Stillberatung erwünscht
Verfasst: 06.11.2015, 12:45
Hallo liebes Stillteam,
nachdem ich nun schon lange hier mitlese, habe ich mich auch angemeldet, weil wir eine Stillberatung beötigen.
Zunächst einmal:
Ich habe meine Tochter spontan in 7 Stunden am 11.08.2015 im Geburtshaus entbunden. Nach zehn Minuten Bonding erlitt sie aus ungeklärten Gründen einen Atemstillstand, wurde reanimiert und kam mit RTW auf die Intensivstation. Dort erfolgte nach sechs Tagen ein erstes Anlegen, was problemlos funktionierte. Seitdem haben wir eine ungestörte und nahezu problemlose Stillbeziehung. Nun zu euren Fragen:
Zufütterung:
Unser Baby wird nicht zugefüttert. Im Krankenhaus wurde sie sondiert und bekam abgepumpte Muttermilch und hin und wieder auch PRE. Seitdem gab es keine Flasche mehr und auch kein PRE.
Stillalltag:
Unser Tag beginnt sehr regelmäßig um neun Uhr morgens mit dem ersten Stillen. Über den Tag und die Nacht verteilt kommen wir zuverlässig auf acht Stillmahlzeiten, nachts sind die Stillpausen üblicherweise vier Stunden lang, selten auch bis zu sechs. Sie schläft im Beistellbett, manchmal auch im Babybett oder unserem Bett. Unser Rhythmus ist so: Schlafen, stillen, spielen, schlafen. Dauerstillen hatten wir Anfangs, jetzt eigentlich nicht. Die Mahlzeiten dauern zwischen zwanzig und vierzig Minuten und sie trinkt effektiv. Sie trinkt immer zwei Seiten und manchmal kriegt sie auch noch mal die erste wieder angeboten nach der zweiten. Ich habe mehrfach versucht, sie häufiger anzulegen, sie trinkt aber nicht, wenn sie keinen Hunger hat und dockt nicht an, bzw nach einem Schluck wieder ab.
Ausscheidungen:
Wir nutzen Stoffwindeln und bei jeder Stillmahlzeit wird gewickelt und die Windel ist mindestens nass, ein bis zwei mal am Tag auch eine Stinkewindel dabei, hin und wieder auch keine, eher selten. Stuhlgang sieht unauffällig aus.
Stillstart:
Wie oben geschrieben wurde die Kleine sechs Tage lang sondiert. Ab dem ersten Tag habe ich abgepumpt und kam schon am dritten Lebenstag auf 200-300ml MuMi pro Abpumpen. Damit wurde sie sondiert. Am sechsten Tag durfte ich unter Anleitung meiner Hebamme zum ersten Mal anlegen und seitdem lief es reibungslos, ohne wunde BW und Schmerzen. Wenn sie Luft im Bauch hat, trinkt sie nicht aber dann bäuert oder pupst sie meist und dann trinkt sie gut.
Künstliche Sauger:
Flasche hatte sie einmal im KH ohne unser Einverständnis, Schnuller ebenso. Etwa zwei Wochen nach der Geburt haben wir auch einen Schnuller gekauft, den sie aber nur zum Einschlafen bekommt. Nichtsdestotrotz legt sie sehr gut an.
Anderweitige Behandlung:
Ich bespreche mich immer mit meiner Hebamme, die aber leider nicht mehr weiter weiß und mich gebeten hat, eine Stillberaterin zu kontaktieren. Sie findet die Anlegetechnik einwandfrei.
Medizinische Besonderheiten:
Wie gesagt hatte sie nach der Geburt einen Atemstillstand inkl Reanimation und hat daraufhin sieben Tage ein Antibiotikum bekommen und weitere Medikamente. Man merkt ihr den schweren Start aber nicht mehr an.
Gewicht: Ich habe leider nicht viele Daten, gebe euch aber gerne die, die ich habe.
11.08.15: 3580g (keine Abnahme im Krankenhaus)
16.08.: 3610g U3
11.09. 4320g U4
01.10. 4800g Hebamme
26.10. 5060g Eigene Babywaage
02.11. 4990g Eigene Babywaage
Wenn nötig, erbitte ich bei KH und Hebamme weitere Daten.
Und da seht ihr auch schon das Problem: Die Zunahme. Es war schon seit ihrer Geburt so, wenn die Hebamme gewogen hat: Es gab eine Zunahme, dann wieder etwas Abnahme oder Stagnation. Dann wieder eine Woche gute Zunahme, dann wieder Abnahme oder Stagnation. Am Anfang ging es trotzdem gut aufwärts, deshalb gab es keinen Grund zur Sorge, so die Hebamme. Nun geht es aber seit etwa vier Wochen kein bisschen mehr aufwärts, was sehr wohl Grund zur Sorge gibt!
Meine Milchbildung ist reichlich. Ich habe einen Tag lang Stillproben gemacht, hier das Ergebnis:
01:10 Uhr: 110 ml
05:40 Uhr: 140 ml
09:07 Uhr: 120 ml
12:30 Uhr: 120 ml
15:50 Uhr: 130 ml
18:19 Uhr: 50 ml und Ausscheidung während des Stillens
20:09 Uhr: 70 ml
22:47 Uhr: 120 ml
Also alles zusammen 920 ml, was auf knappe 5 kg eigentlich gut sein sollte oder? Nach dem Stillen kommt auch noch gut Milch im Strahl beim Pumpen! Ein Mangel liegt hier also nicht vor.
Nun zu meiner Ernährung: Ich esse bemüht ausgewogen, viel Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch Kohlenhydrate und besonders auch Nüsse auf Anraten. Störungen oder Unverträglichkeiten habe ich nicht und nehme auch keine Medikamente, ebenso wie meine Tochter.
Laut Kinderarzt ist alles in Ordnung (er rät zum Abstillen und PRE, sie nimmt aber partout keine Flasche, daher haben wir das direkt verworfen), in zwei Wochen haben wir allerdings eine umfangreiche Nachuntersuchung im Krankenhaus wegen dem schweren Start und evtl. Sauerstoffmangel.
Meine Hebamme rät mir zu Bockshornklee-Kapseln, die ich auch gekauft habe, aber noch nicht nehme weil die Milchbildung ja meines Erachtens nicht das Problem ist.
Ich hoffe, ihr habt eine Idee...
Vielen Dank und liebe Grüße!
nachdem ich nun schon lange hier mitlese, habe ich mich auch angemeldet, weil wir eine Stillberatung beötigen.
Zunächst einmal:
Ich habe meine Tochter spontan in 7 Stunden am 11.08.2015 im Geburtshaus entbunden. Nach zehn Minuten Bonding erlitt sie aus ungeklärten Gründen einen Atemstillstand, wurde reanimiert und kam mit RTW auf die Intensivstation. Dort erfolgte nach sechs Tagen ein erstes Anlegen, was problemlos funktionierte. Seitdem haben wir eine ungestörte und nahezu problemlose Stillbeziehung. Nun zu euren Fragen:
Zufütterung:
Unser Baby wird nicht zugefüttert. Im Krankenhaus wurde sie sondiert und bekam abgepumpte Muttermilch und hin und wieder auch PRE. Seitdem gab es keine Flasche mehr und auch kein PRE.
Stillalltag:
Unser Tag beginnt sehr regelmäßig um neun Uhr morgens mit dem ersten Stillen. Über den Tag und die Nacht verteilt kommen wir zuverlässig auf acht Stillmahlzeiten, nachts sind die Stillpausen üblicherweise vier Stunden lang, selten auch bis zu sechs. Sie schläft im Beistellbett, manchmal auch im Babybett oder unserem Bett. Unser Rhythmus ist so: Schlafen, stillen, spielen, schlafen. Dauerstillen hatten wir Anfangs, jetzt eigentlich nicht. Die Mahlzeiten dauern zwischen zwanzig und vierzig Minuten und sie trinkt effektiv. Sie trinkt immer zwei Seiten und manchmal kriegt sie auch noch mal die erste wieder angeboten nach der zweiten. Ich habe mehrfach versucht, sie häufiger anzulegen, sie trinkt aber nicht, wenn sie keinen Hunger hat und dockt nicht an, bzw nach einem Schluck wieder ab.
Ausscheidungen:
Wir nutzen Stoffwindeln und bei jeder Stillmahlzeit wird gewickelt und die Windel ist mindestens nass, ein bis zwei mal am Tag auch eine Stinkewindel dabei, hin und wieder auch keine, eher selten. Stuhlgang sieht unauffällig aus.
Stillstart:
Wie oben geschrieben wurde die Kleine sechs Tage lang sondiert. Ab dem ersten Tag habe ich abgepumpt und kam schon am dritten Lebenstag auf 200-300ml MuMi pro Abpumpen. Damit wurde sie sondiert. Am sechsten Tag durfte ich unter Anleitung meiner Hebamme zum ersten Mal anlegen und seitdem lief es reibungslos, ohne wunde BW und Schmerzen. Wenn sie Luft im Bauch hat, trinkt sie nicht aber dann bäuert oder pupst sie meist und dann trinkt sie gut.
Künstliche Sauger:
Flasche hatte sie einmal im KH ohne unser Einverständnis, Schnuller ebenso. Etwa zwei Wochen nach der Geburt haben wir auch einen Schnuller gekauft, den sie aber nur zum Einschlafen bekommt. Nichtsdestotrotz legt sie sehr gut an.
Anderweitige Behandlung:
Ich bespreche mich immer mit meiner Hebamme, die aber leider nicht mehr weiter weiß und mich gebeten hat, eine Stillberaterin zu kontaktieren. Sie findet die Anlegetechnik einwandfrei.
Medizinische Besonderheiten:
Wie gesagt hatte sie nach der Geburt einen Atemstillstand inkl Reanimation und hat daraufhin sieben Tage ein Antibiotikum bekommen und weitere Medikamente. Man merkt ihr den schweren Start aber nicht mehr an.
Gewicht: Ich habe leider nicht viele Daten, gebe euch aber gerne die, die ich habe.
11.08.15: 3580g (keine Abnahme im Krankenhaus)
16.08.: 3610g U3
11.09. 4320g U4
01.10. 4800g Hebamme
26.10. 5060g Eigene Babywaage
02.11. 4990g Eigene Babywaage
Wenn nötig, erbitte ich bei KH und Hebamme weitere Daten.
Und da seht ihr auch schon das Problem: Die Zunahme. Es war schon seit ihrer Geburt so, wenn die Hebamme gewogen hat: Es gab eine Zunahme, dann wieder etwas Abnahme oder Stagnation. Dann wieder eine Woche gute Zunahme, dann wieder Abnahme oder Stagnation. Am Anfang ging es trotzdem gut aufwärts, deshalb gab es keinen Grund zur Sorge, so die Hebamme. Nun geht es aber seit etwa vier Wochen kein bisschen mehr aufwärts, was sehr wohl Grund zur Sorge gibt!
Meine Milchbildung ist reichlich. Ich habe einen Tag lang Stillproben gemacht, hier das Ergebnis:
01:10 Uhr: 110 ml
05:40 Uhr: 140 ml
09:07 Uhr: 120 ml
12:30 Uhr: 120 ml
15:50 Uhr: 130 ml
18:19 Uhr: 50 ml und Ausscheidung während des Stillens
20:09 Uhr: 70 ml
22:47 Uhr: 120 ml
Also alles zusammen 920 ml, was auf knappe 5 kg eigentlich gut sein sollte oder? Nach dem Stillen kommt auch noch gut Milch im Strahl beim Pumpen! Ein Mangel liegt hier also nicht vor.
Nun zu meiner Ernährung: Ich esse bemüht ausgewogen, viel Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch Kohlenhydrate und besonders auch Nüsse auf Anraten. Störungen oder Unverträglichkeiten habe ich nicht und nehme auch keine Medikamente, ebenso wie meine Tochter.
Laut Kinderarzt ist alles in Ordnung (er rät zum Abstillen und PRE, sie nimmt aber partout keine Flasche, daher haben wir das direkt verworfen), in zwei Wochen haben wir allerdings eine umfangreiche Nachuntersuchung im Krankenhaus wegen dem schweren Start und evtl. Sauerstoffmangel.
Meine Hebamme rät mir zu Bockshornklee-Kapseln, die ich auch gekauft habe, aber noch nicht nehme weil die Milchbildung ja meines Erachtens nicht das Problem ist.
Ich hoffe, ihr habt eine Idee...
Vielen Dank und liebe Grüße!