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Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 29.06.2015, 17:45
von diekatiwi
Hallo,

meine Tochter ist heute genau 5 Wochen alt und eigentlich dachte ich, dass es gut mit dem Stillen läuft. Leider hat sie jedoch bisher zu wenig zugenommen. Bei der Geburt wog sie 4000 Gramm, noch im Krankenhaus nahm sie auf 3600 Gramm ab. Bis heute hat sie die 400 Gramm noch nicht ganz wieder erreicht. Meine bisherige Hebamme und auch der Kinderarzt machten sich jedoch noch keine großen Sorgen. Ich selber bin jedoch langsam beunruhigt und habe auch das Gefühl, dass ich sie evtl nicht satt bekomme, da meine Milch schon eher schwer anzuregen ist. Letzte Woche hatten wir ein paar extreme Abende, wo meine Maus sehr geschrien hat. Ich hab es zunächst auf Bauchweh geschoben, da sie in dem Moment des Schreiens bzw. danach häufig pupsen musste bzw. dann eine große Ladung in die Windel ging. An einem Abend (Donnerstag) jedoch schrie sie so extrem, dass ich irgendwann Angst hat, dass sie vor Hunger schreit. Am Freitag hatte sie dann beim Kinderarzt auch nicht wirklich weiter zugenommen. Meine bisherige Hebamme ist jetzt leider 6 Wochen im Urlaub. Daraufhin habe ich Freitag die Vertretungshebamme kontaktiert, die gestern ganze drei Stunden bei uns war. Sie hat mir viele Tipps zur weiteren Milchsteigerung empfohlen und mir beim Stillen zugesehen. F. hat sich eine Stunde an der Brust abgemüht und dann frustriert geschrien ohne sich beruhigen zu lassen. Das Ende vom Lied, F. hat eine ganze Flasche Pre (90 ml) weggezogen und danach tief geschlafen.

Ich beantworte jetzt zunächst mal die Fragen und erkläre unsere Situation genauer:

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bis gestern wurde nicht zugefüttert. Gestern bekam sie dann am Spätnachmittag nach einer missglückten Stillmahlzeit 90 ml Pre aus der Philips Avent naturnah Flasche.
Heute hat sie nach einer Stillmahlzeit und starken Geschrei nochmal 30 ml mit der Flasche bekommen.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen meist recht lang ( mindestens eine Stunde). Morgens nach dem ersten Aufwachen gegen 6h, dann meist nochmal gegen 8h und gegen 11h. Dazwischen döst sie kurz weg, will aber meist wieder an die Brust, trinkt aber auch nicht immer mit starkem Zug, nuckelt zwischendrin, dockt ab, wieder an und bemüht sich sehr. Nach der Mahlezeit um 11h binde ich sie meist ins Tuch und sie schläft 3-4 Stunden. Danach (ca 15 h) stille ich sie wieder und in der letzten Zeit ist sie dann meist sehr unzufrieden bzw. findet nach der Mahlzeit nicht zur Ruhe und so hängt sie dann häufig noch lange an der Brust Immer mal wieder zwischen drin und findet kaum in den Schlaf. Abends gegen halb acht wird auch meist gestillt und manchmal ist sie dann etwas ruhiger, häufig dreht sie um die Zeit sehr auf, schreit, lässt sich nur durch stillen im Schlafzimmer beruhigen und hängt dann in der letzten Woche häufig 2 Stunden oder länger an der Brust (ich wechsel immer hin und her). Irgendwann schläft sie dann ein. Nachts wird meist gegen 2h und 4h nochmal getrunken.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
wir haben 5-6 Pipi-Windeln am Tag, meist 2-3 mal wenig Stuhlgang. Manchmal eine große Ladung.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Der Stillstart verlief eigentlich gut, es gab keine Probleme meinerseits und sie hat gut getrunken. in den ersten zwei Nächten Zuhause hat sie durchgeschlafen und nachts nichts getrunken. Da sie nicht zunahm, hat die Hebamme mir geraten sie zweimal nachts zu wecken, was ich auch gemacht habe. Nach ein paar Nächten ist sie dann selber aufgewacht.
Ich habe Probleme mit der MIlchbildung. Meine Brüste laufen nicht über und Stilleinlagen habe ich noch nie gebraucht. Zur Milchbildung mache ich zurzeit folgenden: Stilltee trinken, Bockshornkleesamen nehmen, Mariendiestekkapseln, Malzbier und alkoholfreien Sekt trinken, Ricinus-Globuli. Ich merke eine Steigerung, aber von einer wahren Explosion bin ich entfernt.

Beim Stillen selber ist F. im Moment machmal sehr unruhig und dockt ab, wieder an, saugt, nuckelt. In anderen Moment ist sie sehr konzentriert und zieht richtig los.
Vorletzte Woche hatten wir auch einige Clusterphasen, in denen sie mir die ganze Nacht an der Brust hing.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ich habe den Schnuller mal probiert, sie mag ihn aber nicht und spuckt ihn aus. Die Flasche wurde gestern und heute akzeptiert.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wie oben geschrieben habe ich Kontakt zur normalen Hebamme, dem Kinderarzt und jetzt zur Vertretungshebamme.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein

Gestern hat die Vertretungshebamme sich sehr viel Zeit genommen, hat F. beobachtet und keinerlei Auffälligkeiten festgestellt. Sie hat sie gewogen (3.960 Gramm) und mir anschließend beim Stillen zugesehen. F. hat sich sehr bemüht, wie die Hebamme festgestellt hat. Nach einer Stunde war sie aber immer noch sehr unzufrieden und hat laut geschrien, ließ sich durch nichts beruhigen. Daraufhin hat sie vorgschlagen doch schon zuzufüttern. Wir hatten uns eigentlich vorher darauf geeinigt noch zu warten, aber es war so deutlich gestern, dass F. noch Hunger hat, dass es ich weinen musste und zustimmen musste. Mein Freund hat ihr dann 90 ml Pre gefüttert, ich war fix und fertig und habe geweint. F. war danach sehr zufrieden und hat lange im Tuch bei mir geschlafen. Was wiederum für meine Brüste schlecht war. Nachdem ich sie aus dem Tuch geholt habe, waren beide Seiten hart und haben geschmerzt. F. hat dann zum Glück beide Seiten noch ohne Probleme getrunken.
Heute habe ich mir dann aus der Apotheke eine Milchpumpe besorgt, um die Produktion zwischendrin noch weiter anzukurbeln.
Heute morgen hat F. beide Seiten lange getrunken, aber auch zunächst mit Anlaufschwierigkeiten. Ich hab sie dann ins Tich gepackt, sie hat geschlafen. Nach 2,5 Stunden hab ich sie wieder gestillt, was auch eher unruhig war. Sie bemühte sich, hat aber phasenweise wirklich gut gezogen, war zwischendrin aber unzufrieden und hat dann richtig aufgedreht, die Brust angeschrien. Ich wusste nicht, hat sie jetzt noch Hunger, ist sie fertig, will sie was anderes machen, hat sie Bauchschmerzen, da sie wieder pupsen musste??? Sie ließ sich kurz anderweitig beruhigen, schrie aber wieder los. Meine Brust wollte sie nicht. Mein Freund hat ihr dann die Flasche angeboten...so ganz überzeugt war sie auch erst nicht, hat dann aber 30 ml Pre getrunken, In der Zeit habe ich 30 ml abpumpen können. Na prima :-(
F. war insgesamt sehr aufgedreht, ließ sich dann aber von meinem freund in den Schlaf streicheln und hat jetzt wieder fast 3 Stunden geschlafen. Jetzt werde ich sie zum stillen wecken.


Ich bin mir insgesamt sehr unsicher, will weiter stillen und hab gerade jegliche Intuition verloren. Wann soll ich zufüttern? Nur, wenn sie noch vor Hunger schreit...nach 1,5 Stunden stillen oder erst nach 2 Stunden stillen? Nach jedem Stillvorgang? Und wie nimmt sie bloß zu? Bisher gab es ja auch Tage, wo sie nicht so gebrüllt hat. Da hätte ich ja nie gedacht, dass sie Hunger hat. Aber es reicht ja alles nicht zu zunhemen.
Wie oft soll ich abpumpen und nehme ich ihr dann nicht Milch weg, wenn ich abpumpe? Sie kann das dann ja nicht trinken...Jetzt stehen die 30 ml im Kühlschrank. Sollen wir die dann ggf per Flasche noch füttern, wenn sie nach dem Stillen noch Hunger hat?

Ich bin so ratlos, traurig und verwirrt gerade und würde mich über Hilfe sehr freuen.

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 29.06.2015, 21:34
von Gast
Eine weitere Frage habe ich zum Abpumpen zwecks Milchproduktion ankurbeln:
Wenn ich jetzt zwischen zwei Mahlzeiten abpumpe, fehlt dann nicht bei der nachfolgenden Mahlzeit Milch? Wenn ich um drei stille, um halb fünf abpumpe und sie um 6 wieder trinken will, dann fehlt doch um sechs die Menge, oder nicht?
Deswegen traue ich mich gerade nicht so richtig ans Pumpen.

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 06:53
von deidamaus
Hallo diekatiwu,

ich melde mich heute im Laufe des Tages bei dir. Ich bin mir sicher, dass wir einiges verbessern können, damit dein Baby besser zunimmt.

Ganz liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 07:48
von diekatiwi
Danke!
Der Gastbeitrag ist im übrigen auch von mir.

Was ich noch ergänzen wollte, ist, dass mir auch aufgefallen ist, dass sie eine Lieblingsseite hat. Links wird nicht so gut getrunken und die Seite ist auch weniger voll. Das ist mir heute morgen deutlich aufgefallen.

Außerdem sind unsre Mahlzeiten auch immer sehr lang. Ich stille jetzt gerade schon wieder 80 Minuten. Ich hätte vorher aufhören können, hab jedoch nochmal gewechselt, um zu stimulieren. Aber eine Stunde ist ganz normal bei uns,abends dann auch gerne noch länger. Von acht bis elf an der Brust.

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 07:52
von diekatiwi
Sie braucht die Brust auch zum einschlafen und runterkommen. F. ist sowieso ein Kind, das ganz viel Körperkontakt braucht. Sie schläft nur an mich gekuschelt, mag den Kinderwagen nicht, sondern nur das Tragetuch und lässt sich auch nur ganz kurz mal ablegen.

Entschuldigung für die ganzen Ergänzungen.

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 09:41
von diekatiwi
Was mir gerade Sorgen macht, ist das sie seit gestern Abend keine ordentlich volle Pipi Windel hatte. Immer nur ein bisschen, aber nicht richtig voll. Stuhlgang ist auch eher wenig.
F. selbst wirkt dabei allerdings fit.
Ich überlege jetzt, ob ich ihr jetzt nach jeder Stilmahlzeit noch 30 ml anbieten soll?

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 09:51
von Brianna
Ich bin kein Experte, aber wenn akuter Handlungsbedarf bestehen würde, hätte deidamaus sich gleich gemeldet. Ich gehe mal davon aus, dass es bei euch auch relativ warm bis heiß ist. Da kann es sein, dass deine Kleine einfach mehr schwitzt und deshalb weniger Pipi macht. Solange du vier Wegwerwindel hast, in denen merklich Urin st, ist eigentlich alles normal.
Ich würde warten, bis deidamaus sich meldet und bis dahin oft stillen anbieten. Bei Hitze ruhig öfter anbieten. Ablehnen kann sie dann ja, wenn sie keinen Durst oder Hunger hat.
Gruß Brianna

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 11:10
von Lösche Benutzer 7240
Auch hier keine Expertin, nur lange Mitleserin im Stillforum:
Die Stillmods brauchen alle Gewichtsdaten die Du hast mit Datum (also zB 27.06., 3780 g, Hebammenwaage) als Liste. Ist glaub auch in dem Link erklärt "Wie funktioniert Stillberatung im SuT" (sorry, ich schreib auf einem kaputten Tablet, kann nicht verlinken).
Falls Zufütterbedarf bestehen sollte (was ich nicht beurteilen kann), wird dir garantiert zum stillfreundlichen Zufüttern geraten - d.h. keine Flasche mit egal welchem Sauger. Der harte Sauger löst den Saugreflex aus, das Baby "muss" trinken und fällt meist danach ins sogenannte Fresskoma (schläft lange). Ausserdem erfordert an der Flasche trinken eine völlig andere Technik als das Trinken an der Brust, Stichwort Saugverwirrung. Stillfreundliche Zufüttermethoden wären Bechern, Löffel, Softcup oder BES - am "einfachsten" wäre jetzt für den èbergang sicher Becher oder Löffel, da muss man nix kaufen. Achtung, ist am Anfang ne ziemliche Sauerei ;)
Dauerstillen muss nicht heissen hungern - v.a. am Abend ist es klassisches Babyverhalten, Stichwort clustern. Das Baby trinkt, kurbelt die Milchproduktion an und ganz wichtig, verarbeitet den Tag und tankt ganz viel Mamanähe. Auch ein Babybedürfnis!
Den Rest überlass ich den Profis :) Ihr schafft das schon, und in der Zwischenzeit les dich doch mal durchs Stillforum (v.a. die oben angepinnten Threads, massenweise Infos!), das kann man ja auch gut beim Stillen machen!

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 11:11
von Morgaine47
Bis sich Deidamaus meldet kannst Du schon mal in der Linkübersicht nach dem Beitrag zu stillfreundlichen Zufüttermethoden schauen. Und mal alle Gewichtsdaten mit Klardatum als Liste aufschreiben, die braucht Deidamaus. Und ich vermute sie wird zum täglichen Wiegen raten um das Gedeihen weiter zu beobachten, vielleicht rufst Du schon mal Apotheken an wos ne Waage zu leihen gibt und Deinen KiA wegen einem Rezept für die Waage.

Re: Geburtsgewicht noch nicht erreicht nach 5 Wochen

Verfasst: 30.06.2015, 12:31
von deidamaus
Hallo diekatiwi,

schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ich werde jetzt mal deine Postings der Reihe nach durchgehen und dann sehen wir gemeinsam, wie wir eine bessere Zunahme bei deinem Baby erreichen können.
diekatiwi hat geschrieben:Hallo,
meine Tochter ist heute genau 5 Wochen alt und eigentlich dachte ich, dass es gut mit dem Stillen läuft. Leider hat sie jedoch bisher zu wenig zugenommen. Bei der Geburt wog sie 4000 Gramm, noch im Krankenhaus nahm sie auf 3600 Gramm ab. Bis heute hat sie die 400 Gramm noch nicht ganz wieder erreicht. Meine bisherige Hebamme und auch der Kinderarzt machten sich jedoch noch keine großen Sorgen. Ich selber bin jedoch langsam beunruhigt und habe auch das Gefühl, dass ich sie evtl nicht satt bekomme, da meine Milch schon eher schwer anzuregen ist. Letzte Woche hatten wir ein paar extreme Abende, wo meine Maus sehr geschrien hat. Ich hab es zunächst auf Bauchweh geschoben, da sie in dem Moment des Schreiens bzw. danach häufig pupsen musste bzw. dann eine große Ladung in die Windel ging. An einem Abend (Donnerstag) jedoch schrie sie so extrem, dass ich irgendwann Angst hat, dass sie vor Hunger schreit. Am Freitag hatte sie dann beim Kinderarzt auch nicht wirklich weiter zugenommen.
Als erstes wäre es für mich sehr wichtig, wenn du alle Gewichtsdaten, die du hast, hier in Form einer Liste aufschreibst, jeweils mit Angabe der Waage. Dies sieht dann in etwa so aus:
1.2.13 4500 g KH
3.2.13 4550 g Hebamme
10.2.13 4700 g Kia
Meine bisherige Hebamme ist jetzt leider 6 Wochen im Urlaub. Daraufhin habe ich Freitag die Vertretungshebamme kontaktiert, die gestern ganze drei Stunden bei uns war. Sie hat mir viele Tipps zur weiteren Milchsteigerung empfohlen und mir beim Stillen zugesehen. F. hat sich eine Stunde an der Brust abgemüht und dann frustriert geschrien ohne sich beruhigen zu lassen. Das Ende vom Lied, F. hat eine ganze Flasche Pre (90 ml) weggezogen und danach tief geschlafen.
Lies dir dazu doch mal die Seite durch Trinkt ein sattes Baby noch aus der Flasche?. Es kann also auch einfach sein, dass dein Baby sich ins "Fresskoma" getrunken hat.
Bis gestern wurde nicht zugefüttert. Gestern bekam sie dann am Spätnachmittag nach einer missglückten Stillmahlzeit 90 ml Pre aus der Philips Avent naturnah Flasche.
Heute hat sie nach einer Stillmahlzeit und starken Geschrei nochmal 30 ml mit der Flasche bekommen.
Füge die Zufüttermenge doch bitte noch in die Liste mit den Gewichten ein.
Wir stillen meist recht lang ( mindestens eine Stunde). Morgens nach dem ersten Aufwachen gegen 6h, dann meist nochmal gegen 8h und gegen 11h. Dazwischen döst sie kurz weg, will aber meist wieder an die Brust, trinkt aber auch nicht immer mit starkem Zug, nuckelt zwischendrin, dockt ab, wieder an und bemüht sich sehr. Nach der Mahlezeit um 11h binde ich sie meist ins Tuch und sie schläft 3-4 Stunden. Danach (ca 15 h) stille ich sie wieder und in der letzten Zeit ist sie dann meist sehr unzufrieden bzw. findet nach der Mahlzeit nicht zur Ruhe und so hängt sie dann häufig noch lange an der Brust Immer mal wieder zwischen drin und findet kaum in den Schlaf. Abends gegen halb acht wird auch meist gestillt und manchmal ist sie dann etwas ruhiger, häufig dreht sie um die Zeit sehr auf, schreit, lässt sich nur durch stillen im Schlafzimmer beruhigen und hängt dann in der letzten Woche häufig 2 Stunden oder länger an der Brust (ich wechsel immer hin und her). Irgendwann schläft sie dann ein. Nachts wird meist gegen 2h und 4h nochmal getrunken.
Wie oft stillst du denn dann in 24 h? Bei schlechter Zunahme sollte dein Baby mindestens 10-12 mal in 24 h stillen, d.h. du solltest es tagsüber alle 2 h und nachts alle 3 h anlegen. Dazu ist es nötig, dein Baby zu wecken. Nachts sollte die Stillpause nicht länger wie 4 h sein. Damit dein Baby effektiver an der Brust trinkt, hilft Wechselstillen oder Brustkompression. In dem Link findest du noch weitere Wecktipps. Versuche dafür zu sorgen, dass dein Baby effektive 30-40 min trinkt. Danach kannst du sie auch gerne abmachen und versuchen anderweitig zu beruhigen (Tragetuch, Singen, Spazieren gehen).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
wir haben 5-6 Pipi-Windeln am Tag, meist 2-3 mal wenig Stuhlgang. Manchmal eine große Ladung.
Das ist schon mal gut
Ich habe Probleme mit der MIlchbildung. Meine Brüste laufen nicht über und Stilleinlagen habe ich noch nie gebraucht.
Das sind beides keine Zeichen von zu wenig Milch.
Zur Milchbildung mache ich zurzeit folgenden: Stilltee trinken, Bockshornkleesamen nehmen, Mariendiestekkapseln, Malzbier und alkoholfreien Sekt trinken, Ricinus-Globuli. Ich merke eine Steigerung, aber von einer wahren Explosion bin ich entfernt.
Malzbier, Stilltee und alkoholfreier Sekt hat keinen Einfluss auf deine Milchmenge. In welcher Dosierung nimmst du denn den Bocks und die Mariendisteln?
Mein Freund hat ihr dann 90 ml Pre gefüttert, ich war fix und fertig und habe geweint.
Das kann ich gut verstehen. 90 ml ist sehr viel auf einmal, da ist es klar, dass dein Baby lange geschlafen hat.
F. war danach sehr zufrieden und hat lange im Tuch bei mir geschlafen. Was wiederum für meine Brüste schlecht war. Nachdem ich sie aus dem Tuch geholt habe, waren beide Seiten hart und haben geschmerzt. F. hat dann zum Glück beide Seiten noch ohne Probleme getrunken.
D.h. dein Baby hat eindeutig zu viel Pre bekommen, da deine Brust dann übergelaufen ist. Lass uns gemeinsam die ganze Sache systematisch angehen.
Heute habe ich mir dann aus der Apotheke eine Milchpumpe besorgt, um die Produktion zwischendrin noch weiter anzukurbeln.
Heute morgen hat F. beide Seiten lange getrunken, aber auch zunächst mit Anlaufschwierigkeiten. Ich hab sie dann ins Tich gepackt, sie hat geschlafen. Nach 2,5 Stunden hab ich sie wieder gestillt, was auch eher unruhig war. Sie bemühte sich, hat aber phasenweise wirklich gut gezogen, war zwischendrin aber unzufrieden und hat dann richtig aufgedreht, die Brust angeschrien. Ich wusste nicht, hat sie jetzt noch Hunger, ist sie fertig, will sie was anderes machen, hat sie Bauchschmerzen, da sie wieder pupsen musste??? Sie ließ sich kurz anderweitig beruhigen, schrie aber wieder los. Meine Brust wollte sie nicht. Mein Freund hat ihr dann die Flasche angeboten...so ganz überzeugt war sie auch erst nicht, hat dann aber 30 ml Pre getrunken, In der Zeit habe ich 30 ml abpumpen können. Na prima :-(
Das du dir eine Pumpe besorgt hast, ist schon mal sehr gut.

F. war insgesamt sehr aufgedreht, ließ sich dann aber von meinem freund in den Schlaf streicheln und hat jetzt wieder fast 3 Stunden geschlafen. Jetzt werde ich sie zum stillen wecken.

Wir versuchen jetzt gemeinsam das Stillmanagment zu verbessern und deine Milchbildung anzukurbeln. Damit wir feststellen können, ob dein Baby darunter besser zunimmt, ist es wichtig, täglich einmal unter gleichen Bedingungen auf einer geeichten Babywaage zu wiegen. Schau dazu mal in den Link Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle.

Um deine Milchbildung anzuregen, solltest du folgendes tun:
- mindestens 10-12 mal in 24 h stillen, dazu kannst du dein Baby auch ruhig wecken (nachts spätestens nach 4 h)
- Wechselstillen
- Brustkompression
- 1-2 mal zusätzlich täglich Abpumpen, die abgepumpte Milch aufrahmen lassen und den Rahm per Löffel füttern
- Bockshornkleesamen weiter nehmen (sag mir bitte noch in welcher Dosierung du ihn nimmst)
- täglich unter gleichen Bedingungen wiegen

Wenn dies nach ein paar Tagen keinen deutlichen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung hat, sehen wir weiter.

Wie oft soll ich abpumpen und nehme ich ihr dann nicht Milch weg, wenn ich abpumpe? Sie kann das dann ja nicht trinken...Jetzt stehen die 30 ml im Kühlschrank. Sollen wir die dann ggf per Flasche noch füttern, wenn sie nach dem Stillen noch Hunger hat?
Von den 30 ml kannst du oben den Rahm abschöpfen und mit dem Löffel füttern. Das sind ein paar Extrakalorien, die nicht viel Platz im Magen brauchen. Abpumpen bietet sich entweder direkt nach dem Stillen an oder zwischendrin. Wie es dir am Besten in deinen Tagesablauf reinpasst. Du nimmst deinem Baby die Milch damit nicht weg, da ständig neue gebildet wird.
Was ich noch ergänzen wollte, ist, dass mir auch aufgefallen ist, dass sie eine Lieblingsseite hat. Links wird nicht so gut getrunken und die Seite ist auch weniger voll. Das ist mir heute morgen deutlich aufgefallen.
Das ist bei vielen Frauen so und auch nicht weiter problematisch. Einfach beide Seiten anbieten (und gerne nochmal eine dritte oder vierte....).
Was mir gerade Sorgen macht, ist das sie seit gestern Abend keine ordentlich volle Pipi Windel hatte. Immer nur ein bisschen, aber nicht richtig voll. Stuhlgang ist auch eher wenig.
F. selbst wirkt dabei allerdings fit.
Das liegt bestimmt an den hochsommerlichen Temperaturen.
Ich überlege jetzt, ob ich ihr jetzt nach jeder Stilmahlzeit noch 30 ml anbieten soll?
Halte dich erstmal an obige Tipps und füttere ihr den Rahm per Löffel. Wenn wir Pre zufüttern müssen, solltest du auf jeden Fall auf eine stillfreundliche Zufüttermethode umsteigen, damit dein Baby sein Saugbedürfnis nur an der Brust befriedigt. Bekommt es einen Schnuller?

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung