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Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 02.01.2016, 20:01
von rose
Hallo,

Seit einigen Tagen habe ich entzündete brustwarzen. Deshalb hat meine Tochter (3,5 Jahre) weniger aus der einen brust getrunken. Seit gestern schmerzt sie,ist bisschen geschwollen und hat rötliche stellen. Gestern Nacht hab ich dann 39,5 Fieber bekommen und Kopfschmerzen.
Heute Nachmittag kam ein Allgemeinmediziner zu mir nach Hause und hat mir amoxillin verschrieben.
Jetzt lese ich, dass amoxillin eigentlich unwirksam bei mastitis ist.
Was auch komisch ist, ist, dass meine Tochter Scharlach hatte und meine brustwarzen in dem gleichen Zeitraum sich entzündeten. Ob da ein Zusammenhang besteht ?
Und was mach ich jetzt mit dem Antibiotika ?

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 12:25
von rose
Weiss niemand etwas darüber? Welches Antibiotika hattet ihr bei Brustentzündungen verschrieben bekommen?

Ab wann sollte nach der ersten AB-einnahme eine Verbesserung zu sehen sein?

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 13:23
von kaehde
Hallo, es meldet sich sicher bakd jemand.
Hast Du jetzt mit dem Amoxi angefangen?
Meines Wissens ist es nicht erste Wahl bei bakteriell bedingter Mastitis, aber durchaus möglich.
Das was Du beschrieben hast (entz. Brustwarze und danach Mastitissymptome) könnte schon für eine bakterielle Beteiligung sprechen.
Auch, wenn keine promär bakteriell bedingte Entzündung vorliegen sollte, macht die Antibiose evtl. zur Sicherheit (Abdeckung) Sinn.

Viele Gruesse,
Katja

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 14:09
von rose
Ja, ich hab gestern nachmittag damit angefangen. Bis jetzt ist es aber nicht besser geworden an der Brust. Nachts hatte ich nochmal Fieber, aber das scheint weg zu sein.
Der Hausarzt hat gesagt, ich sollte die Brust wärmen? Macht man da nicht eher das Gegenteil? also ich stille zur Zeit an der betreffenden Brust nicht. Milch bekomme ich auch nicht mehr raus.

Er hat mir auch noch ein Medikament mit Tiaprofensäure (gegen Entzündung, Fieber, Schmerzen), was ich aber nicht nehme. Das braucht man doch nicht unbedingt, oder?

Schon komisch, dass mir das jetzt noch nach fast 9 jahren stillen (3 kinder) passieren muss. Ich hatte noch nie ein Brustentzündung.

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 15:06
von murkel
Amoxicillin ist jetzt laut Leitlinien Gynäkologie und Geburtshilfe erstmal nicht falsch. Alternativ kann man auch Staphylex verschreiben. Aber das Fieber ist (hoffentlich immer noch?) runter, so dass man schon davon ausgehen kann, dass es wirkt. Also würde ich es erst einmal weiter nehmen (auch um Resistenzen vorzubeugen) und nur bei Nicht-besser-werden der Symptome über einen Wechsel nachdenken. Neben der Antibiose sind aber auch andere konservative Maßnahmen wie ordentliche Entleerung der Brust wichtig. Was vermieden werden sollte, ist, dass sich ein Abszess in der Brust bildet.

Weiterhin hast du gefragt, inwieweit ein Zusammenhang mit der Scharlacherkrankung deiner Tochter bestehen könnte. Theoretisch ist das schon möglich, dass über kleine Wunden in der Brustwarze Bakterien in die Brust gewandert sind und so zu einer Entzündung geführt haben. Sollte das der Fall sein, wäre aber höchstwahrscheinlich klar, durch welchen Erreger die Brustentzündung bei dir hervorgerufen wurde (nämlich durch den Scharlacherreger seiner Tochter, sog. Streptokokken). Die Scharlacherreger wiederum sprechen auf eine Behandlung mit Amoxicillin an.

Dass die Brust noch einige Tage weh tut, kann sein. Die Rötung und Schwellung sollte aber mit dem Antibiotikum rückläufig sein.

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 15:09
von karinkarin
Ich hab bei einer beginnenden Mastitis auch Amoxicillin bekommen.
Als ich mit einer heftigen Mastitis im KH gelandet bin habe ich Staphylex bekommen, nach deren Aussage mittel der Wahl, weil es in 99% der Fälle anspricht. Und ich sollte unbedingt Fieber senken, habe hochdosiert Ibu bekommen.
Gute Besserung!

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 15:20
von Teazer
Hallo rose,

mit der Einnahme machst Du erst einmal nichts falsch. Du kannst morgen ja noch einmal mit Deiner/m Gyn Rücksprache halten.

Gegen die klassischen Erreger der Brustentzündung bei der stillenden Frau hilft Amoxicillin oft nicht oder nicht ausreichend, das kann Dein Gyn dann mit Dir klären.

Kühlen ist und tut gut , wärmen bei Entzündung nicht.

Es ist wichtig, dass die betroffene Brust gut entleert wird. Deshalb still auch mit ihr. Dein Kind kann sie am effektivsten leeren. Das fördert die Heilung.

Gute Besserung!

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 03.01.2016, 17:15
von rose
Danke für eure Antworten :)

Also gestern gegen 23h hab ich die letzte Paracetamol genommen und hatte dann bis heute nachmittag kein Fieber.Allerdings geht es jetzt wieder ein wenig hoch (38 °) .

Ich werde dann morgen zu meiner normalen Hausärztin gehen, vielleicht verschreibt sie mir ein anderes Antibiotika.

Meine Tochter will leider nicht von der entzündetetn Brust trinken, da dort eben eine Verletzung/Kruste drauf ist und das findet sie wohl eklig . Tut auch ehrlich gesagt sauweh, wir hatten es mal probiert. Viel Milch scheint auch nicht drin zu, wenn ich versuche was rauszudrücken kommt kein Tropfen. Sie ist auch nicht sehr prall, nur eben dicker als die andere...

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 04.01.2016, 11:41
von Teazer
Hallo,

wie geht es Dir heute? Bei verletzter Brustwarze ist es wichtig, dass Du diese mit Lanolin oder einer Wundsalbe feucht hältst, immer wieder eincremest, so dass die Wunde nicht austrocknet. So löst sich auch die Kruste und die Brustwarze kann abheilen, weil die Wunde nicht immer wieder aufreißt.

Bei Mastitis wird empfohlen, regelmäßig mit der erkrankten Brust zu stillen. Ohne Entleerung steigt die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen. Ein gut saugendes Kind entleert die Brust am effektivsten und kann selbst dann die Milch zum Fließen bringen, wenn beim ausstreichen oder abpumpen nichts kommt.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Amoxillin bei mastitis ?

Verfasst: 04.01.2016, 12:30
von rose
Teazer hat geschrieben:Hallo,

wie geht es Dir heute? Bei verletzter Brustwarze ist es wichtig, dass Du diese mit Lanolin oder einer Wundsalbe feucht hältst, immer wieder eincremest, so dass die Wunde nicht austrocknet. So löst sich auch die Kruste und die Brustwarze kann abheilen, weil die Wunde nicht immer wieder aufreißt.

Bei Mastitis wird empfohlen, regelmäßig mit der erkrankten Brust zu stillen. Ohne Entleerung steigt die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen. Ein gut saugendes Kind entleert die Brust am effektivsten und kann selbst dann die Milch zum Fließen bringen, wenn beim ausstreichen oder abpumpen nichts kommt.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Hallo,

Fieber hab ich nicht mehr. An der Brust hat sich aber nicht besonders viel verändert. Immer noch rot (vielleicht ein kleines bisschen weniger, oder auch nicht....) . Harte Stellen hat sie nicht, ausser der Warzenhof, der ist irgendwie hart und es scheint ein Knubbel da zu sein. Die Verletzung hab ich auch nicht, wie am Anfang der Stillzeit, direkt auf der Brustwarze, sondern dort, wo sie anfängt, rauszustehen. Schon komisch, wie es überhaupt dazu kam.

Eigentlich wollte ich jetzt abstillen und gestern hat meine Tochter gar nicht mehr gestillt. Ich glaub auch nicht, dass aus der "kranken" Brust noch was rauskommen würde. Wir haben es ja einmal probiert, aber der Warzenhof ist zu hart und es tut auch sehr weh. Was würde den passieren, wenn ich jetzt nie wieder stille? Wir haben ja nicht mehr viel gestillt in letzter Zeit, vielleicht 1-2mal am Tag.