Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Verfasst: 27.05.2015, 11:10
Liebes Forum,
ich habe schon viele wertvolle Hinweise durch das Lesen hier im Forum erhalten, danke dafür!
Leider haben meine Tochter und ich ein großes Problem beim Stillen. Angefangen hat alles damit, dass ich schon in der Schwangerschaft Probleme mit Vasospasmen hatte, die sich nach der Geburt in moderater Form (ich hab es mit Magnesium, B6 und B12 einigermaßen im Griff, zumindest ist es aushaltbar) fortsetzten. Unser Stillstart war dadurch und durch die unterschiedliche Form der Brustwarzen etwas holprig, was ich allerdings durch die Hebamme und dieses Forum ganz gut hinbekommen habe. Das Problem war, dass die linke Brustwarze sich nicht richtig aufgestellt hat zum Stillen und meine Tochter sie damit kaum greifen konnte. Dadurch hat sie mir schon relativ am Anfang einen Riss zugefügt, den sie mir mit jedem Stillen wieder aufzieht und der einfach nicht heilt. Ich habe Muttermilch, Lanolin, Multi-Mam, Johanniskrautöl, Bepanthen, andere Anlegepositionen versucht. Ich bin wochenlang ohne BH rumgelaufen. Nix hilft. Nach zwei Wochen waren die Schmerzen so schlimm, dass ich nur noch mit Ibu 500 und trotzdem unter Tränen vor Schmerzen stillen konnte. Die Hebamme hat dann zu Stillhütchen geraten, aber auch da zieht Töchterlein den Riss auf. Ich habe mich dann schweren Herzens entschieden für ein paar Tage abzupumpen, damit die ganze Geschichte mal heilen kann. Die ganze Zeit hat Töchterlein super zugenommen, schon nach wenigen Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder und nach fünf Wochen hatte sie 1600g zugelegt.
Mit drei Wochen etwa fing sie an beim Stillen ständig an- und abzudocken, Probleme mit Bäuerchen zu bekommen, zu spucken (auch Stunden nach der Mahlzeit) und vor allem nach wenigen Minuten an der Brust zu weinen und oft auch zu schreien, als ob sie furchtbare Schmerzen hätte. Dabei zeigt sie immer noch Hunger an und lehnt die Brust ab. Manchmal klappt es, wenn ich die andere Seite anbiete, aber auch dann geht nach wenigen Minuten das gleiche Theater von vorne los. Ebenso mit der Flasche. Das ganze dauerte allerdings schon zwei Wochen, als wir Flasche und Schnuller eingeführt hatten. Nachts ist es auch besser und da beschwert sie sich nur bei Bauchweh. Die ersten zwei Wochen stillte sie pro Seite ca. eine halbe Stunde, jetzt maximal zwanzig Minuten, wenn die Brust leer ist. Ansonsten zieht sich das Drama über mehrere Stunden, bis sie völlig erschöpft etwas schläft und dann vor Hunger aufwacht und das Ganze beginnt von vorn. Sie nimmt aber weiterhin gut zu, also hat sie wohl genug Milch. Ich habe jetzt nach langer Recherche herausgefunden, dass es an zu viel Milch liegen kann und tatsächlich lässt Töchterlein rechts immer viel Milch rauslaufen, verschluckt sich oft, trinkt sehr hastig, schluckt laut und weint dabei. Auf der linken Seite ist es etwas besser, aber auch da kommt es oft vor, weil ich diese Seite aufgrund der Schmerzen nur etwa drei Mal täglich anbiete. Das Abpumpen habe ich mittlerweile wieder gelassen, weil auch das nicht zur Heilung geführt hat. Dafür habe ich auf der anderen Seite jetzt noch viel mehr Milch. Die rechte Brust ist viel größer und läuft nachts auch öfter mal aus. Ich habe jetzt überlegt Blockstillen zu machen, allerdings schaffe ich es nicht, die kaputte Seite so oft anzubieten, dafür tut es einfach zu weh. Heute hat sie die schon vier Mal bekommen innerhalb von zwei Mal vier Stunden und wird anscheinend nicht richtig satt, denn sie wollte vorhin schon wieder. Da habe ich sie dann aufgrund der Schmerzen abgenommen. Ich weiß mir mittlerweile echt keinen Rat mehr und das ständig weinende Kind zusammen mit dem täglichen Dauerstillen/schreien gehen der ganzen Familie an die Nieren. Sie tut mir so leid, wie sie sich quält und teilweise heiser schreit. Sie lässt sich auch nur durchs Tragetuch beruhigen, aber auch das kann ich nicht ständig machen, weil ich auf die Dauer Rückenschmerzen bekomme und ja auch nicht den ganzen Tag draußen rumwandern kann. Und die nächste Stillmahlzeit kommt bestimmt. Habt ihr irgendwie einen Rat für mich?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Es bekommt etwa einmal täglich die abgepumpte Milch der linken Seite in einer Avent Flasche (ca. 125ml, die sie oft nicht austrinkt). Die Fütterung per Becher ist fehlgeschlagen (ging ihr wahrscheinlich nicht schnell genug, auf jeden Fall hat sie gebrüllt).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wenn wir es schaffen mal ordentlich zu stillen, dann schläft sie danach auch gerne drei Stunden, ansonsten kämpfen wir etwa zwei Stunden und sie schläft eine dreiviertel Stunde, dann das ganze von vorn. Nachts kommt sie aller drei Stunden, stillt für 20min und schläft dann weiter, allerdings bekommt sie da nur eine Seite.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
2-3mal Stuhlgang, 6-7 Pipiwindeln? Außerdem wird sie abgehalten.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben. Am Anfang war der Milcheinschuss zu schwach (Baby clusterte drei Tage fast ununterbrochen), sodass ich in den ersten Tagen nach Milcheinschuss die Kalorienmenge erhöht habe und zwei Tage Bockshornklee genommen habe. Ansonsten Andockprobleme links, extrem unruhiges Baby seit der dritten Woche, jetzt ist sie 7 Wochen alt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Den Schnuller haben wir in unserer Not nach einer Woche des Schreiens eingeführt, weil sie weder meine Brust noch den Finger zur Beruhigung wollte. Allerdings nimmt sie ihn nur selten und dann auch kurz. Fläschen kennt sie durch den Riss nun auch, aber auch das später.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren deshalb beim KiA und der Osteopathin und die Hebamme kommt auch noch vorbei. Allerdings wussten sich alle keinen Rat.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe eine Histaminintoleranz. Ansonsten war Töchterlein trotz pünktlicher Ankunft noch "unreif" laut Aussage von Ärztin und Hebamme.
ich habe schon viele wertvolle Hinweise durch das Lesen hier im Forum erhalten, danke dafür!
Leider haben meine Tochter und ich ein großes Problem beim Stillen. Angefangen hat alles damit, dass ich schon in der Schwangerschaft Probleme mit Vasospasmen hatte, die sich nach der Geburt in moderater Form (ich hab es mit Magnesium, B6 und B12 einigermaßen im Griff, zumindest ist es aushaltbar) fortsetzten. Unser Stillstart war dadurch und durch die unterschiedliche Form der Brustwarzen etwas holprig, was ich allerdings durch die Hebamme und dieses Forum ganz gut hinbekommen habe. Das Problem war, dass die linke Brustwarze sich nicht richtig aufgestellt hat zum Stillen und meine Tochter sie damit kaum greifen konnte. Dadurch hat sie mir schon relativ am Anfang einen Riss zugefügt, den sie mir mit jedem Stillen wieder aufzieht und der einfach nicht heilt. Ich habe Muttermilch, Lanolin, Multi-Mam, Johanniskrautöl, Bepanthen, andere Anlegepositionen versucht. Ich bin wochenlang ohne BH rumgelaufen. Nix hilft. Nach zwei Wochen waren die Schmerzen so schlimm, dass ich nur noch mit Ibu 500 und trotzdem unter Tränen vor Schmerzen stillen konnte. Die Hebamme hat dann zu Stillhütchen geraten, aber auch da zieht Töchterlein den Riss auf. Ich habe mich dann schweren Herzens entschieden für ein paar Tage abzupumpen, damit die ganze Geschichte mal heilen kann. Die ganze Zeit hat Töchterlein super zugenommen, schon nach wenigen Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder und nach fünf Wochen hatte sie 1600g zugelegt.
Mit drei Wochen etwa fing sie an beim Stillen ständig an- und abzudocken, Probleme mit Bäuerchen zu bekommen, zu spucken (auch Stunden nach der Mahlzeit) und vor allem nach wenigen Minuten an der Brust zu weinen und oft auch zu schreien, als ob sie furchtbare Schmerzen hätte. Dabei zeigt sie immer noch Hunger an und lehnt die Brust ab. Manchmal klappt es, wenn ich die andere Seite anbiete, aber auch dann geht nach wenigen Minuten das gleiche Theater von vorne los. Ebenso mit der Flasche. Das ganze dauerte allerdings schon zwei Wochen, als wir Flasche und Schnuller eingeführt hatten. Nachts ist es auch besser und da beschwert sie sich nur bei Bauchweh. Die ersten zwei Wochen stillte sie pro Seite ca. eine halbe Stunde, jetzt maximal zwanzig Minuten, wenn die Brust leer ist. Ansonsten zieht sich das Drama über mehrere Stunden, bis sie völlig erschöpft etwas schläft und dann vor Hunger aufwacht und das Ganze beginnt von vorn. Sie nimmt aber weiterhin gut zu, also hat sie wohl genug Milch. Ich habe jetzt nach langer Recherche herausgefunden, dass es an zu viel Milch liegen kann und tatsächlich lässt Töchterlein rechts immer viel Milch rauslaufen, verschluckt sich oft, trinkt sehr hastig, schluckt laut und weint dabei. Auf der linken Seite ist es etwas besser, aber auch da kommt es oft vor, weil ich diese Seite aufgrund der Schmerzen nur etwa drei Mal täglich anbiete. Das Abpumpen habe ich mittlerweile wieder gelassen, weil auch das nicht zur Heilung geführt hat. Dafür habe ich auf der anderen Seite jetzt noch viel mehr Milch. Die rechte Brust ist viel größer und läuft nachts auch öfter mal aus. Ich habe jetzt überlegt Blockstillen zu machen, allerdings schaffe ich es nicht, die kaputte Seite so oft anzubieten, dafür tut es einfach zu weh. Heute hat sie die schon vier Mal bekommen innerhalb von zwei Mal vier Stunden und wird anscheinend nicht richtig satt, denn sie wollte vorhin schon wieder. Da habe ich sie dann aufgrund der Schmerzen abgenommen. Ich weiß mir mittlerweile echt keinen Rat mehr und das ständig weinende Kind zusammen mit dem täglichen Dauerstillen/schreien gehen der ganzen Familie an die Nieren. Sie tut mir so leid, wie sie sich quält und teilweise heiser schreit. Sie lässt sich auch nur durchs Tragetuch beruhigen, aber auch das kann ich nicht ständig machen, weil ich auf die Dauer Rückenschmerzen bekomme und ja auch nicht den ganzen Tag draußen rumwandern kann. Und die nächste Stillmahlzeit kommt bestimmt. Habt ihr irgendwie einen Rat für mich?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Es bekommt etwa einmal täglich die abgepumpte Milch der linken Seite in einer Avent Flasche (ca. 125ml, die sie oft nicht austrinkt). Die Fütterung per Becher ist fehlgeschlagen (ging ihr wahrscheinlich nicht schnell genug, auf jeden Fall hat sie gebrüllt).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wenn wir es schaffen mal ordentlich zu stillen, dann schläft sie danach auch gerne drei Stunden, ansonsten kämpfen wir etwa zwei Stunden und sie schläft eine dreiviertel Stunde, dann das ganze von vorn. Nachts kommt sie aller drei Stunden, stillt für 20min und schläft dann weiter, allerdings bekommt sie da nur eine Seite.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
2-3mal Stuhlgang, 6-7 Pipiwindeln? Außerdem wird sie abgehalten.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben. Am Anfang war der Milcheinschuss zu schwach (Baby clusterte drei Tage fast ununterbrochen), sodass ich in den ersten Tagen nach Milcheinschuss die Kalorienmenge erhöht habe und zwei Tage Bockshornklee genommen habe. Ansonsten Andockprobleme links, extrem unruhiges Baby seit der dritten Woche, jetzt ist sie 7 Wochen alt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Den Schnuller haben wir in unserer Not nach einer Woche des Schreiens eingeführt, weil sie weder meine Brust noch den Finger zur Beruhigung wollte. Allerdings nimmt sie ihn nur selten und dann auch kurz. Fläschen kennt sie durch den Riss nun auch, aber auch das später.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren deshalb beim KiA und der Osteopathin und die Hebamme kommt auch noch vorbei. Allerdings wussten sich alle keinen Rat.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe eine Histaminintoleranz. Ansonsten war Töchterlein trotz pünktlicher Ankunft noch "unreif" laut Aussage von Ärztin und Hebamme.