein echt guter Start. Ich hatte das Gefühl die Milch ist mehr als bei meinem ersten Sohn und als er am zweiten Tag immer noch recht müde war, habe ich auch schon begonnen zu pumpen. Das lief alles wie ich fand gut. In der Klinik hatte er schon einen Gewichtsstillstand und da war ich echt soo froh. Die Hebamme (auch Stillberaterin – ich wollte dieses Mal von Anfang an gut beraten werden) kam nach hause und da war das Gewicht höher (ich weiß andere Waage) und die nächsten Tage dann auch stabil. An Tag 7 waren wir in der Klinik zur Bili Kontrolle, da er so müde war. Bili war ok, am nächsten Morgen waren wir nochmal beim Kinderarzt und der fand unseren Sohn erstmal soweit fit. An dem selben Tag haben wir mit der Hebamme entschieden gepumpte MuMi zuzufüttern (mit BES), da das Gewicht eben immer noch nicht nach oben ging. Der Kinderarzt hatte das noch nicht empfohlen. Am nächsten Morgen ging es unserem Sohn wirklich schlecht, er war kaum noch erweckbar und wollte auch Milch in keiner Form zu sich nehmen (kein Sauger, kein Fingerfeeding, kein BES), so dass wir notfallmäßig in die Klinik sind. Dort löste sich das Ganze sehr schnell, er bekam wenig Infusionen und vor allem gepumpte Milch per Flasche ergänzt mit Pre.
Und seitdem füttern wir MuMi und Pre in unbegrenzter Menge zu, damit er endlich zunimmt (hier zu hause allerdings großteils mit BES). Ich habe das Gefühl ich habe deutlich mehr Milch als bei meinem ersten Sohn, zumindest kann ich soviel mehr pumpen. Aber L. bekommt es irgendwie nicht aus meiner Brust raus. Ich möchte gerne eine Perspektive wie es weiter gehen kann – aktuell ist das Zufüttern so viel und ich kann mir einfach mit unserem Großen nicht vorstellen es nochmal so zu machen wie beim letzten Mal. Da habe ich wirklich über Monate um jeden Tropfen gekämpft, habe täglich gewogen und die Pre ausgeschlichen. Als dann die Gewichtszunahme aber auch wieder nicht gut war auch wieder begonnen zuzufüttern mit Pre und letztlich als der Große die Brust ohne BES gar nicht mehr wollte, einfach unbegrenzt Pre gefüttert, weil alles andere meine Nerven nicht mehr ausgehalten haben (da war er so 4 Monate aber noch nicht beikostreif). Wir haben letztlich 10 Monate mit BES zugefüttert und dann konnten wir es lassen. Er hat dann noch bis nach seinem dritten Geburtstag gestillt (aber sicher auch viel trocken) und will jetzt nur ab und zu eine Sekunde an die Brust und ist dann zufrieden.
Ich fände es total toll auch unseren zweiten Sohn lange stillen zu können, aber bei unserem ersten Sohn hat sich 6 Monate alles um Füttern und Gewicht gedreht das möchte ich nicht nochmal. Ich möchte unser Baby auch einfach so genießen.
Erstmal zu den Fragen für die Stillberatung, wenn noch was fehlt, gerne noch nachfragen.
***
• Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja er wird zugefüttert mit Pre und abgepumpter MuMi. Aktuell etwa 7-8 Mahlzeiten per BES und 1-2 per Flasche am Tag. Zusätzlich pumpe ich aktuell nach jeder Mahlzeit ab (Menge 30-60ml)
Hier die Daten:
14.03. 3530g Geburt per Sectio
15.03. 3360g (Krankenhaus) Beginn pumpen, die ml, die ich gepumpt habe beim Stillen per Spritze gefüttert
16.03. 3290 (Krankenhaus)
17.03. 3290 (Krankenhaus)
18.03. 3330 ? (Hebamme)
19.03. 3330 (Hebamme) Pumpe 50ml MuMi
20.03. 3340 (Hebamme); 3210 (Krankenhaus) Pumpe: 70ml MuMi
21.03. 3290 (Hebamme); 3210 (Kinderarzt) Pumpe: 230 (ab hier sehr regelmäßig gepumpt), Beginn zufütter BES 155ml
22.03. 3210g (Krankenhaus) Aufnahme Krankenhaus 330ml MuMi, 85ml Pre, 90ml Infusion per Flasche, Pumpe: ??
23.03. 285ml MuMi, 170ml Pre, Infusion 24ml per Flasche und BES, Pumpe: ??
24.03. 3560g (Hebamme); 3410 (Kinderarzt) 200ml MuMi, 480ml Pre per BES, Pumpe: 380ml
25.03. 285ml MuMi, 200ml Pre, Pumpe: 275ml
26.03. 3580g (Hebamme) 205ml MuMi, 325ml Pre, Pumpe 305ml, ab hier auf Anraten der Hebamme BES und zusätzlich 2 Flaschen damit er sicher genug bekommt
27.03. 3650g (Hebamme) 7x BES, 3x Flasche 465ml MuMi, 145ml Pre; Pumpe 370ml
28.03. 3670g ?(Hebamme) 11 x BES, 1x Flasche 270ml MuMi, 315ml Pre; Pumpe 340ml
29.03. 3550g (Kinderarzt) 7x BES, 3x Flasche 430ml MuMi, 250ml Pre; Pumpe 435ml
30.03. 3710g (Hebamme)
Bei der Waage der Hebamme habe ich jetzt erfahren sind die Gewichte der Windel und des Tuchs noch nicht abgezogen, da muss man eigentlich 160g abziehen. Der Kinderarzt hat eine normale geeichte Liegewaage und da wurde er nackt gewogen, wie auch auf der Waage im Krankenhaus.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Stillmahlzeiten steigere ich gerade aber es gab auch Tage da waren es weniger. Leider stillt er dann immer nur eine Seite, das hatte die Hebamme mir so empfohlen, da er leider immer noch sehr gemütlich und müde ist und dann manchmal nach der ersten Seite den Mund gar nicht mehr aufmacht. Damit er aber genug Milch bekommt, lasse ich ihn solange er aus dem BES saugt an der ersten Seite. Ich muss ihn auch oft sehr animieren, dass er überhaupt andockt. Manchmal bekommen wir es mit dem BES besser hin manchmal nicht so gut. Pumpen tue ich aktuell nach jedem Stillen, dabei gelegentlich Powerpumpen und Intervallpumpen. Mehr Milch bekomme ich irgendwie nicht in ihn rein, meist muss ich ihn eh für die Mahlzeiten wecken, ich werde nochmal versuchen ihn öfter zu wecken aber das ist trotz aller Tipps echt schwierig. Er ist auch nicht immer nur am Schlafen, zwischendrin ist er wach, schaut herum und will aber definitiv keine Milch (weder Flasche noch Brust) – denn er lässt einfach den Mund zu und schaut nur aufmerksam herum. Wenn ich ihm die Brust anbiete nimmt er sie nicht.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Sehr oft Urin und Stuhl – ich habe es oben gar nicht notiert. Stuhlgang ist sogar vor allem nach viel Muttermilch sehr häufig, 10-15x/Tag. Deswegen war ich auch gestern nochmal beim Kinderarzt. Der findet es aber ok, sagt der Stuhlgang sieht einfach nach MuMi Stuhl aus (er stinkt auch nicht, ist nicht grünlich), nach mehr Pre Mahlzeiten ist er eher etwas dicker als nach viel MuMi. Ich habe nicht das Gefühl, dass L. der Stuhlgang quält, auch Bauchweh scheint er nicht zu haben.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben, er ist ja noch sehr jung. Er hat direkt im Kreissaal nach der OP angedockt, also vielleicht 40min nach Geburt und das war auch die nächsten Tage immer gut, keine wunden Brustwarzen nur etwas empfindlich. Er ist eher sehr ruhig. Andocken klappt manchmal mit BES nicht so gut...
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er kennt Flaschen und auch aktuell füttern wir zwei Mahlzeiten am Tag noch mit Flasche, da die Hebamme meint, dann würde er mehr Milch bekommen. Kein Schnuller, kein Hütchen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme (auch Stillberaterin), Kinderarzt. Der Kinderarzt sagt auch, das Gewicht ist nicht super aber man kann noch so weiter machen und abwarten. Wenn es nicht weiter nach oben geht dann kann es auch sein (bei atopischer Vorbelastung) dass es eine Kuhmilchunverträglichkeit ist. Da würde er aber auch noch 1-2 Wochen warten bis wir etwas ändern sollten (Kuhmilchfreie Ernährung bei mir und Spezialnahrung statt Pre).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich nehmen seit der zweiten Schwangerschaft L-Thyroxin 25µg. Das TSH war nach Geburt bei um die 2. Sonst keine Auffälligkeiten. Das Bili von L. wurde mehrfach kontrolliert, war nie an der Therapiegrenze und jetzt ist er nicht mehr gelb. Geburt war 38+4, keine Frühgeburt.
***
Ich möchte vor allem eine Einschätzung von euch Still-Mods wie es bei uns weitergehen kann. Ich habe für den Großen wirklich alles gegeben zusammen mit einer IBCLC täglich in Kontakt gestanden, monatelang alles gemacht (habe auch Domperidon genommen) – und ich weiß aber dieses Mal habe ich dafür keine Energie. Unser Großer hat quasi ohne Pause gestillt, sehr schlecht geschlafen und dabei eben trotzdem immer nur gerade so das Mindestmaß zugenommen. Damals hatte ich die Zeit. Aber ich weiß auch, dass ich gerade in der Babyzeit soviel nicht genießen konnte, weil ich so gefangen in der Fütterproblematik war und das möchte ich nicht nochmal. Jetzt habe ich noch ein Kleinkind und eine Familie, ich kann und möchte nicht mehr nur 24 Stunden ans Füttern denken. Ich möchte auch unser Neugeborenes genieße! Damals habe ich auch wirklich überall mit BES gestillt (im ICE, im Café, egal wo) aber auch das kann ich mir dieses Mal nicht vorstellen auf dem Spielplatz mit dem Großen habe ich dafür einfach nicht genug Hände.
Meine Pumpmenge ist aktuell ja total gut (bei dem Großen habe ich nach 2 Wochen mit dem Pumpen aufgehört – hatte da immer nur 5-10ml/Pumpvorgang, parallel dazu hatte ich damals mit dem BES begonnen) aber warum bekommt L. das nicht aus der Brust, er stillt am BES ja gut. Die Hebamme findet er ist gut angedockt und das denke ich auch. Vielleicht könnte er noch etwas mehr Brust im Mund haben, aber das ist meist wirklich ok. Daran arbeiten wir. Brustkompressionen haben wir ausprobiert, das wirkt bei mir gar nicht.
Muss man auch die zugefütterte MuMi in 10ml/Tag ausschleichen, wenn man (nachdem sich das Gewicht stabilisiert hat) die Zufütterung reduzieren will? Denn so ist es einfach gerade sehr anstrengend, bei jeder Mahlzeit das BES. Das wäre ja ein Prozess von Wochen- Monaten (bei aktuell mehr als 600ml/Tag Zufütterung Pre+ MuMi) und das schaffe ich nicht. Meine Hebamme meint man könnte dann schrittweise oder von einem auf den anderen Tag das Pumpen (vielleicht so 4 Wochen nach der Geburt) reduzieren und dann hoffen er holt es sich aus der Brust holt, weil er dann älter und kräftiger ist. Sie sagt auch, dass sich die Laktation nach 4 Wochen soweit etabliert hat, dass danach nicht wirklich mehr rauszuholen ist. Was denkt ihr dazu? Wie sind mögliche Perspektiven für die weitere Zukunft in unserer Situation (hier vielleicht noch als Ergänzung: Ein Ziel wäre es meinen zweiten Sohn auch lange stillen zu können, nicht wegen der MuMi vorwiegend, sondern wegen der besonderen Bindung - das nur dazu, dass es jetzt nicht um jeden Tropfen MuMi geht, sondern vor allem um das Stillen an sich. Aber ich kann mir eben auch nicht vorstellen wie bei dem Großen monatelang jede Mahlzeit mit BES zu füttern) ? Was denkt ihr kann ich noch tun, dass das Gewicht endlich steigt?
Ich danke euch schon jetzt fürs Lesen des langen Textes und für eure Einschätzung!
Liebe Grüße Hempelchen