8,5 Monate und stillt nicht gern
Verfasst: 20.02.2016, 10:10
Hallo,
ich bräuchte mal ein bisschen Input wie ich meinem Kleinsten, jetzt 8,5 Monate alt, mehr zum Stillen motivieren kann oder es uns einfacher machen kann.
Die Geschichte: er ist im Mai geboren, mein drittes Kind, die anderen habe ich problemlos gestillt bis 19 und bis 26 Monate. Ich habe mir also keine Gedanken über 'Stillprobleme' gemacht. Der Start war auch recht unproblematisch, er hat zwar anfangs abgenommen, dann gings gut los und er hat gut zugenommen. Erst musste er mit dem starken MSR kämpfen und immer viel Aufstoßen und Spucken, das hat sich schnell gebessert. Aber schon ca mit 8 Wochen hat er angefangen beim Stillen irgendwie kompliziert zu werden. Er wollte nur mehr im Gehen/Stehen stillen, oder beim Schlafen. Später hat sich herausgestellt, er hatte Soor. Aber es ist immer so weiter gegangen. Er lässt sich super leicht ablenken, dockt einfach gar nicht an oder dreht sich gleich weg, oder er dockt 3 mal kurz an, wenn dann endlich der MSR auslöst, strampelt er sich los und krabbelt davon oder fängt so jammern an.
aktuell ist es so, dass er nur ca 3-4 Mal am Tag trinkt und da immer nach einer längeren Prozedur mit Tragen, Schunkeln, halb Einschlafen, dann im Liegen doch noch stillen und wirklich schlafen. Anders gehts nicht, wenn ich zwischen durch Stillen anbiete, dann nimmt er entweder 3 Schlucke oder sträubt sich gleich dagegen. Zuviel Druck versuche ich dann zu vermeiden, um nicht einen Stillstreik zu provozieren. Ich probiere verschiedene Situationen aus, wie im Sitzen, Liegen oder Gehen, Wiegeposition oder Hoppe Reiter, er darf auf mir Krabbeln und trinken, in der Badewanne, im Wohnzimmer oder nur im Schlafzimmer aber richtig eine Verbesserung gibt es nicht zu erkennen.
In der Nacht stillt er eigentlich total unproblematisch, da dreht er sich einfach her und saugt. Allerdings kommt er in der Nacht ca 3x, also ca im 3 Stunden Takt, aber schon beim Aufstehen, will er nix trinken. zb das letzten Stillen war um 4 Uhr, wenn er dann zwischen 6 und 7 unruhig wird, versuche ich ihn anzulegen, er dreht sich aber weg und wacht dann langsam auf, will dann aufstehen, Brei isst er wenig, und ab 8:30 ist er anhänglich und raunzig (ich nehme an hungrig und müde), dann kann ich ihn rumtragen, gegen 9:30 nickt er dann ein und stillt gut, schläft dann weiter für ca 1 Std.
Beikost bekommt er seit er 6 Monate ist, er nimmt es ganz gerne und ich würde sagen er isst ca 1 Mahlzeit, wenn man so will. Ich versuche öfters am Tag anzubieten, er ist immer sehr interessiert, nimmt aber oft nur kleine Mengen oder er nimmt es überhaupt nur einmal pro Tag, dann aber eine größere Portion (die gilt dann ca als 1 Mahlzeit finde ich)
Schnuller oder Flasche kennt er nicht, Wasser trinkt er aus dem Glas, aber nicht sehr gut (30ml wenn hoch kommt)
Ich habe auch versucht, weniger Beikost anzubieten, damit er mehr stillt bzw. es dem Stillen nicht in die Quere kommt, aber es hatte keine Auswirkungen.
tja, zu den Auscheidungen: er pinkelt wenig, ca 3 Mal am Tag, die Nachtwindel ist schon gut voll, geht aber fast nie über. Stuhl hat er nur alle paar Tage, ca jeden 3. bis 4. Tag und durchaus fest bis hart. Das war auch schon vor Beikosteinführung so.
zur Gewichtsentwicklung: wir haben sehr schwere und große Kinder, mein Mann ist 202cm und ich 180cm groß. Daher nicht wundern. Das Gedeihen wurde bisher als gut/ok eingestuft, mein Kia ist aber eher von der entspannten Sorte. Leider war der Kleine jetzt seit November 3x krank, mit 1 Woche Fieber und Entzüdungen etc. daher ist der Gewichtsstillstand ev. zu erklären. Seit Jänner versuche ich das Stillmanagement zu verbessern, also ihm oft anbieten, Brustkompression mache ich auch dazu. Das hat finde ich gut geholfen. Ich merke aber wie es für mich schwierig ist, neben den zwei 'Großen' (aktuell 6 und 3,5 Jahre alt) und dem Baby, das eh nicht gerne/einfach stillt zu jonglieren. Außerdem habe ich schon lauter Gedanken wie "jetzt probiere ich es nicht, weil er eh nicht trinken will" und daher merke ich, biete ich auch manchmal einfach nicht oft an. Da bin ich aber seit Jänner stärker dran, die Zunahme passt ja auch, denke ich mal.
zum Kranksein noch: leider stillt er dann ganz schwierig, selten, ineffektiv. das ist also für ihn/uns besonders blöd.
alle Gewichtsdaten, die ich habe:
28.5.2015 5520g Hausgeburt Hebamme (57cm, KU 38)
4.6.15 5340g Hebamme
8.7.15 7200g Kia
11.9.15 9000g Kia (72cm, KU 44)
irgendwann im November zuhause ca 11,5kg
7.1.16 11000g Personenwaage zuhause
28.1.16 11500g Personenwaage zuhause
16.2.15 11500g Kia (80cm, KU 48)
dazu muss ich noch sagen, dass meine beiden ersten Kinder sich so entwickelt haben: Geburt 4600/4700g, 6 Monate 12kg, 12 Monate 14 bzw 15kg. Damit oder durch das Geburtsgewicht mit zusätzlich 1kg, habe ich gerechnet/erwartet und daher bin ich einigermaßen überrascht, dass mein drittes Kind nun so 'leicht' ist.
Jetzt ist es doch ein Roman geworden. Ich weiß gar nicht recht was das Problem ist. Ich wünsche mir aber, auch mein drittes Kind "ganz einfach" stillen zu können und irgendwie warte ich seit Monaten drauf, dass sich dieser Zustand endlich einstellt. Ich will außerdem natürlich wieder länger stillen, so ist zumindest mein Plan, was mein Baby will und braucht weiß ich gerade nicht zu deuten. Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht irgendwie weiterhelfen könnt.
danke fürs Lesen
ich bräuchte mal ein bisschen Input wie ich meinem Kleinsten, jetzt 8,5 Monate alt, mehr zum Stillen motivieren kann oder es uns einfacher machen kann.
Die Geschichte: er ist im Mai geboren, mein drittes Kind, die anderen habe ich problemlos gestillt bis 19 und bis 26 Monate. Ich habe mir also keine Gedanken über 'Stillprobleme' gemacht. Der Start war auch recht unproblematisch, er hat zwar anfangs abgenommen, dann gings gut los und er hat gut zugenommen. Erst musste er mit dem starken MSR kämpfen und immer viel Aufstoßen und Spucken, das hat sich schnell gebessert. Aber schon ca mit 8 Wochen hat er angefangen beim Stillen irgendwie kompliziert zu werden. Er wollte nur mehr im Gehen/Stehen stillen, oder beim Schlafen. Später hat sich herausgestellt, er hatte Soor. Aber es ist immer so weiter gegangen. Er lässt sich super leicht ablenken, dockt einfach gar nicht an oder dreht sich gleich weg, oder er dockt 3 mal kurz an, wenn dann endlich der MSR auslöst, strampelt er sich los und krabbelt davon oder fängt so jammern an.
aktuell ist es so, dass er nur ca 3-4 Mal am Tag trinkt und da immer nach einer längeren Prozedur mit Tragen, Schunkeln, halb Einschlafen, dann im Liegen doch noch stillen und wirklich schlafen. Anders gehts nicht, wenn ich zwischen durch Stillen anbiete, dann nimmt er entweder 3 Schlucke oder sträubt sich gleich dagegen. Zuviel Druck versuche ich dann zu vermeiden, um nicht einen Stillstreik zu provozieren. Ich probiere verschiedene Situationen aus, wie im Sitzen, Liegen oder Gehen, Wiegeposition oder Hoppe Reiter, er darf auf mir Krabbeln und trinken, in der Badewanne, im Wohnzimmer oder nur im Schlafzimmer aber richtig eine Verbesserung gibt es nicht zu erkennen.
In der Nacht stillt er eigentlich total unproblematisch, da dreht er sich einfach her und saugt. Allerdings kommt er in der Nacht ca 3x, also ca im 3 Stunden Takt, aber schon beim Aufstehen, will er nix trinken. zb das letzten Stillen war um 4 Uhr, wenn er dann zwischen 6 und 7 unruhig wird, versuche ich ihn anzulegen, er dreht sich aber weg und wacht dann langsam auf, will dann aufstehen, Brei isst er wenig, und ab 8:30 ist er anhänglich und raunzig (ich nehme an hungrig und müde), dann kann ich ihn rumtragen, gegen 9:30 nickt er dann ein und stillt gut, schläft dann weiter für ca 1 Std.
Beikost bekommt er seit er 6 Monate ist, er nimmt es ganz gerne und ich würde sagen er isst ca 1 Mahlzeit, wenn man so will. Ich versuche öfters am Tag anzubieten, er ist immer sehr interessiert, nimmt aber oft nur kleine Mengen oder er nimmt es überhaupt nur einmal pro Tag, dann aber eine größere Portion (die gilt dann ca als 1 Mahlzeit finde ich)
Schnuller oder Flasche kennt er nicht, Wasser trinkt er aus dem Glas, aber nicht sehr gut (30ml wenn hoch kommt)
Ich habe auch versucht, weniger Beikost anzubieten, damit er mehr stillt bzw. es dem Stillen nicht in die Quere kommt, aber es hatte keine Auswirkungen.
tja, zu den Auscheidungen: er pinkelt wenig, ca 3 Mal am Tag, die Nachtwindel ist schon gut voll, geht aber fast nie über. Stuhl hat er nur alle paar Tage, ca jeden 3. bis 4. Tag und durchaus fest bis hart. Das war auch schon vor Beikosteinführung so.
zur Gewichtsentwicklung: wir haben sehr schwere und große Kinder, mein Mann ist 202cm und ich 180cm groß. Daher nicht wundern. Das Gedeihen wurde bisher als gut/ok eingestuft, mein Kia ist aber eher von der entspannten Sorte. Leider war der Kleine jetzt seit November 3x krank, mit 1 Woche Fieber und Entzüdungen etc. daher ist der Gewichtsstillstand ev. zu erklären. Seit Jänner versuche ich das Stillmanagement zu verbessern, also ihm oft anbieten, Brustkompression mache ich auch dazu. Das hat finde ich gut geholfen. Ich merke aber wie es für mich schwierig ist, neben den zwei 'Großen' (aktuell 6 und 3,5 Jahre alt) und dem Baby, das eh nicht gerne/einfach stillt zu jonglieren. Außerdem habe ich schon lauter Gedanken wie "jetzt probiere ich es nicht, weil er eh nicht trinken will" und daher merke ich, biete ich auch manchmal einfach nicht oft an. Da bin ich aber seit Jänner stärker dran, die Zunahme passt ja auch, denke ich mal.
zum Kranksein noch: leider stillt er dann ganz schwierig, selten, ineffektiv. das ist also für ihn/uns besonders blöd.
alle Gewichtsdaten, die ich habe:
28.5.2015 5520g Hausgeburt Hebamme (57cm, KU 38)
4.6.15 5340g Hebamme
8.7.15 7200g Kia
11.9.15 9000g Kia (72cm, KU 44)
irgendwann im November zuhause ca 11,5kg
7.1.16 11000g Personenwaage zuhause
28.1.16 11500g Personenwaage zuhause
16.2.15 11500g Kia (80cm, KU 48)
dazu muss ich noch sagen, dass meine beiden ersten Kinder sich so entwickelt haben: Geburt 4600/4700g, 6 Monate 12kg, 12 Monate 14 bzw 15kg. Damit oder durch das Geburtsgewicht mit zusätzlich 1kg, habe ich gerechnet/erwartet und daher bin ich einigermaßen überrascht, dass mein drittes Kind nun so 'leicht' ist.
Jetzt ist es doch ein Roman geworden. Ich weiß gar nicht recht was das Problem ist. Ich wünsche mir aber, auch mein drittes Kind "ganz einfach" stillen zu können und irgendwie warte ich seit Monaten drauf, dass sich dieser Zustand endlich einstellt. Ich will außerdem natürlich wieder länger stillen, so ist zumindest mein Plan, was mein Baby will und braucht weiß ich gerade nicht zu deuten. Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht irgendwie weiterhelfen könnt.
danke fürs Lesen