Weg vom Zufüttern... hin zum Vollstillen?
Verfasst: 10.07.2015, 22:32
Liebe Stillexperten,
Mein Sohn ist am 10.6.2015 geboren. Sein Geburtsgewicht war 4000g und 53 cm. Es war eine spontane, problemfreie Geburt. Es wurden keinerlei Medikamente etc. verabreicht. Er ist mein erstes Kind und somit fehlt mir auch noch die Erfahrung beim Stillen. Im KH fand so gut wie keine Stillberatung statt mit der Folge, dass ich wohl falsch angelegt habe mit der Folge, dass meine Brustwarzen schon nach 2 Tagen blutig und entzündet waren und ich nur noch mit Stillhütchen weiterstillen konnte.
Schon im Krankenhaus hat er an Gewicht verloren. ( Genaue Gewichtsdaten siehe unten) Auch zuhause hat er weiterhin an Gewicht verloren, so dass die Hebamme zum Zufüttern von Muttermilch durch Abpumpen mit einer elektrischen Pumpe riet und Zuführung über Flasche, weil ich wohl noch nicht genug Milch hatte ( Durch Abpumpen habe ich zwischen 30-60 ml Muttermilch gewinnen können pro Abpumpen) Zusätzlich habe ich weiter gestillt jede Seite 20 min. Stillen fand nach Bedarf statt ca. alle 2-3 Stunden.
Leider verlor er weiter an Gewicht, so dass Pre Nahrung dann zugefüttert wurde. 30ml pro Fütterung nach dem Stillen. Noch immer hat er an Gewicht verloren. Meine Hebamme hat mich dann zusätzlich zu ihrer Betreuung an die Kinderärztin verwiesen, um das zu beobachten. Die Ärztin riet mir dann weit aus mehr als 30ml zu zufüttern. Wir haben dann immer zwischen 60-90 ml zugefüttert. Wenn Muttermilch vorhanden dann diese sonst Pre Nahrung. Endlich hat er dann zugenommen und hat sein Geburtsgewicht wieder erreicht. Zur U3 hatte er dann 4370 g.
Zur Milchbildung nehme ich Bockshornklee-Kapseln und für die Brüste nehme ich unregelmässig Stillöl.
Nun möchte ich aber vom Zufüttern wegkommen und gerne einen Weg zum Vollstillen finden und wäre dankbar hier Hilfe zu finden. Ich habe bereits damit begonnen ihn öfters zu Stillen und wenn er einen zufriedenen Eindruck macht keine weitere Milch zu zufüttern. Leider scheint er dann am Abend so "ausgehungert" zu sein, dass er nicht mehr andockt an der Brust, brüllt und wir dann wieder eine Flasche geben damit er einschlafen kann.
Gibt es denn vielleicht eine Möglichkeit auf "sanftem" Wege vom Zufüttern wegzukommen? So etwas wie Schritt für Schritt reduzieren?
Ich habe bereits Kontakt mit einer Stillberaterin. Leider hat sie erst nächste Woche Zeit für einen Besuch und hat mich an dieses Forum hier verwiesen, um direkt zu starten.
Sie hatte mich gebeten schon einige Frage zu beantworten, die ich hier in den Foren auch sehe, somit poste ich diese auch hier.
> * Wie oft und wie viel täglich wird zugefüttert? Mit Flasche oder alternativen Füttermethoden? Zufütterung per Flasche. Ich würde sagen ich stille so ca. 6-8 mal dann habe ich seit dem 16.6. immer nach jeder Mahlzeit zugefüttert. Wenn vorhanden füttere ich Muttermilch zu ansonsten Pre Nahrung. ca. 60 ml pro Mahlzeit seit dem 26.6. auf Anraten der Kinderärztin.Davor habe ich immer 30ml zugefüttert.
> * Wie oft stillt ihr pro Tag? ca. 6-8 mal
Wie lange dauern die Mahlzeiten (in etwa) Ich versuche 20 min pro Brust zu stillen. Meistens klappt das auch, außer er schläft vorher ein.
> * Wie viele Pipi bzw. Stuhlwindeln gibt es pro Tag? Schwierig zu sagen, da ich nicht wirklich mit zähle. Ich würde sagen mind. 3 Stuhlwindeln pro Tag und ca. 4-5 Pipiwindeln.
> * Wie war der Stillstart? (Andockprobleme, Schreibaby etc..) Es gab Andockprobleme in der Klinik. Es fand kaum Beratung statt und aus diesem Grund habe ich wohl falsch angelegt. Viel zu wenig Brust in den Mund. Somit hat er mir auf der Brustwarze gekaut. Nach 2 Tagen waren die Brustwarzen blutig. Danach habe ich mit Stillhütchen begonnen, weil ich es nicht mehr anders geschafft habe.
> * Kennt dein Sohn künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Ich verwende Stillhütchen und füttere mit Flasche zu. Schnuller nimmt er nicht wirklich.
> * Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? Nein.
>
> - BItte genaue Daten:
> BItte alle gemessenen Werte mit Klardatum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde.
>
Gewichtsentwicklung:
> 10.06. 4000 g Geburt KH
> 12.06. 3760 g Entlassung KH
> 13.06. 3670 g Hebamme
> 14.06. 3690 g Hebamme
15.06. 3690 g Hebamme
16.06. 3700 g Hebamme => Start Abpumpen von Muttermilch und zufüttern der Muttermilch
17.06. 3660 g Hebamme => Start zufüttern von Pre Nahrung
18.06 3640 g Hebamme
20.06. 3650 g Hebamme
21.06. 3700 g Hebamme
24.06 3750 g Hebamme
26.06 3760 g Kinderärztin
29.06 3980 g Kinderärztin
1.07 4050 g Hebamme
3.07 4180 g Kinderärztin
6.07. 4370 g Kinderärztin (U3)
Inzwischen haben wir auch eine eigene Waage und wollen ihn morgen wiegen
Vielen Dank schon mal im Voraus. Freu mich auf Eure Ratschläge
Mein Sohn ist am 10.6.2015 geboren. Sein Geburtsgewicht war 4000g und 53 cm. Es war eine spontane, problemfreie Geburt. Es wurden keinerlei Medikamente etc. verabreicht. Er ist mein erstes Kind und somit fehlt mir auch noch die Erfahrung beim Stillen. Im KH fand so gut wie keine Stillberatung statt mit der Folge, dass ich wohl falsch angelegt habe mit der Folge, dass meine Brustwarzen schon nach 2 Tagen blutig und entzündet waren und ich nur noch mit Stillhütchen weiterstillen konnte.
Schon im Krankenhaus hat er an Gewicht verloren. ( Genaue Gewichtsdaten siehe unten) Auch zuhause hat er weiterhin an Gewicht verloren, so dass die Hebamme zum Zufüttern von Muttermilch durch Abpumpen mit einer elektrischen Pumpe riet und Zuführung über Flasche, weil ich wohl noch nicht genug Milch hatte ( Durch Abpumpen habe ich zwischen 30-60 ml Muttermilch gewinnen können pro Abpumpen) Zusätzlich habe ich weiter gestillt jede Seite 20 min. Stillen fand nach Bedarf statt ca. alle 2-3 Stunden.
Leider verlor er weiter an Gewicht, so dass Pre Nahrung dann zugefüttert wurde. 30ml pro Fütterung nach dem Stillen. Noch immer hat er an Gewicht verloren. Meine Hebamme hat mich dann zusätzlich zu ihrer Betreuung an die Kinderärztin verwiesen, um das zu beobachten. Die Ärztin riet mir dann weit aus mehr als 30ml zu zufüttern. Wir haben dann immer zwischen 60-90 ml zugefüttert. Wenn Muttermilch vorhanden dann diese sonst Pre Nahrung. Endlich hat er dann zugenommen und hat sein Geburtsgewicht wieder erreicht. Zur U3 hatte er dann 4370 g.
Zur Milchbildung nehme ich Bockshornklee-Kapseln und für die Brüste nehme ich unregelmässig Stillöl.
Nun möchte ich aber vom Zufüttern wegkommen und gerne einen Weg zum Vollstillen finden und wäre dankbar hier Hilfe zu finden. Ich habe bereits damit begonnen ihn öfters zu Stillen und wenn er einen zufriedenen Eindruck macht keine weitere Milch zu zufüttern. Leider scheint er dann am Abend so "ausgehungert" zu sein, dass er nicht mehr andockt an der Brust, brüllt und wir dann wieder eine Flasche geben damit er einschlafen kann.
Gibt es denn vielleicht eine Möglichkeit auf "sanftem" Wege vom Zufüttern wegzukommen? So etwas wie Schritt für Schritt reduzieren?
Ich habe bereits Kontakt mit einer Stillberaterin. Leider hat sie erst nächste Woche Zeit für einen Besuch und hat mich an dieses Forum hier verwiesen, um direkt zu starten.
Sie hatte mich gebeten schon einige Frage zu beantworten, die ich hier in den Foren auch sehe, somit poste ich diese auch hier.
> * Wie oft und wie viel täglich wird zugefüttert? Mit Flasche oder alternativen Füttermethoden? Zufütterung per Flasche. Ich würde sagen ich stille so ca. 6-8 mal dann habe ich seit dem 16.6. immer nach jeder Mahlzeit zugefüttert. Wenn vorhanden füttere ich Muttermilch zu ansonsten Pre Nahrung. ca. 60 ml pro Mahlzeit seit dem 26.6. auf Anraten der Kinderärztin.Davor habe ich immer 30ml zugefüttert.
> * Wie oft stillt ihr pro Tag? ca. 6-8 mal
Wie lange dauern die Mahlzeiten (in etwa) Ich versuche 20 min pro Brust zu stillen. Meistens klappt das auch, außer er schläft vorher ein.
> * Wie viele Pipi bzw. Stuhlwindeln gibt es pro Tag? Schwierig zu sagen, da ich nicht wirklich mit zähle. Ich würde sagen mind. 3 Stuhlwindeln pro Tag und ca. 4-5 Pipiwindeln.
> * Wie war der Stillstart? (Andockprobleme, Schreibaby etc..) Es gab Andockprobleme in der Klinik. Es fand kaum Beratung statt und aus diesem Grund habe ich wohl falsch angelegt. Viel zu wenig Brust in den Mund. Somit hat er mir auf der Brustwarze gekaut. Nach 2 Tagen waren die Brustwarzen blutig. Danach habe ich mit Stillhütchen begonnen, weil ich es nicht mehr anders geschafft habe.
> * Kennt dein Sohn künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Ich verwende Stillhütchen und füttere mit Flasche zu. Schnuller nimmt er nicht wirklich.
> * Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? Nein.
>
> - BItte genaue Daten:
> BItte alle gemessenen Werte mit Klardatum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde.
>
Gewichtsentwicklung:
> 10.06. 4000 g Geburt KH
> 12.06. 3760 g Entlassung KH
> 13.06. 3670 g Hebamme
> 14.06. 3690 g Hebamme
15.06. 3690 g Hebamme
16.06. 3700 g Hebamme => Start Abpumpen von Muttermilch und zufüttern der Muttermilch
17.06. 3660 g Hebamme => Start zufüttern von Pre Nahrung
18.06 3640 g Hebamme
20.06. 3650 g Hebamme
21.06. 3700 g Hebamme
24.06 3750 g Hebamme
26.06 3760 g Kinderärztin
29.06 3980 g Kinderärztin
1.07 4050 g Hebamme
3.07 4180 g Kinderärztin
6.07. 4370 g Kinderärztin (U3)
Inzwischen haben wir auch eine eigene Waage und wollen ihn morgen wiegen
Vielen Dank schon mal im Voraus. Freu mich auf Eure Ratschläge