Das Still-Chaos ist perfekt... von Brust zum Hut zur Flasche
Verfasst: 14.01.2016, 22:55
Hallo liebe Mamis!
Vorwort
Für mich stand schon immer fest, falls ich mal in Kind bekomme, ich werde Stillen.
Klar, was auch sonst, ist schließlich das beste für das Baby.
Als ich dann tatsächlich schwanger wurde, gingen promt meine Mutter und meine Schwiegermutter davon aus, dass ich Stille.
Schließlich haben sie dies auch getan und jede Mutter kann das.
Wobei meine Schwägerin keins ihrer 3 Kinder gestillt hat. Lt. Aussage meiner Schwiegermutter hat sie sich doof angestellt und wollte es nicht genug.
Ich habe das ganz zu wenig beobachtet und konnte mir darüber selbst kein Urteil bilden.
Von da an stand ich dann doch etwas unter Druck zu Stillen, da die Mütter davon ausgingen, dass ich es können würde.
Umso mehr wollte ich Stillen, es allen beweisen, dass ich ein gute Mutter bin/werde und stillen kann.
Ich fange dann mal ganz von vorne an mit dem Problem:
Er war kein geplantes Kind, aber ein auf jeden Fall ein gewolltes Kind!
Eine schöne leichte unkomplizierte Schwangerschaft, eine super kurze und "schmerzlose" Geburt in 2 Stunden.
An einem sonnigen Donnerstag Mittag Anfang November kam unser Sohn zur Welt.
Wir waren in diesem Moment die glücklichsten Menschen auf der Welt.
Mein Mann brach vor Freude in Tränen aus und ich, ich schaute dieses kleine Menschlein in meinen Armen einfach nur an.
Es war das unbeschreiblichste Gefühl überhaupt, unser kleines Menschlein, aus DU und ICH wurde ein WIR/UNS.
Die Hebammenschülerin legte den kleinen Mensch an meine Brust und ich sagte; " ich bin knochentrocken, da kommt nix"
Meine Freundinnen liefen schon Wochen vorher aus, aber ich nicht.
Als dieses kleine Menschlein dann plötzlich so instinktiv an meiner Brust saugt überkamen mich die Hormone.
Ich bin einfach nur vor Freude und Überwältigung in Tränen ausgebrochen, es war unbeschreiblich, ich war Mutter geworden.
Mir war klar, ich stille unser Kind, ich bin die Mutter, ich werde es ernähren und aufziehen, wie eine Löwin beschützen...
Am Abend kam eine Schwester und besprach mit mir, dass wir am Morgen zusammen wickeln und im Stillzimmer stillen.
Im Kreissaal wurde mir gezeigt, wie man das Baby anlegt und die Schwester sagte zu mir, einfach immer wieder ganz oft anlegen.
Die erste Nacht war so berauschend, Angst einflößend, ein totaler Gefühlsstrudel.
Das Menschlein wollte nicht im Bettchen schlafen, also ließ ich es auf meiner Brust schlafen, wobei ich natürlich nicht geschlafen habe.
Am Morgen ging es dann also ins Stillzimmer und zum Wickeln.
Uns beiden wurde in mühevollen Wiederholungen gezeigt, wie man richtig stillt.
Wieder und wieder, immer wieder, alle 2 Stunden -> Milch muss schließlich 48 Stunden im voraus bestellt werden.
Es wollte einfach nicht klappen... Kind immer zu müde und meine Brust wollte nicht so recht.
Die Nachtschwester schaute sich das Drama in der 2. Nacht noch mal genauer an.
Sie fragte, ob es ok wäre dem Baby etwas Nahrung zu geben, damit wir mal 3 Stunden Schlaf finden.
Ich stimmte zu, aus Angst mein Kind könnte verhungern.
Am frühen morgen sagte sie uns, dass ich wohl eine zu kugelige Brust mit nicht vorhandenen Brustwarzen habe.
Bzw. das Baby ist nicht stark genug um die Miniwarze zu erfassen.
(Sowas, es hatte sich noch nie ein Mann darüber beschwert, bis auf unser Menschlein.)
Sie riet uns zu Stillhütchen von Medela in Größe M, welche mein Mann aus der Apotheke besorgen sollte.
Ich fragte, warum es diese hier nicht gibt. Die Schwester erklärte mir, dass diese nicht stillfreundlich sind und nur eine Notlösung.
Zusammen mit der Stillberaterin würde uns gezeigt, wie man diese Hütchen nutzt. Plötzlich klappte es... Es kam etwas!!!
Das Menschlein bekam so etwas wie einen Milchbart. Ich brach in Tränen aus und schickte sofort meiner Mutter und meiner Schwiegermutter ein Bild davon mit dem Text: ich habe einen Milchbart gezaubert
In der darauffolgenden Nacht kam der Milcheinschuss, den ich als wesentlich schmerzhafter empfand als die Geburt an sich.
Meine Brüste hatten sich verdreifacht und waren große, rote, heiße Bälle geworden.
Das Baby war müde und hat kaum getrunken, also bekam ich 2 Eiswindel und 2 Pracetamol um das zu überstehen.
Morgens wurden wir dann beim Stillen von der Stillberaterin beobachtet und sie befand es als gut. Sie sagte uns, dass wir in einigen Wochen, wenn das Baby fester saugt, die Hütchen nicht mehr brauchen würden.
Es war Sonntag Vormittag und wir durften nach Hause, da alles in Ordnung war und das stillen für uns klappte.
Zuhause hat es natürlich auch wunderbar geklappt mit dem Hütchen.
Dienstag morgens mussten wir zurück ins Krankenhaus unser Menschlein war zu einer Quitte geworden, Gelbsucht.
Es musste unters Blaulicht gelegt werden. Zum Stillen dürfte ich es herausnehmen, aber ansonsten nicht.
Mein Mann und ich waren fix & fertig -> Ein Kind zu haben bedeutet, ab nun sein Herz außerhalb des Körpers zu tragen.
Das Stillen dauerte bei uns 30 min und länger durch das Einschlafen. So würde er zu wenig Licht abbekommen.
Dann wurde unter dem Licht auch noch randaliert, um unser Baby ruhig zustellen gab's dann einen Schnuller.
Der Kinderarzt riet dazu abzupumpen und es ihm per Flasche unter dem Licht zu geben, zudem sank das Gewicht immer weiter.
So ging es dann 4 Tage, abpumpen und Flasche. Alle waren erstaunt über meine große Milchmenge.
Das Gewicht stieg nur langsam an, der Kinderarzt riet dazu zu stillen und die Flasche hinterher noch zu geben, genug Milch ist ja vorhanden.
So wurde es mit unserer Hebi und er Kinderärztin vereinbart, wobei unsere Hebi immer das Gewicht kontrollierte, welches in den ersten 2 Wochen nur sehr langsam stieg.
Die ersten 4 Wochen wechselte unser Menschlein ohne Probleme von der Brust mit Hut zur Flasche und zurück und nutze den Schnuller nur ganz selten.
In der 5 Woche gab es einen Schub... Er trank schlecht an der Brust, war unheimlich weinerlich und schwierig. Somit griff ich öfter zum Schnuller und ihn zu beruhigen.
An der Brust ging es ihm nicht schnell genug und er schrie, also schnell eine Flasche MuMi um ihn nicht weiter aufzuregen.
Es wurde immer schlimmer, das er vom 5 Wochenschub in den 8 Wochenschub gerutscht ist.
Immer weniger Brust, mehr Flasche und Schnuller. Alle 2 Stunden Hunger, dann 30 min lachen, 1 Stunden weinen, 30 min schlafen.
Das konnte ich mit der Brust nicht leisten, ich wäre daran kaputt gegangen, also griff ich zur Flasche, immer wieder, es war ja MuMi.
Die Hebi & Mütter meinten Hauptsache MuMi...
Gegenwart
Nun sind wir in der 10 Woche und beide total erkältet. Menschlein nimmt nur noch die Flasche, die Brust vllt 1x Tag, wenn ich Glück habe.
Ich traue mich schon gar nicht mehr, weil es ein riesiges Drama gibt.
Mittlerweile könnte ich nur noch heulen, weil er nicht an die Brust geht. Klar ich ernähre in mit meiner MuMi, aber nicht durch die Brust, sondern durch die Flasche.
Es ermöglicht mir einige Freiheiten... Aber es macht mich nicht glücklich, es ist nicht das, was ich wollte!
Da ich in 2 Wochen 1x in der Woche für 4 Stunden arbeiten gehen werde, würde mein Mann sowieso die Flasche geben.
(Damals war der Plan einen Calma-Sauger zu verwenden)
Was nun??? Einfach weiter Flasche mit MuMi oder Stillen, vllt sogar irgendwann ohne Hut?
Stillen mit Hut in einem Kampf zwischen mir und dem Baby oder Flasche mit einem zufriedenen Baby?
Ist es zu spät es zu ändern? Egal wie, ich muss mindestens 6 Monate, besser 1 Jahr durchhalten können.
Ich mache mir unwahrscheinliche Vorwürfe.
In unserem Freundeskreis wird nur zu 20 % gestillt, der Rest wird mit Nahrung aufgezogen.
Im Moment bin ich sooooo neidisch auf die meine Freundinnen, welche Stillen können.
Ich will es auch können und zwar richtig! Wie sie es alle können.
Es zerreist mich einfach, wenn ich dran denke, dass ich versagt habe.
Wenn meine "Stillfreundinnen" fragen wie es läuft sage ich immer gut, "Flasche gibt's nur unterwegs oder von Papa."
Is natürlich gelogen, aber ich kann ihnen nicht die Wahrheit sagen.
Ich weiß ganz genau, wie Stillmütter über Flaschenmütter denken!!!
Einer habe ich es gesagt, sie stillt heute genau 1 Jahr. Sie verurteilt mich nicht.
Sie hat es die ersten 4 Monate auch kaum geschafft, hätte am liebsten zur Flasche gegriffen, hat es aber dann doch nicht getan.
Tja, ich hab es getan! Aus Angst, dass unser Baby nicht genug zu nimmt und aus Bequemlichkeit um Drama zu vermeiden.
Ich wollte nicht, dass unser Baby ins Krankenhaus muss oder das es unnötig weint.
Jetzt stehe ich da und heule...
Schlusswort
Nun habe ich mein Herz ausgeschüttet mit aller Ehrlichkeit und bitte euch darum, mich nicht zu verurteilen oder mir gar Vorwürfe zu machen.
Ich bin einfach am Ende.
Um des Menschlein willens tut ich alles, damit es ihm gut geht. Schließlich bin ich dafür verantwortlich seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Vorwort
Für mich stand schon immer fest, falls ich mal in Kind bekomme, ich werde Stillen.
Klar, was auch sonst, ist schließlich das beste für das Baby.
Als ich dann tatsächlich schwanger wurde, gingen promt meine Mutter und meine Schwiegermutter davon aus, dass ich Stille.
Schließlich haben sie dies auch getan und jede Mutter kann das.
Wobei meine Schwägerin keins ihrer 3 Kinder gestillt hat. Lt. Aussage meiner Schwiegermutter hat sie sich doof angestellt und wollte es nicht genug.
Ich habe das ganz zu wenig beobachtet und konnte mir darüber selbst kein Urteil bilden.
Von da an stand ich dann doch etwas unter Druck zu Stillen, da die Mütter davon ausgingen, dass ich es können würde.
Umso mehr wollte ich Stillen, es allen beweisen, dass ich ein gute Mutter bin/werde und stillen kann.
Ich fange dann mal ganz von vorne an mit dem Problem:
Er war kein geplantes Kind, aber ein auf jeden Fall ein gewolltes Kind!
Eine schöne leichte unkomplizierte Schwangerschaft, eine super kurze und "schmerzlose" Geburt in 2 Stunden.
An einem sonnigen Donnerstag Mittag Anfang November kam unser Sohn zur Welt.
Wir waren in diesem Moment die glücklichsten Menschen auf der Welt.
Mein Mann brach vor Freude in Tränen aus und ich, ich schaute dieses kleine Menschlein in meinen Armen einfach nur an.
Es war das unbeschreiblichste Gefühl überhaupt, unser kleines Menschlein, aus DU und ICH wurde ein WIR/UNS.
Die Hebammenschülerin legte den kleinen Mensch an meine Brust und ich sagte; " ich bin knochentrocken, da kommt nix"
Meine Freundinnen liefen schon Wochen vorher aus, aber ich nicht.
Als dieses kleine Menschlein dann plötzlich so instinktiv an meiner Brust saugt überkamen mich die Hormone.
Ich bin einfach nur vor Freude und Überwältigung in Tränen ausgebrochen, es war unbeschreiblich, ich war Mutter geworden.
Mir war klar, ich stille unser Kind, ich bin die Mutter, ich werde es ernähren und aufziehen, wie eine Löwin beschützen...
Am Abend kam eine Schwester und besprach mit mir, dass wir am Morgen zusammen wickeln und im Stillzimmer stillen.
Im Kreissaal wurde mir gezeigt, wie man das Baby anlegt und die Schwester sagte zu mir, einfach immer wieder ganz oft anlegen.
Die erste Nacht war so berauschend, Angst einflößend, ein totaler Gefühlsstrudel.
Das Menschlein wollte nicht im Bettchen schlafen, also ließ ich es auf meiner Brust schlafen, wobei ich natürlich nicht geschlafen habe.
Am Morgen ging es dann also ins Stillzimmer und zum Wickeln.
Uns beiden wurde in mühevollen Wiederholungen gezeigt, wie man richtig stillt.
Wieder und wieder, immer wieder, alle 2 Stunden -> Milch muss schließlich 48 Stunden im voraus bestellt werden.
Es wollte einfach nicht klappen... Kind immer zu müde und meine Brust wollte nicht so recht.
Die Nachtschwester schaute sich das Drama in der 2. Nacht noch mal genauer an.
Sie fragte, ob es ok wäre dem Baby etwas Nahrung zu geben, damit wir mal 3 Stunden Schlaf finden.
Ich stimmte zu, aus Angst mein Kind könnte verhungern.
Am frühen morgen sagte sie uns, dass ich wohl eine zu kugelige Brust mit nicht vorhandenen Brustwarzen habe.
Bzw. das Baby ist nicht stark genug um die Miniwarze zu erfassen.
(Sowas, es hatte sich noch nie ein Mann darüber beschwert, bis auf unser Menschlein.)
Sie riet uns zu Stillhütchen von Medela in Größe M, welche mein Mann aus der Apotheke besorgen sollte.
Ich fragte, warum es diese hier nicht gibt. Die Schwester erklärte mir, dass diese nicht stillfreundlich sind und nur eine Notlösung.
Zusammen mit der Stillberaterin würde uns gezeigt, wie man diese Hütchen nutzt. Plötzlich klappte es... Es kam etwas!!!
Das Menschlein bekam so etwas wie einen Milchbart. Ich brach in Tränen aus und schickte sofort meiner Mutter und meiner Schwiegermutter ein Bild davon mit dem Text: ich habe einen Milchbart gezaubert
In der darauffolgenden Nacht kam der Milcheinschuss, den ich als wesentlich schmerzhafter empfand als die Geburt an sich.
Meine Brüste hatten sich verdreifacht und waren große, rote, heiße Bälle geworden.
Das Baby war müde und hat kaum getrunken, also bekam ich 2 Eiswindel und 2 Pracetamol um das zu überstehen.
Morgens wurden wir dann beim Stillen von der Stillberaterin beobachtet und sie befand es als gut. Sie sagte uns, dass wir in einigen Wochen, wenn das Baby fester saugt, die Hütchen nicht mehr brauchen würden.
Es war Sonntag Vormittag und wir durften nach Hause, da alles in Ordnung war und das stillen für uns klappte.
Zuhause hat es natürlich auch wunderbar geklappt mit dem Hütchen.
Dienstag morgens mussten wir zurück ins Krankenhaus unser Menschlein war zu einer Quitte geworden, Gelbsucht.
Es musste unters Blaulicht gelegt werden. Zum Stillen dürfte ich es herausnehmen, aber ansonsten nicht.
Mein Mann und ich waren fix & fertig -> Ein Kind zu haben bedeutet, ab nun sein Herz außerhalb des Körpers zu tragen.
Das Stillen dauerte bei uns 30 min und länger durch das Einschlafen. So würde er zu wenig Licht abbekommen.
Dann wurde unter dem Licht auch noch randaliert, um unser Baby ruhig zustellen gab's dann einen Schnuller.
Der Kinderarzt riet dazu abzupumpen und es ihm per Flasche unter dem Licht zu geben, zudem sank das Gewicht immer weiter.
So ging es dann 4 Tage, abpumpen und Flasche. Alle waren erstaunt über meine große Milchmenge.
Das Gewicht stieg nur langsam an, der Kinderarzt riet dazu zu stillen und die Flasche hinterher noch zu geben, genug Milch ist ja vorhanden.
So wurde es mit unserer Hebi und er Kinderärztin vereinbart, wobei unsere Hebi immer das Gewicht kontrollierte, welches in den ersten 2 Wochen nur sehr langsam stieg.
Die ersten 4 Wochen wechselte unser Menschlein ohne Probleme von der Brust mit Hut zur Flasche und zurück und nutze den Schnuller nur ganz selten.
In der 5 Woche gab es einen Schub... Er trank schlecht an der Brust, war unheimlich weinerlich und schwierig. Somit griff ich öfter zum Schnuller und ihn zu beruhigen.
An der Brust ging es ihm nicht schnell genug und er schrie, also schnell eine Flasche MuMi um ihn nicht weiter aufzuregen.
Es wurde immer schlimmer, das er vom 5 Wochenschub in den 8 Wochenschub gerutscht ist.
Immer weniger Brust, mehr Flasche und Schnuller. Alle 2 Stunden Hunger, dann 30 min lachen, 1 Stunden weinen, 30 min schlafen.
Das konnte ich mit der Brust nicht leisten, ich wäre daran kaputt gegangen, also griff ich zur Flasche, immer wieder, es war ja MuMi.
Die Hebi & Mütter meinten Hauptsache MuMi...
Gegenwart
Nun sind wir in der 10 Woche und beide total erkältet. Menschlein nimmt nur noch die Flasche, die Brust vllt 1x Tag, wenn ich Glück habe.
Ich traue mich schon gar nicht mehr, weil es ein riesiges Drama gibt.
Mittlerweile könnte ich nur noch heulen, weil er nicht an die Brust geht. Klar ich ernähre in mit meiner MuMi, aber nicht durch die Brust, sondern durch die Flasche.
Es ermöglicht mir einige Freiheiten... Aber es macht mich nicht glücklich, es ist nicht das, was ich wollte!
Da ich in 2 Wochen 1x in der Woche für 4 Stunden arbeiten gehen werde, würde mein Mann sowieso die Flasche geben.
(Damals war der Plan einen Calma-Sauger zu verwenden)
Was nun??? Einfach weiter Flasche mit MuMi oder Stillen, vllt sogar irgendwann ohne Hut?
Stillen mit Hut in einem Kampf zwischen mir und dem Baby oder Flasche mit einem zufriedenen Baby?
Ist es zu spät es zu ändern? Egal wie, ich muss mindestens 6 Monate, besser 1 Jahr durchhalten können.
Ich mache mir unwahrscheinliche Vorwürfe.
In unserem Freundeskreis wird nur zu 20 % gestillt, der Rest wird mit Nahrung aufgezogen.
Im Moment bin ich sooooo neidisch auf die meine Freundinnen, welche Stillen können.
Ich will es auch können und zwar richtig! Wie sie es alle können.
Es zerreist mich einfach, wenn ich dran denke, dass ich versagt habe.
Wenn meine "Stillfreundinnen" fragen wie es läuft sage ich immer gut, "Flasche gibt's nur unterwegs oder von Papa."
Is natürlich gelogen, aber ich kann ihnen nicht die Wahrheit sagen.
Ich weiß ganz genau, wie Stillmütter über Flaschenmütter denken!!!
Einer habe ich es gesagt, sie stillt heute genau 1 Jahr. Sie verurteilt mich nicht.
Sie hat es die ersten 4 Monate auch kaum geschafft, hätte am liebsten zur Flasche gegriffen, hat es aber dann doch nicht getan.
Tja, ich hab es getan! Aus Angst, dass unser Baby nicht genug zu nimmt und aus Bequemlichkeit um Drama zu vermeiden.
Ich wollte nicht, dass unser Baby ins Krankenhaus muss oder das es unnötig weint.
Jetzt stehe ich da und heule...
Schlusswort
Nun habe ich mein Herz ausgeschüttet mit aller Ehrlichkeit und bitte euch darum, mich nicht zu verurteilen oder mir gar Vorwürfe zu machen.
Ich bin einfach am Ende.
Um des Menschlein willens tut ich alles, damit es ihm gut geht. Schließlich bin ich dafür verantwortlich seine Bedürfnisse zu erfüllen.