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Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 19.03.2015, 14:15
von Frau Mai
Hallo! Ich lese schon lange in diesem Forum (mehr, mehr, mal weniger) mit, habe aber noch nie etwas geschrieben ... das soll sich nun ändern, denn irgendwie hakt es beim Stillen unseres dritten Kindes.

Geboren wurde unser Sohn am 05.03.2015, zuhause. Seitdem geht das Gewicht zwar schon in die richtige Richtung, aber eben nur wenig. Unsere Hebamme (sehr erfahren, ich bin mir aber nicht sicher, wie gut sie sich mit dem Stillen wirklich auskennt) findet die Entwicklung normal bzw. im Rahmen und rät zum Nerven behalten und abwarten, solange das Kind gut drauf ist. Ich mag trotzdem mal hier nachfragen, falls es eben doch nicht so normal ist - dann würde ich lieber intervenieren bevor wir mit Pre anfangen müssen ... (bei dem Gedanken daran geht's mir gar nicht gut).

Meine erste Tochter habe ich nicht stillen können, ich habe fünfeinhalb Woche gepumpt, dann ist sie gestorben (natürlich nicht wegen der Milch, sie war sehr krank = Herzfehler)
Meine zweite Tochter habe ich vollkommen problemlos 20 Monate lang gestillt, dann war ich wieder schwanger und hatte nicht genügend Energie zum weiterstillen. Außer wunden Brustwarzen am Anfang und der Schwierigkeit, sie davon zu überzeugen, dass man mit 18 Monaten nicht mehr zwingend vollstillen muss, lief alles absolut reibungslos. Sie hat auch supergut zugenommen (obschon sie bis heute sehr zart ist). Sie hatte auch einen kleinen Herzfehler (VSD), der aber keinerlei Auswirkungen hatte.
Bei unserem Sohn habe ich von Anfang an das Gefühl, dass er "nicht so gut stillt" / stillen kann / er leicht einschläft dabei ... dass es irgendwo hakt. Anzeichen für einen Herzfehler gibt es keine, ein vorsorglicher US steht aber noch aus.

Niemals hätte ich gedacht, dass es mit dem Stillen mal Schwierigkeiten geben könnte :( das nimmt mich grad auch ziemlich mit.

Die Fragen:

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Nein.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Ich habe erst heute angefangen, genau zu dokumentieren ... aber: seit dem 15.3. schläft er nachts zwischen 7 und 9 Stunden am Stück. Abends stillt er dauer und schläft dann neben mir im Familienbett. Wenn er morgens aufwacht zeigt er auch nicht sofort Hungerzeichen (was man eigentlich annehmen sollte nach der langen Pause, oder?), trinkt dann aber wach und gut.
Wir haben noch keinen richtigen Rhythmus, jeder Tag ist irgendwie anders ...
Also von heute in ausführlich:

22:00 bis 07:00: schlafen
Brust voll aber nicht platzend (auch komisch, oder?)
kaum Hungerzeichen
Windel sehr nass
*07:18: stillen, links, ca. 15 Minuten
dösen
*07:50: stillen, rechts, ca. 15 Minuten
Stuhlgang (normale Menge)
08:47: stillen / nuckeln, rechts
schlafen
*09:28: stillen, links, ca. 14 Minuten, etwa die Hälfte ohne Hütchen
Bauchweh
09:51: nuckeln, rechts+links
schlafen bis 11:20 Uhr (auf dem Sofa, ohne mich)
Windel sehr nass
*11:42: stillen, rechts, ca. 20 Minuten, döst ab 11:49 immer wieder ein, nuckeln
schlafen
*12:31: stillen, links, ab 12:37 ohne Hütchen, trinkt eifrig, ca. 12 Minuten
12:50: schlafen im Tragetuch (bis jetzt = 14:00 Uhr)

Bei den mit Sternchen markierten Stillzeiten hat er "richtig" getrunken.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

Die Windeln (Wechsel etwa alle 3 Stunden) sind immer sehr nass. Stuhlgang war bis vorgestern (17.3.) mehrmals täglich, gestern (18.3.) gar nicht (wohl weil vorgestern kaum getrunken), heute (19.3.) bisher einmal.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

Da befinden wir uns ja gerade ... Stillen hat schon geklappt, ich fands aber nicht so rund wie bei unserer Tochter. Er hatte / hat Schwierigkeiten beim Andocken. Unruhig war er gar nicht, ich finde ihn sehr ruhig und ausgeglichen (v. a. im Vergleich zu seiner Schwester). Vorgestern (17.3.) hat er sehr wenig getrunken, gestern (18.3.) fast den gesamten Tag und war dazwischen auch unruhig.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Leider stillen wir fast ausschließlich mit Hütchen, da er sonst kaum andockt. Ich hab recht flache Brustwarzen. Ab und zu klappt es mal ohne, ist aber eher die Ausnahme. Angefangen haben wir damit an Tag 3, als er schlimmes Bauchweh hatte, extrem unruhig war und ohne Hütchen an der Brust mehr Luft als alles andere geschluckt hat ... ich weiß, dass die Hütchen die Milchbildung hemmen.
Schnuller: hat er 1-2 mal am Tag für jeweils kaum fünf Minuten im Mund. Bei Bauchweh will er nuckeln, ärgert sich aber, dass aus der Brust Milch kommt (war bei unserer Tochter auch so). Dann bekommt er ihn kurz. Seit zwei Tagen nicht mehr, den sollten wir wohl ganz weglassen.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Die KiÄ fand ihn bei der U2 total unauffällig, kein Herzgeräusch. Übers Stillen und die eher geringe Zunahme haben wir gesprochen.
Sonst werden wir nur von der Hebamme betreut.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Nein. Ikterus hatte er im normalen Rahmen. Er bekommt abends manchmal Sab Simplex gegen die Luft im Bauch. Und seit gestern von der Hebamme Abrotanum D12 zur Appetitanregung.
Ich hab seit etwa drei Tagen eine Erkältung und kann nicht ausschließen, dass er auch ein bisschen davon abbekommen hat ...


Gewicht (alles bis auf eins: die gleiche Hängewaage der gleichen Hebamme)

05.03. 3340 g Geburt HG
06.03. 3180 g
07.03. 3190 g
09.03. 3180 g (dieser Wert ist nicht gesichert da die Hebamme fälschlicherweise 3380 gemessen hat, wurde "nach Gefühl" korrigiert)
10.03. 3230 g
12.03. 3280 g Kinderärztin U2
13.03. 3290 g
16.03. 3300 g
18.03. 3260 g


Nun hoffe ich, nichts vergessen zu haben - sonst einfach nachfragen ... und ich muss noch sagen, wie großartig ich es finde, dass man hier "einfach so" eine offensichtlich so kompetente Beratung bekommen kann!

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 19.03.2015, 21:24
von deidamaus
Hallo Frau Mai,

schön, dass du hierher gefunden hast. Ich melde mich heute abend noch ausführlich. Super, dass du schon alle Daten aufgeschrieben hast. Und: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Baby :D

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 19.03.2015, 23:04
von deidamaus
So, jetzt sind alle Kinder im Bett.
Frau Mai hat geschrieben:Ich mag trotzdem mal hier nachfragen, falls es eben doch nicht so normal ist - dann würde ich lieber intervenieren bevor wir mit Pre anfangen müssen ... (bei dem Gedanken daran geht's mir gar nicht gut).
Das kann ich verstehen. Bevor dies nötig ist, können wir viel tun.
Meine erste Tochter habe ich nicht stillen können, ich habe fünfeinhalb Woche gepumpt, dann ist sie gestorben (natürlich nicht wegen der Milch, sie war sehr krank = Herzfehler)
Das tut mir sehr leid :cry:
Meine zweite Tochter habe ich vollkommen problemlos 20 Monate lang gestillt,
Sehr schön. D.h. du bist auf jeden Fall in der Lage genug Milch zu bilden.
Bei unserem Sohn habe ich von Anfang an das Gefühl, dass er "nicht so gut stillt" / stillen kann / er leicht einschläft dabei ... dass es irgendwo hakt. Anzeichen für einen Herzfehler gibt es keine, ein vorsorglicher US steht aber noch aus.
Das kann viele Ursachen haben. Schmerzen beim Stillen ohne Hütchen hast du aber nicht? Das Zungenbändchen ist auch nicht zu kurz? Ist er hypoton?
Niemals hätte ich gedacht, dass es mit dem Stillen mal Schwierigkeiten geben könnte :( das nimmt mich grad auch ziemlich mit.
Das ist total verständlich. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam einiges erreichen können.
Ich habe erst heute angefangen, genau zu dokumentieren ... aber: seit dem 15.3. schläft er nachts zwischen 7 und 9 Stunden am Stück. Abends stillt er dauer und schläft dann neben mir im Familienbett. Wenn er morgens aufwacht zeigt er auch nicht sofort Hungerzeichen (was man eigentlich annehmen sollte nach der langen Pause, oder?), trinkt dann aber wach und gut.
Hier ist der allererste Ansatzpunkt: Babys, die nicht gut zunehmen, sollten nachts spätestens nach vier Stunden (besser noch nach drei) zum Stillen geweckt werden. Das ist ganz wichtig, damit du genug Milch bildest und dein Baby genug Milch bekommt.
22:00 bis 07:00: schlafen
Brust voll aber nicht platzend (auch komisch, oder?)
kaum Hungerzeichen
Windel sehr nass
*07:18: stillen, links, ca. 15 Minuten
dösen
*07:50: stillen, rechts, ca. 15 Minuten
Stuhlgang (normale Menge)
08:47: stillen / nuckeln, rechts
schlafen
*09:28: stillen, links, ca. 14 Minuten, etwa die Hälfte ohne Hütchen
Bauchweh
09:51: nuckeln, rechts+links
schlafen bis 11:20 Uhr (auf dem Sofa, ohne mich)
Windel sehr nass
*11:42: stillen, rechts, ca. 20 Minuten, döst ab 11:49 immer wieder ein, nuckeln
schlafen
*12:31: stillen, links, ab 12:37 ohne Hütchen, trinkt eifrig, ca. 12 Minuten
12:50: schlafen im Tragetuch (bis jetzt = 14:00 Uhr)
Du solltest dein Baby dazu animieren, länger zu stillen und immer beide Seiten anbieten. Dabei sollte er möglichst nicht zu schnell einschlafen. Schau dazu mal in der Linksammlung Stillwissen unter "Wechselstillen" und "Wecktipps für schläfrigen Babys".

Die Windeln (Wechsel etwa alle 3 Stunden) sind immer sehr nass. Stuhlgang war bis vorgestern (17.3.) mehrmals täglich, gestern (18.3.) gar nicht (wohl weil vorgestern kaum getrunken), heute (19.3.) bisher einmal.
Das klingt gut.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

Da befinden wir uns ja gerade ... Stillen hat schon geklappt, ich fands aber nicht so rund wie bei unserer Tochter. Er hatte / hat Schwierigkeiten beim Andocken. Unruhig war er gar nicht, ich finde ihn sehr ruhig und ausgeglichen (v. a. im Vergleich zu seiner Schwester). Vorgestern (17.3.) hat er sehr wenig getrunken, gestern (18.3.) fast den gesamten Tag und war dazwischen auch unruhig.
Sehr ruhige Babys sollte man zum Stillen animieren und gegeben falls auch wecken.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Leider stillen wir fast ausschließlich mit Hütchen, da er sonst kaum andockt. Ich hab recht flache Brustwarzen. Ab und zu klappt es mal ohne, ist aber eher die Ausnahme. Angefangen haben wir damit an Tag 3, als er schlimmes Bauchweh hatte, extrem unruhig war und ohne Hütchen an der Brust mehr Luft als alles andere geschluckt hat ... ich weiß, dass die Hütchen die Milchbildung hemmen.
Die Hütchen solltest du versuchen möglichst bald wieder los zu werden. Probiere es immer wieder ohne (was du ja schon super machst), dann klappt das bestimmt. Dein Baby ist noch sehr jung, da geht das meist noch sehr gut. Damit er ohne Hütchen besser andockt, kannst du ihn die Brust als "Sandwich" anbieten, d.h. du drückst deine Brust zwischen Daumen und Fingern etwas platt, so dass sie parallel zu den Lippen deines Kindes liegt ("Butterbrot" statt "Apfel"). In der Linksammlung Stillwissen steht zum Abgewöhnen des Hütchens noch mehr.
Schnuller: hat er 1-2 mal am Tag für jeweils kaum fünf Minuten im Mund. Bei Bauchweh will er nuckeln, ärgert sich aber, dass aus der Brust Milch kommt (war bei unserer Tochter auch so). Dann bekommt er ihn kurz. Seit zwei Tagen nicht mehr, den sollten wir wohl ganz weglassen.
Richtig. Du kannst dein Baby alternativ an deinem kleinen Finger saugen lassen (Fingerkuppe zeigt Richtung Gaumen, Nagel kurz geschnitten) oder du trägst ihn im Tuch (oder versuchte ihn anders zu beruhigen).
Gewicht (alles bis auf eins: die gleiche Hängewaage der gleichen Hebamme)

05.03. 3340 g Geburt HG
06.03. 3180 g
07.03. 3190 g
09.03. 3180 g (dieser Wert ist nicht gesichert da die Hebamme fälschlicherweise 3380 gemessen hat, wurde "nach Gefühl" korrigiert)
10.03. 3230 g
12.03. 3280 g Kinderärztin U2
13.03. 3290 g
16.03. 3300 g
18.03. 3260 g
Die Zunahme ist - wie du ja schon gemerkt hast - nicht so gut. Babys sollten in den ersten beiden Lebensmonaten durchschnittlich 170-330g in der Woche zunehmen. Manche Babys brauchen aber auch etwas, bis die Zunahme richtig in Schwung kommt. Auf jeden Fall können wir genauer hinschauen und einiges am Stillmanagement verbessern. Und zwar:
- mindestens 10-12 mal in 24 h stillen, dabei tagsüber keine längere Pause als 3 h und nachts maximal 4 h
- Wechselstillen
- Brust Kompression
- dein Baby beim Stillen wach halten und zum längeren Saugen animieren
- weiterhin versuchen das Hütchen abzugewöhnen.

Zusätzlich würde ich vorschlagen, dass du dein Baby täglich einmal unter gleichen Bedingungen auf einer geeichten Babywaage wiegst. Schau dazu mal in den Link Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle. Dann zählst du täglich die Anzahl der Stillmahlzeiten und der Pipi- und Stuhl-Windeln. Die Daten postest du dann täglich hier und dann sehen wir sehr schnell, ob die Maßnahmen den gewünschten Erfolg haben. Ich bin da sehr zuversichtlich, dass dein Baby bald gut zunehmen wird.

Was meinst du dazu? Können wir das gemeinsam angehen?

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 20.03.2015, 15:33
von Frau Mai
Liebe Deidamaus,

vielen Dank für Deine zeitnahe und so ausführliche Antwort! Ja, wir kriegen das auf jeden Fall hin! Danke für Deine Unterstützung :) und auch für die PN, die mich erreichte und auf die ich noch nicht geantwortet hab.

Auf jeden Fall geht es mir schon viel besser, ich bin entspannter, sowohl durch die Antworten hier als auch durch das Wiegen meiner Hebamme heute ...

Ich kann gerade nur in der Kurzfassung antworten, mit zwei Kindern um mich herum ist das etwas schwierig. Bei Bedarf melde ich mich heute Abend noch ausführlicher.

Gerade war die Hebamme hier:

Gewicht (alles bis auf eins: die gleiche Hängewaage der gleichen Hebamme)

05.03. 3340 g Geburt HG
06.03. 3180 g
07.03. 3190 g
09.03. 3180 g (dieser Wert ist nicht gesichert da die Hebamme fälschlicherweise 3380 gemessen hat, wurde "nach Gefühl" korrigiert)
10.03. 3230 g
12.03. 3280 g Kinderärztin U2
13.03. 3290 g
16.03. 3300 g
18.03. 3260 g
20.03. 3350 g


Heute (seit 00:00 Uhr): 4 sehr nasse Pipiwindeln, 2 Stuhlwindeln (zum "sehr nass" muss ich sagen, dass wir mit Mull wickeln).

Wecken: Ich hab ihn letzte Nacht gegen drei geweckt, das war schwierig, ging aber. Er hat dann super getrunken und weitergeschlafen bis sieben.

Hütchen: Heute haben wir mindestens 50% ohne Hütchen gestillt - das ging vorher nie! Wir konnten sogar mehrmals direkt ohne Hütchen anfangen. Ich habe keine Schmerzen, er ist nicht hypoton, Zungenbändchen: keine Ahnung, wie sehe ich das?

Waage: haben wir heute geliehen, wir werden abends wiegen (da ist das "große" Kind im Bett und mehr Ruhe). Geht also nachher los, dann poste ich hier. Gleiche Bedingungen heißt gleiche Uhrzeit, richtig? Und z. B. immer in Body und Pullover (unten ohne)? Der Pullover wär sicher nicht immer der gleiche, geht das trotzdem? Oder ganz nackig?

Beide Seiten stillen: Hmm. Ich hab mir das Wechselstillen durchgelesen - wirklich soo oft wechseln? Ich dachte immer, Baby sollte durchaus länger pro Seite trinken, um auch die Hintermilch zu bekommen ...
Meine Tochter hat immer erst eine Seite (10 - 15 Minuten), Pause, dann die andere Seite genauso lange getrunken. So hab ich es jetzt auch versucht, ist aber nichts zu machen. Auch wenn er wach ist nicht.

Wach halten / Wecken: wir üben uns, ich knete schon die ganze Zeit immer seine Füße. Er trinkt aber nie mehr als 15 (maximal 20) Minuten, auch wenn er nicht einschläft.

Hütchen weglassen: ja, wir sind dran. Sandwich mache ich auch schon von Anfang an. Bisher erfolglos, heute gehts plötzlich.

Schnuller: bleibt weg.

Brustkompressionen: mache ich auch, habe bis dato nie davon gehört sondern dass auch bei unserer Tochter schon gemacht, wenn sie beim Stillen eingeschlafen ist. Ich machs glaub ich etwas anders als beschrieben bzw. nicht so systematisch, aber es hilft.

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 20.03.2015, 20:48
von delfinstern
Herzlichen Glückwunsch zum Baby!
zum wiegen: Am besten ist Nackig oder nur Windel ;) Das mag aber ja nicht jeder. Aber auch ähnliche Klamotten gehen, also zb. Body + Strampler oder Pulli + Hose oder so. Du kannst ja mal verschiedene Kleidungskombis auf die Waage legen, dass du ansatzweise weißt, was wie viel wiegt und was ungefähr gleich schwer ist. Eine Winterjacke wiegt ja mehr als ein Pulli ;) Das musst du nicht vom Baby-Gewicht abziehen! Wichtig ist halt, dass du dabei bleibst und nicht alle paar Tage wechselst.

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 20.03.2015, 21:09
von Frau Mai
Ok, danke!

Wir können heute doch noch nicht wiegen, da die Waage Batterien braucht, die wir nicht im Haus haben (und uns gerade eben erst mit der Waage beschäftigt haben).

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 20.03.2015, 21:20
von deidamaus
Frau Mai hat geschrieben: vielen Dank für Deine zeitnahe und so ausführliche Antwort! Ja, wir kriegen das auf jeden Fall hin! Danke für Deine Unterstützung :)
Bitte. gern geschehen.

Heute (seit 00:00 Uhr): 4 sehr nasse Pipiwindeln, 2 Stuhlwindeln (zum "sehr nass" muss ich sagen, dass wir mit Mull wickeln).
Das ist eine wichtige Info. Dann solltest du mindestens sechs nasse Windeln in 24 h haben und Stuhlgang so 2-3 mal (oder häufiger) täglich.
Wecken: Ich hab ihn letzte Nacht gegen drei geweckt, das war schwierig, ging aber. Er hat dann super getrunken und weitergeschlafen bis sieben.
Sehr schön. :D Am besten wäre es, wenn er nachts alle drei - maximal vier- Stunden stillen würde.
Hütchen: Heute haben wir mindestens 50% ohne Hütchen gestillt - das ging vorher nie! Wir konnten sogar mehrmals direkt ohne Hütchen anfangen.
Wow. Klasse. Dann seid ihr sie bald los.
Ich habe keine Schmerzen, er ist nicht hypoton,
Sehr gut.
Zungenbändchen: keine Ahnung, wie sehe ich das?
Wenn das Zungenbändchen zu kurz ist, dann kann dein BabyBaby die Zunge nicht weit rausstrecken und die Zungenspitze ist herzförmig eingezogen. Das kann deine Hebamme aber auch sehen.
Waage: haben wir heute geliehen, wir werden abends wiegen (da ist das "große" Kind im Bett und mehr Ruhe). Geht also nachher los, dann poste ich hier. Gleiche Bedingungen heißt gleiche Uhrzeit, richtig? Und z. B. immer in Body und Pullover (unten ohne)? Der Pullover wär sicher nicht immer der gleiche, geht das trotzdem? Oder ganz nackig?
Besser wäre nur mit Body und frischer Windel. Pullis sind doch oft sehr unterschiedlich schwer. Wäre das machbar?
Beide Seiten stillen: Hmm. Ich hab mir das Wechselstillen durchgelesen - wirklich soo oft wechseln?
Sobald dein Baby deutlich seltener schluckt, die Seite wechseln. Mit jedem neu ausgelösten MSR wird die Milch fetthaltiger. Schau mal hier Vorder- und Hintermilch, englisch
Meine Tochter hat immer erst eine Seite (10 - 15 Minuten), Pause, dann die andere Seite genauso lange getrunken. So hab ich es jetzt auch versucht, ist aber nichts zu machen. Auch wenn er wach ist nicht.
Probier es mal mit schnellerem Seitenwechsel (muss ja nicht bei jedem Stillen sein, manche Babys mögen das auch absolut nicht), ansonsten auf jeden Fall beide Seiten anbieten.
Wach halten / Wecken: wir üben uns, ich knete schon die ganze Zeit immer seine Füße. Er trinkt aber nie mehr als 15 (maximal 20) Minuten, auch wenn er nicht einschläft.
Okay. Dann vielleicht nach 10 Minuten mal die andere Seite anbieten.
Hütchen weglassen: ja, wir sind dran. Sandwich mache ich auch schon von Anfang an. Bisher erfolglos, heute gehts plötzlich.
:D Forenmagie
Schnuller: bleibt weg.
Sehr schön.
Brustkompressionen: mache ich auch, habe bis dato nie davon gehört sondern dass auch bei unserer Tochter schon gemacht, wenn sie beim Stillen eingeschlafen ist. Ich machs glaub ich etwas anders als beschrieben bzw. nicht so systematisch, aber es hilft.
Das ist das Wichtigste. Wenn das gut klappt, brauchst du nicht unbedingt häufig die Seite wechseln.

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 20.03.2015, 21:54
von Frau Mai
Danke für die Antwort!

Ich hab heute auch wieder ausführlich protokolliert und die Bilanz zum Tagesausklang lautet: 75% ohne Hütchen. Vollere Brüste. Bisher 5 Pipiwindeln (einmal ein ziemlich langer Wickelabstand, das hätten auch zwei sein können). 2 Stuhlwindeln. 10-13 mal gestillt (je nachdem ob ich nur die großen Stillmahlzeiten oder auch die Minisnacks zähle). Keine Abstände über drei Stunden, eher zwei.

Geweckt hatte ich gegen drei nachdem er gestern Abend gegen elf das letzte Mal gestillt hat - also eben nach vier Stunden. Und dann wieder um sieben. Solange er damit gut zunimmt würd ich erstmal gern dabei bleiben ... also beim Vier-Stunden-Abstand nachts. Mein Mann arbeitet ab nächster Woche wieder und ich bin dann mit zwei Kleinen allein. Der Nachtschlaf ist meine größte Kraftquelle. Aber natürlich wecke ich ihn auch öfter, wenn es nötig wird.

Und nochmal zum Wechselstillen: ich teste das mal. Diese Info ist mir völlig neu, danke dafür.

Ach und Wiegen geht natürlich auch nackig oder nur im Body. Gar kein Problem und natürlich auch logisch mit den verschiedenen Pullovern.

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 21.03.2015, 07:58
von Daria
*Daumen hoch*
Schön, dass es Dir besser geht :-)

Das Wechselstillen ist nervig, aber Du merkst oft schon nach nur einem Tag wie deutlich mehr Milch gebildet wird und die Brüste voller sind.
Mich freut sehr, dass Ihr von den Hütchen weg kommt - Ihr könnt das schon, man muss sich nur dran gewöhnen und die Technik rauskriegen, dann ist die Form der Brustwarzen auch nicht soo erheblich.

Nutz die Tage solange Du noch nicht wieder allein bist und sammel Kraft!

Re: Neugeborenes 14 Tage nimmt wenig zu

Verfasst: 21.03.2015, 09:56
von deidamaus
Frau Mai hat geschrieben:
Ich hab heute auch wieder ausführlich protokolliert und die Bilanz zum Tagesausklang lautet: 75% ohne Hütchen. Vollere Brüste. Bisher 5 Pipiwindeln (einmal ein ziemlich langer Wickelabstand, das hätten auch zwei sein können). 2 Stuhlwindeln. 10-13 mal gestillt (je nachdem ob ich nur die großen Stillmahlzeiten oder auch die Minisnacks zähle). Keine Abstände über drei Stunden, eher zwei.
Das klingt sehr, sehr gut. Als Stillmahlzeit zählt jedes Stillen, auch die Minisnacks.
Geweckt hatte ich gegen drei nachdem er gestern Abend gegen elf das letzte Mal gestillt hat - also eben nach vier Stunden. Und dann wieder um sieben. Solange er damit gut zunimmt würd ich erstmal gern dabei bleiben ... also beim Vier-Stunden-Abstand nachts. Mein Mann arbeitet ab nächster Woche wieder und ich bin dann mit zwei Kleinen allein. Der Nachtschlaf ist meine größte Kraftquelle. Aber natürlich wecke ich ihn auch öfter, wenn es nötig wird.
Okay. Dann bleibe mal bei vier Stunden und wir warten mal ein paar Tage ab. Die Ausscheidungen sind ja gut.
und natürlich auch logisch mit den verschiedenen Pullovern.
:lol:
Dann würde ich die nackige oder Bodyvariante bevorzugen.

Liebe Grüße und einen schönen Samstag,
deidamaus