Seit drei Wochen zu wenig Milch, Angst vorm Abstillen
Verfasst: 07.03.2016, 10:50
Liebe Forianer,
Liebe Still- und Tragefreunde!
Ich weiß, dass es nicht die höfliche Art ist in ein Forum zu kommen ohne sich vorzustellen, aber ich befinde mich gerade in einer Notlage-zumindest ist es für mich eine.
Vielleicht gibt es auch schon einige Themen hier im Forum und ihr seid schon etwas genervt von den "Neulingsfragen", ich hoffe, ihr habt etwas Nachsicht mit mir, natürlich hole ich die Vorstellung und das Nachlesen so schnell wie möglich nach.
Eigentlich sollte alles so schön werden, ich hatte eine erfahrene Hebamme an meiner Seite während der Schwangerschaft und habe mich in einem stillfreundlichen Krankenhaus zur Geburt angemeldet.
Über das Stillen habe ich mir - vielleicht zu naiv - nie Gedanken gemacht. Ich war der Überzeugung, dass ich stillen könnte, die Natur wird das schon richten, dachte ich mir.
Dann, in der 32. Woche musste mir meine Hebamme für die Wochenbett- und Stillbetreuung absagen, aus gesundheitlichen Gründen. An dieser Stelle bleibt mir nur ihr alles Liebe zu wünschen, ich hoffe sie erholt sich wieder vollständig-sie ist ein so lieber Mensch.
Da stand ich nun und habe mir die Finger wundtelefoniert, aber ich fand einfach so spät in der Schwangerschaft keine Hebamme mehr. Dazu kommt, dass wir in einem kleinen Dorf leben, zwar ist eine Großstadt in der Nähe (ca 25 km), aber die Hebammen aus der Stadt sind für unser Gebiet nicht mehr zuständig oder ihnen ist der Anfahrtsweg zu lange (was ich auch verstehen kann). Ich habe Mails geschrieben, telefoniert, bis sich eine Hebamme meldete, die mich noch betreuen könne. Sie ist frisch von der Schule, hat gerade das Examen bestanden, also noch eine sehr neue Hebamme. Mit dieser Angabe möchte ich natürlich nicht implizieren, dass frischgebackene Hebammen nicht fähig sind, Frauen richtig zu betreuen. Ich war sehr froh, dass wir eine Hebamme an unserer Seite wissen durften.
Doch dann kam noch ein Unglück, 3 Tage nach dem vET bekam ich starke Blutungen, ich musste notfallmäßig in die Klinik zur Entbindung gebracht werden und zwar erlaubte der Arzt im Rettungsdienst nicht mein gewünschtes Krankenhaus, da es für Notfälle nicht zuständig ist. Ich musste also in die große Klinik, in der ich nicht entbinden wollte.
Zum Glück ging alles gut und Dank der beiden wirklich tollen Hebammen, kam unsere Kleine vor 25 Tagen gesund und durch eine natürliche Geburt auf die Welt!
Die Betreuung im Kreißsaal war spitze, die auf der Station dagegen unter aller Kanone
Auf meine Frage, wie oft ich die Kleine anlegen müsste, meinte die erste Hebamme nur, dass ich das schon merken würde. Die Mutterinstinkte leiten mich und wenn die Kleine weint, lege ich sie an.
Unsere Maus war aber sehr schwach nach der Geburt, hatte leichte Gelbsucht und trotzt Übertragung war sie enorm zart. Sie schlief viel, das Anlegen strengte sie an.
Mehrfach bat ich eine Hebamme oder Schwester, mir beim Anlegen zu helfen. Einige Male klappte es einfach nicht, es kam aber nur die Aussage "Ihre Brustwarzen sind auch sehr klein"....
Nach zwei Tagen wurde ich entlassen, eigentlich waren 4 Tage Aufenthalt geplant, aber ich war froh und glaubte noch wirklich daran, dass zu Hause alles besser werden wird.
Im Internet hatte ich gelesen, dass man die Kleinen 8-12x in den ersten Tagen anlegen sollte, ich habe sie in der Klinik also viiel zu wenig angelegt
Meine Hebamme sagte dann, ich solle sie regelmäßig und oft anlegen, nach kurzer Zeit waren meine BW wund und blutig, die Kleine schrie fast ununterbrochen den ganzen Tag. Es wird besser werden, hieß es immer, aber wurde es nicht.
Sie nahm immer mehr ab, kam unter die kritische Grenze und hatte mehr als 10% Gewichtsverlust zum Geburtsgewicht. Ich habe mir eine Pumpe gekauft und geschaut, wieviel Milch überhaupt in meinen Brüsten ist und siehe da, ich konnte gerade mal 5 ml aus beiden Seiten abpumpen.
Die Kleine schrie aus Hunger und ich habe sie hungern lassen! Ich mache mir noch heute so schreckliche Vorwürfe, weine oft, weil ich es nicht gemerkt habe.
Bisher versuche ich alles:
Bockshornkleesamen
Stilltee
Malzbier
Mariendistelkraut
warme Kompressen
Ernährung/Trinken
Massagen
Ich lege die Kleine regelmäßig an und füttere leider zu, damit sie satt wird.
Inwischen kann ich ohne vorheriges Anlegen 40 ml aus beiden Seiten gewinnen, immernoch viel zu wenig, aber immerhin.
Es waren aber schon 60ml und ich habe das Gefühl, dass die Milch wieder zurück geht.
Ich habe bei einer Stillberaterin angerufen, sie leitet mit einer Kollegin eine Praxis. Die Kollegin ist noch zwei Wochen im Urlaub und sie hat erst Ende nächster Woche einen Termin frei.
Ich habe Angst, dass ich bis dahin keine Milch mehr habe
Zur Zeit bin ich einfach nur durch, Schlafmangel, Selbstvorwürfe und die fehlende Milch, ich fühle mich wie eine Versagerin.
Hab ihr vielleicht noch Tipps, was kann ich noch tun? Ich würde meinem Mädchen so gerne die bestmögliche Versorgung bieten und sie stillen können.
Liebe Grüße,
Eure Farah
Liebe Still- und Tragefreunde!
Ich weiß, dass es nicht die höfliche Art ist in ein Forum zu kommen ohne sich vorzustellen, aber ich befinde mich gerade in einer Notlage-zumindest ist es für mich eine.
Vielleicht gibt es auch schon einige Themen hier im Forum und ihr seid schon etwas genervt von den "Neulingsfragen", ich hoffe, ihr habt etwas Nachsicht mit mir, natürlich hole ich die Vorstellung und das Nachlesen so schnell wie möglich nach.
Eigentlich sollte alles so schön werden, ich hatte eine erfahrene Hebamme an meiner Seite während der Schwangerschaft und habe mich in einem stillfreundlichen Krankenhaus zur Geburt angemeldet.
Über das Stillen habe ich mir - vielleicht zu naiv - nie Gedanken gemacht. Ich war der Überzeugung, dass ich stillen könnte, die Natur wird das schon richten, dachte ich mir.
Dann, in der 32. Woche musste mir meine Hebamme für die Wochenbett- und Stillbetreuung absagen, aus gesundheitlichen Gründen. An dieser Stelle bleibt mir nur ihr alles Liebe zu wünschen, ich hoffe sie erholt sich wieder vollständig-sie ist ein so lieber Mensch.
Da stand ich nun und habe mir die Finger wundtelefoniert, aber ich fand einfach so spät in der Schwangerschaft keine Hebamme mehr. Dazu kommt, dass wir in einem kleinen Dorf leben, zwar ist eine Großstadt in der Nähe (ca 25 km), aber die Hebammen aus der Stadt sind für unser Gebiet nicht mehr zuständig oder ihnen ist der Anfahrtsweg zu lange (was ich auch verstehen kann). Ich habe Mails geschrieben, telefoniert, bis sich eine Hebamme meldete, die mich noch betreuen könne. Sie ist frisch von der Schule, hat gerade das Examen bestanden, also noch eine sehr neue Hebamme. Mit dieser Angabe möchte ich natürlich nicht implizieren, dass frischgebackene Hebammen nicht fähig sind, Frauen richtig zu betreuen. Ich war sehr froh, dass wir eine Hebamme an unserer Seite wissen durften.
Doch dann kam noch ein Unglück, 3 Tage nach dem vET bekam ich starke Blutungen, ich musste notfallmäßig in die Klinik zur Entbindung gebracht werden und zwar erlaubte der Arzt im Rettungsdienst nicht mein gewünschtes Krankenhaus, da es für Notfälle nicht zuständig ist. Ich musste also in die große Klinik, in der ich nicht entbinden wollte.
Zum Glück ging alles gut und Dank der beiden wirklich tollen Hebammen, kam unsere Kleine vor 25 Tagen gesund und durch eine natürliche Geburt auf die Welt!
Die Betreuung im Kreißsaal war spitze, die auf der Station dagegen unter aller Kanone
Auf meine Frage, wie oft ich die Kleine anlegen müsste, meinte die erste Hebamme nur, dass ich das schon merken würde. Die Mutterinstinkte leiten mich und wenn die Kleine weint, lege ich sie an.
Unsere Maus war aber sehr schwach nach der Geburt, hatte leichte Gelbsucht und trotzt Übertragung war sie enorm zart. Sie schlief viel, das Anlegen strengte sie an.
Mehrfach bat ich eine Hebamme oder Schwester, mir beim Anlegen zu helfen. Einige Male klappte es einfach nicht, es kam aber nur die Aussage "Ihre Brustwarzen sind auch sehr klein"....
Nach zwei Tagen wurde ich entlassen, eigentlich waren 4 Tage Aufenthalt geplant, aber ich war froh und glaubte noch wirklich daran, dass zu Hause alles besser werden wird.
Im Internet hatte ich gelesen, dass man die Kleinen 8-12x in den ersten Tagen anlegen sollte, ich habe sie in der Klinik also viiel zu wenig angelegt
Meine Hebamme sagte dann, ich solle sie regelmäßig und oft anlegen, nach kurzer Zeit waren meine BW wund und blutig, die Kleine schrie fast ununterbrochen den ganzen Tag. Es wird besser werden, hieß es immer, aber wurde es nicht.
Sie nahm immer mehr ab, kam unter die kritische Grenze und hatte mehr als 10% Gewichtsverlust zum Geburtsgewicht. Ich habe mir eine Pumpe gekauft und geschaut, wieviel Milch überhaupt in meinen Brüsten ist und siehe da, ich konnte gerade mal 5 ml aus beiden Seiten abpumpen.
Die Kleine schrie aus Hunger und ich habe sie hungern lassen! Ich mache mir noch heute so schreckliche Vorwürfe, weine oft, weil ich es nicht gemerkt habe.
Bisher versuche ich alles:
Bockshornkleesamen
Stilltee
Malzbier
Mariendistelkraut
warme Kompressen
Ernährung/Trinken
Massagen
Ich lege die Kleine regelmäßig an und füttere leider zu, damit sie satt wird.
Inwischen kann ich ohne vorheriges Anlegen 40 ml aus beiden Seiten gewinnen, immernoch viel zu wenig, aber immerhin.
Es waren aber schon 60ml und ich habe das Gefühl, dass die Milch wieder zurück geht.
Ich habe bei einer Stillberaterin angerufen, sie leitet mit einer Kollegin eine Praxis. Die Kollegin ist noch zwei Wochen im Urlaub und sie hat erst Ende nächster Woche einen Termin frei.
Ich habe Angst, dass ich bis dahin keine Milch mehr habe
Zur Zeit bin ich einfach nur durch, Schlafmangel, Selbstvorwürfe und die fehlende Milch, ich fühle mich wie eine Versagerin.
Hab ihr vielleicht noch Tipps, was kann ich noch tun? Ich würde meinem Mädchen so gerne die bestmögliche Versorgung bieten und sie stillen können.
Liebe Grüße,
Eure Farah