Neugeborenes 8 Tage sehr schläfrig, nimmt nicht zu
Verfasst: 16.02.2015, 09:49
Hallo, ich lese seit ca. 2 Jahren hier still – und begeistert – mit. Bei meinem großen Sohn habe ich das absolute Stillchaos erlebt und bin nach 4 Wochen teilstillen ganz auf Flasche umgestiegen. Dies hat u. a. auch zu der anschließenden PPD beigetragen. Nun ist am 08.02.15 unser kleiner Sohn geboren worden, ich versuche es wieder mit dem Stillen. Nun bin ich allerdings etwas beunruhigt und wollte diesmal aktiv werden, bevor mir gefühlt wieder alles entgleitet.
Seit seinem dritten oder vierten Lebenstag ist mein Baby sehr schläfrig, U2 war am 12.02. und die Kinderärztin hat eine leichte Gelbsucht festgestellt, war aber sonst zufrieden. Er ist seitdem aber sehr schläfrig und zum trinken kaum wach zu bekommen, habe schon alle Wecktipps und Wechselstillen probiert. Oft schläft er nach ein paar Minuten ein und es funktioniert einfach nichts mehr. Ich versuche ihn auch alle zwei Stunden anzulegen, habe aber das Gefühl, er ist dann noch müder und trinkt ganz schlecht. Ist ab und zu (aus-)schlafen lassen eine Option?
Nun hat er an die 10% abgenommen (Hebamme wiegt mit Hängewaage), seit Mittwoch etwa (11.02.) stagniert das Gewicht.
Und drittens glaube ich, dass er noch nicht optimal saugt. Brustwarzen heilen langsam ab, nach kurzem Ansaugschmerz tut es nur noch ein bisschen weh. Wie kann ich seine Saugtechnik verbessern?
Noch eine grundsätzliche Frage: Es heißt ja, dass erst nach ca. 20-30 Minuten die fettreiche Milch fließt. Ist damit die Gesamtdauer pro Brust oder erreiche ich den Effekt auch durch 30 Minuten Wechselstillen?
So, nun zu den Fragen:
• Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, seit gestern Nachmittag (15.02.15). Meine Hebamme meinte 20-30 ml nach jedem Stillen. Ich peile eine Gesamtmenge von 150 ml/Tag an. Momentan versuche ich Becher und Spritze (ohne saugen), werde mir jetzt aber den Softcup besorgen. Außerdem nimmt er kaum mehr als 10 ml an.
• Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
8 Stillmahlzeiten erreichen wir mindestens, gegen Abend seit zwei Tagen Dauerstillen ca. 3 Stunden, danach schläft er etwa 3-4 Stunden, wird gestillt und noch mal 3 Stunden.
• Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi ca. 4 Mal, Stuhl ca. 3 Mal.
• Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich denke, wir hatten einen sehr guten Stillstart. Überraschende aber willkommene Hausgeburt früh um 7 Uhr, keine Medikamente. Danach gute 1-1,5 Stunden Bonding, Baby hat auch sehr schnell nach der Brust gesucht und sie gefunden. Am Tag der Geburt hat er eher selten getrunken (3-4 Mal), seit Tag 2 versuche ich mindestens 8 Mal zu stillen. Baby saugt gut, öffnet den Mund aber nicht immer weit genug und zieht die Unterlippe häufig mit ein, was ich dann korrigiere.
Brustwarzen sind wund (v. a. rechte Seite auch leicht blutig), meist lässt der Schmerz beim Stillen nach und sich aushalten.
Milcheinschuss war am Dienstag, sehr sanft, Milch wurde einfach heller. Brust ist eher weich, war nur am 3. Tag mal etwas warm und leicht gespannt.
• Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
nein
• Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Derzeit nur Nachsorgehebamme
• Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Baby: leicht gelb
Mutter: keine, habe allerdings eine kleine Brust die zwar während der Schwangerschaft gewachsen ist, aber max. 1 BH-Größe
Seit Samstag nehme ich Bockshornkleesamen (3x4 Kapseln), kann aber noch keine Geruchsveränderung feststellen. Habe aber auch gerade Schnupfen. Auf Anraten der Hebamme nehme ich noch 3x2 Esslöffel Fenchelhonig zur Milchbildung, 2 Tassen Stilltee/Tag und ab und zu Malzkaffee. Der Plan der Hebamme ist jetzt zuzufüttern, bis er sein Geburtsgewicht wieder erreicht hat und dann weiter schauen. Klingt für mich plausibel, wollte aber gern noch die Meinung der Profis hören. Wie beurteilt ihr die Situation und wie bekomme ich mehr Milch ins Kind?
Hier schon mal die paar Daten:
08.02. Geburt 3490 g (Hebamme, Hängewaage)
11.02. 3140 g (Hebi)
12.02. 3120 g (U2, Waage Kinderärztin)
15.02. 3140 g ab hier nur noch mit Apothekenwaage zu Hause (nicht geeicht), 10x stillen, Pipi: 4 Mal, Stuhl: 3 Mal, zugefüttert: ca. 40 ml
16.02. 3410 g
Vielen Dank schon mal und liebe Grüße!
Seit seinem dritten oder vierten Lebenstag ist mein Baby sehr schläfrig, U2 war am 12.02. und die Kinderärztin hat eine leichte Gelbsucht festgestellt, war aber sonst zufrieden. Er ist seitdem aber sehr schläfrig und zum trinken kaum wach zu bekommen, habe schon alle Wecktipps und Wechselstillen probiert. Oft schläft er nach ein paar Minuten ein und es funktioniert einfach nichts mehr. Ich versuche ihn auch alle zwei Stunden anzulegen, habe aber das Gefühl, er ist dann noch müder und trinkt ganz schlecht. Ist ab und zu (aus-)schlafen lassen eine Option?
Nun hat er an die 10% abgenommen (Hebamme wiegt mit Hängewaage), seit Mittwoch etwa (11.02.) stagniert das Gewicht.
Und drittens glaube ich, dass er noch nicht optimal saugt. Brustwarzen heilen langsam ab, nach kurzem Ansaugschmerz tut es nur noch ein bisschen weh. Wie kann ich seine Saugtechnik verbessern?
Noch eine grundsätzliche Frage: Es heißt ja, dass erst nach ca. 20-30 Minuten die fettreiche Milch fließt. Ist damit die Gesamtdauer pro Brust oder erreiche ich den Effekt auch durch 30 Minuten Wechselstillen?
So, nun zu den Fragen:
• Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, seit gestern Nachmittag (15.02.15). Meine Hebamme meinte 20-30 ml nach jedem Stillen. Ich peile eine Gesamtmenge von 150 ml/Tag an. Momentan versuche ich Becher und Spritze (ohne saugen), werde mir jetzt aber den Softcup besorgen. Außerdem nimmt er kaum mehr als 10 ml an.
• Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
8 Stillmahlzeiten erreichen wir mindestens, gegen Abend seit zwei Tagen Dauerstillen ca. 3 Stunden, danach schläft er etwa 3-4 Stunden, wird gestillt und noch mal 3 Stunden.
• Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi ca. 4 Mal, Stuhl ca. 3 Mal.
• Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich denke, wir hatten einen sehr guten Stillstart. Überraschende aber willkommene Hausgeburt früh um 7 Uhr, keine Medikamente. Danach gute 1-1,5 Stunden Bonding, Baby hat auch sehr schnell nach der Brust gesucht und sie gefunden. Am Tag der Geburt hat er eher selten getrunken (3-4 Mal), seit Tag 2 versuche ich mindestens 8 Mal zu stillen. Baby saugt gut, öffnet den Mund aber nicht immer weit genug und zieht die Unterlippe häufig mit ein, was ich dann korrigiere.
Brustwarzen sind wund (v. a. rechte Seite auch leicht blutig), meist lässt der Schmerz beim Stillen nach und sich aushalten.
Milcheinschuss war am Dienstag, sehr sanft, Milch wurde einfach heller. Brust ist eher weich, war nur am 3. Tag mal etwas warm und leicht gespannt.
• Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
nein
• Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Derzeit nur Nachsorgehebamme
• Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Baby: leicht gelb
Mutter: keine, habe allerdings eine kleine Brust die zwar während der Schwangerschaft gewachsen ist, aber max. 1 BH-Größe
Seit Samstag nehme ich Bockshornkleesamen (3x4 Kapseln), kann aber noch keine Geruchsveränderung feststellen. Habe aber auch gerade Schnupfen. Auf Anraten der Hebamme nehme ich noch 3x2 Esslöffel Fenchelhonig zur Milchbildung, 2 Tassen Stilltee/Tag und ab und zu Malzkaffee. Der Plan der Hebamme ist jetzt zuzufüttern, bis er sein Geburtsgewicht wieder erreicht hat und dann weiter schauen. Klingt für mich plausibel, wollte aber gern noch die Meinung der Profis hören. Wie beurteilt ihr die Situation und wie bekomme ich mehr Milch ins Kind?
Hier schon mal die paar Daten:
08.02. Geburt 3490 g (Hebamme, Hängewaage)
11.02. 3140 g (Hebi)
12.02. 3120 g (U2, Waage Kinderärztin)
15.02. 3140 g ab hier nur noch mit Apothekenwaage zu Hause (nicht geeicht), 10x stillen, Pipi: 4 Mal, Stuhl: 3 Mal, zugefüttert: ca. 40 ml
16.02. 3410 g
Vielen Dank schon mal und liebe Grüße!