Wunsch: Vollstillen - Wie komme ich dahin?
Verfasst: 03.01.2016, 12:34
Hallo zusammen,
unser Sohn wurde am 4. Dezember 2015 geboren. Stillen war von Anfang an ein Thema für sich. Aber für mich stand und steht außer Frage, dass ich alles dafür tun werde, was ich schaffe, damit das mit dem Stillen klappt. Durch meine gesundheitliche Situation war sein Start ins Leben schwer genug, damit das mit dem Stillen klappt, bitte ich hier um Unterstützung und Beratung.
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Direkt nach der Geburt wurde wegen des zu niedrigen Blutzuckers mit Primergen zugefüttert, mit der Flasche. Am 5. Tag waren wir zu Hause, ab da wurde auch noch Primergen gegeben, aber nun mit Finger-Feeder. Ab dem 7. Tag sind wir auf HAPre umgestiegen, weil Primergen ja nicht zu bekommen ist. Parallel pumpe ich auch, anfangs im Wechsel: Stillen – eine Stunde Pause – Pumpen – eine Stunde Pause – Stillen – usw. das wurde dann auf 2 Stunden Pause erhöht und dann auf 3 Stunden Pause. Jetzt haben wir allerdings das Problem, dass unser Sohn sich teilweise deutlich früher meldet und ich dann echt in Bedrängnis komme, wenn ich gerade gepumpt habe. Also pumpe ich jetzt nur noch 1-3x täglich. Zufüttern von der Menge her ist Richtwert alle 3 Stunden 80ml. Manchmal ist er aber auch mit 40ml oder 60ml zufrieden, dann lassen wir es auch gut sein. Das Pumpen ist für die Milchmenge nicht wirklich toll. Da bekomm ich an einem guten Tag 40-50ml am Tag zusammen. Das bekommt er aber natürlich auch gefüttert und ersetzt dann entsprechend Pre.
Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir Stillen grob alle 3 Stunden bzw. spätestens 3 Stunden nach dem Ende der letzten Stillmahlzeit. Tagsüber meldet er sich teils öfter, nachts haben wir auch mal 5 Stunden Pause. Schlafen ist hier DAS Thema. Seit Geburt an schläft er viel und lange. So lange, dass ich ihn zum Füttern am Anfang immer wecken musste. Von alleine hat er sich nicht gemeldet. Auch nicht nach 6 Stunden. Mittlerweile haben wir aber auch mal 6 Stunden Wachphase am Stück, einen Rhythmus haben wir hier allerdings noch nicht. Jeder Tag ist anders. Wenn er wach ist, guckt er aber munter und sehr aufmerksam in der Gegend rum. Wenn ich es schaffe, pumpe ich 1-3x täglich zusätzlich.
Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Am Tag haben wir min. 6 wirklich nasse Windeln am Tag. Stuhlgang ist nur noch alle 1-2 Tage.
Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ganz am Anfang hatten wir teilweise das Problem, dass er die Brustwarze nicht mit der Zunge reingesaugt, sondern rausgeschoben hat. Aber das war nur manchmal und war ab dem 2. Tag auch kein Problem mehr. Im Krankenhaus wurde uns das Anlagen von jedem anders gezeigt, teils mit Stillhütchen, teils ohne. Es war schrecklich. Dazu kam eine leichte Gelbsucht, zusammen mit seinem ohnehin sehr ruhigen Charakter war das fürs Stillen nicht förderlich. Er hat zwar immer mal wieder einen Schluck an der Brust genommen, aber die Müdigkeit war einfach stärker. Das Problem zieht sich teils bis jetzt noch durch, wenn auch nicht mehr so stark. Zu Beginn war es fast unmöglich, ihn zum trinken zu animieren. Er ist einfach immer eingeschlafen, egal was wir gemacht haben und hat sich von sich aus stundenlang nicht mehr gemeldet. Gerade nachts hätte er von sich aus durchgeschlafen. Wir haben uns einen Wecker gestellt und ihn dann geweckt. Aber ein Kind, was eigentlich schlafen möchte wach zu bekommen, ist gar nicht so einfach…
Aktuell freue ich mich jedes Mal, wenn er sich von sich aus meldet. Saugen klappt sehr gut, wenn er denn Lust hat. Auch jetzt ist Nuckeln oft schnell schöner. Es macht den Eindruck, als hätte er gerne, dass die Milch ohne Anstrengung einfach in seinen Mund fließt. Nachts klappt das Stillen normalerweise deutlich besser als tagsüber. Dann trinkt er wirklich auch mal 3-5 Min am Stück, ohne ins Nuckeln zu verfallen.
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er kennt Flasche und Hütchen aus dem Krankenhaus. Als ich das Hütchen auf eigene Faust weggelassen habe, hat das andocken gleich besser geklappt. Mittlerweile weiß er nichts mehr mit dem Hütchen anzufangen. Einmal hatte er in der Nacht im Krankenhaus einen Schnuller. Da war mein Finger aber deutlich beliebter. Auch jetzt schläft er fast nur mit einem Finger von uns im Mund ein. Seit wir zu Hause sind, hatte er keinerlei Kontakt mehr zu künstlichen Saugern.
Da ich aber ab Ende der Woche auf mich alleine gestellt sein werde, wollten wir im Laufe der Woche das nächtliche Füttern auf Flasche umstellen, weils leichter und schneller geht als mit dem Feeder. Dann hab ich mehr Kraft für den Tag, so die Theorie.
Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Kinderarzt war ich genau einmal. Die meinte, ich solle einfach die Flasche geben und gut ist. Unterstützung? Fehlanzeige…
Meine Hebamme kommt einmal die Woche und wiegt ihn und guckt, ob wir Pre erhöhen müssen oder sollten. Anfangs kam sie täglich und mit ihr haben wir auch das Feeden besprochen.
Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Leider jede Menge. Durch die Vorbelastung von mir, ist mir das Stillen ja auch so wichtig. Er wurde bei 37+0 wegen wiederholt auffälliger Flussgeschwinigkeit im Kopf eingeleitet, was nach wenigen Stunden wegen pathologischem CTG im Kaiserschnitt endete. Nach der Geburt war sein Blutzucker grenzwertig, nach 5 Stunden mit Zugabe von Primergen war er aber stabil, was bis heut so ist. Eine leichte Gelbsucht hat er auch entwickelt, der höchste Biliwert lag bei 10,2.
Ich selbst habe Hashimoto und nehme täglich L-Thyroxin ein. Weiter habe ich einen Diabetes Typ I, der aber ziemlich gut eingestellt ist. In der Schwangerschaft hat er keinerlei Probleme gemacht. Dazu habe ich Allergien und Übergewicht.
04.12.15 3660g Geburt KH
08.12.15 3300g U2 Entlassung KH
28.12.15 3810g Hebamme
01.01.16 4010g Hebamme
Die anderen Daten weiß ich leider nicht mehr, werde ich aber versuchen in Erfahrung zu bringen. Nach 2,5 Wochen hatte er sein Geburtsgewicht wieder erreicht. Davor hat er auch teilweise wieder abgenommen, weswegen Pre immer weiter erhöht wurde.
Zugefüttert wurde zu Beginn 30ml nach dem Stillen, das wurde immer weiter gesteigert bis aktuell 80ml nach dem Stillen ca. alle 3 Stunden. Zugefüttert wird generell immer nur nach dem Stillen, nie ohne das er vorher an der Brust getrunken hat.
Mein Wunsch ist das Vollstillen und weg von Pre. Durch mich ist er genug vorbelastet, da möchte ich ihm wenigstens das Beste mit der Muttermilch geben können.
unser Sohn wurde am 4. Dezember 2015 geboren. Stillen war von Anfang an ein Thema für sich. Aber für mich stand und steht außer Frage, dass ich alles dafür tun werde, was ich schaffe, damit das mit dem Stillen klappt. Durch meine gesundheitliche Situation war sein Start ins Leben schwer genug, damit das mit dem Stillen klappt, bitte ich hier um Unterstützung und Beratung.
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Direkt nach der Geburt wurde wegen des zu niedrigen Blutzuckers mit Primergen zugefüttert, mit der Flasche. Am 5. Tag waren wir zu Hause, ab da wurde auch noch Primergen gegeben, aber nun mit Finger-Feeder. Ab dem 7. Tag sind wir auf HAPre umgestiegen, weil Primergen ja nicht zu bekommen ist. Parallel pumpe ich auch, anfangs im Wechsel: Stillen – eine Stunde Pause – Pumpen – eine Stunde Pause – Stillen – usw. das wurde dann auf 2 Stunden Pause erhöht und dann auf 3 Stunden Pause. Jetzt haben wir allerdings das Problem, dass unser Sohn sich teilweise deutlich früher meldet und ich dann echt in Bedrängnis komme, wenn ich gerade gepumpt habe. Also pumpe ich jetzt nur noch 1-3x täglich. Zufüttern von der Menge her ist Richtwert alle 3 Stunden 80ml. Manchmal ist er aber auch mit 40ml oder 60ml zufrieden, dann lassen wir es auch gut sein. Das Pumpen ist für die Milchmenge nicht wirklich toll. Da bekomm ich an einem guten Tag 40-50ml am Tag zusammen. Das bekommt er aber natürlich auch gefüttert und ersetzt dann entsprechend Pre.
Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir Stillen grob alle 3 Stunden bzw. spätestens 3 Stunden nach dem Ende der letzten Stillmahlzeit. Tagsüber meldet er sich teils öfter, nachts haben wir auch mal 5 Stunden Pause. Schlafen ist hier DAS Thema. Seit Geburt an schläft er viel und lange. So lange, dass ich ihn zum Füttern am Anfang immer wecken musste. Von alleine hat er sich nicht gemeldet. Auch nicht nach 6 Stunden. Mittlerweile haben wir aber auch mal 6 Stunden Wachphase am Stück, einen Rhythmus haben wir hier allerdings noch nicht. Jeder Tag ist anders. Wenn er wach ist, guckt er aber munter und sehr aufmerksam in der Gegend rum. Wenn ich es schaffe, pumpe ich 1-3x täglich zusätzlich.
Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Am Tag haben wir min. 6 wirklich nasse Windeln am Tag. Stuhlgang ist nur noch alle 1-2 Tage.
Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ganz am Anfang hatten wir teilweise das Problem, dass er die Brustwarze nicht mit der Zunge reingesaugt, sondern rausgeschoben hat. Aber das war nur manchmal und war ab dem 2. Tag auch kein Problem mehr. Im Krankenhaus wurde uns das Anlagen von jedem anders gezeigt, teils mit Stillhütchen, teils ohne. Es war schrecklich. Dazu kam eine leichte Gelbsucht, zusammen mit seinem ohnehin sehr ruhigen Charakter war das fürs Stillen nicht förderlich. Er hat zwar immer mal wieder einen Schluck an der Brust genommen, aber die Müdigkeit war einfach stärker. Das Problem zieht sich teils bis jetzt noch durch, wenn auch nicht mehr so stark. Zu Beginn war es fast unmöglich, ihn zum trinken zu animieren. Er ist einfach immer eingeschlafen, egal was wir gemacht haben und hat sich von sich aus stundenlang nicht mehr gemeldet. Gerade nachts hätte er von sich aus durchgeschlafen. Wir haben uns einen Wecker gestellt und ihn dann geweckt. Aber ein Kind, was eigentlich schlafen möchte wach zu bekommen, ist gar nicht so einfach…
Aktuell freue ich mich jedes Mal, wenn er sich von sich aus meldet. Saugen klappt sehr gut, wenn er denn Lust hat. Auch jetzt ist Nuckeln oft schnell schöner. Es macht den Eindruck, als hätte er gerne, dass die Milch ohne Anstrengung einfach in seinen Mund fließt. Nachts klappt das Stillen normalerweise deutlich besser als tagsüber. Dann trinkt er wirklich auch mal 3-5 Min am Stück, ohne ins Nuckeln zu verfallen.
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er kennt Flasche und Hütchen aus dem Krankenhaus. Als ich das Hütchen auf eigene Faust weggelassen habe, hat das andocken gleich besser geklappt. Mittlerweile weiß er nichts mehr mit dem Hütchen anzufangen. Einmal hatte er in der Nacht im Krankenhaus einen Schnuller. Da war mein Finger aber deutlich beliebter. Auch jetzt schläft er fast nur mit einem Finger von uns im Mund ein. Seit wir zu Hause sind, hatte er keinerlei Kontakt mehr zu künstlichen Saugern.
Da ich aber ab Ende der Woche auf mich alleine gestellt sein werde, wollten wir im Laufe der Woche das nächtliche Füttern auf Flasche umstellen, weils leichter und schneller geht als mit dem Feeder. Dann hab ich mehr Kraft für den Tag, so die Theorie.
Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Kinderarzt war ich genau einmal. Die meinte, ich solle einfach die Flasche geben und gut ist. Unterstützung? Fehlanzeige…
Meine Hebamme kommt einmal die Woche und wiegt ihn und guckt, ob wir Pre erhöhen müssen oder sollten. Anfangs kam sie täglich und mit ihr haben wir auch das Feeden besprochen.
Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Leider jede Menge. Durch die Vorbelastung von mir, ist mir das Stillen ja auch so wichtig. Er wurde bei 37+0 wegen wiederholt auffälliger Flussgeschwinigkeit im Kopf eingeleitet, was nach wenigen Stunden wegen pathologischem CTG im Kaiserschnitt endete. Nach der Geburt war sein Blutzucker grenzwertig, nach 5 Stunden mit Zugabe von Primergen war er aber stabil, was bis heut so ist. Eine leichte Gelbsucht hat er auch entwickelt, der höchste Biliwert lag bei 10,2.
Ich selbst habe Hashimoto und nehme täglich L-Thyroxin ein. Weiter habe ich einen Diabetes Typ I, der aber ziemlich gut eingestellt ist. In der Schwangerschaft hat er keinerlei Probleme gemacht. Dazu habe ich Allergien und Übergewicht.
04.12.15 3660g Geburt KH
08.12.15 3300g U2 Entlassung KH
28.12.15 3810g Hebamme
01.01.16 4010g Hebamme
Die anderen Daten weiß ich leider nicht mehr, werde ich aber versuchen in Erfahrung zu bringen. Nach 2,5 Wochen hatte er sein Geburtsgewicht wieder erreicht. Davor hat er auch teilweise wieder abgenommen, weswegen Pre immer weiter erhöht wurde.
Zugefüttert wurde zu Beginn 30ml nach dem Stillen, das wurde immer weiter gesteigert bis aktuell 80ml nach dem Stillen ca. alle 3 Stunden. Zugefüttert wird generell immer nur nach dem Stillen, nie ohne das er vorher an der Brust getrunken hat.
Mein Wunsch ist das Vollstillen und weg von Pre. Durch mich ist er genug vorbelastet, da möchte ich ihm wenigstens das Beste mit der Muttermilch geben können.