12 Monate altes Baby und Saugverwirrung?
Verfasst: 18.01.2016, 21:55
Hallo ihr Lieben,
ich mache hier meinen Einstand (nachdem ich durch ein anderes Forum immer mal wieder hier rein gelinst habe
) mit einem aktuellen Problem.
Mein Kind ist inzwischen 12 Monate alt und leider haben wir gerade ganz akut ein kleines Stillproblem
.
Ich gebe aber erst mal Einblick in unsere Stillgeschichte:
Nach der Geburt habe ich leider nichr genug angelegt (Klinik, schlechte Beratung, sehr fertig) und hatte einen sehr müden, stark abnehmenden und schlecht trinkenden Säugling. Dies überwunden, folgten starke Schmerzen beim Stillen und lang anhaltende wunde Brustwarzen in den ersten 8 Wochen (es wurde allerdings schon nach kurzer Zeit voll gestillt). Sowohl zwei Stillberaterinnen als auch meine Hebamme waren der Meinung, das Kind sei gut angelegt. Nach einer gewissen Ursachensuche war dann klar, dass es zum einen Vasospasmen als auch die sehr schweren Brüste (Unmengen an Milch, hat sich erst nach 16 Wochen reguliert) waren, die unsere Stillebziehung belasteten (das Kind dockte gut an, aber die Brust rutschte irgendwann aus dem Mund). Die Vasospasmen sind, wie ich inzwischen weiß, auf das Raynaud Syndrom zurück zu führen. Da wir nicht verhüten, versuche ich diese mit Magnesium (Calcium und B6) regelmäßig wieder einzudämmen (das Medikament wirkt fetotoxisch).
Nach den ersten 16 Wochen ging eigentlich alles so weit reibungslos und ich habe mein Kind über Monate schmerzfrei gestillt. Zudem bin ich zum selben Zeitpunkt wieder für einen Nachmittag in der Woche arbeiten gegangen. In dieser Zeit hat sie vom Papa abgepumpte Milch aus der Flasche erhalten. Einen Schnuller hat sie sich im Alter von 4 Monaten abgewöhnt. Auch vorher kam der nur selten zum Einsatz. Als sie 5 Monate alt war, bin ich für 3 Tage in der Woche arbeiten gegangen, die sie mit dem Papa und der Flasche gut gemeistert hat. Seit sie 10 Monate alt ist, besucht sie 6 Stunden am Tag die Krippe und seit Beginn des Jahres schafft sie es in der Zeit ohne Milch (sie hat immer weniger aus der Flasche getrunken und mehr gegessen).
Wir stillen inzwischen 5-7 Mal täglich (manchmal mehr). Davon eine Mahlzeit nach dem aufwachen (im Bett), eine nach der Krippe, eine zum Abendbrot hin , eine vor dem Einschlafen und der Rest der Mahlzeiten ist dann nachts oder es gibt tagsüber eine Extraportion, wenn sie mag.
Inzwischen habe ich auch beim abpumpen einen deutlichen Rückgang der Milch beobachten können - einhergehend deutlich mehr fester Nahrung, die im Kind landet (BLW). Da sie aber schon seit Wochen die Brüste nicht mehr leer getrunken hat, kommt diese Entwicklung nicht unerwartet und sie wirkt auch nicht unzufrieden.
Wir stillen in Wiegehaltung und im Liegen. Sie durfte eine Weile sitzend stillen oder auf die Brust zu zukrabbeln. Es tut mir leid, ihr das zu nehmen, aber ich hab dabei so oft ihre Zähne abbekommen, dass ich das inzwischen verhindere.
Damit wären wir auch beim Thema: Zähne...
Meine Tochter hat inzwischen 8 Zähne. Die unteren beiden kamen mit 5 Monaten und ich hab sie ein paar Mal unangenehm gespürt. Mit 8 Monaten bekam sie das Brett oben (alle 4 auf einmal...). Danach kam es immer mal wieder zu Brustverletzungen (Wasserinlagerungen auf der Brustwarze bzw. Schwellungen dort). Eine tolle Stillberatung (afs) hat mir da sehr weiter geholfen und ich hab jedes Mal nach einer Verletzung eine Seite geschont und eben ausgestrichen.
Seit ein paar Wochen häuft sich das aber irgendwie ganz arg, dass mir die Brustwarzen schmerzen - bzw. eher der Bereich der Vorhöfe um die Brustwarzen drumrum.
Die Brustwarzen an sich fühlen sich nicht beschädigt an (sind auch nicht wund), der Bereich drumrum ist aber geschwollen und druckempfindlich.
Was ich beobachte: mein Kind beißt tw. beim andocken mit weit geöffnetem Mund - allerdings nur enorm kurz (leider schmerzhaft), so dass ich gar nicht in einer adäquaten Zeit reagieren könnte. Dann ist ne Weile alles ok und zum Ende hin spüre ich dann quasi, wie ihr Kiefer meine Brustwarzen eindrückt (beim nuckeln, oft schlafend) und docke sie ab. Manchmal rutscht sie kurz ab und ich bekomme die Zähnchen ab. Manchmal dockt sie aber an und es tut direkt alles weh (sie saugt gerne die Brustwarze ein, was bisher eigentlich immer ok war). Dann weiß ich nie: sind es Vasospasmen? Drückt ihr Kiefer gerade auf eine belastete Stelle oder ist sie falsch angedockt?
Je öfter ich ihre Zähne abbekommen habe, desto unangenehmer wird dann auch das Stillen.
Eine Stillberaterin der AFS, mit der ich telefoniert habe, vermutet eine Saugverwirrung. Sie macht dafür die Papa-Flasche verantwortlich. Das irritiert mich, weil es ja nun monatelang gar keine Schwierigkeiten außer der Vasospasmen gab. Ich habe nach dem Telefonat mit meinem Mann gesprochen und er vermutet eher, dass es daran liegt, dass wir sie aus Tüllen haben trinken lassen (sie trinkt eigentlich Wasser nur aus Bechern und wir wollten sie im Lernprozess, den Becher selbst zu halten, untertützen). Er meinte, seitdem nehme sie die Flasche nicht mehr so tief in den Mund und kaue eher drauf rum.
Jetzt frage ich mich: kann ein Kind mit 12 Monaten wirklich noch eine Saugverwirrung entwickeln? Ist das einfach nur eine Phase? Hängt es mit meinen Vasospasmen zusammen? Bin ich im Brustbereich evtl. schlicht sehr empfindlich?
Hat es evtl. doch etwas mit dem Rückgang der Milch zu tun?
Kurze Erläuterung zu den Vasospasmen: ich beginne gerade wieder eine Kur. Die letzte ist zwei Monate her. Ich mache das ein wenig in Eigenregie (immer bei mehr werdenden Beschwerden bzw. wenn es nicht mehr ohne Brustwarzendonuts geht). Möglicherweise sind die wirklich gerade ein Problem. Allerdings hatte ich da immer Schmerzen in den Brustwarzenspitzen und nicht drumrum.
Unser bisheriger Masterplan:
Tüllen werden nicht mehr gegeben, sie kann inzwischen Becher gut selbst halten und daraus trinken.
Ich docke noch konsequenter ab, wenn es unangenehm ist (ich bin da manchmal inkonsequent, weil sie oft wieder andockt und nichts anders ist) und mein Mann achtet darauf, dass sie an der Flasche ebenfalls wieder "vernünftig" trinkt.
Außerdem: das Aufsuchen einer Stillberaterin hier, die mal drauf schaut. Das geht allerdings nicht so adhoc (Arbeit etc.).
Ich freue mich sehr über Hilfe und Ideen und Nachfragen, wie wir das Problem angehen können.
Abstillen möchte ich auf keinen Fall. So weit sind wir noch lange nicht. Aber der Leidensdruck steigt gerade
ich mache hier meinen Einstand (nachdem ich durch ein anderes Forum immer mal wieder hier rein gelinst habe
Mein Kind ist inzwischen 12 Monate alt und leider haben wir gerade ganz akut ein kleines Stillproblem
Ich gebe aber erst mal Einblick in unsere Stillgeschichte:
Nach der Geburt habe ich leider nichr genug angelegt (Klinik, schlechte Beratung, sehr fertig) und hatte einen sehr müden, stark abnehmenden und schlecht trinkenden Säugling. Dies überwunden, folgten starke Schmerzen beim Stillen und lang anhaltende wunde Brustwarzen in den ersten 8 Wochen (es wurde allerdings schon nach kurzer Zeit voll gestillt). Sowohl zwei Stillberaterinnen als auch meine Hebamme waren der Meinung, das Kind sei gut angelegt. Nach einer gewissen Ursachensuche war dann klar, dass es zum einen Vasospasmen als auch die sehr schweren Brüste (Unmengen an Milch, hat sich erst nach 16 Wochen reguliert) waren, die unsere Stillebziehung belasteten (das Kind dockte gut an, aber die Brust rutschte irgendwann aus dem Mund). Die Vasospasmen sind, wie ich inzwischen weiß, auf das Raynaud Syndrom zurück zu führen. Da wir nicht verhüten, versuche ich diese mit Magnesium (Calcium und B6) regelmäßig wieder einzudämmen (das Medikament wirkt fetotoxisch).
Nach den ersten 16 Wochen ging eigentlich alles so weit reibungslos und ich habe mein Kind über Monate schmerzfrei gestillt. Zudem bin ich zum selben Zeitpunkt wieder für einen Nachmittag in der Woche arbeiten gegangen. In dieser Zeit hat sie vom Papa abgepumpte Milch aus der Flasche erhalten. Einen Schnuller hat sie sich im Alter von 4 Monaten abgewöhnt. Auch vorher kam der nur selten zum Einsatz. Als sie 5 Monate alt war, bin ich für 3 Tage in der Woche arbeiten gegangen, die sie mit dem Papa und der Flasche gut gemeistert hat. Seit sie 10 Monate alt ist, besucht sie 6 Stunden am Tag die Krippe und seit Beginn des Jahres schafft sie es in der Zeit ohne Milch (sie hat immer weniger aus der Flasche getrunken und mehr gegessen).
Wir stillen inzwischen 5-7 Mal täglich (manchmal mehr). Davon eine Mahlzeit nach dem aufwachen (im Bett), eine nach der Krippe, eine zum Abendbrot hin , eine vor dem Einschlafen und der Rest der Mahlzeiten ist dann nachts oder es gibt tagsüber eine Extraportion, wenn sie mag.
Inzwischen habe ich auch beim abpumpen einen deutlichen Rückgang der Milch beobachten können - einhergehend deutlich mehr fester Nahrung, die im Kind landet (BLW). Da sie aber schon seit Wochen die Brüste nicht mehr leer getrunken hat, kommt diese Entwicklung nicht unerwartet und sie wirkt auch nicht unzufrieden.
Wir stillen in Wiegehaltung und im Liegen. Sie durfte eine Weile sitzend stillen oder auf die Brust zu zukrabbeln. Es tut mir leid, ihr das zu nehmen, aber ich hab dabei so oft ihre Zähne abbekommen, dass ich das inzwischen verhindere.
Damit wären wir auch beim Thema: Zähne...
Meine Tochter hat inzwischen 8 Zähne. Die unteren beiden kamen mit 5 Monaten und ich hab sie ein paar Mal unangenehm gespürt. Mit 8 Monaten bekam sie das Brett oben (alle 4 auf einmal...). Danach kam es immer mal wieder zu Brustverletzungen (Wasserinlagerungen auf der Brustwarze bzw. Schwellungen dort). Eine tolle Stillberatung (afs) hat mir da sehr weiter geholfen und ich hab jedes Mal nach einer Verletzung eine Seite geschont und eben ausgestrichen.
Seit ein paar Wochen häuft sich das aber irgendwie ganz arg, dass mir die Brustwarzen schmerzen - bzw. eher der Bereich der Vorhöfe um die Brustwarzen drumrum.
Die Brustwarzen an sich fühlen sich nicht beschädigt an (sind auch nicht wund), der Bereich drumrum ist aber geschwollen und druckempfindlich.
Was ich beobachte: mein Kind beißt tw. beim andocken mit weit geöffnetem Mund - allerdings nur enorm kurz (leider schmerzhaft), so dass ich gar nicht in einer adäquaten Zeit reagieren könnte. Dann ist ne Weile alles ok und zum Ende hin spüre ich dann quasi, wie ihr Kiefer meine Brustwarzen eindrückt (beim nuckeln, oft schlafend) und docke sie ab. Manchmal rutscht sie kurz ab und ich bekomme die Zähnchen ab. Manchmal dockt sie aber an und es tut direkt alles weh (sie saugt gerne die Brustwarze ein, was bisher eigentlich immer ok war). Dann weiß ich nie: sind es Vasospasmen? Drückt ihr Kiefer gerade auf eine belastete Stelle oder ist sie falsch angedockt?
Je öfter ich ihre Zähne abbekommen habe, desto unangenehmer wird dann auch das Stillen.
Eine Stillberaterin der AFS, mit der ich telefoniert habe, vermutet eine Saugverwirrung. Sie macht dafür die Papa-Flasche verantwortlich. Das irritiert mich, weil es ja nun monatelang gar keine Schwierigkeiten außer der Vasospasmen gab. Ich habe nach dem Telefonat mit meinem Mann gesprochen und er vermutet eher, dass es daran liegt, dass wir sie aus Tüllen haben trinken lassen (sie trinkt eigentlich Wasser nur aus Bechern und wir wollten sie im Lernprozess, den Becher selbst zu halten, untertützen). Er meinte, seitdem nehme sie die Flasche nicht mehr so tief in den Mund und kaue eher drauf rum.
Jetzt frage ich mich: kann ein Kind mit 12 Monaten wirklich noch eine Saugverwirrung entwickeln? Ist das einfach nur eine Phase? Hängt es mit meinen Vasospasmen zusammen? Bin ich im Brustbereich evtl. schlicht sehr empfindlich?
Hat es evtl. doch etwas mit dem Rückgang der Milch zu tun?
Kurze Erläuterung zu den Vasospasmen: ich beginne gerade wieder eine Kur. Die letzte ist zwei Monate her. Ich mache das ein wenig in Eigenregie (immer bei mehr werdenden Beschwerden bzw. wenn es nicht mehr ohne Brustwarzendonuts geht). Möglicherweise sind die wirklich gerade ein Problem. Allerdings hatte ich da immer Schmerzen in den Brustwarzenspitzen und nicht drumrum.
Unser bisheriger Masterplan:
Tüllen werden nicht mehr gegeben, sie kann inzwischen Becher gut selbst halten und daraus trinken.
Ich docke noch konsequenter ab, wenn es unangenehm ist (ich bin da manchmal inkonsequent, weil sie oft wieder andockt und nichts anders ist) und mein Mann achtet darauf, dass sie an der Flasche ebenfalls wieder "vernünftig" trinkt.
Außerdem: das Aufsuchen einer Stillberaterin hier, die mal drauf schaut. Das geht allerdings nicht so adhoc (Arbeit etc.).
Ich freue mich sehr über Hilfe und Ideen und Nachfragen, wie wir das Problem angehen können.
Abstillen möchte ich auf keinen Fall. So weit sind wir noch lange nicht. Aber der Leidensdruck steigt gerade