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Weiter stillen oder komplett abstillen...aber wie?

Verfasst: 09.09.2015, 13:05
von Zamel
Hallo ihr Lieben,
Ich bin schon seit längerer Zeit sehr hin und her gerissen, was das Stillen meiner Tochter (21 Monate) angeht.
Einerseits Stille ich Sie gerne und es hat auch für mich durchaus seine Vorteile aber in letzter Zeit fühlt sich das Stillen für mich oft mehr wie eine Last an.
Es gibt Zeiten, da ist das Stillen für uns beide toll...wir kuscheln morgens noch eine Runde und die kleine trinkt noch an der Brust bis wir aufstehen müssen. Dann gab es nach der Kita immer nochmal "Bett un Buust" und dann abends zum einschlafen und nachts noch ein paar mal kurz.
Dann gibt es aber Tage, wo das irgendwie so garnicht klappt...da will sie stäändig an die Brust, möchte sowieso nur auf dem Arm sein (Tragetuch mag sie nurnoch sehr selten rein, es muss immer Arm sein) und reist mir ständig das Oberteil runter und versucht sich da selber die Brust rauszufummeln. Das stört mich in letzter Zeit total, nicht nur in der Öffentlichkeit sondern auch Zuhause.
Wir haben eigentlich die Regelung, dass es nurnoch Zuhause im Bett Brudt gibt ....leider schaffe ich es einfach nicht immer da konsequent zu bleiben weil ich gerade in letzter Zeit irgendwie extrem erschöpft bin und keine Kraft habe ihr schreien zu ertragen wenn ich ihr die Brust unterwegs oder zwischendurch verweigere, sodass ich sie dann halt doch trinken lasse um einfach um meine Ruhe zu haben.
Ich weiß, dass ich mir damit ins eigene Fleisch schneide und sie dann erstreckt lernt, dass sie einfach lang genug schreien muss und mir in die Brust pitscheb muss damit sie ihren Willen bekommt...pädagogisch also total daneben aber ich kann einfach nicht anders weil ich keine Kraft mehr habe Aber das ist ein anderes Thema.
Das Abendstillen ist auch wieder so eine Sache...wenn sie dabei einschläft und ich auch mit einschlafe ist alles super. Versuche ich mich aber aus dem Bett zu schleichen ist es oft vorbei und sie fordert die ganze Zeit die Brust, sobald ich sie andocken möchte geht das Geschrei los "Bitte buuuust" obwohl sie eigentlich schläft...aus Angst, dass sie wieder aufwacht stecke ich ihr dann schnell die Brust wieder rein und manchmal geht das auch die ganze Nacht so, dass sie aufwacht sobald die Brust weg ist >.< ich komme mir da vor wie ein lebendiger Schnuller und das nervt mich total.
Was auch Nachsatz kommt ist, dass sie meine andere Brust an der sie nicht gerade trinkt total malträtiert :cry: da wird die Brustwarze gedreht, lang gezogen , gekniffen, in die Brust gepitscht...das macht mich teilweise sogar richtig aggressiv aber wenn ich versuche meine Hand auf die Brust zu legen oder sie zu verdecken dass sie da nichtnehr rankommt passt ihr das natürlich überhsuptnicht und bevor sie wieder wach wird weil sie sich so drüber aufregt beiße ich halt die Zähne zusammen und lasse dieses rumgefummel über mich ergehen -.- Hauptsache sie schläft irgendwann mal ein.
Das ist aber noch die positive version :D wenn ich Pech habe entscheidet sie nach 20 Minuten trinken, dass sie jetzt plötzlich wieder voller Energie ist und auf mir rumtoben möchte und zwischendurch mal 2 Sekunden Brust, wieder toben , wieder 2 Sekunden andere Brust, mal reinbwißen , mal langziehen Nf irgendwann reicht es mir und ich drehe mich einfach auf den Bauch damit sie nichtmehr an meine Brust drankommt. Das macht sie natürlich unheimlich wütend und sie schreit und schreit und schreit und wenn ich Glück habe schläft sie dann doch recht schnell ohne die Brust ein.
Dann gibt es aber auch Tage wo sie das dann durchzieht und einfach 3 Stunden brüllt und weint und schreit bis ich ihr dann doch die Brust wieder gebe, an der sie dann vor lauter Erschöpfung nach wenigen Sekunden bis Minuten einschläft.
das Problem ist, sie akzeptiert auch nicht wirklich etwas anderes wie z.B kuscheln oder so...sie möchte dann halt Brust und nichts anderes.

Alles in einem bin ich glaube ich an einem Pznkt wonach sage das Stillen ist für mich einfach nichtmehr angenehm, außer nach der Kita da genieße ich es auch selber richtig die Nähe zu meiner Tochtee zu tanken aber ich denke nicht, dass meine Tochter das verstehen bzw. tolerieren würde nurnoch nach der Kita an die Brust zu dürfen und sonst nichtmehr.
Außerdem fühle ich mich so unwohl in meinem Körper, ich möchte endlich wieder meine alte Figur wieder haben aber wegen des Stillens darf ich ja auch nicht so viel abnehmen :(
Seit ihrer Geburt habe ich kein einziges Mal durchgeschlafen, ich war nie mal einen Abend weg oder habe etwas für mich gemacht weil die kleine durch das Stillen so sehr an mich gebunden ist und anders garnicht einschlafen kann.

Ich fühle mich irgendwie in einer Zwickmühle gegangen weil ich halt schon gerne abstillen würde aber mir fehlt einfach die Kraft diese Zeit durchzustehen :( ich habe es schon mehrmals versucht aber spätestens nach 3 Stunden, die meine Tochter ohne Unterbrechung durchgeschrien hat habe ich jedesmal wieder aufgegeben. Das Hauptproblem ist denke ich auch, dass ich Alleinerziehend bin und nicht einfach mal sagen kann "ich halte das jetzt nichtmehr aus, übernimm du das jetzt bitte , ich geh kurz an die frische Luft" ...meine Familie wohnt auch weit weg und ich könnte sie jetzt auch nicht bei Freunden oder so schreien lassen.

Ich wäre echt froh wenn mir hier jmd Ratschläge geben kann , wie ich entweder Antillen kann, ohne dass meine Tochter und ich beide völlig durchdrehen und wir am Ende doch wieder unglücklich weiter stillen oder wie ich weiterstillen kann, ohne, dass es für mich zur Tortur wird.

Re: Weiter stillen oder komplett abstillen...aber wie?

Verfasst: 09.09.2015, 21:17
von Lucccy
Hallo,

ich hatte vorhin einen Beitrag verfasst und nun ist er weg. :(

Von daher die Kurzfassung: ich würde deutlich sagen, dass mir das Gefummel unangenehm ist. Immer und immer wieder. Ich hab dabei auch sanft die Hand festgehalten und von meiner Brust weggenommen. Und nein, ich war da auch nicht konsequent im Sinne von nie fummeln, sondern war nur ehrlich und habe Gefummel unterbunden, das mich stört.
Hast Du als Alternative zum Fummeln an der Brust mal ein Objekt angeboten? Guck mal nach Stillketten, das haben einige Mütter von Fummel-Kindern.

Und zum Abnehmen: klar darfst Du mit einer ausgewogenen Ernährung abnehmen. Klick Dich mal durch diesen Thread und die verlinkten Infos: http://stillen-und-tragen.de/forum/view ... n#p4172224

Wenn Du alleinerziehend bist: hast Du denn generell Hilfe und Unterstützung? Gibt es jemanden, dem Du Deine Tochter generell außerhalb der KiTa anvertraust? Ich denke da weniger an abstillen, sondern an einen Abend mal 3 Stunden raus. Das könnte ja durch eine Leihoma, einen Student aus der KiTa oder einen andereren Babysitter, zu dem ihr Vertrauen aufgebaut habt, sein.

Was mir auch noch einfiel: wie trägst Du denn im Tuch? Hast Du schonmal eine Hüft-Trageweise probiert?

So, das war jetzt wirr und nicht besonders ausführlich, aber vielleicht ist ja schon ein Gedanke für Dich dabei.

Gruß Lucccy

Re: Weiter stillen oder komplett abstillen...aber wie?

Verfasst: 10.09.2015, 20:46
von CarpeDiem
Annika ist gleich alt, hat sich aber mit 16.5 Monaten abgestillt, aber das schreien, an manchen Tagen ewig mit dem Schlaf kämpfen hat sie auch so. Es ist halt ne schwierige Phase für die Kleinen, fühlen sich groß, wollen alles lleine (höre ich gefühlt tausend Mal am Tag), sind aber im Grunde doch noch klein. Meine Große hatte das nicht so intensiv wie Annika nun.

Aber der große Vorteil, sie verstehen ganz viel, auch wenn sie es nicht immer akzeptieren wollen auf Anhieb. Ich würde ihr tagsüber, wenn sie gut wach und aufnahmefähig ist, sagen, dass Du bestimmtes nicht magst. Und in der Situation klar sagen, stopp das möchte ich nicht, ggf. Hand fest halten oder andere Handlung empfehlen. Mamas Grenzen gehören beim stillen auch dazu. Wird sicher etwas dauern, bis sie es respektiert und akzeptiert, da langes Gebrüll bisher ja von Erfolg gekrönt war, aber auch du als Mama hast Bedürfnisse und Grenzen.

((()))


Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.

Re: Weiter stillen oder komplett abstillen...aber wie?

Verfasst: 11.09.2015, 14:08
von Carraluma
Ich würde an deiner Stelle auch das Kneifen usw. unterbinden. Es gibt bestimmt Protest, aber mit Stillen wird doch das meiste abgefedert.
Abends einschlafen ist leider immer wieder schwierig, aber das ist unabhängig vom Stillen.
Das Schlafen wird tendenziell immer besser irgendwann, auch wenn es zwischendurch nicht so ist.
Einfacher als verweigern, war bei uns allerdings Zeit beschränken. Nur bis zum Ende eines Liedes beispielsweise. Da kannst du gut variieren, wie lange du magst und gegebenenfalls noch mehr singen.