Mein Kind wiegt zu wenig - Psychostress hoch 10
Verfasst: 02.09.2015, 13:56
Hallo Ihr Lieben,
ich bin neu. Eine Freundin hat mir den Tipp gegeben mich an diese Community zu wenden, weil sie hier tolle Hilfe bekommen hat.
Ich bin im Moment etwas verwirrt und verunsichert bezüglich der Entwicklung meiner zweiten Tochter. Sie ist jetzt sieben Monate alt, und wog bei der Geburt am 30.1.2015 4270 g bei 56 cm Länge. Im Krankenhaus hatte ich schon einen ziemlichen Stillterror, weil sie zunächst deutlich über 10 % abgenommen hatte. Das kehrte sich dann aber am vierten Tag um und ich konnte mich aufgrund ihrer allgemeinen Verfassung auch gegen jegliche Zufütterung wehren. In den folgenden Wochen und ersten Monaten hat sie super zugenommen.
Ab dem vierten Monat stagniert es etwas, sie hatte eine kurze Brustschreiphase. Sie trinkt allgemein immer sehr kurz und ist dann am anderen Sachen interessiert und wehrt sich regelrecht.
Das mit dem Schreien hat jetzt gottseidank aufgehört. Trotzdem legt sie sehr langsam zu, und der Beikost Start vor anderthalb Monaten hat noch auch noch nicht wirklich gefruchtet.
Mittag ist sie zwischen 20 und 50 g Gemüse, und ich habe jetzt letzte Woche nach der U5 parallel Abendbrei angefangen. Da gehen schon 70 g Griesbrei rein.
Bei der U5 am letzten Freitag wog die kleine 6450 g bei 69 cm Körpergröße. Der BMI ist natürlich sehr schlecht, aber es gab schon einen Positivtrend. Trotzdem hat der Kinderarzt mir jetzt großen Druck gemacht. Er scheint mir nicht zu glauben, dass sie ein grundsätzlich zufriedenes Kind ist, kaum schreit, schon weite Strecken robbt und sehr aktiv ist, und auch lange spielt und erzählt. Er fragt ständig, ob die Milch nicht reicht, dabei lehnt sie ja manchmal die zweite Seite sogar ab. Nun wollte er, dass ich eine Woche lang jede Stillmahlzeit vorher und hinterher wiege. Als ich ihn erschrocken ansah sagte er, "naja dann drei Tage".
Er hat mir extra eine Säuglingswaage aus der Apotheke verschrieben. Für mich natürlich der Horror, weil die kleine nachts relativ oft kommt, sich da auch recht viel Milch holt und länger trinkt, und manchmal so schön neben mir einschläft. Außerdem geht die Zahnerei gerade los.
Von dem psychischen Druck für mich und im Stress für das Kind mal ganz zu schweigen.
Ich habe mich jetzt breitschlagen lassen das einmal 24 Stunden durchzuziehen. In 24 Stunden hat sie in vielen kleinen Mahlzeiten 750 g Milch getrunken. Zusätzlich an dem Tag 20 g Mittags Brei (Pastinaken Kartoffel Möhren) und 70 g Abend Brei (Grieß). Meine Hebamme sagte sagte gleich, ist doch in Ordnung.
Klar nimmt sie mit der Milchmenge nicht so gigantisch schnell zu. Aber da ich am Freitag nach dem Kinderarzttermin direkt mit dem Abendbrei begonnen habe und er ganz gut läuft, habe ich die Hoffnung das ich da schon ein bisschen was auf der Waage tut. Auf jeden Fall habe ich diese 24 Stundenwiegung erst mal abgebrochen. Das tue ich uns nicht weiter an. Stattdessen wiege ich morgens einmal nackt.
Startgewicht am
Samstag 6420 g auf der Leihwaage.
Sonntag 6460,
Montag 6490,
Dienstag nach einer 28° Nacht im Schlafzimmer 6460, heute
Mittwoch 6500 g.
Ich denke für eine halbe Woche ist diese Zunahme doch gar nicht schlecht.
Nun muss ich den Kinder Arzt die Tage anrufen und weiß nicht so recht wie ich argumentieren soll. Letztlich kann er mich ja nicht nötigen, diesen Stillterror mitzumachen.
Meine Hebamme fragte sowieso, was der Kinderarzt denn machen will, wenn ihm das die Milchmenge nicht passt. Zwangsfütterung? Wenn Sie die Brust und den Brei in der Situation abgelehnt wird es ja schließlich auch kein Fläschchen nehmen.
Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich, mit welcher Beikost ich es am besten probieren könnte, damit sie schneller zunimmt? Ich sträube mich ein wenig diesen zuckerhaltigen Milchbrei zu kaufen. Bei meiner älteren Tochter habe ich immer den Abendbrei mit Flocken und Pre Milch angerührt. Habe auch noch Flocken übrig davon. Mittags Brei mit Kartoffel mag sie Moment noch gar nicht richtig, Gemüse pur geht meistens besser aber ist natürlich nicht wirklich nahrhaft. Sie ist auch sehr wählerisch was die Sorten betrifft. Am besten nur Möhrchen. Oder ich pimpe mit Birne, dann geht auch immer ein bisschen mehr.
Ach, das ist alles nicht so einfach. Ich finde es einfach schlimm, wie man zum Teil als Mutter vom Kinderarzt angesehen wird und welchen Unterstellungen man ausgesetzt ist, wenn das Kind nicht nach Tabelle gedeiht. Klar, gibt es auch Fälle von Vernachlässigung oder Menschen die vor dem Arzt lügen. Aber letztendlich war ich auch mit meiner großen Tochter bei ihm, sie war auch immer lang und dünn nur nicht ganz so dünn wie die kleine. Aber die Veranlagung ist bei beiden da.
Vielen Dank fürs Lesen.
Gruß,
Curly
Ach so, bitte entschuldigt Rechtschreibfehler, ich habe das ganze größtenteils diktiert.
ich bin neu. Eine Freundin hat mir den Tipp gegeben mich an diese Community zu wenden, weil sie hier tolle Hilfe bekommen hat.
Ich bin im Moment etwas verwirrt und verunsichert bezüglich der Entwicklung meiner zweiten Tochter. Sie ist jetzt sieben Monate alt, und wog bei der Geburt am 30.1.2015 4270 g bei 56 cm Länge. Im Krankenhaus hatte ich schon einen ziemlichen Stillterror, weil sie zunächst deutlich über 10 % abgenommen hatte. Das kehrte sich dann aber am vierten Tag um und ich konnte mich aufgrund ihrer allgemeinen Verfassung auch gegen jegliche Zufütterung wehren. In den folgenden Wochen und ersten Monaten hat sie super zugenommen.
Ab dem vierten Monat stagniert es etwas, sie hatte eine kurze Brustschreiphase. Sie trinkt allgemein immer sehr kurz und ist dann am anderen Sachen interessiert und wehrt sich regelrecht.
Das mit dem Schreien hat jetzt gottseidank aufgehört. Trotzdem legt sie sehr langsam zu, und der Beikost Start vor anderthalb Monaten hat noch auch noch nicht wirklich gefruchtet.
Mittag ist sie zwischen 20 und 50 g Gemüse, und ich habe jetzt letzte Woche nach der U5 parallel Abendbrei angefangen. Da gehen schon 70 g Griesbrei rein.
Bei der U5 am letzten Freitag wog die kleine 6450 g bei 69 cm Körpergröße. Der BMI ist natürlich sehr schlecht, aber es gab schon einen Positivtrend. Trotzdem hat der Kinderarzt mir jetzt großen Druck gemacht. Er scheint mir nicht zu glauben, dass sie ein grundsätzlich zufriedenes Kind ist, kaum schreit, schon weite Strecken robbt und sehr aktiv ist, und auch lange spielt und erzählt. Er fragt ständig, ob die Milch nicht reicht, dabei lehnt sie ja manchmal die zweite Seite sogar ab. Nun wollte er, dass ich eine Woche lang jede Stillmahlzeit vorher und hinterher wiege. Als ich ihn erschrocken ansah sagte er, "naja dann drei Tage".
Er hat mir extra eine Säuglingswaage aus der Apotheke verschrieben. Für mich natürlich der Horror, weil die kleine nachts relativ oft kommt, sich da auch recht viel Milch holt und länger trinkt, und manchmal so schön neben mir einschläft. Außerdem geht die Zahnerei gerade los.
Von dem psychischen Druck für mich und im Stress für das Kind mal ganz zu schweigen.
Ich habe mich jetzt breitschlagen lassen das einmal 24 Stunden durchzuziehen. In 24 Stunden hat sie in vielen kleinen Mahlzeiten 750 g Milch getrunken. Zusätzlich an dem Tag 20 g Mittags Brei (Pastinaken Kartoffel Möhren) und 70 g Abend Brei (Grieß). Meine Hebamme sagte sagte gleich, ist doch in Ordnung.
Klar nimmt sie mit der Milchmenge nicht so gigantisch schnell zu. Aber da ich am Freitag nach dem Kinderarzttermin direkt mit dem Abendbrei begonnen habe und er ganz gut läuft, habe ich die Hoffnung das ich da schon ein bisschen was auf der Waage tut. Auf jeden Fall habe ich diese 24 Stundenwiegung erst mal abgebrochen. Das tue ich uns nicht weiter an. Stattdessen wiege ich morgens einmal nackt.
Startgewicht am
Samstag 6420 g auf der Leihwaage.
Sonntag 6460,
Montag 6490,
Dienstag nach einer 28° Nacht im Schlafzimmer 6460, heute
Mittwoch 6500 g.
Ich denke für eine halbe Woche ist diese Zunahme doch gar nicht schlecht.
Nun muss ich den Kinder Arzt die Tage anrufen und weiß nicht so recht wie ich argumentieren soll. Letztlich kann er mich ja nicht nötigen, diesen Stillterror mitzumachen.
Meine Hebamme fragte sowieso, was der Kinderarzt denn machen will, wenn ihm das die Milchmenge nicht passt. Zwangsfütterung? Wenn Sie die Brust und den Brei in der Situation abgelehnt wird es ja schließlich auch kein Fläschchen nehmen.
Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich, mit welcher Beikost ich es am besten probieren könnte, damit sie schneller zunimmt? Ich sträube mich ein wenig diesen zuckerhaltigen Milchbrei zu kaufen. Bei meiner älteren Tochter habe ich immer den Abendbrei mit Flocken und Pre Milch angerührt. Habe auch noch Flocken übrig davon. Mittags Brei mit Kartoffel mag sie Moment noch gar nicht richtig, Gemüse pur geht meistens besser aber ist natürlich nicht wirklich nahrhaft. Sie ist auch sehr wählerisch was die Sorten betrifft. Am besten nur Möhrchen. Oder ich pimpe mit Birne, dann geht auch immer ein bisschen mehr.
Ach, das ist alles nicht so einfach. Ich finde es einfach schlimm, wie man zum Teil als Mutter vom Kinderarzt angesehen wird und welchen Unterstellungen man ausgesetzt ist, wenn das Kind nicht nach Tabelle gedeiht. Klar, gibt es auch Fälle von Vernachlässigung oder Menschen die vor dem Arzt lügen. Aber letztendlich war ich auch mit meiner großen Tochter bei ihm, sie war auch immer lang und dünn nur nicht ganz so dünn wie die kleine. Aber die Veranlagung ist bei beiden da.
Vielen Dank fürs Lesen.
Gruß,
Curly
Ach so, bitte entschuldigt Rechtschreibfehler, ich habe das ganze größtenteils diktiert.