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Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das werden
Verfasst: 28.03.2015, 11:32
von petra69
Hallo zusammen,
ich habe eine 1 1/2jährige Tochter, die noch immer nach Bedarf gestillt wird. Auch wenn sie nachts zig mal wach wird und trinken oder auch nur nuckeln will, geniessen wir es beide sehr. Sie schläft bei uns im Familienbett, wird mittgs und abends in den Schlaf gestillt, sie lässt sich auch noch gerne tragen (Kinderwagen benutzen wir gar nicht). Papa akzeptiert sie abends zum Schlafen gehen noch nicht. Es war aber auch bisher nie ein Grund da, es anders zu machen. Bisher waren wir alle zufrieden damit so wie es ist.
Nun hätten wir eigentlich gerne ein zweites Kind. Da wir nicht mehr so jung sind, wollen wir auch nicht mehr lange warten.
Ich bekomme jetzt aber Angst. Wie soll es werden? Ich möchte andererseits auch nicht meine kleine Maus verletzen. Ich hätte auch nichts gegen Tandemstillen, wenn es sich so ergeben würde. Aber da weiss man ja auch nicht, wie sich das entwickeln würde. Ich habe schon von einigen Müttern gehört, die dann völlig "zerrissen" waren vor allem in der Anfangszeit.
Dann denke ich wiederum: Wir haben so ein schönes und inniges Verhältnis. Manchmal denke ich, warum die Dinge nicht einfach lassen, wenn sie doch so schön sind wie sie sind.
Andererseits wird sich meine kleine ohnehin irgendwann abnabeln (soll sie ja auch) und dann wäre sie vielleicht glücklich über ein Geschwisterkind.
Gibt es hier Langzeitstillmütter mit Familienbett, die ähnliches erlebt haben? Und wie war es dann wirklich mit dem zweiten Kind?
Ich wäre so dankbar über Eure Erfahrungen.
Viele Grüsse
Petra
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 28.03.2015, 11:51
von elamshin
Hallo Petra!
Mein Sohn war 2,5 Jahre alt als die kleine Schwester geboren wurde. Er hat zu dem Zeitpunkt im Familien (bzw. Mama-Kind) -Bett geschlafen und noch zum Einschlafen und manchmal nachts gestillt. Ich wollte auf uns zukommen lassen wie sich das mit dem Baby entwickelt, wichtig war ihm jedenfalls beides noch.
Die erste Zeit war wirklich schwierig, mein Sohn wollte dauernd stillen, wachte sehr oft auf (furchtbar! Das Baby war erst nach Mitternacht im Bett, danach war der Große stündlich wach). Er kam überhaupt nicht klar wenn ich ihm das Stillen verwehrt habe. Lustigerweise habe ich mir aber nie gewünscht, ich hätte schon in der Schwangerschaft abgestillt. Für mich war klar, das es sein Ventil war. Seine Art zu zeigen, wie sehr er gerade Mama braucht. Wäre es nicht Stillen gewesen, dann eben etwas anderes wofür er kämpft. Ich habe dann nachts abgestillt als die Kleine ca. 3 Monate alt war. Das hat gut geklappt als ich ihm zum Übergang eine Wasser- oder Milchflasche angeboten habe. Vor Kurzem hat er übrigens von sich aus mit dem Einschlafstillen aufgehört, stillt nun also gar nicht mehr. Ich bin sehr glücklich mit dem Verlauf!

Am Anfang hat es mir übrigens auch geholfen das er noch gestillt hat. Ich hatte schon am zweiten Tag nach der Geburt reife Milch und die Kleine hat blendend zugenommen.
Familienbett fand und finde ich immer noch sehr praktisch - mittlerweile schlafen beide Kinder miteinander an mich gekuschelt ein und ich kann sie ohne große Wachzeiten meinerseits betreuen. Und sooo schön ist es noch dazu! Der Große mag nur schlafen wenn er die Hand seiner Schwester halten kann. Da kriege ich Herzchen in den Augen. ;D
Schwierig war es nur in der Anfangszeit, da hat das Baby nicht ruhig genug geschlafen. Aber seither klappt es super.
Ich wünsche dir (euch) alles Liebe,
Elamshin
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 28.03.2015, 12:56
von Novalia
hier auch: da große kind war 2,5 als das baby kam. Die ersten wochen waren anstrengend, der große wollte viiieeel stillen und kam nachts auch öfter. Da war ich wahnsinnig froh, dass der papa in der anfangszeit zuhause war und zeit hatte.
Inzwischen schläft er wieder durch und kommt morgens zum stillen und kuscheln angeklettert. Er schläft neben papa, das baby neben mir.
Du solltest dir allerdings im klaren sein, dass in der schwangerschaft die milch weg sein kann. Manche kinder stillen sich dann ab, andere nuckeln trocken (wie meiner

).
Jetzt kommt er tags wieder etwas öfter, vor allem bei langeweile und müdigkeit. In der schwangerschaft hatte er nur noch abends zum einschlafen genuckelt. Alles in allem ist es bei uns aber recht entspannt und hat sich gut eingespielt was tandemstillen und familienbett betrifft.
Achja, und das baby verhält sich eben wie ein baby. Wohnt viel im tuch, weint auch mal und stillt mindestens alle zwei stunden
Man kanns eben nie sagen, bei manchen ist es auch echt super anstrengend...
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 28.03.2015, 13:13
von Sakura
Alles hat Vor- und Nachteile. Einzelkind, Geschwisterkind, größer Abstand, kleiner Abstand, junge Eltern, alte Eltern... Da ist nicht eines besser als das andere, und den einen, perfekten Weg gibt es nicht.
Für mich war immer klar, dass ich mehr als 1 Kind möchte. Als die Große 16 Monate alt war, war ich wieder schwanger. Leider konnte ich sie nicht mehr stillen, darunter hat sie schon gelitten. Als das Baby da war, hatte ich das Gefühl, dass es der Großen gut tun würde, wieder zu stillen. Ich habe es ihr immer wieder angeboten, und schnell hat sie es probiert und bald wieder normal gestillt - nach 8 Monaten Pause.
Tandemstillen fand ich persönlich nicht schlimm - im Gegenteil. Bei uns war es perfekt, so hat auch die Große viel Mama abgekriegt. Zerreißen musste ich mich bei dem relativ kurzen Abstand und ohne jegliche Unterstützung oft. Da hätte stillen oder nicht aber auch nichts geändert. Ich habe versucht, der Großen keine Privilegien vorzuenthalten (stillen, tragen, Familienbett), habe sie einfach auch noch Baby sein lassen. Groß werden sie von allein, denke ich mir immer. Beide Kinder schlafen noch heute an mich gekuschelt. Wir haben einfach unser Bett auf 3,40m vergrößert, so haben alle Platz.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich oft geflucht. Aber die Zeit ist auf meiner Seite, und es wurde jeden Tag einfacher. Seit die Kleine ca. 1 Jahr und damit ebenfalls Kleinkind ist, ist es ein Selbstläufer. Beide lieben sich, spielen ganz toll miteinander, toben gemeinsam, machen Quatsch, kucken zusammen Bücher an, verbünden sich schon mal gegen die Eltern... Schön
Mein Handy leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...
Re: AW: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird da
Verfasst: 28.03.2015, 13:14
von Schokoflocke
Mein Sohn war 19 Monate alt als das Baby kam. Als in der Schwangerschaft die Milch wegblieb haben wir nachts das Stillen weggelassen und Kuhmilch angeboten. Kurz vor der Geburt (4 Wochen) ist er freiwillig ins eigene Zimmer gezogen. Ich hab durch die Schwangerschaft schon sehr unruhig geschlafen und er hat nach dem Auszug dann häufig durchgeschlafen. Allerdings mit dem Papa im Zimmer. Mir war das sehr recht, ich wollte auf keinen Fall zwei Kinder nachts stillen. Auch wenn ich die Männer vermisse. Jetzt schlafen Baby und ich zusammen und großes Kind und Papa in einem Zimmer. Morgens treffen wir uns zum Kuscheln. Ich möchte den Großen jetzt ganz abstillen, aber das müsste ich ja nicht. Ich merke nur dass ich gesundheitlich angeschlagen bin und möchte meinen Körper entlasten.
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 29.03.2015, 15:00
von almala2013
Würde mich auch total interessieren!
Wir möchten auch gerne noch ein Kind

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 29.03.2015, 15:02
von minikit
Kind Nr 2 ist noch nicht da, von daher kann ich zum Hinterher noch nichts beisteuern. Kind Nr 1 wird dann genau 2 Jahre sein.
Ich wollte immer gern einen kleinen Altersabstand und nehme in Kauf, dass das sehr anstrengend wird und teilweise auch schon ist, weil Maxi halt noch nicht verstehen kann, wenn ich schwangerschaftsbedingt müde bin oder sie bald vielleicht nicht mehr stundenlang tragen kann.
Was das Stillen angeht, haben wir hier auch einen unbekümmerten Weiterstiller. Wird wohl auch auf Tandemstillen hinauslaufen. Ihre Nahrungsaufnahme hat sie einfach entsprechend hochgefahren, wie die Milch weniger wurde.
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 29.03.2015, 23:02
von Hyndla
hier war die große knapp über 3 als ich wieder schwanger wurde und das stillen massiv eingeschränkt habe, weil mir meine brustwarzen höllisch weh taten. nachts haben wir nicht mehr gestillt und die große hat auch durchgeschlafen (vorher schon). die ganze schwangerschaft über wurde dann früh und abends kurz gesaugt, zwischendurch vermutlich auch trocken, obwohl meine tochter immer meinte, es käme noch sooooooooooo viel milch raus

. als nach der geburt des kleinen (da war sie 3 3/4) die milch wieder da war, sagte sie, bäh, die ist ja viel zu warm und zu süß und hat sich abgestillt bzw. ist ihr plan zu warten bis der bruder so alt ist wie sie zum abstillzeitpunkt, dann passt die milch wieder für sie

. ich hätte aber auch tandem gestillt.
schlafen tun wir nach wie vor im familienbett, auf jeder seite von mir ein kind. viel glück euch! und wie es im endeffekt wirklich wird, kann man vorher nicht wissen...
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 30.03.2015, 09:46
von petra69
Vielen vielen Dank für Eure Antworten. Leider bin ich nicht eher dazu gekommen mich zu melden. Ich würde sogar gerne noch mal den einen oder anderen etwas genauer "befragen"

.
Mir ist schon klar, was genau kommt, weiss man eh nicht. Aber es ist einfach interessant zu hören, wie es anderen erging und dass es eben auch schön sein kann bzw. sich letztlich doch vieles regelt.
Ich würde mich über weitere Erfahrungen natürlich auch noch freuen bzw. gerne noch etwas genauer nachfragen.
Muss jetzt los.
Danke nochmals!!!!
Petra
Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we
Verfasst: 30.03.2015, 10:13
von Centaureacyanus
Das ist wirklich super interessant! Unsere beiden werden etwa 18/19 Monate auseinander sein. Unsere Tochter stillt noch unglaublich viel - fast voll eigentlihc. Und isst kaum. Ich bin mir unsicher ob ich Tandemstillen möchte - einerseits weil ich Angst habe, dass ich genervt sein könnte, andererseits habe ihc aber auch Angst vor dem Gewichtsverlust. Ich bin eh schon zierlich.
Auf der anderen Seite fände ich schön auf diese Weise meiner Tochter den Schock, dass sie Mama nicht mehr für sich allein hat, abzumildern... Ich bin weiterhin unentschlossen.