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Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 03.06.2015, 11:05
von jaloca78
Guten Tag
Unsere Tochter kam (in der 37. Woche) per Kaiserschnitt auf die Welt, übermorgen ist sie 5 Wochen alt. Das Stillen schien am Anfang gut zu klappen, jedoch, genau gleich wie bei unserem Sohn vor 3 Jahren, haben sich mit der Zeit die gleichen Probleme eingeschlichen. Sie war sehr schläfrig und schlapp (hatte auch Gelbsucht) und trank an der Brust nicht besonders aktiv. Oft schlief sie ein oder nuckelte nur vor sich hin. Da das Gewicht ziemlich schnell abnahm, habe ich am 4.-5. Tag mit Abpumpen und Zufüttern angefangen. Die ersten Tage haben wir es noch mit Bechern veresucht, ziemlich schnell jedoch auf einen normalen Sauger umgestellt, obwohl ich mich so dagegen gewährt habe. Sie trank schön und nahm auch zu, also wurden wir aus dem Krankenhaus entlassen. Ich war psychisch ziemlich am Ende, da ich enorme Angst vor einem erneuten Drama hatte: bei unserem Sohn habe ich 6 Monate mit dem Stillen gekämpft und die Medela Doppel-Pumpe war mein ständiger Begleiter. Er trank sehr schlecht, ich habe alles mögliche versucht, Stillberatung in Anspruch genommen, Brusternährungsset versucht und nichts half. Ich habe 6 Monate nur gepumpt und mit Fläschen gegeben. Die shat mich richtig erschöpft und ich habe mir nichts sehenlicher gewünscht, als dass es bei einem zweiten Kind ev. mit dem Stillen klappt. Tja, leider fing es sehr ähnlich an, weshalb ich emotional so heftig reagiert habe. Nach dem Entlassen aus dem Krankenhaus habe ich mich ziemlich schnell beruhigt und versucht, die Lage zu akzeptieren und mich zumindest über die Tatsachen zu freuen, die nun anders (positiver) sind. Ich habe, denke ich, genug Milch: in 24 h kommen mit der Pumpe so ca. 700 ml, welche ich brav in den Kühlschrank stelle oder einfriere. Ich verwende viele Hilfsmittel, ich denke, dass ich ohne sie viel weniger Milch hätte, wie beim Sohn damals. Die Lage momentan ist so, dass die Kleine immer noch permanent shcläft. Wahrscheinlich ist sie insgesamt 1-2 Stunden pro Tag wach. Mit dem Flaschen hat sie nun von Geburstgewicht 3540 g auf fast 4000 g zugenommen. Ich wecke sie alle 3 Stunden (wecken lässt sie sich sehr gut), wickle sie und versuche sie zu stillen. Am Anfang schlief sie oft ein, dies ist immer noch der Fall, aber immer öfters liegt sie einfach so friedlich (wach) mit der BW im Mund, nuckelt oder trinkt schon richtig, aber wenig. Laut Stillberaterin macht sie es mit dem Trinken richtig: sie schluckt, sie umfasst die BW richtig, nur ist sie halt sehr passiv und manchmal schläfrig. ÖFters habe ich vor und nach dem Stillen gewogen und da waren es meistens 10 ml, die sie getrunken hat. Deswegen bekommt sie nach jedem Stillen noch einen Schoppen mit abgepumpter Muttermilch: zwischen 70 ml und 100 ml. Also in 24 Stunden haben wir 6-7 solche Aktionen: ca. 15 min Stillen und an schliessend Flasche. Sie nimmt schön zu, scheint zufrieden zu sein, laut Kinderärztin alles tipp topp, nur bin ich immer noch sehr traurig und frustriert, dass wir das so machen müssen und farge mich, ob wir je dei Kurve kriegen werdenz zum alleinigen Stillen. Die ganze Pumperei ist sehr anstrengend, gleichzeitig bin ich so froh und dankbar, dass ich dadurch meine Milchmenge aufrechterhalten, rsp. steigern kann. Ich kann mir nicht vorstellen, nicht abzupumpen: so, wie sie trinkt wäre nach spätestens 1 Woche nichts mehr da. Übrigens bekommt sie die Muttermilch mit dem Calma Sauger, da ich unbedingt vom normalen Sauger wegkommen wollte. Bächern lehne ich kategorsch ab: mit einem 3 jährigen Sohn zu Hause, Pumpen alle 3 Stunden und Stillen, schaffe ich diese Methode einfach nicht und sie frustriert mich nur. Es ist einfach nicht machbar, wenn man alleine ist und alles selber managen muss. Mit Calma macht sie es super, baut einen schönen Vakuum auf (sonst würde ja gar keine Milch kommen) und ich habe wirklich das Gefphl, dass sie keineSaugverwirrung hat: sie umfasst die Warze sehr gut, trinkt auch schön, schluckt dabei: eben, sie ist einfach sehr passiv, rsp. macht dies nicht lange. Oft wir nur noch genuckelt. Entweder ermüdelt sie schnell oder ich weiss auch nicht...

Hier die Angaben:
Zufütterung nach jedem Stillen mit ca. 70-100 ml abgepumpter Muttermilch. 6 Mal in 24 Stunden, in der Nacht 5-6 Stunden Pause.
Stillalltag: Alle 3 Stunden wecken und 15 min stillen, danach Fläschen.
Auscheidung: 5-6 nasse Windeln pro 24 h, fast jedes Mal mit Stuhlgang
Stillstart: siehe oben
Künstliche Sauger: Im Krankenhaus normaler Sauger, seit dem Austritt nur noch Calma
Behandlung: Stillberaterin bis jetzt nur 1 Mal bei uns zu Hause gewesen, laut ihr alles wunderbar, Stillverhalten der Kleinen super, Milchlmenge super, meine BW super, weiter mit Fläschen füttern, damit sie schön zunimmt und kräftiger und wacher wird, nicht mehr so viel schläft und dann würde das mit dem Stillen schon noch automatisch klappen. Na ja, wie lange noch? Ich habe keinen Plan, wie weiter. Wenn ich so weiter machen, wird das nie klappen!
Medizinische Besonderheiten: Kind in der 37 Woche per Kaiserschnitt geholt, Gelbsucht bei Geburt, jetzt laut Kinderärztin schon fast weg. Ich hatte grosse Schmerzen nach der Geburt, da ich die Schmerzmittel nicht nehmen wollte (wegen Übertritt in Muttermilch). Jetzt geht es mir körperlich wieder ganz gut. Bei der Geburt hatte ich prophylaktisch ein Antibiotikum (wegen dem Kaiserschnitt): dieses wurde mir nach der Abnabelung des Kindes verabreicht.

Ich pumpe pro 24 Stunden ca. 650-700 ml Milch ab. Die Kleine trinkt mit den Fläschen ca. 450-500 ml in 24 h (6 x ca. 70-100 ml), der Rest ist Stillen, aber eben: ich denke, da kommt fast nichts rein... Tendenziell sind ihr sie Fläschen zu viel: ab ca. 70 ml kämpft sie schon merklich, rsp. spuckt öfters danach (aber nicht viel, keinesfalls Erbrechen).

Ich würde mir so sehr wünschen, dass wir nur noch stillen und diese ganze Anstrengung ein Ende hat. Leider habe ich gemerkt, dass sie anfängt abzunehmen, wenn ich sie auf "Diät" setze, quasi nur noch stille, ohne zuzufüttern. Dies möchte ich natürlich vermeiden, wenn ich der Theorie folge, dass oberstes Ziel sein sollte, dass sie zunimmt, kräftiger wird und nicht mehr so viel schläft. Aber inwiefern dieses Schlafen damit zu tun hat, bezweifle ich auch. Es gibt sicher auch kräftige und fitte und starke Babys, die nur noch schlafen, oder? Oder ist dies immer ein Zeichen, dass man zu schwach und müde ist? Aktuell ist sie fast 4 kg (Geburtsgewicht 3540 g).

Ich würde mich über eine Beratung einer Fachperson sehr freuen, da ich nicht weiter weiss...

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 03.06.2015, 21:23
von Mondenkind
Hallo und herzlich willkommen im SuT!
Ich kann Deine Verzweiflung gut verstehen. Deine Pumpmenge ist aber in der Tat hervorragend. Lass uns schauen was wir tun können, damit sie sie sich selbst aus der Brust holt, ok?
jaloca78 hat geschrieben:Mit dem Flaschen hat sie nun von Geburstgewicht 3540 g auf fast 4000 g zugenommen.
Bitte leg doch eine Gewichtsliste an, wie hier beschrieben, incl. Stillhäufigkeit und gefütterter Menge.
dann würde ich vorschlagen, dass wir die "nachgefütterte" Menge kontinuierlich reduzieren und natürlich Maßnahmer ergreifen, die sie effektiver stillen lassen. Einverstanden?

Herzliche Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 03.06.2015, 23:29
von jaloca78
Liebes Mondenkind

Ja, ich werde das mit den Angaben versuchen, obwohl die erste Woche im Krankenhaus sehr schlecht protokolliert wurde und ich vermutlich nicht alles rekonstruieren kann.

Krankenhaus:
01.05 3540 g Geburt KH
02.05 3440 g, 7 x gestillt, 0 x Stuhl, 3 x Pipi
03.05 3300 g, 7 x gestillt, 3 x Stuhl, 3 x Pipi
04.05 3210 g, 8 x gestillt, 4 x Stuhl, 6 x Pipi
05.05 3220 g, 8 x gestillt, 100 ml Muttermilch mit Becher, 2 x Stuhl, 6 x Pipi
06.05 3210 g, 10 x gestillt, 25 ml Muttermilch mit Schoppen, 4 x Stuhl, 6 x Pipi
07.05 3170 g, 5 x gestillt, 30 ml Muttermilch mit Schoppen, 4 x Stuhl, 6 x Pipi -> Entlassung aus dem Krankenhaus

Zu Hause: (jeden Tag durchgängig alle 3 Stunden abgepumpt):

08.05, 3180 g : noch nicht protokolliert
09.05. 3220 g, 8 x gestillt, 220 ml MuMi mit Calma, 5 x Stuhl, 4 x Pipi, 230 ml abgepumpt
10.05, 3180 g, 4 x gestillt, 365 ml Mumi, 1 x Stuhl, 4 x Pipi, 5 x abgepumpt: 300 ml total
11.05, 3210 g, 5 x gestillt, 290 ml MuMi, 3 x Stuhl, 3 x Pipi, 5 x abgepumpt: 295 ml total
12.05, 3240 g, 4 x gestillt, 435 ml MuMi, 4 x Stuhl, 3 x Pipi, 7 x abgepumpt: 475 ml total
13.05. 3300 g, 4 x gestillt, 220 ml MuMi, 2 x Stuhl, 4 x Pipi, 6 x abgepumpt: 360 ml total
14.05, 3310 g, 6 x gestillt, 280 ml MuMi, 5 x Stuhl, 3 x Pipi, 6 x abgepumpt: 535 ml total
15.05, 3280 g, 6 x gestillt, 360 ml MuMi, 1 x Stuhl, 3 x Pipi, 6 x abgepumpt, 465 ml total
16.05, 3330 g, 4 x gestillt, 340 ml MuMi, 3 x Stuhl, 1 x Pipi, 6 x abgepumpt, 510 ml total
17.05, 3360 g, 4 x gestillt, 410 ml MuMi, 2 x Stuhl, 3 x PiPi, 6 x abgepumpt, 520 ml total
18.05, 3420 g, 6 x gestillt, 405 ml MuMi, 2 x Stuhl, 2 x Pipi, 7 x abgepumpt, 540 ml total
19.05, 3480 g, 7 x gestillt, 415 ml MuMi, 1 x Stuhl, 3 x PiPi, 6 x abgepumpt, 450 ml total -> ab hier habe ich aufgehört PiPi und Stuhl zu notieren, da fast bei jedem Wickeln beides gegeben war (auch heute noch!)
20.05, 3480 g, 6 x gestillt, 360 ml MuMi, 6 x abgepumpt, 540 ml total
21.05, 3510 g, 6 x gestillt, 470 ml MuMi, 7 x abgepumpt, 655 ml total
22.05, 3580 g, 5 x gestillt, 345 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 540 ml total
23.05, 3550 g, 5 x gestillt, 380 ml MuMi, 8 x abgepumppt: 595 ml total
24.05, 3600 g, 5 x getsillt, 390 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 575 ml total
25.05, 3610 g, 4 x gestillt, 390 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 630 ml total
26.05, 3610 g, 5 x gestillt, 425 ml MuMi, 6 x abgepumpt, 680 ml total
27.05, 3730 g, 5 x gestillt, 415 ml MuMi, 7 x abgepumpt: 780 ml total
28.05, 3700 g, 4 x gestillt, 455 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 625 ml total
29.05, 3800 g, 4 x gestillt, 490 ml MuMi, 6 x aggepumpt: 730 ml total
30.05, 3810 g, 5 x gestillt, 400 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 725 ml total
31.05, 3820 g, 4 x gestillt, 470 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 715 ml total
01.06, 3850 g, 5 x gestillt, 520 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 765 ml total
02.06, 3900 g, 5 x gestillt, 510 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 815 ml MuMi

Ich habe beim Aufschreiben selber gemerkt, dass meine Stillhäufigkeit kontinuierlich abnimmt. Dies erkläre ich mir dadurch, dass sie wirklich so oft an der Brust döst oder schläft, dass ich es oft schon nach 3-4 min aufgebe und gleich das Fläschen gebe. Dann wird sie wirklich innerhalb von Sekunden wach und trinkt die Flasche leer!! Beim Stillen habe ich schon alles versucht mit Kneifen, Streicheln, nicht zu warm anziehen usw, aber man sieht es offensichtlich, dass sie es sehr gemütlich an der Brust hat und einfach nicht wirklich wach und aktiv wird. An der Flasche ist sie meistens absolut konzentriert und mit ein paar ganz kleinen Pausen trinkt sie sie fast immer leer. Ich frage mich echt mittlerweile, ob es Babys gibt, die die Brust einfach mal für immer nicht als Nahrungs-Objekt sehen, sondern als Kuschel-Objekt. Das kann sie wunderbar: einmal habe ich sie fast 45 min an der Brust gehabt, ohne dass sie getrunken hat: einfach genuckelt, oder gar nicht den Mund bewegt, einfach die BW im Mund gehalten und ober entspannt dabei gewirkt. Oder zum Einschlafen funktioniert es auch immer. Aber trinken daraus? Weit weg davon entfernt...

Dann wurde mir bei dieser Zusammenstellung auch klar, wie wichtig mir das Abpumpen ist, obwohl ich immer so sehr darüber schimpfe ;-). Bin wirklich selber erstaunt über diese Erkenntnis. Das Abpumpen gibt mir eine grosse Sicherheit, etwas was ich unter Kontrolle habe: es zeigt mir, dass ich Milch habe, was enorm beruhigend ist und wenn ich mal weniger haben sollte, dann habe ich Hilfsmittel, zu denen ich greifen kann, damit die Menge wieder zunimmt. Ich merke jetzt, wie sehr ich angespannt und nervös wäre, wenn ich das Pumpen aufgeben oder gar reduzieren müsste... ich würde in der ständigen Angst leben, dass die Milch nachlassen würde: dies kenne ich von meinem Sohn damals: die Milch wurde immer weniger und weniger, bis ich mit Pre zufüttern musste: das fände ich aktuell sehr traurig und möchte es auf keinen Fall. Ich frage mich, ob und wie man das Stillen mit dem Pumpen kombinieren könnte, denn Aufgeben von heute oder morgen kann ich das Pumpen echt nicht. Bei einem reinen Stillen, wenn ich sie mal vorher und nachher auf die Waage stelle, sehe ich, dass sie kaum 10-20 ml aus der Brust getrunken hat. Das ist doch ober frustrierend und ohne Abpumpen würde meine Milch doch drastisch abnehmen.

Und zuguter letzt habe ich es glaube ich schon erwähnt: ich weiss, dass Bechern oder Ernährungsset sehr empfohlen werden, da sie so stillfreundlich sind, aber damit kann ich mich echt nicht mehr anfreunden, es tut mir wirklich sehr leid, wenn ich da so stur bin... Mit diesem Set habe ich bei meinem Sohn so gekämpft, nächtelang die Schläuche auf die Brüste geklebt in der Erschöpfung... schlimm schlimm. Und geholfen hat es nicht. Und Bechern braucht einfach enorm viel Geduld und Zeit. Hätte ich nur meine Tochter gehabt, hätte ich mich wahrscheinlich noch einmal darauf eingelassen. Aber ich sehe es ja jetzt: keine Chance mit einem herumrennenden oder schreienden 3-Jährigen im gleichen Haushalt: da kann man weder entspannt und konzentriert bechern, noch sonst was. Ich bin froh, wenn ich das ganze Abpumpen, Sterilisiere etc. in den Griff kriege. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Calma und würde es gerne so weiteversuchen. Zumindest noch eine Weile... Schnuller benutzen wir keine.

So, das wäre es für den Moment. Ich freue mich auf Ihre Antwort und gehe wieder abpumpen :-)
jaloca78

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 04.06.2015, 09:01
von Mondenkind
Danke für die Daten, ich schaue da noch drüber.

Wahnsinn, dass Du das durchhälst, alle 3 Stunden zu pumpen!
jaloca78 hat geschrieben:Ich habe beim Aufschreiben selber gemerkt, dass meine Stillhäufigkeit kontinuierlich abnimmt. Dies erkläre ich mir dadurch, dass sie wirklich so oft an der Brust döst oder schläft, dass ich es oft schon nach 3-4 min aufgebe und gleich das Fläschen gebe.
Hast du es schon mit Brustkompression und Wechselstillenprobiert? Das sind sehr effektive Maßnahmen.
jaloca78 hat geschrieben:Ich frage mich echt mittlerweile, ob es Babys gibt, die die Brust einfach mal für immer nicht als Nahrungs-Objekt sehen, sondern als Kuschel-Objekt.
Nein, gibt es nicht, aber natürlich gibt es Kinder, denen es technisch oder organisch nicht möglich ist, effektiv zu saugen. Wurde das Zungenband kontrolliert?
jaloca78 hat geschrieben:denn Aufgeben von heute oder morgen kann ich das Pumpen echt nicht.
Das will ja auch keiner, dass Du damit jetzt aufhörst :wink: .
jaloca78 hat geschrieben:Bei einem reinen Stillen, wenn ich sie mal vorher und nachher auf die Waage stelle, sehe ich, dass sie kaum 10-20 ml aus der Brust getrunken hat.
Lieber keine Stillproben machen. Dass sie derzeit nicht effektiv saugt wissen wir, daher haben wir durch Stillproben keinen Erkenntnisgewinn.

Mein Vorschlag für den Start wäre: die Stillhäufigkeit, mit der Hilfe von WEchselstillen und Brustkompression, allmählich wieder steigern. Pumpen weiter wie gehabt. Was meinst Du?

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 05.06.2015, 11:37
von jaloca78
Ja, das tönt wirklich gut mit Ihren Vorschlägen.

Brustkompression kannte ich überhaupt nicht, habe nachgelesen und verstehe es immer noch nicht ganz. Ich fange an normal zu stillen. Wenn ich merke, dass sie wieder anfängt zu nuckeln, dann drücke ich die Brust zusammen, richtig? Optimalerweise sollte sie dadurch wieder trinken, richtig? Wenn dies der Fall ist, dann lasse ich die Brust wieder los oder halte sie immer noch gedrückt? Sollte sie wieder nuckeln, drücke ich die Brust wieder zusammen oder lasse ich sie einfach wieder los, da ich sie die ganze Zeit während des guten Saugverhaltens gedrückt gehalten habe? Verstehen Sie was ich meine? Verstehe ich es richtig, dass man einfach immer bei Nuckeln die Brust zusammendrücken sollte? Und wann fliesst die Milch eher oder besser: beim entspannten Zustand oder beim zusammengedrückten Zustand?

Wechselstillen kenne ich, werde ich aber nochmals nachlesen.

Gestern habe ich es mit der häufigeren Stillhäufigkeit versucht und es ging sehr schlecht. Ich habe angefangen zu stillen und habe sie 2 Stunden und 10 Minuten dauergestillt, da sie nach jedem Einschlafen oder Nuckeln, als ich sie hingelegt habe, angefangen hat zu schreien, weil sie offenbar noch sehr hungrig war. Ich nahm sie also jeweils wieder, legte sie an, bis zum nächsten Abbruch, Hinlegen, wieder Schreien, wieder erfolgloses Stillen und dies 2 Stunden. Danach gab es am Schluss doch ein Fläschen und sie schlief dann ein. Ich war wieder frustriert. Das passiert uns oft: dass sie einfach nach langem Stillen immer noch hungrig bleibt, was darauf hindeutet, dass sie (wie Sie gesagt haben), ineffizient saugt. Aber heute morgen habe ich echt eine extreme Verbesserung gemerkt: es ist eh am Morgen immer am besten: meine Brüste sind sehr voll, sie ist wach, erholt und hat Hunger und es war wunderbar: ich habe sie ca 40 min gestillt und war echt verblüfft: sie hat schön langsam, aber sehr regelmässig getrunken, immer geschluckt, man hat gehört, dass sie jeweils viel Milch im Mund gehabt hat, wunderbar! Ich habe dabei auch noch das Wechselstillen gemacht. Hätte mich so gewundert, wieviel sie getrunken hat... Aber Sie haben mir ja das Wiegen verboten :-), also versuche ich mich daran zu halten, auch wenn es mir sehr schwer fällt... Danach haben wir eine Pause gemacht und noch 2 mal angelegt für jeweils 5 minuten und dann schien sie zufrieden zu sein und schlief ein. Ich weiss echt nicht, woran es gelegen ist, dass es heute ging... jetzt schläft sie und es wird nach dem Aufwecken wieder schwierig, da sie dann sehr schläfrig ist.

Übrigens: was gilt als Mahlzeit? Wenn ich sie 2 Stunden stille mit immer wieder kleinen Pausen von ca 2-5 min (wie gestern), ist es dann eine grosse Mahlzeit oder diverse kleine?

Ich bin auch sehr unsicher, wie ich es mit dem Pumpen machen soll, wenn ich jetzt versuche, öfters zu stillen. Einerseits möchte ich die Brüste nicht entleeren, sondern schön voll halten für sie, andererseits werde ich absolut unruhig, wenn ich nicht pumpe, da ich Angst habe, dass die Milch abnimmt (wenn sie offenbar noch in den Brüsten ist und nicht geleert wird) oder Milchstau gibt oder was auch immer. Wenn sie 3 Stunden im Stück schläft, dann kann ich sie nicht öfters anlegen, dann müsste ich sie ja ständig jede Stunde wecken oder so, dann wäre sie ja total sauer. Heute morgen z.B. nach dem dreimaligen Stillen habe ich mich doch noch entschlossen zu pumpen, als sie eingeschlafen ist, und es kamen immerhin 145 ml raus. Wäre sie aber z.B. zwischendurch aufgewacht und noch mehr gewollt, hätte ich leere Brüste gehabt und sie wäre wieder frustriert. Ich weiss echt nicht, wie ich es machen soll. Und wie gesagt: sie schläft sehr viel. Wenn ich sie öfters stillen möchte, müsse ich sie öfters als jede 3 Stunden wecken...? Schwierig. Was meinen Sie dazu?

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 06.06.2015, 22:24
von Mondenkind
jaloca78 hat geschrieben:Wenn ich merke, dass sie wieder anfängt zu nuckeln, dann drücke ich die Brust zusammen, richtig?
Richtig.
jaloca78 hat geschrieben:Optimalerweise sollte sie dadurch wieder trinken, richtig?
Genau, Du simulierst damit einen Milchspendereflex und animierst sie zum Trinken.
jaloca78 hat geschrieben:Wenn dies der Fall ist, dann lasse ich die Brust wieder los oder halte sie immer noch gedrückt?
Du kannst das gerne mehrfach wiederholen und dann wieder nachlassen. Einfach trauen und machen, das ist keine Wissenschaft- schau wie sie reagiert.
jaloca78 hat geschrieben:Ich nahm sie also jeweils wieder, legte sie an, bis zum nächsten Abbruch, Hinlegen, wieder Schreien, wieder erfolgloses Stillen und dies 2 Stunden. Danach gab es am Schluss doch ein Fläschen und sie schlief dann ein. I
In solchen Situationen: wenn sie einschläft, animieren (Wechselstillen, Brustkompression etc), wenn sie wieder einschläft, abmachen. Wenn sie dann weint, nachfüttern oder ab ins Tuch und anders beruhigen.
jaloca78 hat geschrieben:Übrigens: was gilt als Mahlzeit? Wenn ich sie 2 Stunden stille mit immer wieder kleinen Pausen von ca 2-5 min (wie gestern), ist es dann eine grosse Mahlzeit oder diverse kleine?
Das gilt als eine. Sog. Cluster-Feeding ist nicht ungewöhnlich, v.a. in den Abendstunden, sollte aber nicht den ganzen TAg über auftreten. Wenn, dann: siehe oben :wink:
jaloca78 hat geschrieben:Ich bin auch sehr unsicher, wie ich es mit dem Pumpen machen soll, wenn ich jetzt versuche, öfters zu stillen.
Keine Sorge, die Brust ist nicht leer, da kommt auch nach dem PUmpen auf jeden Fall was für sie. Kann also nichts passieren!
jaloca78 hat geschrieben:Heute morgen z.B. nach dem dreimaligen Stillen habe ich mich doch noch entschlossen zu pumpen, als sie eingeschlafen ist, und es kamen immerhin 145 ml raus.
Immerhin? Das ist richtig richtig gut und viel! :shock:
jaloca78 hat geschrieben:Wenn ich sie öfters stillen möchte, müsse ich sie öfters als jede 3 Stunden wecken...?
Ich würde das langsam steigern. Wenn die Stillfrequenz jetzt bei 5x liegt, würde ich sie bis Ende nächster Woche auf 7x steigern, bei 5-6x Pumpen. Und dann sehen wir weiter. Ok?
jaloca78 hat geschrieben:Was meinen Sie dazu?
Du kannst mich ruhig duzen? :wink:

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 11.06.2015, 20:30
von jaloca78
Ja, dutzen sehr sehr gerne :-), ich wusste nicht, wie das hier so gehandhabt wird....

Also: was habe ich zu berichten... Das Ziel, häufiger zu stillen, fällt mir sehr sehr schwer und dies rein aus organisatorischen Gründen, welche so der Alltag mit sich bringt. Mit dem parallelen Pumpen, welches ich unbedingt bei 5-6 Mal pro Tag beibehalten möchte, komme ich regelrecht in Stress. Ich versuche sie meistens immer erst zu stillen und dann, weil es natürlich nicht ausreicht und sie nach dem x-ten Versuch vor Hunger schreit, endet es immer mit einem Fläschen, welches ich ihr am Schluss gebe, während ich parallel mit der Medela Symphony beidseitig abpumpe (habe mir extra so eine spezielle Corsage gekauft, in der man die beiden Pumpen festklemmen kann, damit ich beide Hände frei habe und die Flasche halten kann). Zwischen den Mahlzeiten, wenn sie mal aufwacht und schreit, lege ich sie auch an. Aber eben: auf mehr als 5-6 Mal am Tag komme ich (noch) nicht. Das Positivste, was ich berichten kann, dass ich zwei tolle Morgen-Mahlzeiten hatte, in denen ich gemerkt habe, dass sie es wirklich kann: am Morgen, wenn sie wach und ausgeschlafen ist und die Brüste sehr prall und einfach, hat sie zwei Mal so gut getrunken und ich habe das erste Mal in meinem Leben (fast unter Tränen) gesehen, wie das ausschauen muss: einfach perfekt! Schön geschluckt, schön getrunken und da ich so neugierig war, konnte ich das zweite Mal nicht widerstehen und habe sie vor und nach dem Trinken gewogen und es waren 100 ml! Diese Erfahrung stärkt mich und zeigt mir, dass sie es wirklich kann, was ich mir immer gedacht habe, aber eben: es ist nur am Morgen, es war nur zwei Mal bis jetzt (heute hat sie schon wieder etwas genuckelt...) und am Tag gibt es dieses schöne Trinken nie mehr. Ich kann halt nicht den ganzen Tag diese prallen vollen Brüste haben, wie am Morgen... Wenn ich mich "aufspare" mit dem Pumpen, damit mehr für sie drin ist und die Brüste voller sind, dann habe ich echt das Gefühl, dass die MIlch kontinuierlich abnimmt, weil sie einfach ineffizient und sehr sehr wenig pro Ansetzen trinkt. Ich pumpe danach immer noch zwischen 80 und 100 ml ab... Auch warte ich manchmal vergeblich, dass sie aufwacht oder wecke sie, aber sie trinkt natürlich schlecht, also pumpe ich gleich ab.

Ich merke auch, dass ich immer noch mir selber im Unklaren bin, was mein eigentliches Ziel ist. Möchte ich meine Milch aufrechterhalten/steigern oder möchte ich stillen. Ich weiss, dass es so Schwarz-Weiss tönt, aber so kommt es mir vor: wie zwei völlig inkompatible Ziele. Denn wenn ich primär das zweite anstrebe, sollte ich vielleicht konsequenter nur anlegen und das Pumpen reduzieren. Aber wie soll ich in Kauf nehmen, dass sie abnimmt und meine Milch auch...? Diese Woche hat sie nur 160 g zugenommen. Ist völlig OK, ich weiss, und ich bin wirklich mehr als zufrieden, aber ansonsten sind wir immer bei mehr als 200 g gewesen.

Ich bleibe dran, gar keine Frage, aber ich habe wirklich Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Ich frage mich ewig, was besser ist: pumpen jeweils nach erfolglosem Stillen, also während ihrer Flaschenmahlzeiten oder zeitversetzt (also wenn sie schläft) oder wie bis jetzt nach Stundenplan: also alle drei Stunden, egal wo sie mit ihrem eigenen Trinkplan steht.... Manchmal macht mich das ganze so traurig: so was natürliches, was bei anderen ohne Probleme klappt und bei mir ist es echt eine Wissenschaft, ein Krampf und ein risesen Thema. Manchmal schaue ich mir die stillenden Frauen in der Öffentlichkeit an und bin fast sauer! Mein oberstes Ziel soll es weiterhin sein, die Milch aufrechtzuerhalten oder gar zu steigern, denn darüber freue ich mich wirklich sehr: dass sie da ist und viel mehr als bei meinem Sohn damals. In diesem Zusammenhang wollte ich Dich auch fragen, ob es Pump-Tricks und Tipps zur Steigerung der Milchmenge gibt, denn momentan habe ich irgendwie das Gefühl, dass es einbisschen nachlässt. Ich pumpe ca. alle 3-4 Stunden beidseitig ab für 15 Minuten. Aber ich habe z.B. irgend etwas gelesen von 5 min pumpen, dann 5 min Pause, dann wieder 5 Mninuten, wieder Pause und dies so 40-50 min... Stimmt das so, dass dies gut sein soll? Oder hast Du sonstige Tipps zum Pumpen, welche ich nicht kenne (ich kenne eben gar keine :-))? Vielen Dank!

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 12.06.2015, 09:09
von Mondenkind
Hallo, erstmal die einfache Frage zum PUmpen: :wink:

Intervallpumpen:
5 Minuten Pumpen, kurze Pause (aufstehen, Brustmassage, etwas Trinken…) wieder 5 Minuten Pumpen, kurze Pause, nochmals 5 Minuten Pumpen.

Powerpumping:
Innerhalb ca. 1 Stunde 10-15 Minuten Pumpen, 5-10 Minuten Pause (siehe oben) wieder Pumpen.

Diese beiden Variationen in Kombination: 5-6 mal Intervallpumpen, 1-2 mal Powerpumping

Laut neuesten Untersuchungen wird so die Hormonausschüttung am besten unterstützt.

Komplexer ist in meinen Augen das hier:
jaloca78 hat geschrieben:Ich merke auch, dass ich immer noch mir selber im Unklaren bin, was mein eigentliches Ziel ist.
Das hab ich mich nämlich beim Lesen auch gefragt. Was möchtest Du? Weitermachen wie bisher? Klingt für mich nicht so. Aber dann MUSST Du das Pumpen Stück für Stück loslassen. Es stört in mehrerer Hinsicht. 1. kannst Du Dich nicht aufs Stillen konzentrieren. Wenn Du stillen willst, musst Du stillen und das mehr als 5-6x am TAg. 2. Stört die Flaschengabe der abgepumpten MIlch die Trinktechnik Deiner Tochter mit der Zeit immer mehr.

Was nun? Was möchtest Du?

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 14.06.2015, 00:38
von jaloca78
Hallo,
Vielen Dank für die Pump-tipps, sehr spannend, werde ich unbedingt ausprobieren!

Nein, Du darfst mich wirklich nicht falsch verstehen: natürlich würde ich über alles ausschliesslich stillen, ansonsten hätte ich mir gar nicht Hilfe gesucht, da ich ja zufrieden wäre mit der guten Milchmenge, dem Pumpen und dem Fläschen geben... Der einzige Grund, warum ich mich dazu gezwungen fühle, zu pumpen und ihr Flaschen zu geben ist, weil sie mit dem ausschliesslichen Stillen einfach nicht zunimmt, sogar kontinuierlich abnimmt. Einzig und nur mit der Zufütterung klappt es gut gewichts-technisch. Heute habe ich sie z.B. immer wieder angelegt, ich habe sogar aufgehört zu zählen, da es sicher gefühlte mindestens 15 Mal waren (teilweise auch nur 5 min...): aber jedes Mal das gleiche: es gab alles: nuckeln, richtig trinken, nur so mit der Brustwarze im Mund liegen und herumschauen... Nach dem Abmachen ist sie einfach nie zufrieden und zeigt sehr oft Hungerzeichen wie an der Faust fest saugen oder weinen. Sie hat so viel geweint heute... weil ich eben versuche, die Flaschen zu reduzieren (vielleicht waren es auch Koliken, sie hatte viel Blähungen usw.). Ich müsste sie den ganzen Tag dauerstillen (oder hiess es cluster-stillen?) und auch dann wäre sie nicht satt und würde mit dem Gewicht runtergehen. Ich pumpe also aus reiner Notwendigkeit, damit ich ihr Muttermilch zufüttern kann, wenn es anders nicht geht... Ich bin also weder wild darauf, noch macht es mir Spass ewig zu pumpen. Aber es ist unendlich beruhigend zu wissen, dass ich meine MIlch so halten kann uns ihrer Gewichrsabnahme entgegenwirken kann. (Noch eine andere Frage am Rande: ist das normal, dass MIlch aus der Nase kommt? Das kenne ich von meinem Sohn gar nicht und es beunruhigt mich schon sehr. Nicht immer ist es frische Milch, also gerade getrunken, sondern machmal auch verdaute... Ich glaube, dass es oft im Liegen passiert, wenn wir also beide liegen, was ich über alles geniesse oder wenn sie alleine liegt zwischen den Mahlzeiten).

Wenn ich also stillen möchte, dann muss ich Pumpen reduzieren und Stillen erhöhen, sgst Du. OK, das macht auch total Sinn und ich versuche es weiterhin. Mit der grossen Angst im Nacken, dass die MIlch somit nachlässt und sie auch abnimmt, wenn ich nicht zufüttere. Aber irgendwo hast Du am Anfang ja gesagt: ich muss das Pumpen nicht von heute auf morgen aufgeben, das wäre ja fast fahrlässig in meinen Augen, denn dann hätte ich keine Vorräte zum Zufüttern. Ich frage mich einfach, ob das der richtige Weg ist, rsp. so "normal" ist, dass man fast den ganzen Tag am Sofa sitzt und ununterbrochen stillt, denn so würde es bei uns aussehen, wenn ich es nicht nach dem 3.-4. Mal aufgeben und zufüttern würde. So, wie Du mir geraten hast: animieren, aktivieren etc und nach dem 3. Mal zufüttern oder ins Tragetuch. Ich habe letzte Woche auch sehr aktiv versucht, im Tragen zu stillen, aber das ging gar nicht. Erstens habe ich das Tragetuch noch nicht so richtig im Griff, ich musste viel Videos ansehen, üben etc und ein Stillen dabei kommt mir fast unmöglich vor. Neben der Tatsache, dass sie drin irgendwie so zusammengequetscht wirkt, richtig heiss hat, ich selber mit dem Tuch schwitze und überhaupt :-). Aber eigentlich wäre das eine gute Sache: von mir aus soll sie den ganzen Tag dauernuckeln und trinken, wenn ich dabei frei bin um den Alltag zu bewältigen. Es geht echt nicht mit dem zweiten Kind und dem Haushalt etc, dass ich, wenn sie schreit, alles auf der Minite liegen lasse und sie wieder lange stille. Oder wenn ich einen Termin habe und wir rausgehen müssen und sie immer noch nicht satt ist und im Bus oder wo auch immer wie wild schreit: wie soll man auch da, also in jeder Situation sofort stillen? Das ist der grösset Vorteil an den Flaschen: sie ist satt, zufrieden und ruhig und schläft friedlich ein. Ich kann mir nicht vorstellen, wann der Tag kommen wird, an dem ein solcher Gemütszustand nach dem Stillen eintreten würde: kaum vorstellbar: schön wäre es...

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 14.06.2015, 21:50
von Mondenkind
jaloca78 hat geschrieben:Nein, Du darfst mich wirklich nicht falsch verstehen:
Ich versteh Dich total: du möchtest stillen, aber Du hast Angst, das PUmpen loszulassen, aus Angst, dass dann beides nicht mehr läuft... Ich kann das gut nachvollziehen.
jaloca78 hat geschrieben:Nach dem Abmachen ist sie einfach nie zufrieden und zeigt sehr oft Hungerzeichen wie an der Faust fest saugen oder weinen.
Hier liegt eins der Probleme: bei Flaschenfütterung ist das in der Tat schwierig. Flaschengewöhnte Babys trinken oft ineffektiv an der Brust. Ich hatte das nicht weiter thematisiert bisher, da Du BES und bechern eingangs rigoros ablehntest.
jaloca78 hat geschrieben:(Noch eine andere Frage am Rande: ist das normal, dass MIlch aus der Nase kommt? Das kenne ich von meinem Sohn gar nicht und es beunruhigt mich schon sehr. Nicht immer ist es frische Milch, also gerade getrunken, sondern machmal auch verdaute... Ich glaube, dass es oft im Liegen passiert, wenn wir also beide liegen, was ich über alles geniesse oder wenn sie alleine liegt zwischen den Mahlzeiten).
Das passiert öfter. Wenn es Dir auffällig oft vorkommt, dann sprich Hebamme oder Kinderarzt mal drauf an. Sie könnten mal in den Mund schauen, bei bestimmten Gaumenformen kommt das häufiger vor.
jaloca78 hat geschrieben:ich muss das Pumpen nicht von heute auf morgen aufgeben,
GEnau, Schritt für Schritt.
jaloca78 hat geschrieben:Erstens habe ich das Tragetuch noch nicht so richtig im Griff, ich musste viel Videos ansehen, üben etc und ein Stillen dabei kommt mir fast unmöglich vor.
Wie wäre es mit einer einfachen Tragehilfe? Einfach rein und gut :wink: . Schau doch mal im Trageforum vorbei und lass Dich beraten.

Wir finden sicher einen WEg. Aber irgendwo müssen wir einen Kompromiss finden. Was meinst Du, wo kriegen wir einen Fuß in die Tür? :wink: Oder soll ich was vorschlagen?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung