Geringe Zunahme nach Wechsel von Flasche auf Hütchen
Verfasst: 08.05.2015, 15:57
Hallo!
Ich weiß gar nicht recht, wo anfangen, beim Problem oder bei der Vorgeschichte? Außerdem hab ich den ganzen Kopf voll mit Zahlen und Daten.
Fange ich mal mit dem Problem an: Mein Sohn ist korrigiert 6 Wochen alt, und ich denke, dass er nicht (mehr) ausreichend zunimmt. Zwischen letztem Hebammenbesuch am 16.4. und der U4 am 4.5. kamen nur 170g hinzu, davor waren es deutlich mehr. Das fällt zeitlich relativ nah mit dem Umstieg von Pumpstillen auf Stillhütchen am 11.4. zusammen. Unser Kinderarzt gab mir am 19.3. beim ersten Besuch die Maßgabe "mindestens 100g/Woche" mit auf den Weg. Bei der U4 am 4.5. wog er ein knappes Kilo mehr, nämlich 970g in 6,5 Wochen, daher war er da zufrieden, kannte aber natürlich die Zahl von 170g in den letzten 2,5 Wochen nicht.
Unsere Geschichte im Großen und Ganzen ist hier zu finden:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2#p4067283
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen?
Es wurde nie zugefüttert, er bekam bis 11.04. abgepumpte Milch per Flasche, bis etwa 18.3. angereichert mit FMS.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Bis 4.5.: er meldet sich tagsüber ziemlich genau alle 2 Stunden deutlich, trinkt dann eine bis eineinhalb Seiten, selten zwei. Ich lasse ihn im Normalfall 20-25min an einer Seite, häufig schläft er an der zweiten Seite ein oder schluckt nicht mehr. Tagsüber die letzten 3-4 eine längere Schlafpause von 1-2 Stunden, selten 3 Stunden, sonst nur Powernapping von wenigen Minuten. Zwischen Mitternacht und 8 Uhr morgens kommt er 1-2mal, noch nie häufiger. Längste Schlafphase war ein paar Mal 6-6,5 Stunden.
Seit 4.5.: Häufigkeit nachts unverändert, aber da er keinen Schnuller mehr bekommt trinkt er nachts auch die zweite Seite komplett. Tagsüber hat sich der Rhythmus verringert bzw. ich kann keinen mehr erkennen, mal kommt er nach 45min, mal nach über 2h. Vorher kam er meist nicht öfter als 8x täglich, inzwischen sind wir bei bis zu 12x.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Derzeit Stomaträger, Stuhlgang daher kontinuierlich (Stomabeutel), nicht zählbar. Pipiwindeln: Pampers 3-4 täglich, Stoff 4-5 täglich. Seit 4.5. schwerere Windeln, bzw. bei Stoff nicht unter 5.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Der erste Stillstart war ein Pumpstart. Geburt am 22.1. um 8:04, erstes Abpumpen gegen 16 oder 17 Uhr, erste Tropfen Kolostrum am 23.01. spät abends. Nach Milcheinschuss kontinuierliche Zunahme der Milchmenge. Die ersten zwei Wochen durchschnittlich 7x täglich Abpumpen, danach pendelt es sich bis zur Entlassung meines Sohnes bei durchschnittlich 6x täglich ein. Eine genaue Pumpstatistik (ich glaube ab 28.1.) kann ich bei Bedarf angeben. Jedenfalls habe ich ab vollständigem Nahrungsaufbau fast immer mehr als den Tagesbedarf gepumpt.
Im Krankenhaus immer wieder angelegt, aber nicht mal bei jedem zweiten Mal, ich war dort einfach nicht entspannt genug, und die dezent in die Nähe geschobene Waage war auch nicht hilfreich. Manchmal hat er ordentlich geschluckt, aber grundsätzlich nur dann, wenn ich ihn nicht vorher gewogen habe.
Den zweiten Stillstart habe ich Ende März zu Hause gewagt und nach anderthalb Tagen vorerst wieder beendet. Er machte seinen Mund nicht weit genug auf, und in Anbetracht der resultierenden Schmerzen war mir Abpumpen erstmal noch lieber. Getrunken hat er, das Andocken gestaltete sich bei großem Hunger aber sehr nervenaufreibend.
Der dritte Start, diesmal mit Hütchen, hat dann geklappt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Flaschen, Hütchen und Schnuller. Flasche bis 11.4. als Standard, dann je einmal am 15.4., 22.4., 30.4. (Rückbildung). Hütchen seit 11.4. als Standard. Schnuller seit 29.1. zum Nuckeln und Anregen der Verdauung beim Sondieren, später auch zum Beruhigen bei Aufregung (Absaugen, Beutelwechsel, Blutabnahme etc.), zu Hause bei Verdauungsproblemen und zum Einschlafen, seit 4.5. deutlich reduziert
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Krankengymnastik wg. Frühgeburt und OP
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Frühgeburt am 22.1. bei 31+1, Ösophagusatresie, OP zur Herstellung der Durchgängigkeit der Speiseröhre am 24.1., Nahrungsaufbau ab 29.1. mit Muttermilch+FMS per Sonde, abgeschlossen am 4.2., am 6.2. durfte er zum ersten Mal Schlucken. Magensonde (oral) bis 23.2., parallel kontinuierliche Steigerung der Nahrungsaufnahme per Flasche. Laut Arztbericht: trinkt langsam und koordiniert. Die Stomageschichte sehe ich nicht als stillrelevant an, falls doch sind mir Details per PN lieber.
*Gewichtsentwicklung:
22.01. 1240g Geburt KH1 (SSW 31+1)
27.01. 1470g KH2 (mit Schläuchen)
09.02. 1560g KH2, Rückverlegung in KH1
16.02. 1685g KH1
21.02. 1800g KH1
23.02. 1920g KH1, Sonde entfernt
27.02. 1984g KH1
28.02. 2000g KH1
01.03. 2034g KH1
03.03. 2080g KH1
05.03. 2140g KH1
06.03. 2180g KH1
07.03. 2235g KH1
09.03. 2300g KH1
11.03. 2410g Entlassung KH1
14.03. 2510g Hebamme
18.03. 2550g Hebamme
19.03. 2500g KiA
23.03. 2620g Hebamme
25.03. 2680g KH-Ambulanz
30.03. 2840g Hebamme
09.04. 3180g Hebamme
15.04. 3280g KH-EEG
16.04. 3300g Hebamme
04.05. 3470g KiA
Was ich seit 4.5. unternommen habe:
* Schnuller deutlich reduziert (bekommt ihn nur noch beim Stomabeutelwechsel alle zwei Tage, falls er dabei so unruhig ist dass er rumfuchtelt und ich den neuen Beutel nicht kleben kann. Dazu brauche ich beide Hände und würde ihm in dem Kontext ohnehin nicht meinen Finger anbieten wollen.)
* wieder konsequenter Eisentropfen verabreichen (seit Stillbeginn etwas vernachlässigt, in der Fläschchenroutine war es fester verankert)
* konsequenter die zweite Seite anbieten
* quasi bei jedem Pieps stillen
* meinen Mann getriezt, endlich die bereits gekaufte Waage beizuschaffen. Ich möchte einmal wöchentlich wiegen.
* täglich einmal pro Seite ohne Stillhütchen angelegt, um den Umstieg zu beginnen
* mich über Techniken informiert, wie er mehr Brust in den Mund bekommt (asymmetrisches Anlegen), und ausprobiert
Bisheriges Resultat:
* definitiv nassere Windeln
* meist vollerer Beutel
* Waage ist unterwegs
* er scheint an der nackten Brust schneller zu trinken
* keine Schmerzen mehr ohne Stillhütchen
Meine Frage: Kann/soll ich sonst noch etwas tun oder lassen? Wie oft sollte ich wiegen? Wieviel sollte er denn zunehmen, gelten da für ehemalige Frühchen auch die 170-330g pro Woche?
Ich weiß gar nicht recht, wo anfangen, beim Problem oder bei der Vorgeschichte? Außerdem hab ich den ganzen Kopf voll mit Zahlen und Daten.
Fange ich mal mit dem Problem an: Mein Sohn ist korrigiert 6 Wochen alt, und ich denke, dass er nicht (mehr) ausreichend zunimmt. Zwischen letztem Hebammenbesuch am 16.4. und der U4 am 4.5. kamen nur 170g hinzu, davor waren es deutlich mehr. Das fällt zeitlich relativ nah mit dem Umstieg von Pumpstillen auf Stillhütchen am 11.4. zusammen. Unser Kinderarzt gab mir am 19.3. beim ersten Besuch die Maßgabe "mindestens 100g/Woche" mit auf den Weg. Bei der U4 am 4.5. wog er ein knappes Kilo mehr, nämlich 970g in 6,5 Wochen, daher war er da zufrieden, kannte aber natürlich die Zahl von 170g in den letzten 2,5 Wochen nicht.
Unsere Geschichte im Großen und Ganzen ist hier zu finden:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2#p4067283
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen?
Es wurde nie zugefüttert, er bekam bis 11.04. abgepumpte Milch per Flasche, bis etwa 18.3. angereichert mit FMS.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Bis 4.5.: er meldet sich tagsüber ziemlich genau alle 2 Stunden deutlich, trinkt dann eine bis eineinhalb Seiten, selten zwei. Ich lasse ihn im Normalfall 20-25min an einer Seite, häufig schläft er an der zweiten Seite ein oder schluckt nicht mehr. Tagsüber die letzten 3-4 eine längere Schlafpause von 1-2 Stunden, selten 3 Stunden, sonst nur Powernapping von wenigen Minuten. Zwischen Mitternacht und 8 Uhr morgens kommt er 1-2mal, noch nie häufiger. Längste Schlafphase war ein paar Mal 6-6,5 Stunden.
Seit 4.5.: Häufigkeit nachts unverändert, aber da er keinen Schnuller mehr bekommt trinkt er nachts auch die zweite Seite komplett. Tagsüber hat sich der Rhythmus verringert bzw. ich kann keinen mehr erkennen, mal kommt er nach 45min, mal nach über 2h. Vorher kam er meist nicht öfter als 8x täglich, inzwischen sind wir bei bis zu 12x.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Derzeit Stomaträger, Stuhlgang daher kontinuierlich (Stomabeutel), nicht zählbar. Pipiwindeln: Pampers 3-4 täglich, Stoff 4-5 täglich. Seit 4.5. schwerere Windeln, bzw. bei Stoff nicht unter 5.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Der erste Stillstart war ein Pumpstart. Geburt am 22.1. um 8:04, erstes Abpumpen gegen 16 oder 17 Uhr, erste Tropfen Kolostrum am 23.01. spät abends. Nach Milcheinschuss kontinuierliche Zunahme der Milchmenge. Die ersten zwei Wochen durchschnittlich 7x täglich Abpumpen, danach pendelt es sich bis zur Entlassung meines Sohnes bei durchschnittlich 6x täglich ein. Eine genaue Pumpstatistik (ich glaube ab 28.1.) kann ich bei Bedarf angeben. Jedenfalls habe ich ab vollständigem Nahrungsaufbau fast immer mehr als den Tagesbedarf gepumpt.
Im Krankenhaus immer wieder angelegt, aber nicht mal bei jedem zweiten Mal, ich war dort einfach nicht entspannt genug, und die dezent in die Nähe geschobene Waage war auch nicht hilfreich. Manchmal hat er ordentlich geschluckt, aber grundsätzlich nur dann, wenn ich ihn nicht vorher gewogen habe.
Den zweiten Stillstart habe ich Ende März zu Hause gewagt und nach anderthalb Tagen vorerst wieder beendet. Er machte seinen Mund nicht weit genug auf, und in Anbetracht der resultierenden Schmerzen war mir Abpumpen erstmal noch lieber. Getrunken hat er, das Andocken gestaltete sich bei großem Hunger aber sehr nervenaufreibend.
Der dritte Start, diesmal mit Hütchen, hat dann geklappt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Flaschen, Hütchen und Schnuller. Flasche bis 11.4. als Standard, dann je einmal am 15.4., 22.4., 30.4. (Rückbildung). Hütchen seit 11.4. als Standard. Schnuller seit 29.1. zum Nuckeln und Anregen der Verdauung beim Sondieren, später auch zum Beruhigen bei Aufregung (Absaugen, Beutelwechsel, Blutabnahme etc.), zu Hause bei Verdauungsproblemen und zum Einschlafen, seit 4.5. deutlich reduziert
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Krankengymnastik wg. Frühgeburt und OP
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Frühgeburt am 22.1. bei 31+1, Ösophagusatresie, OP zur Herstellung der Durchgängigkeit der Speiseröhre am 24.1., Nahrungsaufbau ab 29.1. mit Muttermilch+FMS per Sonde, abgeschlossen am 4.2., am 6.2. durfte er zum ersten Mal Schlucken. Magensonde (oral) bis 23.2., parallel kontinuierliche Steigerung der Nahrungsaufnahme per Flasche. Laut Arztbericht: trinkt langsam und koordiniert. Die Stomageschichte sehe ich nicht als stillrelevant an, falls doch sind mir Details per PN lieber.
*Gewichtsentwicklung:
22.01. 1240g Geburt KH1 (SSW 31+1)
27.01. 1470g KH2 (mit Schläuchen)
09.02. 1560g KH2, Rückverlegung in KH1
16.02. 1685g KH1
21.02. 1800g KH1
23.02. 1920g KH1, Sonde entfernt
27.02. 1984g KH1
28.02. 2000g KH1
01.03. 2034g KH1
03.03. 2080g KH1
05.03. 2140g KH1
06.03. 2180g KH1
07.03. 2235g KH1
09.03. 2300g KH1
11.03. 2410g Entlassung KH1
14.03. 2510g Hebamme
18.03. 2550g Hebamme
19.03. 2500g KiA
23.03. 2620g Hebamme
25.03. 2680g KH-Ambulanz
30.03. 2840g Hebamme
09.04. 3180g Hebamme
15.04. 3280g KH-EEG
16.04. 3300g Hebamme
04.05. 3470g KiA
Was ich seit 4.5. unternommen habe:
* Schnuller deutlich reduziert (bekommt ihn nur noch beim Stomabeutelwechsel alle zwei Tage, falls er dabei so unruhig ist dass er rumfuchtelt und ich den neuen Beutel nicht kleben kann. Dazu brauche ich beide Hände und würde ihm in dem Kontext ohnehin nicht meinen Finger anbieten wollen.)
* wieder konsequenter Eisentropfen verabreichen (seit Stillbeginn etwas vernachlässigt, in der Fläschchenroutine war es fester verankert)
* konsequenter die zweite Seite anbieten
* quasi bei jedem Pieps stillen
* meinen Mann getriezt, endlich die bereits gekaufte Waage beizuschaffen. Ich möchte einmal wöchentlich wiegen.
* täglich einmal pro Seite ohne Stillhütchen angelegt, um den Umstieg zu beginnen
* mich über Techniken informiert, wie er mehr Brust in den Mund bekommt (asymmetrisches Anlegen), und ausprobiert
Bisheriges Resultat:
* definitiv nassere Windeln
* meist vollerer Beutel
* Waage ist unterwegs
* er scheint an der nackten Brust schneller zu trinken
* keine Schmerzen mehr ohne Stillhütchen
Meine Frage: Kann/soll ich sonst noch etwas tun oder lassen? Wie oft sollte ich wiegen? Wieviel sollte er denn zunehmen, gelten da für ehemalige Frühchen auch die 170-330g pro Woche?