Gefahr von Eisenmangel bei veganem Baby
Verfasst: 30.08.2015, 18:14
Hallo,
ich hoffe, es gibt dieses Thema nicht schon allzu oft. Aber ich bin mir gerade wieder unsicher und ärger mich auch so über die Kinderärztin...
Meine Tochter ist nun etwas über 6 Monate alt und isst seit einigen Wochen - mal mehr, mal weniger, mal gar keine - Beikost.
Es freut mich, wie interessiert sie am Essen ist, wie gerne sie Verschiedenes probiert und über die Menge muss ich mir ja wirklich noch keine Gedanken machen.
Dazu möchte ich sagen, dass ich mich seit vielen Jahren vegan ernähre und in meinem Leben Essen einen sehr großen Stellenwert hat. Eigentlich bin (und war) ich mir immer sicher, dass es - einige Ernährungsgrundregeln beachtet - problemlos möglich ist ein Kind vegan zu ernähren, solange es B12 substituiert bekommt.
Zudem ist meine Tochter eine begeisterte Stillerin und stillt mindestens 12x pro Tag, wir möchten auch weiter nach Bedarf stillen.
Trotzdem hat mich jetzt die Kinderärztin leider sehr verunsichert. Laut ihr ist es nämlich nicht möglich, ein Kind im ersten Lebensjahr fleischlos zu ernähren, ohne dass es einen ordentlichen Eisenmangel ausbildet. Die Bioverfügbarkeit von Eisen in Getreide (auch im Babygetreidebrei) gab sie mit „gleich Null“ an, egal ob mit oder ohne Vitamin C. Und laut ihr kann ich mich darauf einstellen, dass meine Tochter so ab dem 8. Monat deswegen dauerkränkeln wird (sie hatte bisher noch gar nichts). Ich soll ihr Fleisch oder zumindest Eier geben, oder auch Milch und Fisch, was ich natürlich nicht möchte. Ich befürchte, dass ich mich, sobald mein Kind im Herbst mal krank ist, sehr unwohl beim Arztbesuch fühlen werde, da ich das Gefühl habe, ich hätte die Krankheit ja provoziert (zumindest aus Sicht der Ärztin). Und natürlich möchte ich nicht, dass meine Tochter krank sein muss, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich im Herbst/Winter mal irgendwas einfängt ist aber wohl groß.
Nun weiß ich, dass Eisenmangel bei Babys ein reales Problem sein kann. Einen solchen erkennt man, soweit ich weiß, an blassen Schleimhäuten und Apetitmangel, würde sich der nur bei Beikost zeigen oder wäre dann nicht auch die Stillfrequenz niedriger? Treten solche Symptome erst bei schwerem Mangel auf? Reicht es nicht, wenn mein Kind gerne Hirse und Hafer, in Kombination mit Obst oder Vitamin-C-reichem Gemüse isst? Sind Babys mit Eisenmangel so oft krank?
Ich denke, es haben hier einige Menschen Erfahrungen mit vegetarischen und/oder veganen Babys gemacht. War Eisenmangel da ein Problem?
Vielen Dank für eure Antworten,
schnitz
ich hoffe, es gibt dieses Thema nicht schon allzu oft. Aber ich bin mir gerade wieder unsicher und ärger mich auch so über die Kinderärztin...
Meine Tochter ist nun etwas über 6 Monate alt und isst seit einigen Wochen - mal mehr, mal weniger, mal gar keine - Beikost.
Es freut mich, wie interessiert sie am Essen ist, wie gerne sie Verschiedenes probiert und über die Menge muss ich mir ja wirklich noch keine Gedanken machen.
Dazu möchte ich sagen, dass ich mich seit vielen Jahren vegan ernähre und in meinem Leben Essen einen sehr großen Stellenwert hat. Eigentlich bin (und war) ich mir immer sicher, dass es - einige Ernährungsgrundregeln beachtet - problemlos möglich ist ein Kind vegan zu ernähren, solange es B12 substituiert bekommt.
Zudem ist meine Tochter eine begeisterte Stillerin und stillt mindestens 12x pro Tag, wir möchten auch weiter nach Bedarf stillen.
Trotzdem hat mich jetzt die Kinderärztin leider sehr verunsichert. Laut ihr ist es nämlich nicht möglich, ein Kind im ersten Lebensjahr fleischlos zu ernähren, ohne dass es einen ordentlichen Eisenmangel ausbildet. Die Bioverfügbarkeit von Eisen in Getreide (auch im Babygetreidebrei) gab sie mit „gleich Null“ an, egal ob mit oder ohne Vitamin C. Und laut ihr kann ich mich darauf einstellen, dass meine Tochter so ab dem 8. Monat deswegen dauerkränkeln wird (sie hatte bisher noch gar nichts). Ich soll ihr Fleisch oder zumindest Eier geben, oder auch Milch und Fisch, was ich natürlich nicht möchte. Ich befürchte, dass ich mich, sobald mein Kind im Herbst mal krank ist, sehr unwohl beim Arztbesuch fühlen werde, da ich das Gefühl habe, ich hätte die Krankheit ja provoziert (zumindest aus Sicht der Ärztin). Und natürlich möchte ich nicht, dass meine Tochter krank sein muss, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich im Herbst/Winter mal irgendwas einfängt ist aber wohl groß.
Nun weiß ich, dass Eisenmangel bei Babys ein reales Problem sein kann. Einen solchen erkennt man, soweit ich weiß, an blassen Schleimhäuten und Apetitmangel, würde sich der nur bei Beikost zeigen oder wäre dann nicht auch die Stillfrequenz niedriger? Treten solche Symptome erst bei schwerem Mangel auf? Reicht es nicht, wenn mein Kind gerne Hirse und Hafer, in Kombination mit Obst oder Vitamin-C-reichem Gemüse isst? Sind Babys mit Eisenmangel so oft krank?
Ich denke, es haben hier einige Menschen Erfahrungen mit vegetarischen und/oder veganen Babys gemacht. War Eisenmangel da ein Problem?
Vielen Dank für eure Antworten,
schnitz